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I tell you a Story - Part 2

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Justin Bieber OC (Own Character)
06.02.2019
30.11.2021
50
98.168
 
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25.11.2021 1.857
 
The Way (Nina)

„Zurück wohin?“ fragte ich etwas verwirrt. „Wir sind doch gerade erst hier angekommen.“
„Das meine ich nicht. Ich meine….zurück nach Santa Cruz oder zu deiner Mum...wohin auch immer.“ antwortete Justin leise. Noch immer stand ich hier in diesem wunderschönen Park hinter ihm und meine Lippen lagen an seinem Nacken. Zurück zur Uni. Wollte ich das noch? Jetzt? Ich hatte mich damit vorher nie auseinander gesetzt und in die Abteilung Irgendwann eingeordnet. So hatte ich darüber nie nachgedacht und doch fühlte ich mich hier wohl Irgendwie zu Hause. Unsicher versuchte ich ihm auszuweichen. „Ich will auf jeden Fall irgendwann mein Studium abschließen.“ bemühte ich mich das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Es misslang. „Baby…“ mahnte Justin, drehte sich kurz zu mir herum und küsste mich liebevoll. „Was ist denn mit Dir? Willst Du hier bleiben?“ fragte ich und sah zu ihm hoch.
„Wenn Du es auch tust?!“ bemerkte Justin leise und legte seine Arme schützend um mich als es um uns zu klicken und blitzen begann. Seufzend verdrehte ich die Augen. Und ich dachte, dass wir hier ungestört wären. Kaum wagten wir uns raus aus unserer Blase wurden wir verfolgt.
Schnell versuchte ich mich wieder zu fokussieren, auf das was Justin gesagt hatte. „Ich fühle mich hier sehr wohl mit Dir. Ich mag es mit Dir zusammenzuwohnen“ stellte ich lächelnd fest. Sanft küsste Justin meine Stirn. „Ich liebe es auch Baby. Also bleiben wir vorerst hier?“
Nickend stimmte ich ihm zu. Justin strahlte – dass war alles was ich wollte. Dass es ihm gut ging. Das er heilte. Denn das ich mich hier wohlfühlte, sah ich als netten Bonus an. Ich wäre überallhin mitgegangen wenn ich ehrlich zu mir selbst war. Irgendwo hätte ich schon eine Uni gefunden, an der ich hätte weiter studieren können. Gemeinsam gingen wir weiter in den Park hinein und setzten uns auf eine alte abgeranzte Parkbank. Justin zog mich auf seinen Schoß und zog sich die Kapuze seines Hoodies über den Kopf. Leicht strich er meinen Rücken auf und ab. „Die Bilder sind Morgen sicher überall.“ platzte es so aus Justin heraus während er hypnotisiert auf den großen Teich und die Brücke vor uns blickte. Er wusste, dass er gerade nicht gesund aussah und sorgte sich um negative Presse. Aufmunternd sah ich ihn an. „Lass Dich davon nicht stressen. Es ist egal was sie berichten. Sie könnten sich ein Bein ausreißen. Bleib bei deiner medialen Pause, bitte.“
Seufzend sah Justin mich an. „Du hast Recht, Baby. Wollen wir zurück?“
Überrascht sah ich ihn ebenfalls an. „Willst Du nicht noch ein wenig bleiben?!“ Unsere Blicke trafen sich und Justin schüttelte den Kopf. „Nein, ich bin irgendwie ziemlich müde. Ich war lange nicht hier.“ beendete Justin die Unterhaltung und stand mit mir gemeinsam auf. Arm in Arm machten wir uns auf den Weg zu seinem Wagen. Noch immer lauerten hinter uns Paparazzi. Es knipste und blitzte weiterhin. Justins Hand drückte ich fest um ihm zu signalisieren, dass ich da war. Dieser Presseauflauf hatte Justin gerade alle Freude auf den Besuch hier genommen. Wütend verkniff ich mir ein Schnauben als wir am Wagen ankamen. Sofort setzte er sich auf den Beifahrersitz und lehnte sich zurück um die Augen zu schließen. Leise seufzend startete ich den Motor und brachte diesen riesigen Wagen wieder auf die Straße. Konzentriert behielt ich die Straße im Blick während im Wagen die Stille Einzug hielt. Kein einziges Wort fiel zwischen mir und Justin. Immer wieder sah ich leicht besorgt zu ihm hinüber um mich danach wieder auf den Verkehr zu konzentrieren. Er wirkte so verloren. Gerade schien es klarer denn je, dass wir vorerst nicht nach Los Angeles zurückkehren würden. Viel zu groß wäre der Druck, wenn jetzt schon die Presse zu viel für ihn war.
Mit Fingerspitzengefühl brachte ich den Wagen in perfekter Position in der Garage zum stehen. Sofort stieg Justin aus und ging ohne auf mich zu warten rein. Er war so niedergeschlagen. Schweigend tapste ich ihm nach, nachdem ich sichergestellt hatte, dass alles verschlossen war. Er lag auf einem der großen Sofas im Wohnbereich und starrte an die Decke. Er schien nachzudenken. Also entschied ich mich dazu ihn nicht dabei zu stören und setzte mich erneut an meinen Laptop. Denn wenn wir vorerst hier bleiben würden, musste ich mich an meine Uni wenden und vor allem nach einer neuen Hier suchen. Sofort setzte ich ein Schreiben mit meiner Intention auf. Doch bevor ich es abschickte, begann ich zu recherchieren. Die einzige Uni im näheren Umkreis – mit jedem Tag ca. 90 Minuten pendeln schätzte ich – war die Universität in Toronto.
Ich durchforstete ihre Studiengänge und war erschlagen von dem riesigen Angebot. Doch schnell fand ich etwas, das mich interessierte und qualifizieren würde in verschiedenen Bereichen arbeiten zu können. Im Hauptfach wollte ich Wirtschaftswissenschaften studieren. Das Nebenfach sollte Linguistik sein. Lächelnd saß ich da und sah mir die verschiedenen Programme an und konnte mich immer mehr für diese Uni begeistern. Die Angebote waren vielseitig und alles wirkte gut strukturiert. Ebenso passten die Zulassungsvoraussetzungen. So bewarb ich mich sofort und fügte ein Motivationsschreiben an. Zu gleich nahm ich direkt mit dem Amt für Einwanderung Kontakt auf. Denn ich brauchte eine Aufenthaltsgenehmigung um hier studieren zu dürfen. Da reichte es nicht, dass ich hier mit Justin lebte und er die kanadische Staatsbürgerschaft besaß – auch wenn ich das mit anfügte. Alle benötigten Unterlagen fügte ich zusammen und schickte alles ab. Sowohl an das Amt für Einwanderungsangelegenheiten, als auch an die Universität von Toronto. Zuallerletzt sah ich mir die Übersicht und den Plan der Vorlesungen und Seminare an. Denn hier wäre es unter Umständen möglich wieder an Präsenzveranstaltungen teilnehmen zu können, da ich jeden Abend wieder hier bei Justin sein konnte. Doch sie bewarben auch ihr eigenes Onlinestudienprogramm. Meine Begeisterung stieg weiter und weiter. Das musste genau diese richtige Uni für mich sein. Jetzt musste ich nur noch eine Zusage bekommen und ungefähr wissen, wie lange ich genau pendeln müsste. Schnell versuchte ich mir einen Überblick zu verschaffen. Laut der Landkarte befanden wir uns hier in der Nähe von Cambridge. Von Hier aus würde ich dann nach Toronto pendeln müssen. Überrascht stellte ich fest, dass die Fahrzeit zur Fakultät kürzer war als gedacht. Laut der Berechnung des Routenprogramms würde ich für 68 Kilometer lediglich 39 Minuten benötigen. Bei freier Fahrt versteht sich. Die Entscheidung stand fest. Jetzt musste ich das nur noch mit Justin besprechen. Ob es ihm wohl besser ging? Ohne den Laptop auszuschalten ging ich zu ihm hinüber. Er sah einen Film. „Babe? Hast Du kurz Zeit?“ fragte ich leise. Sein Blick wanderte langsam zu mir. Er setzte sich auf und nickte. „Ja, um was geht's denn?“ entgegnete er mit einer gewissen Überraschung in der Stimme. Schnell lies ich mich neben ihn plumpsen. „Wir haben ja entschieden, dass wir vorerst hier bleiben, richtig?“ Verwirrt nickte er und ich fuhr fort. „Na ja, dass bedeutet, dass ich früher oder später alles an der UC Santa Cruz aufgeben muss.“ begann ich und Justin öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch ich sprach einfach weiter. „Ich habe eben nachgesehen. Ich könnte auch Hier studieren. Wirtschaftswissenschaften und Linguistik. Die Programme sind ziemlich gut.“ merkte ich noch an.
Vollkommen verdattert sah Justin mich an. „Du willst alles dort aufgeben? Geht das denn so einfach?“ fragte er mich etwas überfordert von den vielen Informationen die gerade auf ihn einprasselten. Lächelnd nickte ich. „Scheinbar ja. Ich habe bereits einen Antrag bei den Einwanderungsbehörden gestellt für eine Aufenthaltserlaubnis für das Studium. Dazu brauche ich einen festen Wohnsitz und muss nachweisen, dass ich Ersparnisse habe um keine staatlichen Leistungen zu beziehen. Aber diese Kriterien erfülle  ich. Die Bewerbung habe ich mit allen möglichen Nachweisen und einem Motivationsschreiben abgeschickt. Jetzt heißt es warten.“ grinste ich ein klein wenig schief.

Justin begann herzlich zu lachen und schloss mich in seine Arme. „Du bist so unglaublich weißt Du das eigentlich?“ Immer wieder küsste er meine Stirn zärtlich. „Ich weiß“ kicherte ich geschmeichelt über sein Kompliment. Doch auch das ernste musste besprochen werden. Kurz räusperte ich mich. „Das würde aber auch heißen dass ich zu den Vorlesungen und den Seminaren zwischen Hier und Toronto pendeln würde. Das sind knapp 40 Minuten. Eine Fahrt.“ sprach ich schnell. Nickend sah Justin mich an. „Ich denke dass klappt schon Baby. Soweit geht es mir ja ganz gut. Und Abends bist Du ja wieder hier. Wir sehen uns jeden Tag und sind nicht ewig getrennt.“ stellte er fest und erleichtert atmete ich durch. Er traute es sich zu. Das war alles was ich hatte hören wollen. Nickend stimmte ich ihm zu. „Mir gefällt der Gedanke.“ lächelte ich, küsste ihn kurz und stand auf. „Bin gleich wieder da. Ich schalte nur kurz den Laptop aus.“
Justin widmete sich wieder dem Film und ich ging abermals in die Küche hinüber. Mein Laptop beleuchtete den dunklen Raum. Gerade als ich ihn ausschalten wollte, wurden mir aktuelle News angezeigt und wie hätte es anders sein sollen, was da auch ein Bild von Justin und mir. In Stratford. Schluckend öffnete ich den Artikel um ihn mir Wort für Wort durchzulesen.

~ Heute in ….Was macht eigentlich…. Justin Bieber!

Gesehen wurde Justin Bieber (22) Heute Nachmittag mit seiner On/Off Freundin Nina Rodgers (20) in seiner Heimatstadt Stratford. Eng umschlungen standen sie da. Läuft es in Sachen Liebe noch immer für den kanadischen Prince of Pop? Lange hatte man die beiden nicht mehr gemeinsam gesehen und Heute zeigten sie sich das erste Mal wieder zusammen. Verliebt Arm in Arm schlenderten sie durch die kleine Stadt nahe Toronto. Doch wo bleibt neue Musik des Sängers? Oder gar ein eigenes Statement?
Nachdem seine fast komplett ausverkaufte Welttournee abgebrochen und abgesagt wurde, hörte man nichts mehr von dem Sänger. Auch auf den sozialen Medien ist es sehr ruhig um den 22 Jährigen geworden. Keine Posts – keine Bilder. Kein Wort zu den Absagen. Er wirkte müde und desinteressiert. Geht es dem ehemaligen Teenieschwarm und Idol einer ganzen Generation gut? Müssen sich seine Fans Sorgen machen? Wird er jemals wieder Musik machen? Das alles ist ungewiss. Denn sein Management lehnt Interviews ab und begründet Biebers Nichtstun mit einer kreativen Pause des Musikers. Hat er ernsthafte Probleme? Doch auch seine On/Off Freundin wirkte nicht glücklich. Immer wieder sah sie sich um. Sie schien den Überblick behalten zu wollen. Doch warum? Die 20 jährige und er kennen sich inzwischen seit 2 ½ Jahre und sind seit fast 2 Jahren ein Paar. Planen sie etwa mehr? Hat Bieber sich deswegen zurückgezogen? Hochzeit? Nachwuchs? Bis vor kurzem studierte die Freundin von Justin Bieber in Californien – doch dort wurde sie schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Wir bleiben weiterhin dran! ~

Augen verdrehend fuhr ich den Laptop hinunter. Genervt seufzte ich auf. Die Klatschpresse konnte mich mal. Sie sogen sich alles aus den Fingern und puzzelten es dann noch so wie es ihnen gerade passte. Von diesem Artikel würde ich Justin erst einmal nichts sagen. Besser war es. Schnell kehrte ich zu ihm zurück und legte mich wortlos zu ihm. Liebevoll küsste er meine Schläfe und zog mich in seine Arme. Mein Kopf ruhte auf seiner Brust und ich lauschte seinem gleichmäßigen Herzschlag…
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