Mitbewohner gesucht!

von Ahadi
GeschichteRomanze / P16
Kate Beckett Richard Castle
05.02.2019
08.04.2019
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Grüß Gott, meine liebe und hoch geschätzte Leserschaft und ein ganz herzliches „Willkommen“ an euch alle, zu meiner druckfrischen AU-Caskett-Story.

Ich hoffe doch sehr,  dass ich euch nicht zu lange habe warten lassen und das ich fest darauf zählen kann, dass ihr mein neuestes Projekt mit genau so viel Interesse, Freude und Begeisterung verfolgen werdet, wie ihr es bisher immer getan habt und ich zu den einzelnen Kapiteln natürlich auch wieder jede Menge Feedbacks von euch erhalten werde.

Aber ich will gar keine großen, langen und überflüssige Reden schwingen und somit Gefahr laufen, euch womöglich unnötigerweise zu langweilen, sondern stattdessen nur noch eines tun, nämlich das Einzige, was es für mich an dieser Stelle noch zu sagen gibt.

Und zwar, dass ich euch allen das maximale Maß an Vergnügen, beim Einlesen in den brandneuen Lesestoff wünsche!

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Die bittere Kälte des Winters war schon längst von der angenehmen Wärme des Frühlings abgelöst worden, die Sonne gewann mit jedem Tag immer mehr an Kraft und verlieh mit ihrem lebenserweckenden Licht, den Bürgern der weltberühmten Millionenmetropole New York City, nachdem diese monatelang in einem winterlichen Dornröschenschlaf verfallen waren, endlich wieder neue Energie und frischen Schwung.

Auf den Straßen, die sich in einem endlosen Netz aus Asphalt durch die gesamte Stadt zogen, herrschte wie immer der übliche, geschäftige Verkehr, Pkws aller Art, sowie Busse reihten sich dicht an dicht, lautes Hupen, sowie die Sirenen von Polizei-, Notarzt- und Feuerwehrwagen hallten durch die Stein- und Glasschluchten, weil es nicht selten Unfälle gab und auch die üblichen Verbrechen, die in einer Großstadt wie Manhattan tagtäglich passierten, nicht gerade rar waren.

Lanie Parrish saß zusammen mit ihrer langjährigen Mitbewohnerin und besten Freundin Katherine Beckett im Wohnzimmer ihrer WG, auf ihrer großen, bequemen, braunen Ledercouch und hatten gerade einen potentiellen Kandidaten für das frei stehende Zimmer interviewt, das bislang ihre dritte Mitbewohnerin und gute Freundin Jenny O’Malley bewohnt hatte, die aber vorige Woche ausgezogen war und nun mit ihrem Freund Kevin Ryan in einer gemeinsamen Wohnung lebte.

Und nun galt es für die zwei jungen Frauen einen neuen Mitbewohner zu finden.

Aus diesem Grund haben die beiden Frauen für das zu vergebende WG-Zimmer, eine Annonce in der New York Times geschaltet und in dieser ausdrücklich darum gebeten, dass Interessierte sich telefonisch bei ihnen melden und mit ihnen einen Termin zur Besichtigung des Zimmers vereinbaren sollten, damit sie nicht zu allen möglichen Zeiten unangekündigten Besuch erhielten.

Zudem hatten sie in der Annonce einen Zeitraum angegeben, in der die Anzeige so zu sagen gültig war, jeder der nach Ablauf dieses Ultimatums bei ihnen anrief, würde ohne Umschweife eine Absage erhalten, nur diejenigen, die sich innerhalb des angegebenen Zeitraumes bei ihnen meldeten, würden eine reelle Chance haben, das frei WG-Zimmer beziehen zu können.

So würde sich die Anzahl der Bewerber in gewissen Grenzen halten, sie hätten infolge dessen eine gute Übersicht über die Kandidaten und könnten somit automatisch auch besser eine Entscheidung fällen, welcher von den infrage kommenden Herrn und Damen nun ihr neuer Mitbewohner bzw. ihre neue Mitbewohnerin werden würde.

Die beiden Mädels hatten zuerst überlegt, ob sie in die besagte Zeitungsannonce die Kriterie mit rein nehmen sollten, dass sie ausschließlich eine weibliche Mitbewohnerin für das WG-Zimmer wollten, hatten sich aber letztendlich dagegen entschieden und beschlossen sowohl Frauen, als auch Männern eine faire Chance zu geben.

„Also wenn Du mich fragst, ich fand diesen Tom gar nicht so schlecht“, gab die junge, dunkelhäutige, schwarzhaarige Frau ihrer Freundin zu verstehen, dass sie sich den Bewerber für das WG-Zimmer, mit dem sie gerade eben gesprochen hatten, einen gewissen Tom Demming, durchaus als neuen Mitbewohner vorstellen konnte.

„Ja, das kann ich mir denken“, kommentierte die hübsche, schlanke Brünette die Aussage ihrer Busenfreundin, da ihr keineswegs entgangen war, wie begehrlich diese den potentiellen WG-Anwärter angesehen hatte und wie sie Besagten mit ihren bloßen Augen ausgezogen hatte.

„Was soll das denn bitteschön heißen?“, war Lanie sichtlich verwirrt über den Kommentar ihrer Mitbewohnerin, ihr war offenbar nicht bewusst, wie offensichtlich ihr Interesse für diesen Tom Demming war.

„Ach, jetzt tu doch nicht so. Meinst Du etwa, ich habe nicht bemerkt, wie Du den Typen angesehen hast?! Wie Du ihn mit deinen Augen verschlungen hast!“, ließ Kate ihre Freundin unverblümt wissen, dass es zwecklos war vor ihr einen auf Unschuldslamm zu machen, so waren die Blicke, mit dem sie den männlichen WG-Bewerber bedacht hatte, doch schließlich mehr als eindeutig gewesen.

„Jetzt spiel Du Dich hier mal nicht so auf, meine Liebe. Als hättest Du nicht bemerkt, was für ein lecker Schnittchen dieser Tom Demming ist. Ich meine, er ist doch genau dein Typ“, ging die Schwarzhaarige prompt zum Gegenangriff über, genau wissend, welchen Typ Mann ihre WG-Genossin bevorzugte.

„So? Ich wusste ja gar nicht, dass ich einen Typ habe“, tat die Braunhaarige nun exakt dasselbe, was Lanie kurz zuvor auch getan hatte und tat so, als wüsste sie nicht, wovon ihre Gesprächspartnerin redete.

„Und ob Du einen Typ Mann hast. Groß, dunkelhaarig, muskulös...und dieser Tom Demming passt genau in dein Beuteschema…und sehr sympathisch ist er auch, das musst Du ja wohl zugeben“, machte Lanie ihr klar, dass sie mal bloß nicht so tun sollte, als ob sie keine Ahnung hätte, wovon sie sprach.

„Ja, okay, ich geb es zu. Dieser Tom ist sympathisch, sehr sogar und gut aussehend ist er auch. Aber wir habe diese Anzeige in der Zeitung nicht geschaltet, um einen Mann für mich zu finden, sondern um einen neuen Mitbewohner für unsere WG zu finden. Apropos: Wie heißt eigentlich der nächste Bewerber auf der Liste?“, gestand sie zwar ein, dass sie Demming nicht gerade unattraktiv fand, lenkte dann aber vom Thema ab und hoffte so, weiteren unangenehmen Fragen entgehen zu können.

„Der nächste Bewerber auf unserer Liste heißt…“, sie war einen kurzen Blick auf die Liste mit den Bewerbern. „…Richard Castle und dürfte…“, sie sah auf ihre schwarze, lederne Armbanduhr. „…jeden Moment hier sein.“

Sie gewährte Kate die Abweichung vom eigentlichen Thema ihres Gesprächs, zumindest vorerst, doch ihre liebe Freundin sollte ja nicht denken, dass das Thema Männer und Beziehungen damit at acta gelegt war, denn sie würde es auf jeden Fall noch einmal zur Sprache bringen, aber zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie nicht damit rechnete.

„Insofern er pünktlich ist“, warf die Brünette ein, die in der Vergangenheit bereits mehr als nur einmal Zeugin von Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit wurde, zu der das männliche Geschlecht, ihrer Erfahrung nach, ziemlich häufig zu neigen schien, wenn sie früher zu Schulzeiten und auch noch heute mit einem Mann verabredet war.

„Keine Sorge, er wird schon pünktlich sein. Als wir miteinander telefoniert und den Termin vereinbart haben, hat er mir Stein und Bein geschworen, dass er es sein wird“, versicherte die dunkelhäutige Frau, dass der besagte Mann ihr am Telefon versprochen hatte, zur vereinbarten Uhrzeit da zu sein und kaum hatte sie ausgesprochen, da klingelte es in der nächsten Sekunde auch schon an der Wohnungstür.

„Siehst Du, wahrscheinlich ist er das schon“, nahm Lanie stark an, dass es sich bei dem Klingler, um den anderen WG-Bewerber Richard Castle handelte, sie stand in Windeseile vom Sofa auf und ging zur Tür, um nach zu sehen, ob sie mit ihrer Vermutung richtig lag.

Und als sie die Wohnungstür öffnete, erweiterten sich ihre Augen und zum nunmehr zweiten Mal an diesem Tag, fiel ihr Kiefer aus seiner Verankerung und klappte auf, vor ihr stand ein großer, bereit gebauter Mann Ende zwanzig, mit kurzem, dunkelbraunem Haar und einem robust gut aussehendem Gesicht.

„Guten Tag. Ich bin Richard Castle, ich bin hier, weil ich mich für das freie WG-Zimmer bewerben möchte“, begrüßte der wirklich sehr attraktive Mann sie, nannte ihr den Grund seines Hierseins und streckte ihr, mit einem freundlichen Lächeln, seine rechte Hand entgegen.

„Hallo, ich bin Lanie Parrish, wir haben miteinander telefoniert“, ergriff die Dunkelhäutige, sobald sie die Fähigkeit zu sprechen wieder zurück erlangt hatte, die ihr gereichte Hand des jungen Mannes und schüttelte diese eifrig, mit einem breiten Grinsen.

„Schön Sie kennen zu lernen, Mr. Castle“, schüttelte die schwarzhaarige Frau, die Hand des potentiellen WG-Zimmer-Anwärters munter weiter und schien diese auch überhaupt gar nicht mehr los lassen zu wollen.

„Es freut mich auch sehr, Ihre Bekanntschaft zu machen, Ms. Parrish“, erwiderte der Braunhaarige und schaffte es schließlich, seine Hand aus dem festen Griff seines Gegenübers zu befreien.

„Oh bitte, nennen Sie mich Lanie“, bestand sie darauf, dass er sie mit ihrem Vornamen ansprach, zum einen, weil sie sich immer so alt vorkam, wenn sie jemand mit Ms. Parrish ansprach und zum anderen, weil der Mann, der gerade vor ihr stand, vielleicht ihr zukünftiger WG-Mitbewohner war.

„In Ordnung. Aber nur, wenn Sie mich dafür Rick nennen“, erklärte er sich einverstanden, sie mit Vornamen an zu sprechen, wenn auch nur unter der Bedingung, dass sie ihn dafür im Gegenzug ebenfalls mit seinem ansprach.

„Sehr gerne, Rick. Aber bitte, komm Sie doch rein“, hatte sie nichts dagegen ein zu wenden, ihn bei seinem Vor- oder besser gesagt, Spitznamen an zu sprechen und forderte ihn, nachdem sie minutenlang an der Tür gestanden hatten, nun endlich ein, in die Wohnung zu kommen und schloss, sobald er ihrer Aufforderung nach gekommen war, die Tür hinter ihnen beiden.

Anschließend führte sie ihn ins Wohnzimmer, wo Kate noch immer auf der Couch saß und sich gerade noch einmal die Notizen anschaute, die sie sich zu dem vorherigen Bewerber Tom Demming gemacht hatte, sie machten das Auswahlverfahren nämlich so, dass sie dem potentiellen Anwärter verschiedene Fragen stellten, zum Beispiel zu seinem Beruf, seinem persönlichen Umfeld und seinen Gewohnheiten.

„Rick, darf ich vorstellen, das ist meine Mitbewohnerin Katherine Beckett. Kate, das ist Richard Castle, er will sich für das freie Zimmer bewerben“, stellte Lanie die zwei benannten Personen einander vor und hatte Rick bis eben gerade noch gedacht, dass die Schwarzhaarige eine bildhübsche Frau war, so wusste er, sobald er deren WG-Genossin sah, dass diese noch schöner war, was er nie für möglich gehalten hätte.

Katherine Beckett war die, mit Abstand, wunderschönste und attraktivste Frau, die er je in seinem Leben gesehen hatte, sie war eine wahre Augenweide, mit einem engelsgleichen Gesicht und einem Körper, der jedes, aber auch wirklich jedes noch so erfolgreiche und berühmte Topmodel der Welt in den Schatten stellte.

Und auch Kate, die Tom Demming ja schon sehr gut aussehend fand, musste sich eingestehen, dass dieser Mann vor ihr, Richard Castle, noch ein ganzes Stück besser aussah, mit seinem markanten Gesichtszügen, den azurblauen Augen und dann auch noch dieser Körperbau, die breiten Schultern, die muskulös wirkende Brust, die das Bild seines Anblicks perfekt abrundeten und ihn zu einem wahren Augenschmaus machten.

„Guten Tag, schön Sie kennen zu lernen, Ms. Beckett“, streckte er dem umwerfenden Geschöpf zur Begrüßung seine rechte Hand entgegen, mit dem besten und charmantesten Lächeln, das er auf Lager hatte.

„Freut mich auch, aber bitte, nennen Sie mich ruhig Kate“, erhob die Brünette sich vom Sofa und ergriff die ihr gereichte Hand, um diese zu schütteln und kaum berührten sich ihre Hände, da fühlten die beiden sich als stünden sie unter Strom, ihr ganzer Körper kribbelte und eine wohlige Wärme stieg in ihnen auf.

„Äh…Rick, bitte nennen Sie mich Rick“, schüttelte er der braunhaarigen Schönheit schließlich die Hand, ließ diese aber schnell wieder los, um nicht in Versuchung zu geraten, ihr einen galanten Kuss auf den Handrücken zu geben.

Aber selbst als ihre Hände sich voneinander gelöst hatten, spürte er noch immer die prickelnden, aber dennoch angenehmen Impulse, die durch seinen gesamten Körper flossen, von seinen Haarspitzen, bis hin zu seinem kleinen Zeh, jede noch so kleine Zelle fühlte sich so an, als wäre sie mit irgendeiner Art von elektrischer Energie in Berührung gekommen.

„Bitte, setzen Sie sich doch“, forderte Lanie, der weder die Reaktion von Rick auf Kates Anblick, noch die der beiden beim Kontakt ihrer Hände entgangen war und sich insgeheim bereits ihren Teil darüber dachte, ihren männlichen Gast dazu auf, in dem braunen Ledersessel Platz zu nehmen, der gegenüber der Couch stand.

„Möchten Sie etwas trinken?“, bot die dunkelhäutige Frau ihm ein Getränk an, nachdem dieser ihrer freundlichen Aufforderung nach gekommen war und in dem so eben genannten Sessel Platz genommen hatte.

„Ja, gerne“, sagte er zu ihrem Angebot, auf ein Getränk, nicht nein, weil er tatsächlich ziemlich ausgetrocknet war.

„Und was darf es sein? Wasser, Saft, Cola, Kaffee oder Tee?“, zählte die Schwarzhaarige ihm, die ihm zur Auswahl stehenden Getränke auf, der angesprochene Mann ließ seinen Blick derweil über ihre Mitbewohnerin schweifen, er checkte ihren gesamten Körper von oben bis unten ab, scannte diesen so zu sagen.

Natürlich versuchte er dies so unauffällig wie möglich zu tun, denn schließlich wollte er bei seiner vielleicht zukünftigen WG-Genossin keinen falschen Eindruck erwecken, von wegen er würde nur bei ihnen einziehen wollen, weil er scharf auf sie war, allerdings entging Kate der Scan ihres Körpers keinesfalls, denn sie spürte jeden einzelnen seiner Blicke.

Allerdings waren ihr die intensiven Blicke, mit dem er ihren Körper bedachte, überraschenderweise keineswegs unangenehm, nicht einmal ansatzweise, im Gegenteil, es schmeichelte ihr, dass er sie attraktiv und anziehend fand, sie wusste zwar nicht genau wieso oder woher, aber aus irgendeinem Grund wusste sie, das sein Interesse an ihr nicht nur rein sexueller Natur war.

Etwas was ihr bisher noch nie widerfahren und somit völlig neu für sie war, weil jeder andere Mann, der sie bislang so angesehen hatte, immer nur auf das Eine aus gewesen war, wirklich jedes Mal, ausnahmslos, kein einziger Mann hatte sie in der Vergangenheit jemals mit solchen Blicken bedacht und dann nicht einfach nur mit ihr schlafen wollen.

„Ein Glas Wasser, bitte“, fällte Rick seine Getränkewahl und musste sich dabei ernsthaft auf die Zunge beißen, um nicht die Worte „Mit viel Eis“ noch hinten dran zu setzen, weil ihm immer, wenn er seinen Blick über Kates bombastischen Körper wandern ließ, jedes Mal aufs Neue mächtig heiß wurde.

So etwas war ihm noch nie zuvor in seinem Leben passiert, ansonsten war er nämlich derjenige, der den Damen einheizte und nicht umgekehrt, wie in diesem Fall, aber er spürte instinktiv, dass die Brünette, die ihm in diesem Moment auf dem Sofa gegenüber saß, ganz anders war, als die Frauen, die er sonst kennen lernte und das, obwohl er die Brünette gerade mal seit wenigen Minuten kannte, Kate war echt, das wusste er jetzt schon ganz genau.

Sobald Rick sein Glas Wasser hatte, setzte Lanie sich neben ihre beste Freundin auf die Couch und das Interview ihres potentiell zukünftigen WG-Mitbewohners begann, sie stellten ihm exakt dieselben Fragen, die sie vorher auch schon Tom Demming gestellt hatten, als was er arbeitete, wie sein soziales Umfeld aussah, was er für Gewohnheiten hatte etc.

Und heraus kam bei der Befragung, dass er seit einigen Jahren Kriminalromane schrieb, die jetzt zwar nicht unbedingt Bestsellerpotenzial hatten und er auch nicht ganz so erfolgreich war, wie seine anderen Kollegen aus der Schriftstellerbranche, das Geld, was er mit seinen Büchern verdiente, für ihn aber trotzdem zum leben reichte und das er, solange dies der Fall war, auch vollkommen zufrieden war.

Weiter berichtete er den beiden Mädels, dass er sich gerade erst von seiner Freundin Kyra Blaine, mit der er drei Jahre lang zusammen gewesen war, getrennt hatte, aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war und seitdem vorübergehend bei einem Freund unter gekommen war, bis er eine neue Bleibe gefunden hatte.

Außerdem erzählte er ihnen, dass er von seiner allein erziehenden Mutter, der mehr oder weniger berühmten Schauspielerin Martha Rodgers aufgezogen wurde und von Geburt an ohne Vater aufgewachsen war, was ihn einerseits zwar seit jeher ohne väterliches Vorbild durchs Leben gehen, ihn dafür andererseits jedoch einen respektvollen Umgang mit Frauen erlernen ließ.

Er erfuhr im Gegenzug, dass Kate in der Bar „The Old Haunt“ als Kellnerin arbeitete, Lanie dagegen als Assistenzärztin im Bellevue-Hospital-Center und das die zwei mittlerweile seit über vier Jahren gemeinsam in der WG wohnten, sie ließen ihn wissen, dass sie nicht deswegen zusammen gezogen waren, weil sie sich so sehr mögen, sondern um von ihren überfürsorglichen Eltern weg zu kommen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen.

Alles in allem verlief das Bewerbungsgespräch sehr gut, die drei verstanden sich hervorragend miteinander und obwohl noch lange nicht entschieden war, ob er nun in die WG einziehen würde oder nicht, so hatte Rick dennoch ein gutes, nein, ein sehr gutes Gefühl sogar und er war sich zu fast einhundert Prozent sicher, dass er schlussendlich das Rennen machen und der neue Mitbewohner der beiden Frauen werden würde.

„Möchten Sie sonst noch irgendetwas über mich wissen?“, fragte er, nachdem er sich zusammen mit seinen potentiell zukünftigen Mitbewohnerinnen, sein vielleicht baldiges WG-Zimmer angesehen hatte und sie nun zu dritt auf dem Flur, vor der Wohnungstür standen, ob sie eventuell noch etwas von ihm wissen wollten.

„Nein, von meiner Seite wäre das alles. Wie sieht’s mit Dir aus, Kate?“, verneinte Lanie die Frage und sagte ihm, dass sie alles hatte, was sie von ihm wissen wollte, bevor sie sich an ihre Freundin wandte und diese fragte, ob sie vielleicht noch irgendwelche Fragen an ihn hatte.

„Nein, ich habe auch keine weiteren Fragen mehr“, antwortete die Braunhaarige, wobei sie sich sowohl für ihre WG-Genossin, als auch für den potentiellen Anwärter anhörte wie so eine Anwältin, die während einer Gerichtsverhandlung dem vorsitzenden Richter sagte, dass sie keine Fragen mehr an einen Zeugen hatte, was Lanie schmunzeln ließ.

„Also gut, Rick, wir werden uns bei Ihnen melden, sobald wir uns entschieden haben“, teilte die Schwarzhaarige dem angesprochenen Mann mit, wie es jetzt weiter gehen würde, auch wenn sie sich ziemlich gut vorstellen konnte, dass er schon jetzt mit einer Zusage rechnete, aber das ging leider nicht.

So sympathisch er auch war und wie gerne sie ihn als Mitbewohner hätte, genau so wie Kate ganz bestimmt auch, sie mussten der Fairness halber auch die anderen Bewerber berücksichtigen, sie musste sich mit ihrer Freundin beratschlagen und zusammen mit ihr entscheiden, wem sie zu sagen und in das freie WG-Zimmer einziehen lassen würden.

„Alles klar“, war der junge Mann zwar sichtlich enttäuscht, dass er nicht jetzt und sofort in die WG einziehen konnte, er wusste aber auch, dass er nicht der Einzige war, der sich für das verfügbare Zimmer beworben hatte und die beiden Ladys seinen Mitbewerbern gegenüber fair sein mussten, sie würden sich erst miteinander beratschlagen müssen, bevor sie entweder ihn oder einen der anderen Anwärter auswählten.

„Sie haben ja meine Nummer, Lanie, rufen Sie mich einfach an, sobald Sie und Kate sich entschieden haben“, versuchte er seine Enttäuschung, mithilfe eines Lächelns, so gut es ging zu verbergen, auch wenn es ihm unheimlich schwer fallen würde zu warten, bis die zwei Damen sich bei ihm melden und ihm mitteilen würden, ob er das Zimmer nun haben konnte oder nicht, aber wenn er in die WG einziehen wollte, blieb ihm nun mal keine andere Wahl, dann würde er sich wohl oder übel in Geduld üben müssen.

„Genau so machen wir das“, stimmte die Brünette zu und schenkte ihm, genau so wie die Schwarzhaarige auch, ein aufmunterndes Lächeln, da ihnen die Enttäuschung ihres Gegenübers darüber, dass er nicht noch an diesem Tag bei ihnen einziehen konnte, natürlich nicht entgangen war, aber darauf konnten sie keinerlei Rücksicht nehmen, so leid es ihnen auch tat.

Sie konnten ihm unmöglich zusagen und ihn bei ihnen einziehen lassen, nur weil er ihnen sympathisch war und sie nicht wollten, dass er enttäuscht war, das wäre nur unfair gegenüber den anderen Bewerbern, die genau so wie Rick auch, darauf hofften, eine Zusage von ihnen zu bekommen und ihr neuer Mitbewohner zu werden.

„Also dann, auf Wiedersehen, Lanie“, schüttelte er der angesprochenen Frau, so wie es sich nun einmal gehörte, zum Abschied die Hand, bevor er sich an deren Freundin wandte und der ebenfalls die Hand schüttelte, wobei sie, sobald ihre Hände sich berührten, exakt dieselben Stromstöße und dasselbe Kribbeln in ihren Körpern spürten, sowie die gleiche Wärme, die in ihrem Inneren aufstieg.

Doch kaum hatten sie das Händeschütteln beendet und ihre Hände wieder voneinander gelöst, da verschwanden, genau so wie vorhin bei der Begrüßung auch, all diese merkwürdigen und doch wunderbaren Empfindungen auch schon wieder, lösten sich ebenso schnell wieder in Luft, in Wohlgefallen auf, wie sie Sekunden zuvor entstanden waren.

Eine Minute später war Rick gegangen und die beiden jungen Frauen wieder unter sich.

„Und? Was hältst Du von ihm? Ein hübsches Exemplar oder?“, fragte die Dunkelhäutige ihre Busenfreundin gerade heraus und ohne lange um den heißen Brei herum zu reden, was sie von dem Bewerber, der sie gerade verlassen hatte, so hielt, als Mann und nicht als potentieller Mitbewohner, wohl bemerkt und kam damit auf das Thema Männer und Beziehungen zurück, welches sie vorhin beiseite geschoben hatte.

„Nun ja, er scheint sehr sympathisch zu sein, gepflegt, ordentlich, zuverlässig, alles, was man sich von einem guten Mitbewohner wünscht“, schien die Braunhaarige entweder nicht zu verstehen, worauf ihre WG-Genossin hinaus wollte oder sie machte absichtlich einen auf ahnungslos, um einem weiteren nervigen Gespräch mit ihr, über ihr zur Zeit nicht existenten Liebesleben aus dem Weg zu gehen.

„Was hältst Du von einem Doppeldate? Ich und Tom, Du und Rickyboy“, sah Lanie zwar ein, dass sie keine Antwort von ihrer Busenfreundin erhalten würde, ließ sich durch deren Ausweichmanöver jedoch keineswegs davon abbringen, trotzdem weiterhin zu versuchen, durch ihren Dickschädel hindurch, zu ihr durch zu dringen und sie so ganz nebenbei noch ein wenig zu ärgern.

Kate gab ihrer Mitbewohnerin, auf deren erneuten Frage oder besser gesagt Spaßaussage hin, wieder keine Antwort und ließ sich auch von deren neckender Bemerkung, mit dem Doppeldate mit Demming und Rick, nicht im geringsten aus der Ruhe bringen und ging stattdessen ganz cool und gelassen an ihr vorbei ins Wohnzimmer.

„Wir können selbstverständlich auch tauschen, wenn Dir das lieber ist“, rief die Assistenzärztin der Brünetten nach, mit einem breiten Lächeln, welches von einem Ohr zum anderen reichte und wenn sie ganz ehrlich zu sich war, dann war ihre Entscheidung, wer ihr neuer WG-Mitbewohner sein würde, jetzt schon bereits gefallen.

Und zwar auf einen gewissen jungen, attraktiven, braunhaarigen, robust gutaussehenden Mann, der seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Krimiromanen verdiente, der ganz offensichtlich großes Interesse an ihrer besten Freundin hatte und zu dem Besagte auch garantiert nicht nein sagen würde, wenn er sie fragen würde, ob sie vielleicht einmal mit ihm ausgehen wollte.

Allerdings würde sie diese Entscheidung nicht alleine treffen können, schließlich waren sie und Kate gleichberechtigte Mieter der Wohnung und somit konnte keiner von ihnen, ohne Einverständnis des anderen, die eigenmächtige Entscheidung fällen, wer denn nun ihr neuer Mitbewohner werden würde.

Sie würde wohl oder übel solange Geduld haben und warten müssen, bis die Stunde der Entscheidung kam und wenn der besagte Zeitpunkt gekommen war, dann würde ihr nichts anderes übrig bleiben, als zu hoffen, dass ihre Freundin die genau richtige Wahl treffen und sich für Rick, als ihren neuen Mitbewohner entscheiden würde.

Gegebenenfalls würde sie halt ihre ganze Überredungskunst aufbringen und Kate mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dazu bewegen müssen, die einzig richtige Entscheidung zu fällen und Writerboy als ihren zukünftigen WG-Genossen aus zu wählen.




Fortsetzung folgt…

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Na? Und? Wie hat euch das erste Kapitel meiner nigel-nagelneuen Story gefallen? Gut hoffe ich doch. Aber das werde ich durch eure Reviews, die hoffentlich zahlreich bei mir angeflattert kommen werden, ja dann schon noch erfahren.

Zu eurer Info: Rick ist in dieser Geschichte 29 Jahre alt, ich habe ihn jünger gemacht, als er in der Original-Serie ist – Kate und Lanie sind 27 und Tom, auch wenn es einige von euch vielleicht oder wahrscheinlich auch nicht interessieren dürfte, habe ich 28 Jahre alt gemacht.

Und ja, ich weiß, dass es einigen oder eventuell auch vielen von euch als merkwürdig erscheinen dürfte, dass Rick, auch wenn er in meiner Story, anders als in der Serie, kein millionenschwerer Bestsellerautor ist, sich für ein Zimmer in einer WG bewirbt.

Aber Castle ist, so wie ich ihn einschätze, die Art von Mensch, der gerne Gesellschaft hat. Und seien wir doch mal ehrlich, welcher Mann könnte sich bessere Mitbewohnerinnen als Kate und Lanie wünschen?!

Falls ihr sonst noch irgendwelche Fragen, Anregungen oder vielleicht auch Verbesserungsvorschläge an mich haben solltet, dann zögert nicht, mir diese mit zu teilen. Ich habe stets ein offenes Ohr für euch und bin auch immer offen für Ratschläge, seitens von euch, meiner werten und sehr verehrten Leserschaft.

Ich werde versuchen, diese Woche noch ein weiteres Kapitel heraus zu bringen und entschuldige mich schon mal vorab vielmals bei euch, falls ich es, aus welchem Grund auch immer, doch nicht schaffen sollte und wenn dem so sein sollte, so wird es den nächsten Teil spätestens Anfang nächster Woche geben.

Jedenfalls wünsche ich euch allen miteinander, bis es weiter geht, so wie immer alles Gute und noch ein paar schöne Tage.

Bis zum nächsten Mal, mit lieben Grüßen, euer Ahadi.
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