Just wanna be with you

von sarahxlwt
GeschichteDrama, Fantasy / P16 Slash
04.02.2019
17.03.2019
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17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
Puh, ich wusste nicht, ob ich heute das Kapitel noch hochladen soll, nachdem was passiert ist, aber es ist schon geschrieben gewesen und muss jetzt nur noch gepostet werden... Mir fehlen immer noch die Worte. Ich wünsche der Familie Tomlinson alle Kraft und Stärke, die sie jetzt in der Zeit brauchen, um den Verlust zu verarbeitet. Sie war noch so jung... und es kam so plötzlich...
An dieser Stelle wäre es mir auch egal, ob und wie Louis seine Karriere weiter führt... solange es ihm psychisch und physisch gut geht.
RIP Fizzy <3

Kapitel 11


Louis POV



Um mich herum war alles dunkel, ich konnte mich nicht bewegen, ich konnte nichts sagen. Ich hörte nur ein leises Rauschen und bemerkte diesen unglaublichen Schmerz, der meinen Körper durchfuhr.
Ich wusste nicht, was los war, was geschah, ich wusste gar nichts.
Ich wollte schreien, der Schmerz brachte mich um, doch ich konnte nicht.
Langsam verschwand die Dunkelheit und vor mir tauchte plötzlich die Brücke auf, von der ich mich vor ein paar Jahren stürzen wollte. Das Gefühl in meinen Armen und Beinen kam ebenfalls langsam zurück. Was passierte hier?
Ich spürte meinen Körper langsam auf die Brücke zugehen. Unter ihr tobte das wilde Wasser und ein Sturm zog auf. Genau wie vor 2 Jahren. Ohne, dass ich etwas dagegen unternehmen konnte, krallten sich meine Hände, wie ferngesteuert, an das Geländer. Vorsichtig blickte ich hinunter. Es war ziemlich tief und irgendwie auch angsteinflößend.
Doch gleichzeitig wirkte es auch so beruhigend, alles um mich herum wurde still. Das Rauschen hörte auf, ich nahm keine Geräusche mehr wahr und es herrschte zum ersten Mal komplette Stille in meinem Kopf. Stille, die ich gerade einfach genoss.
Die eiserne Kälte umhüllte mich komplett.
Wie von Geisterhand stieg ich mit beiden Beinen über das Geländer und Aufregung stieg in mir auf. Warum geschah alles ohne meinen Willen? Obwohl, wenn ich wirklich darüber nachdachte, wollte ich das doch. Ich wollte meine Ruhe, ich wollte weg von allem.
Ich war schon damals bereit, alles aufzugeben, nachdem meine Mutter gestorben war, nur Harry hat mich am Leben gehalten.
Doch jetzt, wo Harry weg war, ohne mir Bescheid zu sagen, dass er etwas länger in den Urlaub fährt, gab mir das zu Denken. Harry empfand es wohl nicht als allzu wichtig, mich aufzuklären. Ich bedeutete ihm anscheinend nicht so viel, wie er mir. Und auch wenn ich mich umsah. Erblickte ich keinen Harry weit und breit. Ich war vollkommen allein. Also konnte ich auch jetzt allem ein Ende setzen.
Nie wieder Stress in der Uni, nie wieder Selbsthass, nie wieder der Herzschmerz, den ich durch Harry erlitt, nie wieder dieses Gefühl von Unwohlsein, wenn Eleanor bei mir war, nie wieder lügen. Und endlich könnte ich meine Mutter wieder in die Arme schließen. Ich vermisste sie wirklich sehr.
Zufrieden schloss ich die Augen. Auch wenn ich keine Kontrolle über meinen Körper hatte, hoffte ich doch, gleich vom Geländer loslassen zu können.
Doch ich wurde von einer Stimme unterbrochen, die meinen Namen rief.
Es hörte sich an wie Eleanor, doch etwas in ihrer Stimme war anders. Ich hörte etwas heraus, was ich bei ihr noch nie wahrgenommen hatte. Sorge, Angst.
Am Himmel wurde es plötzlich hell, die Kälte verschwand ein wenig und ich fühlte einen Hauch von Geborgenheit. Aber ich war allein. Nun nahm ich noch andere Stimmen wahr, aber ich konnte nicht heraushören, was sie sagten. Es war viel zu weit weg.
Die Wolken am Himmel verschwanden immer mehr und ein kleiner Sonnenstrahl kam zum Vorschein.
„Bleib bei mir, bitte.“, hörte ich wieder diese Stimme, die der meiner angeblichen Freundin so ähnelte. „Ich brauche dich doch, du bist mein bester Freund und ich liebe dich. Ich kann nicht ohne dich leben.“
Die Wärme der Sonnenstrahlen umhüllten mich immer mehr und das Gefühl der Geborgenheit wurde immer stärker. Dann hörte ich die Stimme wieder. „Alles ist gut. Wenn du wieder wach bist, muss ich dir was erzählen und auch, wenn du mich danach hassen wirst, ich gebe nicht auf.“
Wort für Wort veränderte sich diese Stimme und wurde immer tiefer. „Ich werde für dich da sein. Ob du willst oder nicht. Ich werde dir bei deinem Problem helfen, ob du willst oder nicht. Ich bin für dich da. Ich habe dir schon einmal das Leben gerettet, ich werde es wieder tun. Ich würde es immer wieder tun, Louis.“
Harry. Es war Harry. Harry war hier, Harry, Harry, Harry.
“Ich liebe dich.”
Das Atmen fiel mir schwer, die Worte hallten in meinen Ohren nach. „Ich liebe dich.“
Genießend schloss ich die Augen und ließ mich weiter von der wohligen Wärme einfangen. Mein Gehirn schien mir Streiche zu spielen, ich war verwirrt und gleichzeitig glücklich. Ich fühlte mich geborgen und geliebt. Und zum ersten Mal seit langem vergaß ich alles andere um mich herum. Meine Probleme, meine tote Mutter, mein schweres Herz.
Ich war zufrieden und fühlte mich frei, so wie ich es mir immer vorgestellt hatte, wie es sein würde, wenn ich mich von dieser Brücke stürzte. Vielleicht war es auch gerade so. vielleicht befand ich mich gerade im freien Fall Richtung dunkles, tiefes Wasser, das mich verschlingen würde. Doch dieses Gefühl sollte nicht aufhören. Ich wünschte, es würde ewig so sein.
Langsam öffnete ich meine Augen und sah, dass ich nicht mehr am Geländer stand, sondern ruhig und geborgen auf dem Boden in einer Decke gehüllt lag.
Harry hatte mich gerettet. Mein Harry.
Das war jedoch das letzte, was ich dachte, bevor alles verschwand und wieder schwarz wurde.
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