Das Normale mal umgedreht - Projektssammlung von Liz Tonks

von Liz Tonks
KurzgeschichteThriller, Schmerz/Trost / P16
04.02.2019
16.03.2019
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Der Regen trommelt auf die Fensterscheiben. Es hört sich an, als wollten die Tropfen die Scheibe durchdringen. Ich rücke ein Stück von dem Fenster weg und vergrabe meinen Kopf in meinem Kopfkissen. Ich drücke es so fest auf meine Augen, dass sie beginnen zu schmerzen. Bunte Kreise tanzen vor meinen Augen, obwohl alles schwarz ist. Mir ist kalt, aber die Kraft reicht nicht aus, um meine Bettdecke zu greifen und sie mir über den Kopf zu ziehen.
Meine Hand tastet zu dem Play-Knopf meines CD-Spielers und ich drehe die Musik auf. Mein Gesicht ist immer noch im Kopfkissen vergraben, so fest, als wollte ich mich darin ertränken. Ich halte das Kissen so fest, dass meine Finger beginnen zu schmerzen.
Die Musik dröhnt mir in die Ohren und die Regentropfen trommeln dazu. Wenn ich doch nur durchs Fenster fliehen könnte, diese Welt hier verlassen könnte. Aber nein, ich muss mich verkriechen. Ganz alleine verkriechen.
Ich schalte die Musik wieder aus. Fremde Stimmen, die mich nur daran erinnern, wie alleine ich bin. Die mich rufen, die ich nicht erreichen kann.
Das Kissen drückt die Tränen aus meinen Augen heraus. Irgendwie finden meine Hände die Decke und ich ziehe sie mir über meinen Kopf, bis ich nichts mehr sehen und hören kann. Nur noch schwarze Leere in meiner einsamen Höhle mit kalten Tränen.
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