Zwei Sturköpfe unter sich

von Rosalie18
GeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
Arthur Curry / Aquaman Königin Atlanna OC (Own Character) Orm / Ocean Master
03.02.2019
05.07.2019
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9745
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Willkommen zu meiner Story. Sie ist ein Sequel zu meiner Kurzgeschichte Zwischen Herz und Pflichtgefühl. Dieses Mal geht es um Lucian – Letizias Bruder und Orm. Viele Kapitel es am Ende werden, kann ich noch nicht sagen.

Es wird keinen festen Uploadtag gegeben.


Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.



Disclaimer:  Die Charaktere gehören DC, außer meine OC und die Idee. Ich leihe sie mir nur aus und verdiene leider auch kein Geld mit meiner Geschichte.




Zwei Sturköpfe unter sich

1 I Rückkehr

Da war er also wieder, in einem kleinen Nest an der Küste von Maine. Er wollte nicht hier sein. Eigentlich wäre er am liebsten gar nicht mehr wiedergekommen, sondern hätte sein sorgloses Leben und die Reise um die Welt weiterhin genossen. Doch sein Vater hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht und es ganz anders gesehen und ihm gesagt, dass zwei Jahre in der Welt herumgondeln und nichts tun genug seinen und er unverzüglich nach Hause kommen sollte. Falls nicht würde er ihm den Geldhahn zudrehen und Lucian wollte  nicht den Zorn seines Vaters auf sich ziehen. Da würde er nur verlieren. Immerhin hatte er ihn die letzten beiden Jahre finanziert. Lucian hatte alle Freiheiten gehabt und sein Vater hatte ihm auch nicht dauern in den Ohren gelegen, dass er den Bootsverleih mit Shop übernehmen sollte, wie er es bei seiner Schwester Letizia ständig machte. Sie tat ihm schon etwas Leid. Seine Schwester war mit Leib und Seele Journalistin und daher hatte er nie verstanden, dass sein Vater erwartet hatte, dass sie den Familienladen übernehmen. Das war so absurd. Er konnte ja verstehen, dass Vater wollte, dass seine aufgebaute Existenz von einem seiner Kinder weitergeführt haben wollte. Aber  erzwingen konnte er natürlich auch nicht.

Plötzlich kam den jungen Mann eine Erkenntnis. Hatte sein Vater ihn zurückbeordert, damit er im Geschäft arbeitet und es irgendwann übernahm? Diese Überlegung seines Vaters sorgte bei ihm jetzt nicht für eine Panikattacke. Er liebte das Segeln und daher hatte er es nie als schlimm empfunden im Bootsverleih zuarbeiten. Auch die Arbeit im angeschlossenen Tante-Emma-Laden machte ihm Spaß. Lucian hatte keine Probleme im Umgang mit Menschen. Mit seinem Äußeren – stechend grünen Augen und kinnlangen, gelockten, dunkelblonden Haaren – hatte er einen guten Stand bei dem weiblichen Geschlecht. Nur zu dumm, dass er nicht auf Frauen, sondern auf Männer stand.

Mit einem Lächeln auf den Lippen und seinen Seesack geschultert, der ihm die letzten beiden Jahre gut Dienste geleistet hatte, schlenderte er auf sein Elternhaus zu. Da sein Vater sicherlich noch im Laden war, entschloss er sich zuerst bei seiner kleinen Schwester vorbeizuschauen. Natürlich wollte er sie nach so langer Zeit wiedersehen, aber er war auch auf ihren neuen Freund, der kein geringerer als Aquaman, der Herrscher der sieben Weltmeere war, neugierig. Seine kleine Schwester. Sie liebte es in jeder Lebenslage kompliziert. Aus ihren Gesprächen wusste er, dass ihre Beziehung nicht leicht war, oft musste sie zurückstecken, wenn er sich um die Angelegenheit seines Reiches kümmern musste und oft war sie kurz davor gewesen das Handtuch zu verwerfen und die Beziehung zu beenden, doch sie liebte Arthur einfach zu sehr. Oft es ihm seine Regentschaft erlaubte, verbrachte er seine freie Zeit mit Letizia. An ihr nagte auch, dass Mera – Arthurs Ex-Verlobte – ihm treu zur Seite stand.

Lucian betätigte die Klingel und hoffte das seine Schwester Zuhause und nicht in der Redaktion war. Es dauerte einen Moment, dann vernahm er Schritte und die Tür wurde geöffnet. Es dauerte einen winzigen Augenblick bis Letizia realisierte das ihr Bruder vor ihr stand.

„Lucian“, entfuhr es ihr und sie fiel ihrem großen Bruder freudestrahlend um den Hals. Ihm gelang es gerade noch seinen Seesack fallen zulassen und dann schloss seine Schwester in die Arme. Er wirbelte sie durch die Luft.  Bevor ihr noch schwindelig wurde, ließ er sie wieder runter. Lucian hob seinen Seesack wieder auf und gemeinsam gingen sie in ihre Wohnung. Sein Gepäck ließ er im Flur stehen, um auf Letizia nicht verzichten zu müssen, folgte er ihr in die Küche, wo sie zwei Tassen Kaffee zu bereitete. Sie ließen sich direkt an der Küchentheke nieder.

„Ich bin froh, dass du wieder da bist“, lächelte Letizia und legte ihrem Bruder ihre Hand auf den Unterarm.

Sein Gesichtsausdruck verdunkelte sich einen Moment. „Du weißt, dass ich mich freue dich zu sehen, Kleine aber ich würde lieber noch ein wenig durch die Welt gondeln.“

„Du konntest das jetzt immerhin zwei Jahre machen, während ich in ständigen Diskussionen mit Vater überstehen musste. Hast du eigentlich eine Ahnung, wieso er dich zurückzitiert hat?“, wollte sie wissen.

„Ich nehme an, dass ich im Laden arbeiten und zu einem würdigen Nachfolger aufgebaut werden soll“, mutmaßte Lucian.

„Der Gedanke ist mir auch gekommen, als Vater mir eröffnet hatte, dass du zurückkommst. Ich habe mich sehr gefreut.“

Ihr Bruder verzog sein Gesicht. „Vielen Dank auch.“

„Hey, es ist ja nicht so, dass ich mich nicht freue, dass du wieder da bist, aber jetzt lässt Dad mich endlich in Ruhe, dass ich den Laden übernehmen soll. Ein Problem weniger. Ich habe so schon noch genug.“

Lucian wusste, worauf sie anspielte, auf ihre Beziehung mit Arthur. „Wie läuft es zwischen euch?“

„Eigentlich ganz gut.“

„Nur eigentlich?“, hakte Lucian nach.

Seine Schwester seufzte. „Wir lieben uns, aber wir sehen uns leider nicht so oft. Es kommt mir fast wie eine Fernbeziehung vor und dann ist da ja auch noch Mera. Ich weiß, dass ich keinen Grund zu Eifersucht habe, passt es mir trotzdem nicht, dass sie immer noch an seiner Seite regiert, wenn auch nur als seine Beraterin und Stellvertreterin“, Letizia ihrem Bruder. Dieser nahm sie in den Arm und hauchte ihr einen Kuss auf die Haare.

„Nach allem was du mir über ihn und eure Beziehung erzählt hast, besteht kein Grund zur Sorge. Ich freue mich darauf ihn endlich kennenzulernen.“

„Du wirst ihn später kennenlernen. Arthur kommt heute Abend vorbei“, teilte sie ihm mit. Ihre Augen strahlten bei Erwähnung ihres Freundes.





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