Adoptiert (Lie to Me FF)

GeschichteAllgemein / P12
Dr. Cal Lightman Dr. Gillian Foster Eli Loker Emily Lightman OC (Own Character) Ria Torres
03.02.2019
03.02.2019
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Gillian POV:
Es war ein ganz normaler Tag in der Lightman Group. Gillian kümmerte sich gerade ein wenig um die Finanzen, die alles andere als rosig aussahen, als ihre Empfangsdame plötzlich an ihrer Tür klopfte. Sie winkte sie herein: „Was ist denn los?“ Sie meinte nur: „Ein Herr vom Pentagon ist hier, er will sie und Dr. Lightman sofort sprechen, wenn das möglich ist. Gillian nickte bloß und erhob sich: „Sagen Sie Cal wir treffen uns im Konferenzraum. Erst mal bloß wir beide.“ Sie nickte und huschte davon um Cal zu informieren. Gillian begab sich bereits in den Konferenzraum. Sie war neugierig, was wollte das Pentagon denn jetzt von ihnen beiden. Sie hatten zwar beide früher dort gearbeitet und auch schon einige Fälle für sie übernommen, aber eine besonders starke Bindung zum Pentagon hatte keiner der beiden. Eher eine Abneigung. Die Menschen, die dort beschäftigt waren, sagten so gut wie nie die Wahrheit. Es war ermüdend jedes einzelne Detail erraten zu müssen. Kurz darauf trat Cal auch schon ein: „Eine Ahnung um was es diesmal geht? Ein neuer Auftrag?“ Gillian seufzte: „ Keine Ahnung Cal. Du kennst doch ihre Geheimnistuerei. Aber ein neuer Auftrag wäre nicht schlecht. Ich habe gerade unsere Finanzen gecheckt. Die sehen nicht gerade gut aus.“ Cal sah sie Ernst an: „Wir schaffen das schon Gillian. Ich helfe dir nach diesem Termin mit den Büchern. Wir finden schon eine Lösung, das tun wir immer.“ Gillian nickte und richtete den Blick auf die Tür des Konferenzraums, wo gerade ein alter Bekannter erschien. Er war früher ein sehr hohes Tier im Pentagon, hatte sich aber vor ungefähr einem Jahr zur Ruhe gesetzt und war ins Ausland gegangen. Das hatte sie zumindest gehört. Er ließ sich entspannt auf einen Stuhl sinken und sah sie an, fast als würde er versuchen ihre Reaktion abzuschätzen. Als er nach einer halben Minute noch kein Wort gesagt hatte, sondern sie mit einem Blick anschaute, der deutliche Zweifel zeigte, sprach sie ihn schließlich an: „Womit können wir ihnen denn behilflich sein?“ Er zögerte noch kurz, holte dann aber schließlich doch eine Mappe aus seinem Aktenkoffer heraus. Diese legte er noch geschlossen auf den Tisch. Erst dann fing er an zu sprechen: „Wie sie bestimmt noch wissen, habe ich für das Pentagon gearbeitet. Zu meiner Zeit gab es damals einen Entführungsfall, der sehr populär war. Miranda Wilen.“ Cal und Gillian nickten beide synchron, sie kannten diesen Fall, „Ja. Ich dachte mir schon, dass ihnen der Name etwas sagt. Sie wurde vor fast acht Jahren entführt. Der Täter oder eine Leiche wurden nie gefunden. Der Fall hat sogar 2 Jahre lang eine eigene Task Force beschäftigt, da ihre Mutter, Sahra Wilen, eine sehr reiche und einflussreiche Frau war. Sie ist leider vor 2 Jahren gestorben und hinterlässt ihrer Tochter mehrere Immobilien und ihr gesamtes Vermögen. Das Mädchen ist die Alleinerbin.“ Er machte eine kurze Pause. Gillian sah Cal kurz verwundert an, bis jetzt hatte ihr Besucher nichts Neues erzählt. Sie verstand nicht ganz warum er Ihnen uns das erzählte. Sie sah nur wie nervös er war, aber warum, das verstand sie nicht. Er räusperte sich einmal kurz, redete dann aber weiter: „Vor einer Woche hat sich eine neue Entwicklung in diesem Fall ergeben. Bei einer Polizeiaktion, zu der ich Ihnen weiter nichts sagen darf, wurde ein Mann aufgegriffen und in Gewahrsam genommen. Er wurde mit eindeutigen Beweisen erwischt, es war also jedem klar, dass er ins Gefängnis wandert und die Todesstrafe erhält. Als ihm das klar wurde hat er ausgepackt. Er war der Entführer von Miranda. Sie ist noch am Leben. Er nannte uns sogar ihren Aufenthaltsort. Schien sie schon fast zu lieben, der Dreckskerl. Auf jeden Fall haben wir sie in dem Haus gefunden und es wurde mit einer DNA Probe bestätigt, sie ist es wirklich. Bis jetzt ist davon noch nicht in die Medien geraten, wir hätten gerne, dass das noch ein bisschen so bleibt. Irgendwann werden sie es herausfinden, dass ist klar. Aber hoffentlich nicht so bald. Das Mädchen benötigt Zeit sich zu erholen, dass sie traumatisiert ist verstehen sie sicher.“ Gillian und Cal nickten wieder. Das waren interessante Neuigkeiten, auch wenn sie immer noch nicht verstanden warum er damit zu ihnen kam. Immerhin hatte keiner von ihnen jemals an dem Fall gearbeitet. Genau das sprach Cal jetzt auch aus: „Wir freuen uns natürlich das zu hören, aber warum sind sie jetzt eigentlich hier?“ Der Mann schluckte schwer. Diese Frage machte ihn sichtlich nervös: „Naja. Das Problem ist folgendes. Miranda ist gerade erst zwölf geworden. Das heißt sie ist noch minderjährig. Da ihre beiden Elternteile bereits tot sind und sie auch so überhaupt keine Verwandten hat, müsste sie in ein Kinderheim. Sie ist aber wie ich bereits erwähnte habe traumatisiert. Sie redet noch nicht mal mit unseren Psychologen. Kein Wort. In einem Kinderheim wäre sie im Moment nicht gerade gut aufgehoben und eine psychische Anstalt. Allein beim Gedanken daran schüttelt es mich. Ich schulde ihrer Mutter einiges, dass müssen sie wissen. Und deshalb dachte ich. Naja ich dachte…“, er machte eine kleine Pause und suchte Gillians Blick, „sie könnten sie ja adoptieren. Ich zahle Ihnen auch einen großzügigen Betrag. Ich habe gehört die Lightman Group könnte im Moment eine Finanzspritze gebrauchen. Und außerdem haben sie Gillian ja schon mal versucht ein Kind zu adoptieren. Ich meine“, Gillian wand stumm den Blick ab und Lightman funkelte ihn Böse an, „ich kenne sie Gillian ja schon vom Pentagon und ich könnte mir niemand besseren für Miranda vorstellen. Sie wird sie zwar anfangs wegstoßen, aber sie schaffen das schon. Ich habe ihre Persönlichkeit immer geschätzt und sie sind Psychologin.“ Er verstummte. Sie blickten ihn immer noch beide stumm an: „Bitte ich will wirklich nur das Beste für Miranda. Ich kann sie nicht zu mir nehmen. Und der Check ist wirklich großzügig. Ich weiß, dass ist keine Entscheidung, die man leichtfertig trifft, aber ich bitte sie. Überlegen sie es sich. Die kleine braucht wirklich Hilfe.  Meine Nummer haben sie ja.“ Damit stand er auf und verließ den Raum. Cal zog den Check und die Akte zu sich und warf einen Blick darauf. Er hatte nicht übertrieben, das war wirklich großzügig. Damit hätten sich ihre Geldsorgen in Luft aufgelöst. Er wandte sich an Gillian: „Das ist deine Entscheidung, ich stehe hinter dir egal wie sie ausfällt.“ Dann nahm er Gillian in den Arm. Diese kleine Erwähnung von Sophie, dem Mädchen, was sie vor Jahren adoptieren wollte, hatte sie aufgewühlt, dass hatte er bemerkt. Sie genoss die Umarmung einfach nur stumm, während ihre Gedanken rasten. Irgendwann löste sie sich sanft und wollte einen Blick auf den Zettel werfen, den Cal aber schnell versteckte: „Gillian, ich verstehe, dass du neugierig bist, aber das sollte deine Entscheidung nicht beeinflussen. Die Frage ist nur, ob du das willst. Sie ist bestimmt nicht einfach, aber wir würden alle hinter der stehen. Immer!“ Er schaute ihr direkt in die Augen, während er das sagte. Sie überlegte nur noch kurz, irgendwie würden sie das schon hinbekommen. Der Mann hatte sie genau an ihrem Schwachpunkt erwischt. Sie wollte schon immer Kinder, da hatte er Recht. Sie umarmte Cal noch einmal schnell und meinte dann: „Ich würde es gerne versuchen, mit eurer Unterstützung.“ Nachdem dies beschlossen war, war der Rest auch schnell gegangen. Die Formalitäten wurden erledigt, der Check eingelöst (die Lightman Group hatte jetzt keine Schulden mehr) und ein Zimmer in Gillians Haus für das Mädchen hergerichtet. Schon am nächsten Tag sollte Miranda zu ihr kommen, so schnell wie möglich. Sie dachte nur an eins, seit sie die Akte gelesen hatte, die zum größten Teil geschwärzt war: „Hoffentlich war das die richtige Entscheidung.“
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