Episode IX - Balance of the Force

GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16
Anakin Skywalker / Darth Vader General Hux Kylo Ren Luke Skywalker Rey
02.02.2019
15.07.2019
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Vorwort:
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...Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis



Kylo Ren ließ die Macht um sich herum beben, hob seinen Kopf und Blickte zu ihr auf. Das Band, welches durch eine Intrige geknüpft wurde, schien seinen Verursacher überlebt zu haben. Er sah ihr abgeschlagen entgegen und spürte, sie würde diese Verbindung nicht mehr zulassen.
… bitte…   hallte seine Stimme in ihrem Kopf. Rey überlegte kurz. Sie empfand für ihn keinen Hass, jedoch in diesem Moment auch kein Mitgefühl. Ihre Enttäuschung saß zu tief. Darauf schloss sie die Tür des Falken und unterbrach seinen Kontaktversuch hart.  

Wenigstens waren ihm die Würfel geblieben, die ihm seine Mutter zurückgelassen hatte. Dachte er sich und Kylo senkte seinen Blick auf die goldfarbene Kette. Plötzlich schoss ihm eine Erinnerung vor die Augen -  es war das Gesicht seines Vaters, als sein Lichtschwert ihn durchbohrte... wie Han ihn in seinen letzten Zügen trotzdem liebevoll über die Wange strich.
Ich habe Ihn nicht gehasst.
Ein Anflug von Reue schnürte ihm die Kehle zu, doch wenige Sekunden später verschwanden die Würfel aus seiner Hand.
...ein weiterer Schwindel. Das Gefühl der Trauer erstickte urplötzlich, stattdessen ließ ihn sein Zorn beben. Wie konnte er sich nur so von seinem Onkel täuschen lassen? Er hatte sich gerade erst in blinder Rage vor dem General bloßgestellt und jetzt eine weitere Erniedrigung. Seine Hand ballte sich in eine Faust und spannte das Leder des Handschuhs.  

Dieser Feigling!

Er stemmte sich mit einem Ruck hoch und sein Cape wirbelte dabei den Salzstaub auf. „Zerstört den Stützpunkt, lasst nichts übrig! Aktiviert alle Kräfte und macht den Millennium Falken ausfindig! Jedes kleinste Zeichen des Widerstandes wird mit voller Härte unterbunden!“ grollte Kylo Ren. „Ja, Oberster Anführer!“ erwiderten daraufhin die Truppler ergeben.

Mit großen Schritten ging er zu seinem Shuttle. Hier wartete bereits General Hux auf ihn. Natürlich konnte er es nicht lassen eine spitze Bemerkung zu machen. Obwohl er bereits den Würgegriff zu spüren bekam, änderte dies nichts an der Tatsache, dass er ihn zutiefst verachtete sondern er wurde darin nur noch bestärkt.

„Oberster Anführer, haben sie die Widerstandskämpfer und das Mädchen etwa verloren? Wie ist das möglich, ich dachte sie hätten….“ krächzte er heiser.

Kylo Ren war schon fast an ihm vorbei gegangen, drehte jedoch bei diesen Worten  auf der Stelle um und trat an seinen Untergebenen heran. So nah, dass er fast Stirn an Stirn vor ihm stehen blieb. Er blickte ihm wütend in die Augen. Hux wurde klar, dass er mit der Anmerkung erneut den angestauten Frust auf sich gezogen hatte. „Seien sie lieber besorgt darüber, dass ich keinen meiner Generäle hier verliere.“ zischte Ren durch die geschlossene Zahnreihe.
„S-Sicher Oberster Anführer i-ich wollte keineswegs…“ stammelte er paralysiert. „Gut.“ Kylo wandte sich von ihm ab untermalt von dem schweren Fattern des Capes und ging in sein Quartier. Armitage befahl, nachdem er seinem Vorgesetzten einen empörten Blick hinterher warf, den nächsten Sternenzerstörer anzufliegen, um die erste Ordnung neu zu formieren und die restlichen Truppen über Snokes Ableben zu unterrichten.  

Alles in ihm widerstrebte sich diesem hochmütigen, cholerischen Mann zu … gehorchen. Zweimal hätte er ihn schon sterben lassen können. Auf der Starkiller Basis war es noch Snokes Befehl ihn von der eisigen Oberfläche aufzusammeln, aber wie gerne hätte er im Thronsaal noch etwas mehr Zeit gehabt, als Ren bewusstlos am Boden lag. Jetzt musste er über sich ergehen lassen, wie er und seine Truppen unter dessen Kommando standen. Er sprach in sich hinein erbärmlich, Ren scheint so schwach bei dieser Schrottsammlerin… Dies kann nicht unser Anführer sein! Wer wird von einem Niemand, der noch nicht einmal in der Macht unterrichtet wurde ständig überwältigt? Wie lange weiß das Mädchen von dieser Gabe und wie lange trainiert Ren bereits? Das steht in keinem Verhältnis. Ich muss eine Möglichkeit finden das Kommando zu übernehmen. …. bald. Hux hatte in der Kommunikationshalle der ehemaligen Basis das Gespräch zwischen dem alten Anführer und Ren mithören lassen. Snoke dachte damals niemand anderes hätte Rens Tonfall deuten können, als er ihm von der Frau erzählte...aber Armitage tat es.

Auf dem Sternenzerstörer Fellfire angekommen stürmte Kylo Ren nur mit der Aussage:
„Hux sie werden alles für eine Re -gruppierung in die Wege leiten.“ an dem etwas überrumpelten General, der keine Möglichkeit hatte irgendetwas zu erwidern, vorbei in das Kommandanten-Zimmer und machte dem derzeitigen Besitzer klar, dass er nun diesen Raum für sich beansprucht und einen Med-Droiden benötigt.
Ohne jede Gegenwehr räumte der Kommandant das Quartier und kam kurz darauf mit dem gewünschten Droiden zurück.
„Sie können jetzt gehen Kommandant, ich will nicht gestört werden.“ raunte er daraufhin. Der Oberste Anführer legte die Robe ab und sein gezeichneter Körper ließ nur erahnen welche Torturen er bereits vor der Attacke auf Starkiller Basis überstehen musste, auf den ersten Blick kaum sichtbar, waren sein Rücken und seine Arme jedoch übersät mit alten, Narben.

Der Droide entgegnete seinem Patienten mit metallener Stimme „Nennen sie mir die Art der Medizinischen Versorgung.“
„Wundbehandlung… “ knurrte Kylo.
Der Laser des Droiden tastete seinen Oberkörper ab. Kurz darauf kam er zu folgender Diagnose „Die Wundbehandlung am Thorax und des facialen Bereiches ist bereits abgeschlossen, weitere Traumata nicht mehr Registrierbar. Ein erhöhter Erschöpfungsgrad mit eingehender Dehydrierung im unteren Grenzwert ist festzustellen. kann hierzu Therapiemaß…..“ stellte der Droide fest, bevor er hart von seinem Gegebüber unterbrochen wurde. „Schon gut, ich benötige ein Sedativum… ich … brauche Ruhe, und dann lass mich allein!“

Der Droide tat wie ihm befohlen wurde und verabreichte die Arznei. Wobei es ihm sein Protokoll auferlegte seinen Patienten darauf hinzuweisen, dass die von ihm verlangte Maximaldosis nur einmal täglich eingenommen werden sollte und hier ausreichend viel Flüssigkeit zusätzlich unbedingt erforderlich sei. Doch der Patient war weiter sehr ungehalten und schob seinen Behandler daraufhin unsanft durch die Kabinentür. Der Med-Droide blickte etwas unbeholfen durch den hell erleuchteten Gang des Sternenzerstörers. Jedoch schob er diese Reaktion keineswegs auf seine medizinischen Kenntnisse. Hatte er doch gerade erst ein Update bekommen. Man hätte meinen können der Droide lies einen kleinen Seufzer von sich, bevor er selbstsicher zurück auf die Krankenstation stapfte. Dort gab es noch Patienten, die seine Arbeit mehr würdigten als dieser hier.

Ren versuchte zu meditieren, um die Wirkung zu beschleunigen. Er hoffte insgeheim der Realität zu entfliehen. Er sank in tiefe Meditation fiel dabei in einen Traum und verlor aufgrund der Erschöpfung die Kontrolle. Er rutschte in die Dunkelheit.

-dunkel-
Er stand ganz allein in einer großen schwarzen Leere. Die Einsamkeit kroch allmählich über seinen Rücken bis sie sich fest in seinem Kopf wie ein schwerer Vorhang niederließ.
-kalt-
Verlassen ohne irgendjemanden auf der Welt, dem er noch etwas bedeuten würde, seine Mutter hatte den Glauben an ihn verloren, er hatte ihren Mann getötet… seinen Vater. Dieser…
-Schmerz!-
Er fand sich auf jener schicksalshaften Brücke wieder, das Schwert tief im Körper seines Gegenübers versenkt, als er den Blick hob erschauderte er. Er blickte in sein eigenes Gesicht, die Augen erschrocken aufgerissen. In der Ferne hörte er einen Schrei… es war Rey. Er spürte den stechenden Schmerz in seiner Brust, spürte das Lichtschwert, wie es sich seinen Weg durch den Laib bohrte. Schmerzen….
….Rey

Alles kollabierte und er fiel, sein Sturz war eine Ewigkeit. Von einer massiven Anziehung die immer stärker zu werden schien, rauschte er in die Tiefen eines schwarzen Abgrundes, kein Boden in Sicht. Der Schmerz machte ihn wahnsinnig. Sein Körper brannte … „…Ben.“ hauchte jemand seinen Namen. Er versuchte den Kopf zu heben. Erneut hallte der Name in seinen Ohren... Der Fall verlangsamte sich. Der Schmerz klang etwas ab. Die Umgebung schien sich aus dem tiefen Mitternachts-schwarz in ein erst dunkleres Grau bis hin zu einem lichten Grauton zu wandeln. Er sah ein Echo seiner Gedanken. Es war sie. Rey stand vor ihm, wie in dem Thronsaal. Die Augen von bitterlichen Weinen verquollen.

„Warum hast du Ihn getötet? Monster! Warum hast du Ben getötet? Du hast gesagt, du hasst ihn nicht!“ schrie sie ihn an.
„Rey aber ich…. Ich habe es nicht getötet, deswegen bereitet es mir solche Qualen. Alles was ich mir wünsche ist davon befreit zu sein. Von der Schwäche, von der Schande, der Einsamkeit. Es zerreißt mich, foltert mich... Ich gebe vor jemand zu sein, der ich nie war.“ versuchte Kylo Ren sich zu rechtfertigen „Aber du darfst schwach sein, du darfst scheitern, du bist deswegen nicht allein! Lass mich dir helfen.“ sie flüsterte erneut den Namen den er schon vor langer Zeit versucht hatte abzulegen. „Ben...“ Anschließend trat sie an ihn heran und sprach mit sanfter Stimme. „Ich bin bei dir.“ Das Mädchen schloss ihn zu seiner Verwunderung, plötzlich fest in die Arme.  Er ließ nach kurzen Zögern die Umarmung zu und hielt sie ebenfalls. So standen die zwei Menschen in der aschgrauen Leere. ...nur sie beide. “Löse dich von diesen Gedanken und du wirst sehen.“ wisperte sie. Rens Augen füllten sich mit heißen Tränen, die ihm obgleich über die Wangen liefen.

„Rey, ich….“ er schloss die Augen und fühlte ihr Herz schlagen. Einen Moment  schien es, als sei alles andere egal. Doch als Kylo Ren seine Stimme wiederfand und ihr antworten wollte, wurde es schlagartig kalt. Der Raum verlor sein Licht und er stand wieder alleine in der Dunkelheit. Rey war verschwunden. Als er dies realisierte, diesen Traum, sank er deprimiert auf die Knie. „Bitte gehe nicht. Ich habe ein Loch in meiner Seele, das tiefer und tiefer wird. Ich kann keinen Moment dieser Stille mehr ertragen.“

Er schreckte in seiner Kabine auf. Fuhr mit den Händen durch die schwarzen Haare und krallte sich darin fest. Er hatte das Gefühl als sei Ihr Geruch noch präsent. Was hatte er da eben gesagt? War es wirklich das was er wollte? Voller Verzweiflung starrte er in den leeren Raum.
Sie sagt sie sei ein Niemand aber wer bin ich?

Hux stand auf der Kommandobrücke der Fellfire.
Die Truppen haben keinen Respekt vor ihm, allein die Angst lässt sie die Befehle dieses Irren befolgen. Was mache ich nur…
Er starrte aus dem Fenster, vor Ihm befand sich ein kleiner Sternenhaufen, sie waren bereits im Outer Rim, der Hyperraumsprung war in der Eile auf das Sertar-System angesetzt, weg aus dem Kriegsgebiet tief hinein in die Allianzgebiete des einstigen Imperiums. Er sah sie noch vor sich - die Supremacy - Er stellte sich vor wie die Wrackteile unheilbringend im All umhertrieben.

Hass und Verachtung brodelten in ihm. Dieser Fehlschlag war vorhersehbar. Mit welcher Überheblichkeit Snoke und sein kleiner Schoßhund, Snokes Knecht, in das Verderben steuerten. Er hätte das alles anders geregelt und das große Flaggschiff nicht verloren. Nun war es an der Zeit die Befehlsgewalt an sich zu nehmen. Er würde eine List benötigen, um sein Ziel zu erreichen.

Cpt. Opan unterbrach Armitages Grübelei. Tritt Opan war ein hargerer hochgewachsener Mann mit tiefschwarzen Augen, welcher sowohl schon dem Galaktischen Imperium gedient hatte als auch nun der Nachfolgeorganisation. Er war in der Ersten Ordnung Captain und ebenso wie Petty Officer Lank Paze, Teil des persönlichen Teams von General Armitage Hux. Weswegen er ihn überall hin begleitete. Er war dafür zuständig, sich für Hux die Hände schmutzig zu machen, um ihn an der Spitze stehen zu lassen. Aus Angst davor, man könne ihn eines Tages ebenfalls töten wollen, bewahrte Opan immer Stillschweigen über seine Arbeit.

„General, Sie haben um Statusmeldung gebeten. Wir hatten im Zygerria-System die Planeten unter unseren Einfluss gebracht. Dort werden seit geraumer Zeit wieder zuverlässig Truppen ausgebildet. Hier sollten genügend Männer zur Neuaufstellung zur Verfügung stehen.“ „Setzen sie den Kurs auf Zygerria. Kontaktieren Sie die nächstgelegene Werft. Es sollen weitere Geschwader an Sternenzerstörern in die Umlaufbahn gebracht werden. Ich hatte diese bereits vor dem Vorfall auf der Supremacy angefordert.“ sagte Hux triumphierend. „Ja Sir!“ erwiderte der Captain. „… und Opan.“ - „Ja Sir?“ - „Nennen Sie mich gefälligst Großmarschall und ermöglichen Sie mir eine sichere Leitung zu den Knights of Ren. Ich denke dieser, wie nennt er sich gleich...„ Er überlegte kurz bevor er seinen Satz beendete. „...dieser Thek Mon ist derjenige, der im Moment dort das Sagen hat.“ Anschließend ballte er seine Fäuste. *pff… lächerlich, aber es ist leider unumgänglich um mir dieses impulsive Problem vom Hals zu schaffen.* „Ja Sir Großmarschall, sofort Sir!“ antwortete Opan treu ergeben.

Endlich konnte er sich den Dienstgrad zuweisen, den er für angemessen hielt, ohne das Snoke ihn abwertete. Bald schon würde er der Oberster Anführer sein.  Er musste nur diese erbärmlichen Kreaturen, die sich selbst Knights of Ren schimpften davon überzeugen, dass ihr ach so hochgeschätzter Anführer verletzlich und schwach war; sich womöglich auf die helle Seite der Macht ziehen lassen würde. Hux war zwar herzlos, aber nicht dumm. Hatte er doch mitgehört, als Snoke damals seinem Schüler - Mitgefühl - für diese Schrottsammlerin vorwarf.

Seitdem Armitage diesen Haufen Elend, mehr tot als lebendig von der schneebedeckten Oberfläche seiner geliebten Starkiller Basis aufsammelte, schien ihm Ren immer erbärmlicher in seinem Auftreten und Handeln. Ständig mit glasigen Augen und ein Gesichtsausdruck, als würde er jeden Moment in Tränen ausbrechen. Dennoch so unberechenbar, dass man bei jeder falschen Silbe um sein Leben fürchten musste. Die Tat, die ihm Snoke abverlangt hatte, musste ihn tief gespalten haben.
*Schwächling!* Hux hatte einst selbst mit Hilfe von Phasma seinen eigenen Vater umgebracht. Nach dessen Ableben konnte er sich endlich frei entfalten und der Terror unter dem er all die Jahre leiden musste, nahm ein Ende. Snoke, der in ebenfalls schlecht behandelte war nun nicht mehr im Weg und Kylo Ren meinte er sei ihm auch überlegen. Aber das wollte er nicht dem Schicksal überlassen.

Armitage ging in sein Gemach um den Komlink mit Thek Mon abzuwarten. Er nahm eine kleine Credit Münze die auf dem Tisch lag in die Hand und ließ sie über die Finger gleiten. Ihm schwirrte immer wieder und wieder der Augenblick im Kopf herum, als Ren bewusstlos im Thronsaal lag. Ihm wurde schlecht bei der Vorstellung, was er in seiner blinden Wut für strategische Fehlschläge planen würde, hatte er doch auf Crait ein völlig übertriebenes Kommando gegeben. Und trotz dem allgemeinen Ergebnisses, dass der Widerstand dort entscheidend zurückgeschlagen wurde, will Ren nun seine Familienangelegenheiten auf dem Rücken seiner Männer ausbaden. Er hatte den Einsatz nicht einmal mehr erwähnt. Ren verrannte sich. Geleitet von seiner Gefühlswelt.
Die Münze wirbelte immer schneller über die Knöchel bis plötzlich zwischen Daumen und Zeigefinger dieses Mantra ein abruptes Ende fand. Ich werde ihm zuvorkommen!

PLONK!

der Credit steckte nun hochkant neben der Eingangstür zu einem drittel in der Wand versenkt. Erschrockene Augen blickten in Hux´s Richtung. Opan schluckte seinen Schreck herunter und berichtete „Großmarschall, es konnte eine Komlinkverbindung hergestellt werden. Thek Mon erwartet Ihr Anliegen.“ Hux nickte. Daraufhin verließ der Captain den Raum und verschloss die Tür hinter sich.
Etwas unbehaglich war es ihm schon mit dieser mysteriösen, unbekannten Person zu sprechen, ist Thek Mon trotz der kommenden Information loyal? Würde er ihm Gehör schenken? Er atmete tief ein und begann selbstbewusst seine Ansprache
„Hier spricht Großmarschall Hux von der Fellfire, ich muss unbedingt vertraulich mit ihnen sprechen." Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „Leider muss ich ihnen mitteilen, dass der Oberster Anführer Snoke nicht mehr unter uns ist.“
Thek erwiderte langsam und mit einer beeindruckend tiefen Stimme „…..das habe ich bereits gespürt. Wie konnte das passieren, was ist mit der Prätorianergarde und warum treten Sie mit mir in Kontakt? Wo ist Kylo Ren?“ Hux rollte bei dem Namen mit den Augen. Er entgegnete ihm direkt “Er erholt sich gerade von den Geschehnissen, er wurde bei dem Kampf um Snoke überwältigt kaum zu sich gekommen stellte er sich einer Projektion seines alten Meisters, alle acht Prätorianer sind tot. Thek Mon grollte „...seines alten Meisters…“ Man hörte einen tiefen Atemzug „Wie vielen Gegnern musste sich Kylo stellen? Ich habe eine große Präsenz der Macht gespürt.“ In dem Moment erhellte sich Armitages Gesicht in ein fast hysterisches Grinsen. Nun konnte er perfekt ansetzen um sein Gegenüber von seiner Geschichte zu überzeugen.

“Es war ein Mädchen, welches in Kontakt mit Skywalker stand, bevor sie alleine auf die Supremacy übersetzte und durch Kylo Ren in Handschellen dem Oberster Anführer überstellt werden sollte. Jenes, dem er bereits auf der Starkiller Basis begegnete und ihn dort schon überwältigen konnte. Mein hochgeachteter Thek Mon“ bei diesen Worten stieg ihm der Ekel die Kehle hoch, jedoch ließ er sich nichts anmerken. „Ich will ihre Bruderschaft nicht in Frage stellen, jedoch gibt mir das Verhalten eures Anführers Anlass zu großer Sorge.“ Merkte Armitage an. Thek hörte weiter stillschweigend der energischen Rede von Hux zu. Ab und an konnte man ein gehaltvolles Schnaufen hören. „Ren ist nicht fokusiert. Ihm steht der Selbstzweifel ins Gesicht geschrieben. Es kommt mir vor, als lasse er dieses Mädchen absichtlich immer wieder laufen. Sie ist ein Niemand aus Jakku aus der Wüste, von Müll lebend, in einen Krieg hineingestürzt der sie vorher nicht interessiert hat!“ Das Blut schoss in seine Wangen, die bei dem ehrgeizigen Vortrag anfingen zu erröten kurz darauf saß Hux mit hochrotem Kopf in seiner Kabine. „…mit Lichtschwertern herumfuchtelnd, ungeübt, besiegt sie unsere großen Anführer, Snoke ebenso Kylo Ren. Und jener bringt es nicht über das HERZ sich dieser Made zu entledigen! Sie steht unter dem Schutz von Leia Organa Solo! Ihr hätte er sich erst kürzlich bei einem Angriff auf den Sternenkreuzer Raddus entledigen können. Ich habe mir das Manöverprotokoll geben lassen, Ren hatte seine Torpedos aktiviert aber nicht abgefeuert! Ein Tie-Jäger aus deutlich schlechterer Ausgangsposition hat letztendlich die Brücke des Rebellenschiffes treffen können! Er zögert erneut und bringt meine Männer in Gefahr! So erbitte ich dringlichst eure Unterstützung. Dieses Mädchen und seine Mutter ziehen Ren wohl auf die Helle …!"

Thek Mon unterbrach mit ernüchtertem Unterton „NUN….. Armitage Hux…. ein Weg auf die lichte Seite ist ausgeschlossen! Dessen ist sich Er bewusst. Der Erbe Vaders wäre ein schwerer Verlust für die Bruderschaft. Doch werfen mir ihre Berichte die Frage auf, was es mit dem Mädchen und Kylo auf sich hat. Ich werde darüber meditieren und euch meine Entscheidung mitteilen.“ Armitage lenkte ein „Natürlich, nehmt euch so viel Zeit wie nötig, aber entscheidet so schnell wie möglich. Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich eine weitere Begegnung herauszögern kann.” Am liebsten hätte er gleich eine Aussage bekommen. Alles in ihm wollte schreien, jedoch wollte er nicht zu verbissen wirken und seine Tarnung des besorgten Großmarschalls beibehalten.
Thek Mon beendete die Verbindung.

Als das Komlinksignal erlosch, atmete Hux tief durch. Er verbuchte dieses Gespräch definitiv als Erfolg. Bald könnte er den Weg gehen dem sein Vater ihm nie zugetraut hatte. ER wäre der Oberster Anführer der mächtigsten Armee in der Galaxis. Zufrieden blickte er mit seinen kalten Augen auf den Credit, der schimmernd aus der Wand seines Abteils ragte.  „…bald…“ murmelte er und grinste dabei mit einer teuflischen Selbstzufriedenheit.


Kylo Ren saß noch immer Gedankenversunken in seiner Kabine.
Die Intensität des gerade erlebten ließ seinen Körper noch einen Moment lang schaudern.
Rey hatte ihn aufgegeben, das konnte nicht real gewesen sein. Als er damals in ihren Gedanken las und ihre traurige Vergangenheit sah, spürte er das erste mal diese Verbindung. Sie wusste es...
als wäre sie die Einzige, die ihn in all dem Chaos verstehen würde. Aber er hatte Ihren Ausdruck gesehen, als sie die Tür des Millennium Falken schloss, Nein! Das konnte nicht Rey gewesen sein. Es war die lichte Seite, die ihn wieder versuchte zurück zu ziehen. Er war allein mit all seinem Leid... Seine Eltern, die er so liebte, zu beschäftigt und überfordert mit Bens anschwellenden Kräften, gaben ihn in die Obhut seines Onkels. Der, als dieser den Konflikt in Ben bemerkte statt ihm zu helfen, versuchte ihn umzubringen.
Er hätte auf der Starkiller Basis nie mit Han mitgehen können. Kam er plötzlich aus dem Nichts mit der naiven Bitte nach Hause zu kommen als sei nie etwas passiert. *Warum hat er das nur getan. Dieser alte Narr!* Rens Augen füllten sich mit Tränen, er versuchte sie jedoch mit aller Kraft zu unterdrücken. Presste die Lippen zusammen, atmete tief ein und spürte dabei die stechende Schusswunde des Bowcasters im Unterbauch. Diese Verletzung wäre tödlich gewesen, hätte er nicht damals mit Hilfe der Macht sofort den Impuls des Bolzens abgeblockt. Dennoch war dies eine Verletzung, die nur sehr schwer heilte. Er fuhr sich mit der Hand über die Narbe.
Er war durcheinander, so viel an das er bis vor kurzem fest geglaubt hatte, verlor seine Form. Die klaren Absichten, dass Vader den richtigen Weg ging und all die Verluste, die er dafür billigend in Kauf nahm. Rey hatte einst recht... er war nicht so stark wie Darth Vader.

Er war sich nicht sicher was er nun unternehmen sollte. Den Widerstand endgültig zerschlagen?
Es gab noch zu viele der kleinen, resoluten Rebellen-Nester. Konnte er sich noch wage daran erinnern das ihm seine Mutter damals immerzu vom loyalen Koradin Sektor erzählte. Um eine Lagebesprechung mit Hux würde er sowieso nicht herumkommen. Er hatte aber bereits bemerkt, dass er ihn nicht als Autorität akzeptieren wird und er bei diesem Mistkerl absolut abgeklärt und mit vollem Durchsetzungsvermögen auftreten müsste.
Er erhob sich von seiner Pritsche und legte schwerfällig seine Gewandung an. Die Gedanken an seinen Vater erstickten allmählich. Doch die Enttäuschung durch Rey´s Ablehnung saß tief. Noch wusste niemand was sich wirklich im Thronsaal abgespielt hatte... die Ermordung des Oberster Anführers könnte zur sofortigen Exekution führen.
Plötzlich spürte er ein massives Unbehagen, als wäre eine weitere Person im Raum, doch anders als bei Rey... die Präsenz glich einem körperlosen Ungeheuer. Er kniff die Augen zusammen, seine Stirn runzelte sich dabei und starrte ihr wild entgegen. Eine dunkle Silhouette blieb davon unbeeindruckt stehen.

Kylo Ren entspannte seine Gesichtsmuskeln ein wissender Blick fiel auf sein Lichtschwert, dies ließ er blitzschnell durch die Luft wirbeln und aktivierte es umgehend als er es auffing. Der Schatten verschwand. Der Raum wurde in tiefes Rot getaucht. Bedrohlich summend, knisternd hielt er sein Schwert mit der Spitze in die Richtung in der er eben noch die Gestalt wahrgenommen hatte. Die Türen der Kabine öffneten sich.
Hux fragte sich schon gar nicht mehr warum Ren in Kampfposition in eine Zimmerecke gedreht war. Er entgegnete nur zynisch: „Ich bitte darum keinerlei weitere Schäden am Inventar aufgrund undefinierbarer Wutausbrüche zu verursachen! Unsere Techniker sind momentan ausgelastet.“ Ren funkelte ihn daraufhin erbost an. Hux sah sofort von weiteren Bemerkungen in diese Richtung ab.
“Wir haben den Orbit von Zygerria erreicht. Dort werden wir unsere Truppen aufstocken. Es müssten genug sein um diesen Abschaum des Wiederstandes zu vernichten. Jeder der es wagte nur ansatzweise an der Ersten Ordnung zu zweifeln wird sehen, dass wir immer noch die größte Armee aller Systeme befehligen.“ ergänzte er knirschend.

Mit einem markanten zischen fuhr Rens Klinge wieder zurück in den Griff. Kylo Ren folgte ohne weiteren Kommentar auf die Kommandobrücke. Es wuselten die Kommandanten ambitioniert an ihren Kommunikationsmodulen hin und her. Reges und organisiertes Treiben konnte Ren ringsum sehen und ließ dies auf sich wirken. Hux trat etwas versetzt hinter ihn heran.
„Oberster Anführer, wir haben hier auf Zygerria mehrere Truppenstützpunkte. Der größte umfasst eine Stärke von sechzehntausend Männern, ich habe unserer neuen Flotte den Auftrag gegeben, hier zu landen. Dies sollte vorerst ausreichen um ihre Anwesenheit zu repräsentieren.“

Kylo Ren drehte sich nicht zu ihm um „Gut General, geben sie den Befehl zum Anlanden. Wie lange wird es dauern den Kreuzer wieder mit allen Materialien zu bestücken?“
„Mit voller Aufstockung der Besatzung  für die gesamte Flotte werden wir sicher einige Wochen benötigen. Oberster Anführer, ich habe mir unterdessen erlaubt mir den Rang des Großmarschall zu übertragen, da es unter diesen Umständen die Regularien und Befehlsgewalt....“ Hux wollte noch weiter ausholen doch wurde er unterbrochen. „Großmarschall also?" Schnauzte Ren „Hah! Na, wie dem auch sei... sehen sie zu, dass die Flotte schnell einsatzbereit ist, gibt es Neuigkeiten zum Millennium Falken?“

Armitage kräuselte seine Nase. Am liebsten wollte er diesem angeberischen Mistkerl gleich eine Vibroklinge in den Bauch jagen. „Wir haben zwar eine Signatur des Millennium Falken geortet und es gab eine Aktivität im südlichen Ring der Galaxis aber danach reißt die Spur ab.“
„Der Koradin Sektor...“ murmelte Kylo Ren.
Der Großmarschall blinzelte mehrmals und antwortete unüberlegt: „Das kann natürlich möglich sein, neben Wazta, Javin, Tung ra, Kriz, Rayter..." Ren kochte vor Wut. Er drehte sich zu ihm, streckte seinen Arm aus und formte dabei seine Hand in eine Klaue. „Wollen sie sich jetzt bei mir profilieren und zeigen, dass sie aufgepasst haben als unsere Sternensysteme in der Akademie durchgenommen wurden?  Hux merkte den ansteigenden Druck auf seiner Kehle und erwiderte zügig „Ja- Nein Oberster Anführer, die Sektoren liegen nur so dicht zusammen ich wollte nur Möglichkeiten aufweise-rrghh!“ „Senden sie eine Drohne auf den Koradin Sektor aus!“  Befahl Kylo Ren. Sein Gegenüber versuchte möglichst wenig Gegenwehr zu leisten, hatte er wieder zu schnell ausgesprochen was er dachte. Er hoffte nur dass Ren sich schnell wieder zusammenreißen würde. Armitage schnappte nach Luft „hhja Oberster...Anführer..°*°“
Als sich der Griff löste, fasste sich Hux geknickt an die Kehle, strich sie sich aus und senkte dabei den Blick gen Boden. Ren drehte sich wieder nach vorn und sah aus den Dreiecksfenstern über die Atmosphäre des Planeten hinweg in einen Sonnenaufgang. Das Licht legte sich wärmend auf sein Gesicht. Hux musterte Ren argwöhnisch bemerkte dabei Lank Paze, der ihm einen dringlichen Blick zuwarf. Thek Mon muss sich wohl entschieden haben. Schnell rappelte er sich auf schnappte Paze am Oberarm und schlich sich davon. Ren beobachtete noch immer das Schauspiel der Planeten. Seine Gedanken flogen...

Hatte er doch Rey an seiner Seite gesehen Er nahm einen tiefen Atemzug und füllte seine Lungen damit. Er konnte den Geruch der heißlaufenden Technikkonsolen förmlich wahrnehmen. Um ihn herum machten sich die Truppen bereit zur Landung. Er stoppte einen der Kommandanten. „Lassen sie meinen Silencer bereit machen. Ich werde, solange die Ressourcen hier aufgefüllt werden, auf eine eigene Mission gehen. Unterrichten sie den Großmarschall. Über meine Abwesenheit.“ Dieser bedachte Kylo mit einem überraschten Blick. Nickte jedoch rasch, huschte schnellen Schrittes an ein Kommunikationsmodul und funkte entsprechenden Auftrag in den Hangar.
Der Oberste Anführer wandte sich von der Brücke ab und ging entschlossen zum Lift. Der Hyperlift sauste mit seinem Inhalt Richtung Hangar. er musste schon wieder an sie denken und sprach in sich hinein ...Rey... ich muss dich loslassen. Du schürst meinen Konflikt! Ich halte es nicht aus! Warum habe ich diese Gefühle wenn ich dich ansehe. Du wirkst so unschuldig. Wieso sollte dir etwas an meinem Schicksal liegen... oder an mir... Vielleicht habe ich mich nur wieder täuschen lassen. Du hast mit deinem strafenden Blick mein gebrochenes Herz von Crait mit dir genommen. - Sie hatte an dich geglaubt? Nein, sie hat nur Ben Solo gesehen. Deine Beweggründe waren ihr egal.- Grollte eine witere düstere Stimme. Er warf sich gegen die erleuchtete Wand und schie aus voller Kehle „Geh weg!“ Kylo benötigte unbedingt Antworten, Antworten die er hoffte in dem verlassenen Schloss von Mustafar zu finden. Er würde die Ausrichtung seines weiteren Weges in das setzen was ihn dort erwartete. Im Moment konnte er keinen klaren Gedanken fassen.


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