Death Note- Another Story II

GeschichteAllgemein / P16
OC (Own Character)
02.02.2019
31.12.2019
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Bevor ihr diese Geschichte anfängt, lest erstmal den ersten Teil der Geschichte. Ich werde warten.
Gelesen? Gut.
Dann mal los, mit dem ersten Kapitel des zweiten Teils von Death Note-Another Story II.
Schreibt mir gerne eine Review, was euch gefallen hat oder was ich noch verändern sollte.
Viel Spaß!


„Was wolltest du mir zeigen?“, fragte ich Sebastian und folgte ihm die Straße entlang. Er schien sehr aufgeregt zu sein,  er ging so schnell, dass ich kaum mithalten konnte.
Abrupt blieb er auf einmal stehen, sodass ich fast in ihn reinfuhr. Ich wollte schon fluchen, aber er hielt mir den Mund zu.
Nach ein paar Sekunden nahm er seine Hand von meinem Mund und winkte mich zu ihm, um in eine dunkele Seitengasse zu schauen. Neugierig sah ich hinein.
Was ich sah, schockierte mich so sehr, dass ich mir selbst den Mund zuhalten musste. Mehrere Personen in weißen Kutten und hohen, spitzen Hüten standen in einem Kreis.
Die Hüte verdeckten ihre Gesichter, nur zwei Löcher für die Augen waren vorhanden.
Sie hoben ihre Hände beschwörend zum Himmel, während sie langsam sprachen: „Watashitachi no shin no gi no kami, kira ga watashitachi no iu koto o kikimasu!*“
Immer und immer wieder wiederholten sie diesen Text. Es waren Kira-Anbeter.
Solche religiösen Gruppen sprossen gerade aus dem Boden wie Pilze. Manche waren friedlich, andere diskutierten und wieder andere waren einfach nur gewalttätig.
Keine Ahnung, wie letztere so eine Person wie Kira anbeten konnten, wenn dieser doch solche Menschen tötete.
Wieder sah ich in die Gasse hinein. Eine Person hatte keinen Hut auf.
Auch war die Kutte die sie trug nicht weiß, sondern rot. Es war eine junge Frau, gerade mal ein paar Jahre jünger als ich.
Sie hatte schokoladenfarbene, braune Haare und grüne Augen. Dieselben grünen Augen, wie ich sie hatte.
Ihr Gesicht war oval und fast ohne Makel. Sie war sehr schön, schien aber unglücklich zu sein.
Ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen, war sie kein Fan von Kira.
Und dann sah ich es. Ihre Hände waren gefesselt mit dicken Seilen, so fest, dass sie ihre sanfte Haut aufschürften.
Sie war keine Anbeterin. Sie war eine Gefangene.
Ich drehte mich zu Sebastian und fragte leise: „Was sollen wir jetzt machen? Wieso hast du nicht sofort die Polizei gerufen?“
Ebenso leise antwortete er: „Ich konnte es nicht. Außerdem kommen wir schon alleine mit denen zurecht.“
Etwas wütender flüsterte ich: „Damit kommen wir alleine zurecht?! Sag mal, tickst du noch richtig? Wir sehen jetzt zu, dass wir hier wegkommen und dann L zu alarmieren!“
Sebastian senkte den Kopf und wollte schon weggehen, als er wie erstarrt stehen blieb.
„Was ist los?“, fragte ich ahnungslos.
Plötzlich spürte ich kaltes Metall an meinem Kopf. „Langsam umdrehen und keine Tricks“, hörte ich eine raue Stimme hinter uns.
Wie befohlen drehten wir uns um und sahen in die Gesichter von zwei Personen mit Masken.
Es waren die Kira-Anbeter! Wieviel hatten sie gehört?
Das war gar nicht gut. Ich könnte versuchen mit meinem Notfall-Gürtel Watari zu alarmieren, aber ich hatte meine Hände erhoben und wenn ich auch nur eine Bewegung machen sollte, würden wir mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,67% tot oder schwer verletzt enden.
Die Anbeter beäugten uns kritisch. Einer hielt ein Messer in seiner Hand, der andere eine Pistole. Die anderen Personen hatten sich hinter sie gestellt und beobachteten uns. Auch die junge Frau war dabei und sah mich verzweifelt an.
Einer der Männer hielt ihr ein Messer an die Kehle, was meinen Verdacht, sie sei eine Gefangene, nur noch mehr bestätigte.
„Was machen wir jetzt mit ihnen? Opfern wir sie?“, fragte die Person mit dem Messer. Höchstwahrscheinlich ein junger Mann.
Ein anderer Anbeter kam nach vorne und nahm mein Kinn in die Hand, während er sagte: „Nein, vielleicht nicht. Sag mal, was würdet ihr davon halten uns beizutreten?
Dann würden wir euch vielleicht nicht töten. Alles was ihr dafür tun müsstet, wäre zu Kira, dem einzig wahren Gott zu schwören. Na, was sagt ihr?“
Ich sah ihn trotzig an. Niemals würde ich so einer Gruppe gehören.
Meine Lebenszeit endete heute nicht, dass wusste ich. Aber Sebastian’s vielleicht.
Ich wollte ihn nicht gefährden, aber ich wusste, dass er lieber sterben würde, als sich selbst zu verraten. Auch wegen dem Mädchen.
Sie war zwar nur ein wenig jünger als ich, sie schien mir aber immer noch ein Mädchen zu sein.
„Und?“, fragte der Mann vor mir herausfordernd.
Ich sah Sebastian an. Er nickte kaum merklich und sah auf seine, dann auf meine Jackentasche.
Er dachte also dasselbe wie ich.
Ohne ein einziges Stottern in meiner Stimme, sagte ich zu meinem Gegenüber kalt: „Ich werde niemals zu einem verrückten Massenmörder schwören. Kira ist nichts mehr als so einer.
Er ist kein Gott, er ist nicht gerecht. Lieber sterbe ich, als zu ihm zu schwören.“
Noch bevor die Personen reagieren konnten, holte ich mein Pfefferspray heraus und verpasste ihm eine ordentliche Ladung. Schreiend und sich die Augen reibend wich er zurück, warf dabei dem anderen Anbeter mit der Pistole um, dessen entsicherte Waffe in einen Gulli fiel.
Sebastian hatte inzwischen ein paar silberne Wurfmesser heraus geholt und warf sie mehreren Kira-Anbetern in die Beine und Schultern, darauf bedacht, niemanden tödlich zu verletzen.
Schnell wandte ich mich zu dem Mann, welcher das Mädchen hielt. Aus meiner Tasche holte ich eine Betäubungspistole heraus und schoss ihm in den Hals.
Er sackte bewusstlos zusammen, während das Mädchen geschockt über ihm stand. Ich sah sie an.
„Du gehörst nicht zu denen oder?“, fragte ich, die Antwort schon ahnend. Sie schüttelte den Kopf. „Dann komm mit“, sagte ich und hielt ihr meine Hand hin.
Sie war gerade dabei sie zu greifen, als ein weiterer Maskenträger wütend hergestürzt kam, um ihr die Kehle aufzuschlitzen.
Blitzschnell reagierte ich und schoss ihn mit einem Betäubungspfeil ab. Auch er brach zusammen.
Ich sah das Mädchen wieder an. Sie hauchte das Wort „Danke“ und kam mir entgegen.
Bevor sie direkt bei mir angekommen war, hörte ich auf einmal einen Schrei.
Sebastian’s Schrei.
Ein Schrei voller Schmerz. Abrupt drehte ich mich um und sah es.
Ein einziger Mann in einer weißen Kutte stand über Sebastian, in seiner Hand ein blutiges Messer.
Sebastian wand sich auf dem Boden, hielt sich das blutende rechte Auge. Der Mann hatte es ihm zerstochen.
Ich sah den Täter geschockt an. Er war ungefähr dreißig Jahre alt, was ich nur erkennen konnte, da die Maske von seinem Kopf gefallen war.
Er hatte zerzaustes blondes Haar und graue Augen. In sein Gesicht ein verrücktes Lächeln geschrieben.
Ich hatte dasselbe Bild schon einmal gesehen. Auch Frank waren die Augen ausgestochen worden. Ich würde nicht zulassen, dass Sebastian starb.
Ich nahm meine Pistole und schoss dem Täter einen Pfeil in den Kopf. Es würde ihn zwar nicht umbringen, aber er würde mit starken Kopfschmerzen aufwachen.
Eigentlich hätte er mehr verdient, aber das konnte jetzt erstmal warten. Schnell rollte ich zu Sebastian, das Mädchen folgte mir.
Sebastian’s Schreie waren leiser geworden.
Schnell holte ich mein Handy raus und rief einen Krankenwagen. In gerade mal zwei Minuten würden sie da sein.
Ich wusste nicht, ob das für Sebastian reichen würde.
Ich schob meinen Pullover leicht hoch und drückte schnell zweimal auf den Knopf meines Gürtels. Watari hatte mir den Gürtel gegeben, für Notfälle.
Zwei Minuten später kam der Krankenwagen und lud Sebastian in das Auto. Auch ich und das Mädchen wurden reingeladen.
Sie schien immer noch unter Schock zu stehen. Ich hatte L inzwischen schon informiert, dass ich mit Sebastian zum Krankenhaus fahren würde.
Das Mädchen sah mich an. Stotternd fragte sie: „Wer… Wer sind Sie?“
Ich sah sie an. Traf eine Entscheidung.
Ich wollte sie nicht anlügen. „Ich bin D“, sagte ich, „Und wie heißt du?“
Sie schien verblüfft zu sein, antwortete dann allerdings mit einer leichten Verbeugung: „Mein Name ist Sokkuri Osore.“
„Sehr erfeut“, sagte ich falsch lächelnd, „aber in diesen Zeiten sollte man seinen richtigen Namen nicht so einfach preisgeben.
Ich werde dich Aki nennen. Es ist ein guter Name.“
Aki nickte. Endlich kam der Wagen am Krankenhaus an.
Bevor Aki verschwand, gab sie mir noch ihre Nummer und ich gab ihr meine. Ich wollte nicht, dass ihr so etwas noch Mal passieren würde.
Sie erinnerte mich ein wenig an A. Vermutlich gab ich ihr deswegen auch diesen Decknamen.

Schnell folgte ich der Trage von Sebastian. Ich wollte bei ihm bleiben, selbst wenn er sterben sollte, wollte ich ihn nicht alleine lassen.
Aber soweit würde ich es nicht kommen lassen. Er wurde in einen Operationssaal gerollt.
So schnell ich konnte folgte ich.
„Er hat viel zu viel Blut verloren, wir brauchen sofort Blut!“, rief ein Doktor.
„Aber wir haben kaum noch Bluteinheiten, bis wir die haben, ist er schon längst tot!“, schrie ein Assistentsarzt.
„Ich kann Blut spenden!“, rief ich hinein.
Sie sahen mich überrascht an, dann fragte eine Krankenschwester: „Welche Blutgruppe haben Sie denn?“
Ich senkte den Kopf, weil es so lange dauerte und sagte: „Null Negativ.“
Null Negativ war perfekt für Blutspenden, denn jeder vertrug sie.
„Gut, dann kommen Sie bitte mit“, sagte sie und ging in ein Nachbarzimmer. Ich wollte Sebastian eigentlich nicht alleine lassen, aber mir blieb keine Wahl.
Die Krankenschwester mit den blauen Augen, welche unter einer Brille verborgen waren und braunen, zu einem Pferdeschwanz gebundenen, Haaren hob mich auf eine Liege und schob meinen Ärmel hoch.
Schnell holte sie eine Nadel und Desinfektionsmittel und bereitete meinen Arm vor.
Mit geschickten Händen stach sie die Nadel in die Vene meiner Armbeuge. Ich spürte den Schmerz allerdings kaum.
Ich machte mir zu viele Sorgen um Sebastian.
Bitte stirb nicht, dachte ich mir noch, bevor ich in das Land der Träume geschickt wurde.

Mich die Dunkelheit verschlang.


*japanisch für: Kira, unser Gott der wahren Gerechtigkeit, erhöre uns!
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