Eine sonnige Demo #MachdieRobbe

von Tsuki-san
OneshotAllgemein / P12 Slash
Edward Elric Roy Mustang
01.02.2019
01.02.2019
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#MachDieRobbe ist ein Internet-Trend, der eher unbewusst von dem YouTuber Julien Bam in die Welt gesetzt wurde. Ausgang des Trends ist ein Musikvideo, das er auf seinem Hauptkanal hochgeladen hat. Der Titel: “Mach die Robbe feat. die Robbe”.

Auf seinem Zweitkanal Bulien Jam erklärt er schließlich, was es mit diesem Video auf sich hat. Das Ziel Julien Bams war es auf das (noch) legale Töten von Robben in einigen Ländern der Welt aufmerksam zu machen. Er fordert dazu auf Protest-Emails an die kanadische Botschaft in Berlin zu schicken, um sie wissen zu lassen, dass das nicht toleriert wird.

Das Video an sich ist jedoch nicht der Trend, um den es bei #MachDieRobbe geht. Es ist eine Choreografie im Video, die Aufsehen erregt hat. Diese Choreo wurde vielfach nachgemacht und ins Netz gestellt. Auf seinem Zweitkanal Bulien Jam ist Julien Bam zusammen mit einigen Mitgliedern seines Teams auf diese Videos eingegangen. Zwei hat er davon bereits produziert, sicher werden auch noch welche folgen.


Jetzt soll der Trend auch im Geschichtenbereich fortgeführt werden.
Wenn ihr Bock habt mitzumachen, lest euch die Regeln durch und schreibt eure Geschichte. Ich wünsche euch viel Spaß dabei und erhoffe mir viele Beiträge.


Die Regeln:

1. In eurer Geschichte müssen die Charaktere die Robbe tanzen. Erzählt auch, wie es dazu gekommen ist.

2. Ob Fanfiction oder Original ist euch überlassen. Das gleiche gilt die Wahl der Genre.

3. Setzt als Schlagwort: #MachDieRobbe

4. Weist irgendwo in eurer Geschichte, vorzugsweise in der Kurzbeschreibung, auf diese Aktion sowie auf den Hintergrund (des Liedes) hin.

5. Nennt denjenigen, der euch nominiert hat, in der Kurzbeschreibung oder am Anfang des Kapitels.

6. Nominiert drei andere Autoren, die dann ebenfalls eine Geschichte zum Thema schreiben müssen. Nennt dazu die Namen der Nominierten in eurer Kurzbeschreibung oder am Anfang des Kapitels und schickt ihnen am besten eine interne Mail, damit sie auch Bescheid wissen. Vergesst dabei nicht ihnen die Regeln mitzuteilen.

7. Es gelten die Bestimmungen von den Seiten, auf denen ihr eure Geschichte veröffentlichen wollt.



Zitate:

"Jedes Jahr werden weltweit hunderttausende Robben und ihre Babys für ihr Fell brutal erschlagen und gehäutet.

Vielen Robben wird dabei sogar lebendig das Fell runtergerissen.

Wie kann heutzutage so etwas auf unserer Welt völlig legal sein?

Lasst uns gemeinsam die Verantwortlichen wissen, dass wir Massenmord auf unserer Erde nicht tolerieren.

Lasst uns gemeinsam Protest-Emails auf die kanadische Botschaft abfeuern. [...]"



"Lasst die Kanadische Botschaft wissen, dass wir so etwas nicht tolerieren!


"Niemand begeht einen größeren Fehler, als derjenige, der nichts tut, nur weil er meint, dass er wenig tun könnte ..."


Verfasser unbekannt (Das Zitat taucht ebenfalls in dem Video von Julian Bam auf.)



So, nachdem ich von lula-chan nominiert wurde, hab ich nun einen kleinen Oneshot zusammengeschrieben, ich hoffe er gefällt euch.

Ich nominiere:
Mabji
LucyTheCannibal
Hiiri




Eine sonnige Demo

Mit kreisenden Bewegungen massierte Roy seine Schläfen. Von der Lauten Menschenmenge und dem heißen Wetter bekam er Kopfschmerzen, die vom Redefluss seines Kollegen Hughes nicht besser wurden. Trotzdem ertrug er alles schweigend und tat sein Bestes, den Überblick über die Leute nicht zu verlieren. Auch wenn es normalerweise nicht zu seinem persönlichen Aufgabenbereich zählte, demonstrierende Studenten im Auge zu behalten, hatte Roy sich nicht beschwert, als man ihn und Hughes darum gebeten hatte und er hatte nicht vor, vor seinem Partner und besten Freund zuzugeben, dass eine solche Kleinigkeit, wie jene, als die sich das herum patroullieren heraus gestellt hatte, ihn so ermüdete. Der Spott würde alles verschlimmern, manchmal konnte Maes sich da nicht bremsen.
Also sagte Roy nichts, bahnte sich weiter einen Weg durch die Masse von Passanten, Schaulustigen und singenden Studenten, immer bereit einigen von Letztgenannten schnell Platz zu machen, falls sie sich auf den Boden werfen und jenen merkwürdigen Tanz aufführen sollten, der Roy anfangs irritiert hatte, bis er die Verknüpfung zwischen den Tanzbewegungen und den von den Studenten besungenen Robben hergestellt hatte. Dabei versuchte er, gemäß seines Jobs, alles im Auge zu behalten und eventuelle Ausartungen sofort zu bemerken und zu unterbinden, nur gab es nicht wirklich irgendetwas, das bemerkt und unterbunden hätte werden können. Tatsächlich benahmen sich die Demonstranten sehr zivilisiert, abgesehen von bereits erwähnten Überraschungstanzeinlagen, die nur deshalb ein Störfaktor waren, weil Roy deshalb mehrmals beinahe über verschiedene Personen gestolpert wäre.
Er hatte seinen Blick nun mal in die Ferne gerichtet, sodass er nicht immer gleich bemerkte, was direkt vor ihm war.
Als er sich also hinter seinem von dessen Tochter schwärmenden Kumpel her durch die Menge bewegte, wurden die beiden Polizisten langsam durch die Bewegungen der anderen Menschen von einander getrennt, bis Roy schließlich nur noch aus der Ferne Maes' Hinterkopf erkennen konnte. Noch während er überlegte, ob er einfach alleine weiterlaufen sollte oder ob es vielleicht besser war, Hughes wieder einzuholen, wurde Roy angerempelt und stolperte einige Schritte zur Seite, konnte gerade noch sein Gleichgewicht halten, verlor jedoch seine Dienstmütze dabei.
Ärgerlich blickte Roy sich um. Nicht dass er an dieser Mütze sonderlich gehangen hätte, aber sie war nun einmal Teil seiner Uniform und einen solchen würde er lieber wiederfinden.
„Hey, Mister Officer! Sie haben was verloren!“, hörte Roy eine Stimme hinter sich.
Er drehte sich um und war geblendet. 'Wenn Sonnenlicht eine Person wäre' , dachte Roy, ,dann stünde sie jetzt vor mir.' Tatsächlich machte der junge Mann den Eindruck, er würde strahlen und das nicht nur, weil er ein breites Grinsen im Gesicht hatte, dass zwei Reihen weiße Beißerchen entblößte. Seine Augen glitzerten in einem atemberaubenden Goldton, den Roy noch nie zuvor gesehen hatte, seine Haut hatte einen ganz ähnlichen Schimmer an sich und seine langen Haare, zusammen gehalten von einem roten Haarband, glänzten im schönsten Blond, sodass der Junge wirkte, als wäre er aus Gold und Licht gemacht. Und oben auf seiner blonden Haarpracht, thronte Roys Dienstmütze, drohend dem jungen Mann bei der ersten Gelegenheit über die Augen zu rutschen.
Unwillkürlich, und zum ersten Mal an diesem Tag, musste Roy lächeln, die Präsenz des hübschen Sonnenjungen zwang ihn einfach dazu. „Die steht dir viel besser als mir.“, sagte er, während er näher kam und den Jungen genauer musterte. „Wie heißt du, Kleiner?“, wollte er wissen. Ein schwerer Fehler, wie ihm sofort klar wurde, als das süße Sonnengrinsen verschwand. „Wen nennst du hier einen Winzling?!“, knurrte der Junge, Fäuste geballt. Roy hob beschwichtigend die Hände. „Das hab ich nicht gesagt!“, stellte er schnell richtig, „Ich wollte nur wissen, mit wem ich das Vergnügen habe.“ Er ging noch ein paar Schritte näher auf ihn zu, so dass er direkt vor ihm stand und die Masse an Leuten die zwei nicht mehr so leicht voneinander trennen konnte.
Der Junge beruhigte sich so schnell, wie er zuvor wütend geworden war, stellte sich als Edward vor, erfragte Roys Namen und versorgte seinen Gesprächspartner mit noch ein paar zusätzlichen Informationen, wie zum Beispiel, dass er 19 Jahre alt war, dass er Alchemie studierte , dass er mit seinem Bruder hier war, dem Tierschutz ganz besonders am Herzen lag und dass er von dem Projekt MachDieRobbe sehr begeistert war, wobei Roy ihm die ganze Zeit an den Lippen hing.
„Hat dieses Projekt etwas mit diesem Tanz zu tun, den die da aufführen?“, fragte Roy schließlich, während er und Edward an einer Gruppe auf dem Boden wippender Studenten vorbei schlenderten.
„Oh, ja. Der sorgt dafür, dass die ganze Sache mit den Robben mehr Aufmerksamkeit bekommt und etwas erreicht werden kann.“, erklärte Ed und ergänzte mit einem verschmitzten Lächeln, „Außerdem macht es echt Spaß.“
Roy hob eine Augenbraue und blickte skeptisch zu dem Jüngeren herab. Beim besten Willen konnte er sich nicht vorstellen, wie solche Bewegungen auf dem harten Boden lustig sein sollten, aber Edward lachte nur als er die Miene des Polizisten sah, nahm seine Hand und zog ihn mit sich durch die Menge, bis sie etwa im Kern der Demonstranten ein Fleckchen freien Boden gefunden hatten.
„Pass auf, ich zeig' s dir.“, sagte Edward und streckte sich auf dem Boden aus, offenbar in der Erwartung, Roy werde das Gleiche tun. Roy überraschte sich selbst, indem er sich auch tatsächlich bereitwillig neben dem Blonden nieder ließ und auf dessen weitere Anweisung hin mit den Händen seine Knöchel umfasste. „Und dann, na ja, dann machst du die Robbe.“, endete Ed seinen Tanzkurs und machte die gleiche wippende Bewegung, die Roy an diesem Tag schon so oft gesehen hatte. Seine lange Mähne fiel dabei vor und zurück über seine Schultern und Roys Dienstmütze rutschte doch noch über Edwards Augen, aber der Junge lachte nur und machte weiter, während er zu dem aus allen Lautsprechern, die die Studenten mitgebracht hatten, dröhnenden Song mitsang.
Erneut zauberte Eds bloßer Anblick ein Lächeln auf Roys Gesicht und ehe er es sich versah, machte er die Bewegungen auch schon nach.
Edward hatte recht gehabt, es machte wirklich Spaß und für eine kurze Weile vergaß Roy den blutigen Grund für die Demonstration, vergaß seine Kopfschmerzen und vergaß vor allem die ganzen Menschen um sich herum, außer dem einen, dessen blondes Haar durch die Luft wirbelte und dessen goldene Augen freudig glänzten, als er sich zu Roy umdrehte und ihn die Robbe machen sah.
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