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Schlaf Kindchen, s...

DrabbleDrama / P18 / Gen
31.01.2019
31.01.2019
1
544
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1 Review
Dieses Kapitel
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31.01.2019 544
 
Autor: Ganondorf Dragmiere
Genre: Drama
Rating: P18
Charaktere:
/
Legende:
/


Anmerkung zu dieser Geschichte:
Diese Geschichte gehört Nairalins [Wichteln] Winter Drabbles 2018 [Fanfiction, Freie Arbeiten - Gestartet] Wichtelprojekt an.

Meine Vorgaben zu diesem Wichtelprojekt stammen von WeWereBornSick:

Drabbleform:
Tripple Drabble mit 300 Wörtern, kann auch eine aus diesen gebaute Geschichte sein, was aber keine Pflicht ist

Max. erwünschtes Rating:
P18

Sonstiges:
Es wäre schön wenn es entweder von dem Lied "Sippy Cup" und/oder "Milk and Cookies" von Melina Martinez inspiriert wäre. Eine etwas verrückte oder düstere Atmospäre also. Es ist dir überlassen woe du den Winter einbaust.

alternativ:

Drabbleform:
straßendrabble mit 234 Wörtern, kann ebenfalls eine Geschichte sein die aus mehreren von ihnen sein, was aber ebenfalls keine Pflicht ist

Max. erwünschtes Rating:
P18

Fandom:
Game of Thrones (mit möglicherweise Arya stark die im drabble vorkommt)

Sonstiges:
wiegesagt Arya Stark wäre nett. Hätte auch nichts gegen eine düstere Atmosphäre. Wie du den Winter einbaust ist dir überlassen


An WeWereBornSick:
Da ich dein Fandom nicht kenne, habe ich die ersten Vorgaben umgesetzt. Diese waren durch die Songtexte eine wahre Herausforderung. Ich muss gestehen, die Texte ergaben für mich irgendwie keinen nachvollziehbaren Sinn. Daher tat ich mich sehr schwer mit der Umsetzung. Ob diese so geworden ist, wie du es dir vorgestellt hast, sprich verrückt oder düster, bezweifle ich zwar, dennoch habe ich versucht beides zu kombinieren. Herausgekommen ist etwas düsteres. Ich hoffe dennoch es sagt dir zu.



Ganondorf Dragmiere






Kein Blau wie einst an Sommertagen mehr. Nur noch Fleischfarbend, mit dünnen Äderchen. An Spinnenbeinen erinnernd.
Ein „Wäh. Wäh. Wäh.“ gibt es nicht mehr. Nur noch Stille. Ruhe.
Erkaltete Haut. Verfärbt.
Regenbogenfarben am Körper. Verdeckt unter dem Strampler. Mommy loves you.

Summend hält sie den Körper in ihren Armen. Starrt zum Kinderbett und dem Kissen auf dem Holzboden.
Ihr Lächeln ist warm. Wie der Sommer.
Jedes dritte Mal ächzt das Holz.
Wenn der Wind die Vorhänge streift, tanzen sie. Wie Grashalme.

Ordnung.
Bunte Wände. Giraffen und Nashörner. Wale und Muscheln.
Plüschtiere. Groß und klein. Neu.
Ding. Dong.
Bewegung im Körper.


Der Wind wirbelt das weiße Pulver auf. Lässt es tanzen, sich drehen und aufsteigen.
Bis es fällt. Lautlos, schwerelos.
Minutenlang wiederholt es sich.
Minutenlang steht sie regungslos, doch summend dar. Ihr Baby in den Armen schaukelnd.
Es friert nicht. Nie wieder. Dick eingewickelt, eine Wollmütze tragend.
Als würde es nur schlafen. Friedlich.

Barfuß schreitet sie den Weg zum Steg entlang.
Langsam.
Einen Fuß vor den anderen setzend. Als balancierte sie über ein Seil.
Kälte spürt sie nicht. Wärme spürt sie nicht.
Ihr Summen begleitet sie, wie auch das Geräusch, wenn ihre Füße tief im Schnee versinken.

Zugefroren ist das Wasser noch nicht gänzlich.
Auf die Knie gehend, eine Hand lösend und mit dem Zeigefinger das Eis durchbrechend.
Kälte. Stich. Schmerz. Wahrnehmbar, doch wie in Trance.
Ein Kreis geformt, groß genug für ihr Kind.
Sie übergibt es dem Wasser. Der Kälte. Der Schwärze.

Erst nichts.
Dann treibt es.
Zieht sich mit Wasser voll.
Blasen.
Versinkt.
Verschwindet.
Nur Schwarz.
„Schlaf Kindchen, Schlaf.“
Ihr Gesang beschwört den Wind.


Erleichtert schaukelt sie im Stuhl.
„Es hat aufgehört, Schatz.“
Die Flasche leer.
Das Schlafzimmer. Blutige Laken. Flüchtige Erinnerung.
Kein Baby.
Kein Streit mehr. Nie wieder Schmerzen.
Ruhe.

Ihr Mann würde endlich stolz auf sie sein.
 
 
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