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Mirror

DrabbleHorror / P12 / Gen
30.01.2019
30.01.2019
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A/N Der folgende Drabble ist ein Wichtelgeschenk für Amaineko entstanden im Rahmen des Wichtelns „Winter Drabble 2018“ veranstaltet von Nairalin. Vorgaben: Alles ab 200 Wörter, max P16, wenn Freie Arbeit, dann (High) Fantasy, Thriller oder Horror. So, liebe Amaineko, es wurde jetzt leider keines der Fandom und dieser Horror Drabble wird auch auf der etwas verwirrenden Seite angesiedelt sein, aber ich hoffe dennoch, dass du zumindest ein wenig Gefallen daran finden wirst. Viel Spaß beim Lesen (:






Mirror
400 Worte




Es fällt ihr schwer noch zu laufen. Ihre Lungen brennen.

Ihre Beine können ihren Körper kaum noch tragen.

Adrenalin hindert sie daran zu fallen. Sie läuft weiter. Und weiter. Und weiter.

Übersieht die Wurzel auf dem Boden. Hängt. Fällt. Flucht.



Es fällt ihm schwer noch zu laufen. Seine Lungen brennen.

Seine Beine können die Lasten seines Körpers kaum noch tragen.

Wut steigt in ihm empor, bringt sein Blut zum Kochen.

Er umklammert das Messer fester. Er kommt näher. Und näher.




Ein Blick über ihre Schulter zeigt ihr, dass er näher kommt.

Sie hört ihn nicht nur. Sie sieht ihn.

Mit größter Mühe rappelt sie sich auf, läuft weiter.

Trotz der Schmerzen. Trotz des Gefühls im Kreis zu laufen.

Dichter Nebel versperrt ihre Sicht. Bäume stehen im Weg.

Kälte steigt empor. Greift nach ihr. Wie eiskalte Hände legt sie sich um ihren Hals.

Ein wütender Schrei entrinnt ihrer Kehle. Ein Lachen ist seine Antwort.



Ein Blick nach vorne zeigt ihm, dass er näher kommt.

Er hört sie nicht einfach nur. Er sieht sie.

Trotz der Schmerzen läuft er weiter. Er ist entschlossen. Sie wird nicht entkommen.

Sie laufen im Kreis. Der Nebel wird dichter. Er wird sie bekommen.

Er ist schnell. Auch die vielen Bäume können ihn nicht aufhalten.

Auch die Kälte kann ihn nicht stoppen.

Kälte, die sich wie eisige, knochige Hände um seinen Hals legt.




Sie stoppt. Sie kommt nicht mehr weiter.

Eine Mauer hat sich vor ihr aufgetan.

Eine verdammte Mauer aus Bäumen.



Sie hält an. Er sieht es.

Sie kann nicht weiter.

Bäume stellen sich ihr in den Weg.

Er hat sie.




Auf einmal steht er vor ihr. Eiskalte Augen fixieren sie.

Die Zeit steht still. Alles dreht sich. Die Welt verfällt in lähmende Stille.

Blaue Augen fixieren die ihren.

Ein grausames Lächeln bildet sich auf seinen Lippen.

Ist das das Ende?



Auf einmal steht er vor ihr. Eiskalte Augen erwidern seinen Blick.

Die Welt hört auf sich zu drehen. Alles steht auf Pause.

Es ist unheimlich still. Er starrt in blaue Augen.

Sein grausames Lächeln wird erwidert.

Das ist das Ende.




„Wer bist du? Was willst du?“

„Wer bist du? Was willst du?“






Zwei Stimmen erklingen im selben Moment.



Sie rammt ihm ein Messer in den Bauch. Beide keuchen auf. Ein Blick nach unten und ihre Augen weiten sich. Wie in Zeitlupe fällt sie auf die Knie. Er ist verschwunden.



Schneeflocken fallen und färben sich rot.
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