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Fire Emblem Fates: Vereinigung

GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / Gen
OC (Own Character)
30.01.2019
30.01.2019
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706
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30.01.2019 706
 
~Hoshido~

“Akaya. Jetzt komm schon, komm!” Shio zog energisch an dem Arm ihrer jüngeren Zwillingsschwester, die ihr kaum ähnlich sah, nur die blau-violetten Augen und die kantigen, scharf geschnittenen Gesichter zeigten ihre Verwandtschaft.
“Komm! Wir müssen hier weg!” Auch wenn Shio das eigentlich nicht wollte und sie denselben Widerstand auch bei ihrer Schwester spürte.
“Ich bin enttäuscht von dir, Sumeragi, das war nicht einmal meine beste Falle!”, sagte der große, finstere Mann. Shio fuhr erneut herum, als sie eine Axt durch die Luft zischen hörte. Sie starrte ungläubig den toten Mann an, der vor ihr auf dem Boden in einer riesigen Blutlache lag, neben der gewaltigen Wunde, welche sich quer über die Brust ersteckten, die Pfeile, welche seinen Oberkörper in Schaaren zierten. So ähnlich wie die Stacheln eines Igels. Etwas steif zog Shio erneut an dem Arm ihrer Schwester, doch Akaya sank nur auf die Knie und streckte die Hand nach dem blutigen Gesicht des Mannes aus.
“Vater.”
“Komm!” Shio kniete neben ihr nieder und versuchte sie wieder hoch zu ziehen. Ihr Blick huschte zu dem großen, breiten Mann, der sich nun den beiden Mädchen zu wandte. Garon, der König von Nohr. Ebenso gefährlich wie jeder einzelne seiner Krieger, die hinter ihm standen. Sie mussten hier weg. Unbedingt!
“Akaya!”, flehte sie. Doch ihre Schwester hörte sie gar nicht.
“Ihr armen, kleinen Dinger!” Plötzlich stand Garon direkt vor ihnen, in der rechten Hand eine riesige Axt, von dessen Klinge immer noch Blut tropfte. Das Blut ihres Vaters. Das Blut des Königs von Hoshido. “So jung und schon Waisen!” Plötzlich wurde ihr Sichtfeld von seiner massigen, breiten Gestalt verfinstert. Erschrocken sprang Shio zurück und ließ Akaya dabei los, welche ohnmächtig zusammen sackte. Garon packte sie und warf sie sich über die Schulter.
“Lass sie sofort los!”, schrie Shio, doch sie rührte sich nicht von der Stelle. Garon lachte nur.
“Komm her, kleine Prinzessin. Du bist nun mein Kind.” Er lachte finster. “Ich werde dich in meine Familie aufnehmen!” Als er auf Shio zu trat und nach ihr griff, stolperte sie erschrocken zurück, dann wirbelte sie herum und rannte los. Sie kannte sich zwar nicht in der fremden Stadt aus, doch ihre Instinkte hatten sie überwältigt. Hauptsache weg von hier! Hinter sich hörte sie das Scheppern von Waffen und Rüstungen. Sie musste sich nicht umdrehen um zu wissen, dass Garons Gefolgsleute sich in Bewegung gesetzt hatten. Doch ein barscher Befehl von ihrem König reichte, um sie zu stoppen. Sie ließen Shio laufen.
“Lasst sie! Getrennte Zwillinge sind doch eine viel schönere Tragödie. Was wirst du nun machen, Hoshido?” Sein böses, spöttisches Lachen dröhnte durch die Straßen und die kleine, hoshidische Prinzessin hielt sich beim Rennen die Ohren zu.
“Akaya! Ich werde dich retten!” Heiße Tränen rannen ihr über die Wangen. “Versprochen! Bei meiner Ehre als hoshidische Prinzessin … und als große Schwester”
Shio rannte immer weiter durch die fremden, menschenleeren Straßen. Ans Stehenbleiben dachte sie nicht. In Gedanken bei Akaya hängend, bemerkte sie nicht, wie sie direkt in eine Person rein lief. Geschockt riss sie ihre Augen auf, doch sie entspannte sich augenblicklich, als sie in das verwirrte Gesicht ihres großen Bruders schaute, welcher seine kleine Schwester skeptisch musterte.
“Shio…Was machst du denn hier? Wo sind Vater und-“, begann Ryoma, wurde aber von der Blondhaarigen unterbrochen.
“Sie haben Akaya! Und Vater…” Sie schluckte den Kloß in ihrem Hals runter, welcher ihr ihren restlichen Atem raubte.
“Wer hat Akaya? Sprich, Shio!” Die rothaarige, erstgeborene Prinzessin Hoshidos, welche hinter Ryoma stand, schaltete sich in das Gespräch ein.
“Die Nohren! Der Friedensvertrag…eine Falle!” Shio versuchte verzweifelt genug Luft in die Lunge zu holen, um ihrer Familie, oder was davon übrig war, von dem Überfall zu berichten. “In der Straße…wo sie uns treffen wollten! Sie haben uns angegriffen und Vater getötet. Und Garon hat- er hat es getan und Akaya mitgenommen!” Keuchend versuchte sie, die Bilder, welche aufkamen, zu verdrängen. Sie hatte noch gar nicht zu Ende gesprochen, da waren Ryoma und auch Takumi schon losgerannt, während Hinoka bei ihrer kleinen Schwester blieb und dieser beistand. Doch als die Prinzen Hoshidos am Ort des Geschehens ankamen, fanden sie nichts als die Leiche ihres Vaters.. Keine Spur von den Feinden, weder von König Garon, noch von anderen nohrischen Soldaten …oder Akaya
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