Papayasaft

von Rosalie18
OneshotFreundschaft / P12
27.01.2019
27.01.2019
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Willkommen zu einem weiteren kleinen OS zu meiner Getränkereihe. Als ich typische chilenische Getränke gegoogelt hatte, bin ich auf das heutige Getränk gestoßen. Da es auch in Chile sehr heiß war, habe ich mich wieder für etwas Alkoholfreies entschieden.  


Viel Spaß beim Lesen.


Disclaimer: Die folgende Story ist rein fiktiv. Ich kenne keine der beteiligten Charaktere persönlich, noch ihre Hintergründe oder privaten Details. Es ist alles meiner Phantasie entsprungen.



Papayasaft

Das Qualifying und das Rennen waren ein wahres Wechselbad der Gefühle gewesen. Erst hatte er sich über die Pole von Lucas gefreut, aber nur wenige Augenblicke später war diese wieder weg gewesen. Lucas war disqualifiziert worden, durch des einen Fahrers Leid, war der andere einen Platz weiter nach vorne gekommen und hatte so eine noch bessere Chance im Rennen gehabt. Dieses war auch wieder voller Aktion gewesen, so wie eigentlich jedes Mal. Glücklicherweise war weder Daniel noch Lucas in einen Unfall mit Auswirkung verwickelt gewesen und ausgefallen. Die Strafe von Sims, die nach Rennende in eine Zeitstrafe umgewandelt worden war, hatte Daniel nachträglich Dritter werden lassen und ihm so einen Platz auf dem Podium beschert. Das erste Podium in der noch jungen Saison, aber ein verdammt wichtiges. Sein Team hatte hart gearbeitet und so hatten alle diesen Erfolg verdient. Sie würden aber weiter hart und fokussiert bleiben.

Allan ließ sich neben James fallen und musterte das Getränk, welches er ihm in die Hand drückte. Er schnupperte daran. Irgendetwas Fruchtiges, nur konnte der Schotte es nicht zu ordnen.

Papayasaft“, war James‘ Kommentar. Ein Grinsen umspielte seinen Mund. Allan hob eine Augenbraue und musterte seinen Freund ungläubig.

„Papayasaft? Dein Ernst?“, vergewisserte er sich.

In den Augen des Jaguar-Teamchefs blitzte es auf. „Ja, mein voller Ernst.“

Allan schüttelte seinen Kopf und verzog sein Gesicht, als hätte er in eine Zitrone gebissen. Mit einem Fruchtsaft hatte er nun wirklich nicht gerechnet, eher mit etwas Alkoholischem.

„Jetzt probiere schon. Der Saft ist äußerst lecker.“

„Du weißt aber schon, dass ich eigentlich etwas zu feiern habe. Immerhin ist Daniel dritter geworden.“

„Das kann man auch mit Saft“, war die Antwort von James. „Na ja, aber es war schon etwas Glück dabei.“

„Bloß keinen Neid. Wir hatten ja nicht nur Glück, ich sag nur Qualifying.“

James verdrehte seine Augen. „Schon gut. Ich gönne dir und Daniel ja den dritten Platz. Jetzt probiere schon.“

Er seufzte. „Von mir aus“, gab er sich geschlagen und probierte den Sanft. Wieder erwartend schmeckte dieser ganz vorzüglich. Das erkannte James natürlich sofort und warf Allan seinen Ich-habe-es-dir-doch-gesagt-Blick zu. Der Jaguar-Teamchef kannte ihn leider viel zu gut und konnte in ihm lesen, wie in einem offenen Buch. Er sollte sich dringend ein Pokerface zu legen. Für alle Fälle.

Für einen Moment saßen die Freunde einfach nur still nebeneinander und hingen ihren Gedanken nach.

Allan legte James eine Hand auf die Schulter und übte leichten Druck aus. „Hey, die Saison ist noch lange und es kann noch viel passieren. Das Glück wird auch euch noch hold werden, außerdem ist Mitchs sechster Platz doch gut. Es sind immerhin sechs Punkte“, machte der Schotte seinem Freund Mut.

James war sich nicht so sicher, aber Allan hatte ja Recht. Er sollte sich nach dem dritten Rennen noch nicht verrückt machen. „Du hast ja recht.“ Dennoch war es zum verrückt werden. Mit Mitch und Nelson hatten sie beileibe keine schlechten Fahrer und ihr Auto war jetzt nicht so schlecht, aber irgendwie war das Gesamtpaket noch nicht vollkommen konkurrenzfähig. Sie mussten weiter hart arbeiten und sich nicht verrückt machen. Es lief zwar noch nicht nach Wunsch, aber es hätte schlimmer sein können. Nur nicht entmutigen lassen. Allan hatte Recht, die Saison war noch lange und es waren noch zehn Rennen zu bestreiten. Also genug Rennen um sich zu beweisen, aber jetzt wollte er einfach seinen Papayasaft trinken und mit Allan hier sitzen und sich entspannen. Die Hitze war einfach unerträglich und hatten ihnen allen viel abverlangt. Allen voran ihren Fahrern.

***
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