Momentaufnahmen zwischen Vampiren und Zauberern

von Thainwyn
GeschichteDrama, Fantasy / P12
27.01.2019
10.02.2019
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27.01.2019 1.100
 
Disclaimer: Mir gehört alles, im Prinzip, außer natürlich die Umgebung Siebenbürgens. *hust*

Mein Beitrag zum music-meme, zu finden unter [Projekt] Zufällige Songfic.
Dies hier ist eine kleine Übung, um noch mehr die Hintergründe meiner Welt hinter den OS Weiß und Gold und Grau, Feuer und Klauen und Blut und Erinnerung und Schuld und Lüge kennenzulernen und darauf einzugehen.
Viel Spaß beim Lesen wünsche ich!

Die Regeln: Pick a character, pairing, or fandom you like.
Put iTunes or equivelent media player on random.
For each song that plays, write something related to the theme you picked inspired by the song. You have only the time frame of the song: no planning beforehand: you start when it starts, and no lingering afterward; once the song is over, you stop writing. (No fair skipping songs either; you have to take what comes by chance!)
Do 10 of these, then post.





Momentaufnahmen zwischen Vampiren und Zauberern







Leon talks – John Williams: Presumed Innocent

Ich sitze stumm auf meinem Stuhl, während Leon noch einmal das rekapituliert, was wir über die Überschwemmung wissen.
Es ist wenig.
Die Welle hat unser Revier wie aus dem Nichts getroffen, ist plötzlich aus dem Boden hervorgebrochen.
Mael sitzt neben mir und behält den Blick grimmig auf Leon gerichtet.
Es ist fast wie Magie gewesen.




Out There – Tom Hulce/Tony Jay: The Hunchback of Notre Dame

Wir sind da, um die Ordnung zu halten – die Balance zwischen den Bürgern der Stadt und den übernatürlichen Wesen. Es mag Frieden herrschen zwischen den vielen Rassen, doch da draußen gibt es noch viele Wesen, die noch der alten Ordnung angehören und ihren eigenen Traditionen folgen.
Untaten werden nicht gebilligt, und in der letzten Zeit braut sich etwas zusammen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt. Wir müssen uns darauf vorbereiten.
Wir sind da, um die Ordnung aufrecht zu erhalten.




Cemetery Drive – My Chemical Romance

Der Kutscher treibt sein Pferd mit einem harschen Ruf an, während Mael und ich im Inneren unsanft hin und her geschüttelt werden. Meine Knöchel sind weiß; so fest haben sich meine Finger um den Griff meines geweihten Messers geschlossen.
Immer noch herrscht das Entsetzen in mir, wirbelt mich hin und her. Mael wirkt blass in der dunklen Kleidung.
Loes Grab ist geöffnet worden.




Brennenburg Theme – Mikko Tarmia: Amnesia: The Dark Descent

„Brennenburg“, murmele ich und lange nach der Karte, die auf meinem Schreibtisch liegt, studiere sie. Ich habe noch nie etwas von diesem Ort gehört, doch dort soll etwas Ungeheuerliches passiert sein.
Auf der anderen Seite kann ich nicht jedes Dorf kennen.
„Mael?“ frage ich meinen Kollegen, der mit gegenüber aufschaut. „Kennst du einen Ort oder eine Burg mit dem Namen Brennenburg?
Er runzelt die Stirn, während ich ihm die Karte reiche. Schließlich zuckt er mit den Schultern.
„Fällt nicht in unseren Zuständigkeitsbereich.“




The Alm – John Williams: Heidi

Tief atme ich die frische Luft ein. Es ist schon ein immenser Unterschied zwischen Stadt und Land, und hier oben in den Bergen ist es noch stärker zu spüren. Rundherum erstrecken sich die grünen Wiesen, auf denen Kühe grasen.
Mael hebt eine Augenbraue und wirft mir einen Blick zu, und erst dann bemerke ich den Bauern, der zögerlich zu uns getreten ist, seinen Hut in den Händen drehend.
Ich lächele ihm zu.
„Guten Tag, werter Herr“, sage ich. „Ihr habt uns gerufen, weil Ihr ein Problem mit einem Monster habt?“




Dormant (Hummed) – Darren Korb: Transistor

Irgendwo da draußen liegt sie und schläft vielleicht, wie ein Drache auf seinem gehorteten Goldschatz – ruhend, aber nicht im Tiefschlaf. Sie kann jeden Moment aufwachen, aufbrechen, uns das Leben zur Hölle machen.
Sie, diese merkwürdige Rebellion, angeführt von einem Politiker, der sagt, dass wir korrupt seien. Dass wir nicht neutral vorgehen würden, dass wir zu bestechen seien.




Forging a new light – Position Music

Fasziniert stehe ich in der Schmiede und beobachte, wie mein Messer neu geschmiedet wird. Es ist heiß und stickig, aber zu sehen, wie der Hammer wieder und wieder auf das rot glühende Metall hernieder fährt und ihm langsam mehr und mehr seine Form gibt, ist es wert.
Der Schmied macht seine Arbeit gut; er weiß, was wir erwarten.




Academy Hallways Resurrected – Ari Pulkkinen: Trine 3: The Artifacts of Power

Ich halte unwillkürlich den Atem an, als sich die Türen zur Universität öffnen.
Kurz darauf werde ich jedoch enttäuscht. Ich weiß nicht, womit ich gerechnet habe – vielleicht, dass hier alle mit spitzen Hüten umherlaufen, oder in Roben.
Ich habe nicht damit gerechnet, Menschen zu sehen, die in aller Eile Verletzte durch die Gänge zu den nächsten Hörsälen zu schieben, damit die Ärzte dort ihre Kunst vor Publikum und ihren Studenten vorführen können.
Vielleicht bin ich doch im falschen Trakt gelandet.




General Grievous – John Williams: Star Wars Episode III: Revenge of the Sith

Ich betrachte den hochgewachsenen Mann mit den merkwürdig gelb scheinenden Augen, der, eng in seinen Mantel gehüllt, ein wenig gebeugt an unserem Empfang steht.
„General Fájdalmas“ lautet sein Name, übersetzt: General Schwerwiegend. Die Doppeldeutigkeit seines Namens entgeht mir nicht – er sieht nicht so aus, als wäre er ein Mann, der häufig zu Scherzen aufgelegt ist, und sein Körper ist massig. Ein wenig bemitleide ich die Soldaten unter seinem Kommando, die sicherlich sehr schnell lernen, sich nicht über seinen Namen lustig zu machen.
Dazu noch die gelben Augen… vielleicht ein Werwolf?




The old man and the child – John Williams: Heidi

Langsam gehe ich durch die Gassen, ziehe mir den Hut ein wenig tiefer in das Gesicht. Es ist grau und bedeckt, und die Menschen um einen herum eilen mit gesenkten Blicken vorüber.
Auf dem Platz, auf den sich die Gasse hin öffnet, sehe ich ein Stück entfernt einen alten, weißhaarigen Mann, der einem Kind kleine Zauberstücke vorführt.
Im ersten Moment lächele ich mit, als er Luftballons für es steigen lässt, doch dann fällt mein Blick auf den dunklen Stab, der neben ihm auf dem Boden liegt.
Und dann renne ich die Gasse entlang, während das Entsetzen mich überrollt.
Als ich atemlos auf dem Platz ankomme, ist jedoch von sowohl dem Zauberer als auch dem Kind keine Spur zu sehen.




A/N: Ich gebe zu, dass ich ein wenig schummeln musste – nämlich bei „General Grievous“, um den Namen angemessen ins Ungarische übersetzen zu können; dort musste ich das Lied pausieren.
Außerdem ist es womöglich nicht historisch korrekt, dass sie sich alle mit Vornamen ansprechen und nicht mit „Mr. Nachname“, wie es zu der Zeit wohl eher üblich gewesen wäre, wenn man nicht Kindheitsfreunde oder miteinander verheiratet war, aber einerseits fehlte mir die Zeit, andererseits die Geduld, was womöglich meinem jahrelangen Schreiben in der mittelalterlichen Fantasy zu schulden ist. Man möge es mir verzeihen.
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