Mehr als wir wollten

von -Lumi-
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
FC Bayern München
27.01.2019
05.11.2019
15
62178
48
Alle Kapitel
128 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
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Titel: Mehr als wir wollten
Autor: -Lumi-
Fandom: Männerfußball
Pairing: Leon Goretzka x Joshua Kimmich / Kimetzka
Genre: Slash-Romanze, Schmerz/Trost, Drama
Rating: P18 aufgrund von Sex-Szenen und dem  F***-Wort
Disclaimer: Alles, was in diesem Text stattfindet, hat nichts mit den dargestellten Personen in der Realität gemein. Ihr Handeln, Denken und Fühlen ist ein reines Produkt meiner Fantasie. Ich möchte mit dieser Fiktion keiner realen Person etwas unterstellen.
Lumis Note:
Hallo ihr Lieben, :)
das hier ist mein viertes Kimetzka-Verbrechen in diesem Fandom hier und… diesmal bin ich weitaus ungeplanter als sonst in dieses Abenteuer gestartet und mich quält immer noch ein Kreativloch, aber…vielleicht gelingt es mir ja mich nach und nach davon zu befreien. Die Updates können deshalb relativ unregelmäßig kommen, wer weiß das schon, und zum Vorschreiben bin ich eh unfähig, aber auf euch wartet auf jeden Fall wenn’s gut klappt eine ordentliche Portion Gefühle, Herzschmerz, Sex und Freundschaft. Ich würde mich sehr freuen, wenn mich der eine oder andere von euch dabei begleitet.
Widmung / Spezielles Danke:
Clara04, weil ich sie im Vorfeld schon mit dieser Idee belagern durfte, liefde , weil ich mich so gerne über Kimetzka mit ihr unterhalte und MeAndTheVampires für die liebe viele Extra-Motivation per Mail. (Gott, ihr seid so lieb, ich hoffe, ich enttäusche euch nicht ^^)
Wichtige Infos:
(1)
Es werden Zeitsprünge, bzw. Rückblicke stattfinden, die kursiv gehalten werden. Alles „Normal“geschriebene schließt direkt an der Handlung des Prologs an.
(2) Mir ist bewusst, dass alle Personen, die neben Leon und Joshua und anderen Fußballspielern (Promis) hier vorkommen, im wirklichen Leben andere Namen haben, die teilweise allgemeinhin bekannt sind (Joshuas Freundin, Leons Freunde, etc.). Ich werde diese aber ausnahmslos durch OCs ersetzen, weil es keine Personen des öffentlichen Lebens sind.
(3) Die Fanfiktion wird zum Teil in Doha (Katar) spielen. Ich weiß, dass die Menschenrechtsituation (und die Situation für Homosexuelle) in diesem Land miserabel ist und ich verurteile/kritisiere die Ausrichtung der WM in diesem Land und dass der FC Bayern dort sein Winter-Trainingslager unterhält, ich werde hier aber jetzt keine moralischen Debatten über dieses Thema ausführen können und es wird trotzdem in diesem Land hinter verschlossenen Türen zu homosexuellen Handlungen kommen. :D. Bitte seht mir das nach.


***

Prolog



„Scheiß Arschloch!“

Leon fluchte und keuchte und zitterte, während er in die hohen Schneemassen am Straßenrand Münchens kickte, als würden darunter tausende Fußbälle liegen. Als irgendwann die Füße nicht mehr ausreichten, ließ er seine nackten Finger, geballt zu verkrampften Fäusten, in das eisige, schneebedeckte Gestrüpp darüber ballern, immer wieder, bis die darunterliegenden, erfrorenen Zweige wieder sichtbar wurden, und seine Finger blau und taub waren. Lächerlich. Einfach lächerlich.
Ein Scheißdreck war taub. Sie schmerzten und brannten. Die wackeligen Fingerspitzen. Die steinharten Zehenspitzen. Das beschissene Herz. Einfach alles.

Er hatte nach der Ankunft des Mannschaftbusses an der Säbener Straße vergessen, die Sneakers durch Winterstiefel zu ersetzen und die Handschuhe aus dem Koffer heraus zu wühlen.
Generell hatte er sich vergessen. Komplett. In dem Moment als er…
Er hätte ihm eine herunterhauen müssen. Stattdessen war er wie ein verprügelter Hund an dem glücklichen Pärchen vorbeigetapst, den man mit einer imaginären Kettensäge im gleichen Moment den Schwanz abgesägt hatte. Lächerlich. Einfach lächerlich.

Ruppig wischte er sich die Wut-Hitze aus dem Gesicht, drückte die Augen zusammen, in dessen Winkeln sich Feuchtigkeit und Dreck gesammelt hatten, und schleifte sich nach Hause. Ihm war nicht geholfen, wenn er zum Eiszombie mutierte und sich eine dicke Erkältung zum Rückenrundenstart sicherte.

Zuhause angekommen zog er seinen Körper wie ein Päckchen auf dem Sofa zusammen, mümmelte sich in die weiche Decke ein und goss sich eine Tasse heißen, schwarzen Kaffee die Kehle herunter als wäre es Wasser. Sein Körper war ruhiger geworden. Sein Geist lief immer noch Amok.

‚Hey, wieder Zuhause? Meld dich mal, Alter‘, las er beiläufig auf dem Handy und der Gedanke an seinem besten Freund Max Meyer in England vertrieb für einen Moment lang die unangenehmen Bilder aus seinem Kopf. Er würde eine Menge dafür geben, sich mal eben in sein Elternhaus teleportieren zu können, seine Jugendkumpels inklusive Max mit dazu, einen dicken Kasten gluten- und alkoholfreiem Bier und sich dort mit ihnen mal wieder ordentlich pseudo-zu-betrinken.
Und er würde lachen und auf sich selbst pfeifen und er würde ihn einfach herunterspülen und mit ihm den süßen Geschmack seiner Lippen, seines Spermas, das Gefühl seines Schwanzes in seinem Arsch, all die geilen, gemeinsamen Orgasmen, all seine heißen und wahnsinnigen und verdammten Laute unter ihm... was tat er eigentlich gerade, während Leon all das nicht tun konnte?
Fickte er sie, endlich?

Seine hübsche, nette Freundin – Herrgott, sie konnte nichts dafür - die ihn nach ihrer Trainingslager-Reise aus Doha mit einem warmen Lächeln am FC-Bayern-Gebäude empfangen hatte, weil sie nichts wusste und ahnte und ihn umarmte und er umarmte sie zurück und erwiderte ihr Lächeln, als wüsste er ebenfalls von nichts.

‚Wie war’s in Doha?‘

Und er hatte sie festgehalten, sie geküsst und ihr die Zunge in den Mund geschoben, und Leon war beinahe nebendran gestanden, und es hatte sich angefühlt wie ein Kübel Eiswasser, den jemand hinterrücks über seinem Kopf ausgeleert hatte.

‚Klimaschock verkraftet?‘

Leon hatte dieses ekelhafte Gefühl nicht beschreiben können, nur den Ruck durch seinen Magen, das Verlangen zu spucken und sich selbst auszukotzen, weil er so dumm gewesen war… er war so scheiße dumm gewesen. Genau das hatte er nie gewollt. Das und alles.

Und er tippte nur zwei Nachrichten an Max zurück:

‚Ich hasse die Kälte hier.‘

und

‚Ich habe mit Jo geschlafen.‘

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