Am Ende der Reise 2.0 - 3 Jahre später

von Julirot
KurzgeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12
G. Callen Henrietta "Hetty" Lange Kensi Blye Marty Deeks Sam Hanna
25.01.2019
18.06.2019
19
24119
8
Alle Kapitel
56 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Hallo ihr Lieben,

das nächste Kapitel. Es ist etwas traurig, aber denkt immer daran, meine Geschichte ist noch nicht zu Ende *zwinker*.
Seid lieb gegrüßt und habt einen schönen Feiertag.

Eure Juli


**********

Hetty’s Schlafzimmer – 18:26 Uhr


Sie hatte die Augen geschlossen und sah sehr friedlich aus. Lautlos lag sie da, die Hände über der Brust gefaltet und man konnte nicht erkennen, ob sie noch atmete. Ihr Gesicht war eine steinerne Maske, in dem sich kein Muskel mehr bewegte. Ihre schwarze Brille mit dem Band lag ordentlich auf ihrem Nachttisch. Daneben waren ihre Medikamente fein säuberlich aufgereiht. Ihr Telefon, sowie ein Notizblock lagen ebenfalls dort und die Blumen, die Nell ihr mitgebracht hatte, standen in einer Vase am Fenster. Es duftete nach Frühling, aber man konnte die Vergänglichkeit spüren. Zwei Gegensätze, die diesem Raum etwas Bedrückendes gaben. Es war ihr persönlicher Winter. Ihr Ende, das wusste sie. Sie hatten Tränen an ihrem Bett vergossen und sie hatte sie alle getröstet. Ihre Kinder. Sie hatte sie in die Welt hinaus geschickt und sich verabschiedet. Und nun lag sie hier. Die Augen geschlossen, auf dem Weg in die Dunkelheit. Sie konnte ihre Stimmen im Garten hören, sie roch den Duft des Barbecues, hörte die Kinder lachen und in der Ferne Musik. Da draußen tobte das Leben und sie lag hier drin. Es war friedlich und sie würde gehen. Langsam schlich ihr Geist aus ihrem Körper und schaute noch einmal durch die großen Fensterscheiben hinaus in den Garten. Er sah auf Sam, der eine neue Liebe gefunden hatte, er blickte in Callens fröhliches Gesicht, als dieser seine Tochter auf den Arm nahm, zitterte vor Freude, als er die Liebe zwischen Deeks und Kensi wahrnahm, sah wie Nate die Freunde mit seinen Worten begeisterte und freute sich an Nells und Erics Erfolgen. Er erfasste das Glück und er erfasste das Unglück. Das Zusammenspiel des Lebens, ohne das es nicht ging. Ihr Geist schwebte nach oben und sie sah sich da liegen. Klein und doch groß, schwach und doch stark, in Aufruhr und doch friedlich, mit einem kleinen Lächeln auf dem Gesicht. Ihre Brust hob sich ein letztes Mal und kostete noch einmal von der frischen Luft, die durch die geöffneten Fenster ins Zimmer drang. Es war Zeit, Zeit zu gehen. Sie schwebte weiter und weiter und ihr Leben, was vor so langer Zeit begonnen hatte, nahm nun Abschied – für immer.
Review schreiben