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Treue

OneshotAllgemein / P16 Slash
Haytham Kenway Shay Patrick Cormac
25.01.2019
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Hier ist mein Beitrag zur OTP Challenge
OTP - 100 Szenen der einzig wahren Pairings
Mein OTP ist definitiv Shaytham, die beiden sind einfach für einander gemacht. Und das Wort Treue passt auch sehr gut zu ihnen. Ach ja ich liebe beide Männer zu sehr.
Falls hier jemand verrückt genug ist, und sich daran setzten möchte hier Rechtschreibung und Interpunktion zu korrigieren, nur zu.




Treue

Er hatte dem Orden vor vier Jahren die Treue geschworen. Aber heutzutage war Shay sich nicht mehr sicher ob er dieses Versprechen der Treue nicht auch dem Großmeister persönlich gab. Seit vier Jahren arbeiten sie nun zusammen daran die Assassinen aus New York zu vertreiben und die Bruderschaft zu zerschlagen. Jeder Auftrag wurde von Shay mit großer Sorgfalt und Genauigkeit ausgeführt um am Ende doch eigentlich nur ein lobendes Wort von Haytham zu hören.

„Shay, hörst du mir überhaupt zu?“ Es war Gist der Shay aus seinen Gedanken riss. Perplex blickte der ehemalige Assassine seinen ersten Maat an. „Tut mir leid Gist, könntest du das nochmal wieder hohlen?“ Gist schüttelte seinen Kopf etwas ungläubig und gab nur ein: „Ihr seid in letzter Zeit so abwesend Kapitän Cormac.“ von sich. Shay sah ihn etwas beschämt an, aber ja Gist hatte recht Shay war in letzter Zeit immer wieder abgelenkt und dachte an den Großmeister. „Master Gist, Master Cormac, habt ihr etwas in Erfahrung bringen können?“ Der Großmeister stand vor ihnen, oder her vor Shay, so vertieft wie er wieder in seine Gedanken war bekam er gar nicht mit wie sie bereits Fort Arsenal erreicht hatten. „Nichts mit Hand und Fuß Sir, alles nur wage Angaben.“ Shay sah den Großmeister entschuldigend an, als er ihm antwortete. Es gefiel Shay nicht ohne etwas zurück zu kommen. „Das hab ich mir fast gedacht. Nun gut. Lasst uns hinein gehen.“ Haythams Blick war für seine Verhältnisse weich und musterte Shay ruhig von oben bis unten. Ohne dem Großmeister eine Antwort zu geben ging Gist bereits ins Fort, während Shay noch da stand und über Haythams Worte nach dachte. „Shay, ist etwas?“ Der ältere Templer sah ihn besorgt an, auch ihm war aufgefallen wie abgelenkt Shay die letzten Tage war. „Nichts der Rede wert Sir.“ Shay war die letzte Zeit nicht nur mit seinen Gefühlen sondern auch mit seinen Erinnerungen im Streit. Er hatte es niemandem im Orden erzählt, aber Shay war schwul. Es war klar das er im Orden ziemlich merkwürdig behandelt werden würde wenn er es beichten würde, aber seit vier Jahren war Shay von Liam getrennt, dem Mann dem er früher ohne Fragen bis in den Tod gefolgt wäre. „Shay, wenn du weiterhin so unachtsam bist wirkt sich das auf unsere Arbeit aus. Was es auch ist das dich bedrückt, sprich darüber.“ Haytham legte ihm seine rechte Hand auf die Schulter und blickte mit seinen blauen Augen tief in Shays.

Sei treu. Dir gegenüber.

Das hatte man ihm immer wieder gesagt. Erst sein Vater, dann Liam und am Ende der Cornel, aber wie sollte er sich treu gegenüber sein, wenn das was er ist verachtet wird und das was er will völlig aus der Reichweite ist? Er seufzte als er sich am Abend vor der Tür zu Haythams Zimmer vorfand. „Komm rein Shay.“ Ohne zu hinterfragen weshalb der Großmeister wusste das er vor der Tür stand trat er ins Zimmer. „Ich hoffe ich störe euch nicht Sir.“ Shay konnte erblicken das der schwarz Haarige etwas in ein Buch schrieb. „Nein du störst nicht. Was möchtest du?“ Haytham schloss das Buch und schob es bei Seite. „Sir ihr meintet ich sollte mit jemandem reden.“ Shay schloss die Tür und setzte sich auf den Stuhl gegenüber Haytham. „Was ist es denn das dich bedrückt?“ Haytham richtete seine volle Aufmerksamkeit auf Shay, und es gefiel ihm.

Haytham beobachtete Shay wie er da saß und nicht recht wusste wie er anfangen soll. Er fand es gleichwohl amüsant und putzig. Etwas das er niemals öffentlich zugeben würde. Nicht nur weil er seine Fassade als Großmeister aufrecht halten muss, auch Shay gegenüber, sondern und auch erst recht weil es die Gesellschaft als Sünde ansieht wenn zwei Männer sich lieben. „Nun, wissen sie Sir, ihr erinnert euch an Liam O’Brien oder, den Assassinen der zusammen mit Achilles in der Vorläuferstätte war?“ „Natürlich erinnere ich mich, immerhin hatte er vor dich zu erschießen. Aber weshalb kommt ihr mir jetzt mit diesem Assassinen?“ Kurz herrschte Schweigen zwischen dem beiden Männern. „Wissen sie Sir, Liam und ich waren Freunde.“ Haytham konnte an Shays roter Gesichtsfärbung erahnen was für Freunde die beiden waren. Er atmete tief ein und aus, konnte dabei Shays Unsicherheit spüren. „Sir, ich hoffte ich könnte euch-“ „Shay. Um Gottes Willen. Ich werde dich nicht verurteilen für deine Gefühle.“ „Nicht Sir? Ich nahm am ihr würdet mich jetzt zum Teufel jagen.“ Shay blickte Haytham verwundert an. „Shay du hast in den letzten vier Jahren dem Orden so treu gedient wie kaum ein anderer, wieso sollte ich mich dann daran stören für wen oder was du Gefühle empfindest. Solange du damit nicht auffällt soll mir alles recht sein.“ Haytham sah sich den jüngeren Templer genauer an. Haytham empfand es, im Gegensatz zum Großteil der Gesellschaft, nicht unnormal wenn auch gleichgeschlechtliche Liebe entsteht. Es war wohl einfach der Lauf der Dinge. Und insgeheim hoffte er das solch eine Beziehung vielleicht länger hält als seine Beziehung mit Ziio. „Sir, ihr seid der erste mit dem ich darüber spreche. Wie kommt es das ihr es auch noch so hinnehmt als hätte ich gerade von einer alltäglichen Begebenheit erzählt?“ Shay war völlig verwirrt und leicht überfordert mit der Situation. Haytham gefiel das, er könnte Shay jetzt leicht um den Finger wickeln und er würde ihm gehören, aber das wollte er nicht. Er wollte eine Beziehung auf Basis von Treue und Ehrlichkeit. Aber wie sollte das möglich sein, als Großmeister hatte er viele Aufgaben, musste zwischen New York und Boston reisen um beide Teile des Kolonialenritus zu bewachen und dann war ja auch noch die Tatsache im Raum das Haytham unheimlich schlecht mit seinen Gefühlen umgehen konnte. Er war im Orden als kalter und berechnender Mörder bekannt, aber auch Haytham sehnte sich nach Liebe und Zuneigung die er einst hoffte von Ziio zu bekommen, doch seine Lügen sollten dieser Beziehung das Genick brechen. „Shay weißt du irgendwann sind einem Menschen so sehr ans Herz gewachsen das man über Sachen hinweg sieht.“ Er musterte Shay noch immer, allerdings eher unterbewusst. Shay stand auf wollte scheinbar wieder gehen, denn auch Shay sprach eigentlich ungern über seine Gefühle. „Vielleicht wäre es besser wenn ich gehe.“ Shay drehte Haytham den Rücken zu, so dass dieser nicht sehen konnte das es ihn schmerzte zu gehen. Aber der ältere dachte gar nicht daran ihm gehen zu lassen. Sanft nahm er Shay von hinten in den Arm und flüstert ihm ins Ohr: „Bleib hier Shay, vor Gefühlen kannst du nicht weg laufen.“

Shays Gesicht lief rot an als der Großmeister ihn umarmte. War das ein Zeichen, war es mehr als nur zur Aufmunterung gedachte Freundlichkeit? Shay drehte sich in Haythams Armen um in die blauen Augen des andern zu sehen. „Ihr wollt mich hier bei euch haben Sir?“ „Ich möchte dich immer in meiner Nähe wissen Shay. Einen so treuen Freund lässt man nicht gehen.“ „Freund… wie i-“ Ehe das Gespräch noch weiter gehen konnte berührten sich ihre Lippen bereits. „Versprich mir immer an meiner Seite zu bleiben, egal was kommt.“ Mit einem Schmunzeln antwortete der jüngere: „Ich verspreche es.“ „Verspricht du mir immer ehrlich zu sein?“ Diese Frage wurde mit einem innigen Kuss bejaht . „Sir ich werde euch treu bis ans Grab und darüber hinaus sein.“ „Dann hör auf weiter zu reden und wir führen das Gespräch anderweitig fort.“ Mit einem leichten Lächeln deutete der Großmeister auf sein großes Bett.

Haythams Treue und Vertrauen war alles was Shay brauchte um glücklich zu werden und seine Vergangenheit endlich ruhen lassen zu können.
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