Hurts like Hell

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Eustass 'Captain" Kid Monkey D. Garp Monkey D. Ruffy OC (Own Character) Rob Lucci Trafalgar Law
22.01.2019
26.03.2020
78
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Chas Sicht:
Sebbi hatte Ally also tatsächlich geknackt. Ich versuchte schon seit einer Ewigkeit ein bisschen mehr aus dem Dunkelhaarigen herauszubekommen, aber seine Standartantwort blieb „Es gibt nichts interessantes über mich zu wissen“.

Ich akzeptierte mehr oder weniger, dass er nicht reden wollte.
Aber ich war neugierig. Jeder hatte doch eine Geschichte und ich wollte seine erfahren.

Gerade nachdem er bei seiner Mutter war und ich den Eindruck bekam, dass sie nicht eine dieser Frauen war, denen ihr Kind egal war, wollte ich wissen was ihn dazu getrieben hatte ein Pirat zu werden.
Er konnte es mir sagen, wir waren gute Freunde. Ich war fast schon ein bisschen beleidigt, dass er sich nur Sebbi anvertrauen wollte und nicht zuerst zu mir kam.
Aber die beiden hingen ja auch dauernd aufeinander. Wenn Ally nicht bei mir war, war er bei Sebbi.

Schon lustig, wie sich hier in der Gruppe kleinere Gruppen gebildet hatten.
Black und Cad, Takeru und Lory, Ethan und Kuro… Und dann eben Ally, Sebbi und ich. Neuerdings konnte ich auch Qualle mit dazuzählen. Sie war immer in der Kombüse und da war ich nun mal auch die meiste Zeit.
Tja.

Es blieb nur abzuwarten, wie sich dieser Neue, Kizu, mit integrierte. Ich war mir sehr sicher, dass Lory ihn hierbehalten wollte und nur noch nichts weiter dazu gesagt hatte.

„Können wir uns beeilen?“, bat ich, als Cad endlich ins Krankenzimmer kam.
Ich wollte schnell zu Ally. Er sah auf einmal so erschöpft aus und das er mit Tränen in den Augen herumlief, war auch nicht richtig.
Hin und wieder hatte er zwar leicht manische Schübe und verschlief auch schon mal einige Stunden auf der Küchenbank, aber das war für einen Teenager auch normal. Es war mir bis jetzt noch immer gelungen, ihn wieder zu aktivieren.

„Wie geht es dir?“, erkundigte sich Cad und zog Handschuhe an.
„Können wir das skippen?“, fragte ich und schälte mich aus meinen Klamotten: „Ich wäre zu dir gekommen, wenn sich etwas geändert hätte.“
„Das weiß ich. Ich musst trotzdem fragen. Verträgst du die Schmerzmittel noch gut?“
„Ja, mir ist nicht schlecht und auch nicht schwindelig. Ich bin fit.“
„Sehr gut.“
Ich schloss die Augen, als er sich daran machte die Bandagen von meinem Körper zu wickeln.

Meine dringende Eile schnell loszugehen, verpuffte ein wenig.
Sie wurde von dem unwohlen Gefühl in meiner Magengegend überdeckt, die spätestens dann jedes Mal zurückkam, wenn wir Bandagen wechselten oder ich mir etwas anderes anzog.

„Kann ich wieder unter die Dusche?“, fragte ich.
„Noch nicht.“
Das hieß also weiter die Haare über der Wanne waschen. Das kotzte mich noch mit am meisten an. Dass ich mich nicht vernünftig waschen konnte.

Ich hatte nur ein einziges Mal auf die Verbrennungen gesehen. Damals waren sie noch recht frisch und ich hatte mir die Hauttransplantation an meinem Bein angesehen.
Mir war schlecht geworden. Ich hätte Ally um ein Haar auf die Füße gebrochen.

Die Wunden sahen fürchterlich aus und zu wissen, dass die Haut an meinem Bein nicht einmal meine eigene war und ein großer Teil meines Körpers ähnlich aussah, ließ mich einfach… Ich hatte keine Worte um zu beschreiben, wie ich mich fühlte.

Ich wusste, dass die Verbrennungen verheilten und nicht mehr so aussahen, wie am Anfang.
Aber ich hatte nicht nur das Bild vom Beginn im Kopf, sondern auch das von Takerus Verbrennungen auf seinem Arm und seinem Rücken.

„Das sieht gut aus“, sagte Cad zufrieden beim Betrachten meines Arms und meiner Seite.
Ich konnte nur leicht den Kopf schütteln: „Aus deiner Sicht vielleicht.“

Cad blieb stumm.
So lang, bis ich die Augen wieder aufschlug und ihn ansah.

Er wusste, dass ich… nicht so gut mit meinen Verletzungen klarkam. Ich war nicht so wie Lory, die ihre neuen Narben einfach wegsteckte und vergaß. Oder so wie Black, den sein fehlender Finger nicht einmal interessierte.

Ich war eine Tänzerin.
Menschen achteten auf meinen Körper. Männer begafften mich, weil ich hübsch war.
Ich hatte nie einen Grund mich hässlich oder unattraktiv zu fühlen und hatte kein Problem damit zu zeigen, was ich hatte.
Jetzt lief ich in Blacks Klamotten rum, um mich möglichst zu verstecken. Und das obwohl meine Verletzungen noch verbunden waren.

Wie sollte ich damit klarkommen, wenn die Narben freilagen und jeder sie sehen konnte?

„Cha“, sagte Cad und diesmal war er es, der den Kopf schüttelte: „Du bist noch genauso hübsch, wie früher.“
„Sagst du das jetzt, weil du meine Brüste vor der Nase hast?“, fragte ich bitter.
„Nein, natürlich nicht. Ich bin Arzt, sowas interessiert mich nicht.“
„Überhaupt nicht?“
„Es interessiert mich jetzt nicht.“

Er warf die benutzten Bandagen weg und holte sich neue aus einem Regal. Vorsichtig und gewissenhaft verband er mich wieder und half mir in mein Oberteil.
Nachdem er sich auch noch mein Bein angesehen hatte, half er mir zurück auf die Füße und drückte mir eine neue Packung Tabletten in die Finger.

„Nimm die weiter“, bat er.
„Ich hab aber kaum mehr Schmerzen.“
„Das täuscht, weil du schon eine kleine Weile diese Tabletten isst. Wir können die Dosis langsam verringern, wenn du das möchtest.“
Ich verzog den Mund: „Noch nicht… Erst, wenn du denkst, dass alles wieder in Ordnung ist.“
„Ganz wie du möchtest.“

Er hielt mir die Tür auf, als wir zusammen auf Deck traten: „Wollen wir zusammen losgehen? Ich hab Takeru versprochen ein Auge auf ihn und Black zu haben und ihn zu retten, wenn Black ihn zu lang quält.“
„Also willst du den beiden hinterherstalken?“
„So würde ich das nicht nennen. Aber ja, im Grunde trifft es das ziemlich genau.“
Ich grinste: „Verstehe. Na dann auf. Nicht, dass du Takeru zu lang auf seine Rettung warten lässt.“

Er warf mir einen Blick zu. Ich wusste direkt, dass er nicht vorhatte, Takeru sofort zu erlösen.
Er fand es insgeheim lustig, wie Black ihn mit ein bisschen Einkaufen fertig machen konnte und würde sich daran ergötzen. Zumindest ein kleines bisschen.

„Soll ich dich schnell zu Ally tragen?“, schlug er vor, als wir auf die Insel gingen.
Ich betrachtete meine neue Umgebung und schüttelte leicht den Kopf: „Nein… Sieh dir das an. Die Blätter sind ganz golden.“
„Mhm“, machte er ruhig: „Es ist Herbst.“

Ich konnte die Bäume nur anstarren.
Ich wollte nicht zugeben, dass es das erste Mal war, dass ich vor einem herbstlichen Wald stand. In Heh’unto gab es so etwas nicht und wir waren vorher noch nicht auf einer solchen Insel.
Es war mir gänzlich neu.

„Wir können da lang gehen“, sagte Cad und zeigte in eine andere Richtung als die, in die Ally und Sebbi gegangen waren: „Dann passen wir sie in zwanzig Minuten ab und gehen vorher noch ein wenig durch die Bäume.“
„Das klingt gut“, murmelte ich und ging einfach los.

Cad folgte mir durch den kurzen Abschnitt von Sand, auf eine herrlich grüne Wiese und schließlich mitten in den Wald hinein.
Um uns herum raschelte es. Vögel zirpten, kleine Tiere huschten durch das Laub am Boden. Der sanfte Wind war schon genug, um mehr der bunten Blätter von den dünnen Ästen zu fegen.

Erst trampelten wir durch die Sträucher und Büsche, bis wir schließlich auf einen vernünftigen Weg kamen und uns nicht mehr durch hohe Gräser kämpfen mussten.
Das hatte mir zwar tatsächlich nichts ausgemacht, aber so hatte ich eher die Möglichkeit nach oben zu starren und den Blättern beim Fallen zuzusehen.

„Guck mal“, sagte Cad und blieb kurz stehen, um irgendwelches Gestrüpp zu pflücken: „Wegwarte.“
„Gras“, verbesserte ich, bevor ich die feinen blauen Blüten sehen konnte.
Sie waren klein, ganz zart und hatten die gleiche Farbe, wie Lorys Haare.

„Uh, hübsch“, stellte ich fest und nahm ihm die Stängel aus der Hand.
Die Stiele waren sehr lang und dünn. Es war keine Pflanze, die ich mir gepflückt und ins Zimmer gestellt hätte, aber sie war trotzdem schön.

„Aus den Wurzeln kann man Kaffee machen“, merkte Cad an: „Oder zumindest etwas ähnliches.“
„Ehrlich?“
Er nickte: „Wenn du möchtest, können wir die Wurzeln mitnehmen und es ausprobieren. Ich hab es erst einmal versucht und es ist mir nicht wirklich geglückt, aber vielleicht kennt Lory einen Trick.“

Er zog ein Messer aus einer seiner Beintaschen und entfernte die Schutzhülle von der Klinge.
Dem Werkzeug tat es wahrscheinlich nicht besonders gut, aber er stocherte damit in der Erde herum und lockerte die Wurzeln, bis er sie schließlich am Stiel der Pflanze mit rausziehen konnte.

„Woher weißt du das alles?“, fragte ich und wich kleinen Erdkrümeln aus, die durch die Luft flogen, als er die Pflanze schüttelte.
„Meine Mutter hat mir viel beigebracht und ich habe einiges gelesen. Ein paar Sachen konnte mir auch Lory noch zeigen. Sie weiß wirklich eine ganze Menge über Pflanzen.“
„Ist deine Mutter auch Ärztin?“
„Ja. Mehr Kräuterkundlerin, aber sie hilft auch, wenn jemand auf Solkma krank wird.“

„Wie heißt sie?“, wollte ich weiter wissen.
Wer wusste schon, wann ich noch einmal die Möglichkeit bekam mit ihm über so etwas zu sprechen. Er war ähnlich wie Ally ein wenig reserviert, was seine Familie anging. Dabei war es doch so spannend darüber zu reden!

„Cataleya“, antwortete er.
„Ist das nicht auch eine Pflanze?“
„Mh“, brummte er nachdenklich und setzte unseren Weg fort: „Nein, ich glaub die heißt Cattleya.“
„Ist doch fast gleich. Was weißt du sonst noch?“
Ein leicht irritiertes Stirnrunzeln war seine Antwort: „Über was? Meine Mutter?“
„Pflanzen! In Heh’unto gibt es kaum welche und ich höre Lory nie zu, wenn sie darüber redet. Es ist langweilig.“
„Warum interessiert es dich dann jetzt?“

Ich seufzte leise: „Ich versuche mich von dem Gedanken abzulenken, dass ich gleich Allys ganze tragische Lebensgeschichte erfahre.“
Er nickte: „Verstehe. Wenn du möchtest, kann ich auch bleiben.“
„Ach nein, schon gut. Es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass ich nicht neugierig bin. Ally ist noch jung, so schlimm kann das alles nicht sein. Vielleicht gehen nur irgendwelche Hormone mit ihm durch und das schlimmste was passiert ist, ist der Verlust von einem Haustier oder sowas.“

„Das denke ich nicht“, widersprach er und stoppte mich einmal mehr, mitten auf dem Weg. Er zögerte kurz, dann gab er sich einen Ruck: „Hör zu, ich erzähl dir jetzt etwas. Damit breche ich so ziemlich jede Regel, die ich als Arzt zu befolgen habe, aber du wirst es ohnehin selbst rausfinden, wenn du dich ein bisschen näher mit Ally unterhältst.“

Ich zog eine Braue hoch: „Ich unterhalte mich ziemlich nah mit Ally. Ständig.“
„Nicht über die unangenehmen Sachen.“
„Hat er dir von allem erzählt, was gerade mit ihm schief ist?“, fragte ich etwas säuerlich.
Warum sprach hier jeder heimlich über irgendwelche Geheimnisse und weihte mich nicht ein!? Ich war eine fantastische Vertrauensperson!

„Nein“, seufzte er: „Hörst du jetzt zu?“
Ich verdrehte die Augen und nickte.

„Ich denke, Ally ist depressiv“, sagte er: „Ich hab versucht mit ihm zu sprechen, schon vor einer ganzen Weile. Er hat es abgelehnt und ich will wirklich nichts hinter seinem Rücken tun, aber ich möchte dich bitten mir zu sagen, was ihn belastet, wenn er es dir erzählt hat.“

„Hä?“, machte ich. Ich hatte den Faden komplett verloren und konnte ihn nur ansehen, als hätte er mir gerade etwas noch sehr viel unwahrscheinlicheres und abwegigeres erzählt, als das Ally eine Depression hatte: „Hat dich der Pacifista doch zu sehr an der Rübe getroffen? Ally ist doch nicht depressiv.“

„Doch und ich wusste das schon vor der Sache auf dem Archipel.“
„Du hast doch einen an der Waffel. Ally ist vollkommen in Ordnung, ihm fehlt nichts.“
„Vertrau mir einfach, wenn ich dir sage, dass er eben nicht in Ordnung ist“, bat er: „Ich kann das erkennen. Auf verschiedenen Ebenen. Lory hat es auch bemerkt, aber ich glaube, sie konnte es noch nicht ganz zuordnen. Deswegen fragt sie so oft, ob es allen gut geht. Sie weiß, dass etwas nicht stimmt, sie weiß nur nicht wer es ist, der das Problem hat.“

„Ihr habt beide einen Knacks im Schädel“, ich schüttelte den Kopf: „Ally ist doch zufrieden. Er ist glücklich. Gut, manchmal ist er etwas explosiv aber das ist meine Schuld. Ich provoziere ihn mit Absicht.“
„Das geht viel weiter, Cha. Ich erkenne Anzeichen von Depressionen, wenn ich sie sehe. Bei Ally ist es noch nicht besonders weit, aber ich möchte auch nicht, dass es schlimmer wird.“

Ich verschränkte die Arme vor der Brust: „Du versuchst mir also allen ernstes weißzumachen, dass Ally krank ist.“
„Ja.“
„Warum? Was sind diese Anzeichen? Was hab ich verpasst, was dir aufgefallen ist?“

„Er ist müde“, fing er wenig überzeugend an: „Er schläft ständig irgendwo ein. Draußen auf dem Deck bei Sebbi, auf der Bank, an seinem Schreibtisch, wenn er Musik hört…“
„Ja, weil er nachts nicht schläft!“
„Eben. Weil er Albträume hat und keine Ruhe findet.“
„Nein, weil wir uns ewig unterhalten und es sich dann einfach nicht mehr lohnt zu schlafen, bevor wir aufstehen und Qualle beim Frühstück helfen!“

Er seufzte leise: „Cha, da ist noch viel mehr, nicht nur das.“
„Vergiss es, ich will das gar nicht hören“, pampte ich und schüttelte wieder den Kopf: „Komm einfach zum Punkt. Was willst du von mir?“
„Hab ich dir schon gesagt. Ich bitte dich darum mir weiterzugeben, was ihn belastet.“
„Wofür? Damit du ihn mit Medikamenten und Psychopharmaka vollstopfen kannst, damit er sich besser fühlt, obwohl es ihm nicht schlecht geht?“
„Das würde ich niemals tun, das weißt du.“

Ich konnte überhaupt nicht verhindern, dass ich wütender wurde: „Was hast du dann vor? Hm?! Willst du ihn einsperren, wie seine Mutter in eine Klapse stecken? Weil er müde ist?!“
„Unsinn“, sagte er ruhig wie immer: „Ich möchte nur herausfinden, woran es liegt. Ob es Erfahrungen sind die er gemacht und nicht verarbeitet hat, oder ob er wirklich eine Verletzung hat. Depressionen werden nicht nur von schlimmen Erinnerungen ausgelöst. Er könnte einen Hirntumor haben oder etwas anderes. Ich möchte ihm nur helfen.“

„Ein Tumor?“, schnaubte ich: „Wird ja immer wilder!“
„Ich mache mir nur Sorgen. Ich will ihm nichts böses.“

Ich sah ihm direkt in die Augen und bohrte meinen Zeigefinger in seine Brust, als ich eine letzte klare und deutliche Ansage machte: „Lass die Finger von ihm! Wag es ja nicht ihm irgendwelche Pillen zu geben! Ich hab ein Auge auf dich und lasse nicht zu, dass du ihm auf welche Weise auch immer schadest!“

Mit einer unglaublichen Wut im Bauch ließ ich den Arzt stehen.
Meine Faszination für die Natur um mich herum war verblasst. Ich konnte an nichts anderes mehr denken als diese absurde Idee in Cads Kopf, dass etwas mit Ally nicht stimmen könnte.

Es war idiotisch, es war abwegig, es war absolut unmöglich!
Das einzige Problem, dass Ally hatte, waren Black und ich! Wenn wir ihn nicht mit Absicht ständig aufstacheln würden, könnte er sich viel besser entspannen und schlafen. Das machte ihn noch lang nicht depressiv!

Mit schnellen Schritten ging ich den Weg weiter nach unten.
Ich hatte absolut keine Ahnung, wo ich war oder wie ich Ally und Sebbi finden sollte, aber ich lief weiter geradeaus und versuchte mein Glück. Ich brauchte keinen Wolf mit guter Nase an meiner Seite, um die beiden Männer zu finden.

Ziellos und etwas desorientiert lief ich durch den Wald und versuchte mich wieder zu beruhigen, bevor ich auf die beiden Männer traf.
Es gelang mir nicht einmal im Ansatz, so sauer war ich.

Stampfend ging ich weiter und endlich konnte ich aus der Entfernung ein weißes Ungetüm ausmachen. Das konnte nur Kiyoshi sein, aber wo waren die anderen beiden?

Obwohl ich schon von meinem schnellen Schritttempo außer Atem war, fing ich an zu joggen. Lang konnte ich das nicht, dafür zogen die Wunden noch zu sehr.
Aber ich kam weit genug um zu sehen, dass Sebbi und Ally vor Kiyoshi auf dem Boden hockten.

Ich war erst irritiert. Es sah so aus, als würden sie sich im Arm halten und je näher ich kam, desto deutlicher wurde das Bild.

Sebbi hielt Ally tatsächlich im Arm. Kiyoshi kaute an dem Zopf des Dunkelhaarigen und rotzte mir letztlich seinen Haargummi vor die Füße, als ich ankam.

Der Junge schluchzte. Schlimmer als in der Nacht, in der der erste Brief ankam.
Es waren ganz fürchterliche Geräusche. Es klang als hätte er Schmerzen. Aber dann würde Sebbi nicht einfach so neben ihm sitzen, er hätte ihn schnell zurück zum Schiff gebracht.

Ich war so geschockt über den Zustand in dem ich Ally vorfand, dass mir vor lauter Hilflosigkeit nichts besseres einfiel, als mich neben die beiden zu knien, Kiyoshis skeptisches Schnauben zu ignorieren, und meine Arme ebenfalls um den jungen Mann zu legen.


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Guten Tag :D
So. Hier haben wir jetzt das Dienstags-Kapitel am Donnerstag :D
Seit gestern ist nichts wirklich spannendes mehr passiert, deswegen sage ich direkt Tschüss und bis nächste Woche!
LG, Oni
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