Hurts like Hell

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Eustass 'Captain" Kid Monkey D. Garp Monkey D. Ruffy OC (Own Character) Rob Lucci Trafalgar Law
22.01.2019
10.10.2019
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Ethans Sicht:
Ich hätte es niemals zugegeben, aber es war nicht besonders leicht, meine Gedanken in der richtigen Bahn zu halten.
Das entsetzliche Jammern in meinem Kopf, der gequälte Ausdruck in Blacks Gesicht und das schmerzende Ziehen in meinen Eingeweiden, bildeten eine störend ablenkende Kombination.

„Ok“, flüsterte Black ein weiteres Mal und stellte sich zurück an das Kopfteil des Bettes.
Ich ließ ihn noch nicht aus den Augen.
Er war so blass, dass er genauso gut in wenigen Sekunden hätte ohnmächtig werden können.

Nicht, dass ich ihn dann auffangen könnte.
Black war nahezu zwei Meter groß und wog dementsprechend auch einiges, auch wenn er schlank war.
Im Falle einer Ohnmacht konnte ich ihn nicht festhalten, dafür war er zu schwer. Zudem konnte ich mich ohnehin nicht großartig bewegen. Schon gar nicht ruckartig.

„Wenn du das Bewusstsein verlierst, kann ich dir nicht helfen“, sagte ich.
Black blinzelte und sah zu mir runter, als hätte ich ihn gerade aus einer Art Starre gerissen.
Es dauerte eine Sekunde, bis er den Sinn meiner Worte verstand und sein langsam arbeitendes Gehirn hinterherkam.
Dann schmunzelte er und stellte sich aufrecht hin, genau in dem Moment, als der Aufzug in der richtigen Etage ankam.

„Es geht schon“, meinte er: „Ich brauche nur ein bisschen frische Luft. Und einen Kaffee, das wäre fantastisch.“
Koffein würde seinen Kreislauf wieder etwas in Fahrt bringen. Das war tatsächlich eine gute Idee.

„Leg dich lieber wieder flach hin“, riet er mir und stemmte sich gegen das Bett, sobald die Aufzugtüren aufgingen: „Ich bin so froh, dass wenigstens du bei Bewusstsein bist. Du würdest mir einen riesigen Gefallen tun, wenn du dich schonst, damit das auch so bleibt.“
„Was ist mit Cha’Ari? Ist sie nicht wach?“

Ihre Verletzungen waren schlimm, aber ich war nicht davon ausgegangen, dass die Ärzte die junge Frau in ein künstliches Koma legen mussten, oder sie das Bewusstsein von sich aus verlieren würde. Mit Schmerzmitteln und einer guten ersten Behandlung ihrer Wunden, dürften die Verbrennungen kein allzu schwerwiegendes Problem darstellen.

„Der Arzt hat ihr ein Schmerzmittel gegeben, das sie nicht vertragen hat. Das hat sie umgehauen“, antwortete Black mit zusammengezogenen Brauen: „Sie ist soweit in Ordnung, aber fürs erste schläft sie.“
„Und was ist mit Sebastian?“
„Oh, ja. Er ist auch wach, aber er hat gerade mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen.“
„Aldwyn?“
„Er ist auch wach.“ Ein schweres Seufzen kam über seine Lippen. „Aber die beiden sind nicht du. Ich brauche jetzt jemanden, mit dem ich so reden kann, wie mit dir. Dir muss ich nicht jedes kleinste Detail erklären, dir reichen grobe Abrisse und du kannst dir den Rest zusammenreimen. Du verstehst das, oder?“

Ich nickte.
Es war unglaublich ermüdend, normaldenkenden Wesen komplexe Themen beizubringen. Es sparte so viel Zeit, wenn der Gesprächspartner in der Lage war, sich einiges selbst zu erklären.

„Leg dich hin“, bat er und steuerte die Liege um eine Ecke.
„Weshalb? Ich habe keine Schmerzen und es ist schon unangenehm genug, dass du mich durch die Gegend schiebst. Dabei muss ich mir nicht noch die Blöße geben und liegen.“
„Leg dich hin, Ethan.“

Zähneknirschend folgte ich seinem Rat und schaffte mich wieder in eine liegende Position.
Ironischerweise bekam ich durch die von dem Arzt empfohlene Lage erneut Bauchschmerzen. Halb sitzend war es angenehmer aber mir fehlte die Muse um darüber eine Diskussion mit Black zu starten.
Ich konnte mich wieder aufrichten sobald er nicht hinsah.

„Wo genau bringst du mich eigentlich hin?“, fragte ich und konnte den gequälten Ton in meiner Stimme nicht gänzlich verstecken.
„Ich hab zwei Privatzimmer für uns organisiert. Ist es ok, wenn du dir einen Raum mit Takeru und Cad teilst?“
„Ich gehe nicht davon aus, dass die beiden auf ein normales Zimmer gebracht werden, wenn sie aus dem OP kommen. Aber wenn sich ihr Zustand bessert und es bis dahin für mich noch nötig sein sollte im Krankenhaus zu bleiben, ist es in Ordnung.“

„Ok“, flüsterte er und wurde still.
Zu still. Black wurde nie still und erst recht nicht auf diese Weise.

Ich verrenkte meinen Hals um ihn ansehen zu können.
Seine Mine war ausdruckslos, wie versteinert. Seine Fingerknöchel traten weiß hervor, so fest umklammerte er die Metallstange.
„Black“, sagte ich um ihn einmal mehr aus seinen Gedanken zu reißen.
Dieses ganze erst knapp 10 Minuten andauernde Gespräch mit ihm war ein einziges hin und her. Er lächelte, er wurde still, dann lächelte er wieder.

Er hat Angst. Das ist doch normal… Mach einfach so weiter wie bisher. Du machst das gut.
„Versink nicht zu tief in deinen Gedanken.“
Oh und… ähm… Es tut mir so leid, dass ich gerade keine Hilfe für dich bin… Ich kann es einfach nicht fassen. Ich verstehe einfach nicht, wie es so weit kommen konnte... Kommst du alleine klar?
„Du musst mit mir sprechen. Sonst kann ich nicht helfen.“
Ok, ich versuche es.

„Ok“, stimmte auch Black leise zu, ohne Ahnung davon zu haben, dass ich nicht nur mit ihm sprach: „Ja, ich weiß… Gib mir zwei Minuten.“
Er öffnete eine Tür und schob das Bett rückwärts in den Raum hinein.

Das Zimmer war groß.
Größer als das, in dem ich vorher war. Es konnte aber auch optische Täuschung sein. Der Raum war leer, bis auf eingebaute Schränke und einen kleinen Tisch.
Es gab keine weiteren Betten. Was auch nicht nötig sein sollte. Keiner von uns Verletzten würde zu Fuß in dieses Zimmer gebracht werden.
Leere Liegen in diesen Raum zu stellen war überflüssig.

„Ich mach kurz das Fenster auf“, sagte der Schwarzhaarige matt und stellte die Bremsen der Rollen fest, nachdem er mir den Platz an eben jenem Fenster zudachte.
Ich war erleichtert, als sich meine Lungen mit frischer Luft füllten und ich den Gestank aus meinem vorherigen Zimmer nun endlich erfolgreich verdrängen konnte.

Black blieb neben dem Fenster stehen und blickte nach draußen. Mehr als seinen Rücken und seine dunklen Locken konnte ich nicht mehr sehen, ich war mir allerdings sicher, dass er wieder auf seiner Lippe nagte.
Er hatte um einen Augenblick Zeit gebeten und den würde ich ihm geben.

Solang er versuchte seine Gedanken zu ordnen, damit ich es hinterher nicht ganz so schwer hatte, ihm zu folgen, bemühte ich mich zurück in eine Position, bei der ich nicht das Gefühl hatte, als würden Messerspitzen in meinem Magen stecken.
Keiner sagte etwas gegen mein Unternehmen.
Erst, als ich den Nachttisch mit ausklappbarer Tischplatte zu mir heranzog und die Rollen über den Boden quietschten, drehte sich Black wieder zu mir um und schaltete in den altbekannten besorgten Modus, den er in den letzten paar Minuten immer wieder an den Tag legte.
Wie ich sagte. Ein einziges hin und her zwischen Besorgnis und anfänglichem Wahnsinn.

„Sag doch was“, rügte er und schob den Tisch an das Bett: „Du musst ein bisschen auf dich aufpassen, sonst verletzt du dich noch schlimmer.“
„Lass uns anfangen“, überging ich ihn und öffnete die Schublade, auf der Suche nach etwas zum Schreiben: „Du wirst dich besser fühlen, wenn wir alles in eine vernünftige Ordnung gebracht haben.“
Er sah mich einen Moment lang an, lächelte müde und verschwand durch eine zweite Tür, die offenbar in eine Art Zwischenzimmer führte.

Das gibt es oft in großen Krankenhäusern. Zwei Zimmer werden mit einem kleinen Aufenthaltsraum verbunden. Für Gäste und etwas Privatsphäre bei Mehrbettzimmern.
Dann war auf der anderen Seite des Raums garantiert das Zimmer für die Frauen. Klever gelöst. Somit waren wir alle auf einem Fleck und nicht über mehrere Etagen verstreut.

Mit einem Stuhl in der einen und Papieren in der anderen Hand kam Black zurück.
„Hier“, sagte er und legte mir das Schreibmaterial hin.
Die Zettel waren bedruckt und der Bleistift abgestumpft. Er hatte sie aus einer Box mit irgendwelchen Spielen geklaut.

„Das wird genügen“, beschloss ich und drehte den kleinen Block um.
Die Rückseite war unbeschriftet und ausreichend, um Notizen zu erstellen.

Im Grunde genommen war es nicht nötig etwas aufzuschreiben. Ich konnte mir alles merken und musste auf solche Hilfsmittel nicht zurückgreifen.
Allerdings wirkte es auf Menschen generell beruhigend, wenn wichtige Daten notiert wurden. Ich wollte möglichst auf Black Rücksicht nehmen und auch auf sein Unterbewusstsein einwirken, um einen weiteren Gefühlsausbruch zu vermeiden.

„Was ist passiert?“, fragte ich.
Eine einfache Frage. Simpel gestellt.
Alles andere könnte Black unter Umständen überfordern.

Er setzte sich und nickte gedankenverloren, bevor er einen passenden Anfang fand.
Was grob auf dem Kampffeld passierte, wusste ich bereits. Ich war dort.
Dahingegen war mir neu, was zuvor passierte und anschließend im Krankenhaus.

Black berichtete, ich hörte zu und schrieb die gröbsten Stichpunkte nieder.
Seine Fassung besserte sich mit jedem Satz, den er von sich gab. Schnell konnte er sprechen und die Ereignisse schildern, als würde es dabei nicht um Personen gehen, die ihm am Herzen lagen.
Nahezu professionell und objektiv sprach er von den bekannten Verletzungen und den Problemen, die aus dem Kampf heute resultierten.

Am Ende hatte ich fünf Stichpunkte und eine einzige Frage, die mir blieb.
Aber der Reihe nach.
„Takeru und Cadoc befinden sich in Behandlung“, fasste ich zusammen: „Sebastian und Kiyoshi sind in Sicherheit, um Cha’Ari wird sich ebenfalls gekümmert und Kuro kümmert sich um das Schiff.“
Black nickte und somit war ich auf dem neuesten Stand.

„Es sind also alle von uns mehr oder weniger in einem stabilen Zustand und es besteht im Augenblick keine weitere Gefahr“, fuhr ich fort.
„Wenn man davon absieht, wie es um Takeru und Cad steht nicht, nein.“
„Es ist möglich, dass ich etwas übersehen habe, aber mir erschließt sich mit diesen Sachbeständen nicht, warum Lorelay ausgeflippt ist, um es mit deinen Worten auszudrücken. Es wäre nachvollziehbar, wenn sie sich Sorgen machen würde, aber warum wurde sie wütend? Und warum genau machst du dir solche enormen Sorgen? Du kannst im Moment nichts für die Verletzten tun, es vergeudet nur unnötige Energie, wenn du dich derartig in unwahrscheinlich eintretenden Vorstellungen verlierst.“

Black nahm einen tiefen Atemzug und lehnte sich auf dem schäbigen Stuhl zurück. Ich rechnete schon damit, dass seine ruhige Art nun wieder verflog und seine Geduld aufgebraucht war, aber er riss sich weiter zusammen.
„Das stimmt“, sagte er und fuhr sich durch die Locken: „Aber ich habe euch alle wirklich gerne. Es sind schon zu viele Menschen gestorben, die mir viel bedeutet haben. Ich halte es nicht mehr aus, meiner Familie und meinen Freunden beim Sterben zuzusehen.“
„Willst du darüber reden?“, fragte ich anstandshalber.
Im Moment gab es wichtigeres, als Blacks Vergangenheit.

„Nein, jetzt nicht. Es geht jetzt um Lory“, entschied er und überlegte kurz: „Was ich dir erzähle greift sehr in ihre Privatsphäre.“
„Du musst nicht ins Detail gehen. Es reicht, wenn ich mir ein Bild davon machen kann, was überhaupt los ist. Alles weitere kann mir Lorelay selbst anvertrauen, wenn es uns in der Sache weiterbringt und sie es möchte.“
Black wiegte seinen Kopf, nickte und summte leise.

Wieder einmal musste er darüber nachdenken, wo er anfangen konnte und wie viel er preisgeben wollte.
Mir war zwar bekannt, dass Lorelay nicht so unschuldig war, wie sie auf den ersten Blick aussah, jedoch konnte ich bis jetzt noch nichts näheres über ihre Person in Erfahrung bringen.
Bis heute hatten mir meine Einschätzungen und Analysen über die junge Frau vollkommen genügt. Ich war nicht enger als nötig mit ihr in Kontakt getreten und hielt mich aus den alltäglichen Situationen auf dem Schiff raus.

„Lory hat Ärger mit der Regierung“, sagte Black schließlich.
„Etwas mehr ins Detail solltest du schon gehen.“

Unwohl rutschte er auf seinem Stuhl herum.
Es war ersichtlich, dass ihm das, was er schildern wollte, nicht leicht über die Lippen kam.

„Du musst das wirklich für dich behalten“, bat er.
„Black“, erwiderte ich mit leichter Ungeduld in der Stimme: „Von allen Passagieren auf dem Schiff bist du der Einzige, mit dem ich mich länger als fünf Minuten am Tag unterhalte. Meine Konversationen beschränken sich auf das Nötigste. Was lässt dich annehmen, dass ich plötzlich in Redelaune gerate und einem der anderen von Lorelays fragwürdigen Aktivitäten aus früheren Tagen berichte?“
„… Ich mag es wie du redest. Hab ich dir das schon mal gesagt?“
„Bleiben wir beim Thema.“

„Schon gut“, lenkte er ein und gab mir endlich die Informationen die ich brauchte, um mir ein Bild der ganzen Problematik zu machen:
„Also, pass auf. Ähm… Lory war als Kind, oder Jugendliche, in einer Einheit der Cipherpol tätig. Sie hat sich das nicht ausgesucht und glaub mir, ich hab alles darum gegeben sie zurückzuholen, aber ich konnte sie nicht mehr finden. Sie ist erst Jahre später wieder aufgetaucht und praktisch gleich darauf wieder verschwunden. Das nächste Mal sah ich sie, als sie schwanger vor meiner Tür stand und darum gebeten hat, dass ich das Baby zu mir nehme, bis sie einige Dinge geklärt hat. Ich weiß ehrlich nicht was diese Dinge waren und was sie in der Zeit angestellt hat, bis sie den Kleinen wieder abgeholte, aber es resultierte darin, dass sie untertauchte und von der Regierung inoffiziell gesucht wird.“

„Inoffiziell?“, hakte ich nach.
„Ohne Steckbrief oder Kopfgeld. Ich hab nicht viel über diese Einheit in Erfahrung bringen können. Jahrelang hab ich es versucht und wollte zumindest herausfinden, wo Lory lebte wenn sie nicht bei mir war, aber diese ganze Einheit existiert angeblich nicht.“

Dann war es bestimmt die CP9. Die wird sowieso verheimlicht und ich denke nicht, dass die Regierung noch eine Einheit hat, die noch geheimer sein soll. Das wäre selbst für die ziemlich lasch.

„Jedenfalls“, fuhr Black fort: „Nimmt sie diese ganze Sache sehr ernst. Sie hat sich über Jahre versteckt gehalten und hat sich möglichst von der Regierung distanziert um ja nicht aufzufallen. Aber heute im Auktionshaus wurde sie von einer Teleschnecke gefilmt.“
„Und nun geht sie davon aus, dass die Regierung sie gesehen hat und auf dem Weg hierher ist“, beendete ich seine kurze aber ausreichende Erzählung.

Das ist… Mein Gott, was sie alles durchmachen musste… Überleg mal…

Es klang alles ein wenig konfus aber nicht unglaubwürdig.
Die Regierung hatte schon hinterhältigere Aktionen durchgezogen und es war durchaus denkbar, dass auch kleine Mädchen für ihre Zwecke missbraucht wurden.
Mir drängten sich einige Fragen und Vorstellungen auf, zu denen ich gerne eine Bestätigung gehabt hätte, aber dafür war später noch genug Zeit.

Wichtig war jetzt, dass wir alle ein großes Problem hatten, wenn die Regierung wirklich so darauf erpicht war, Lorelay zu finden.
„Wie schlimm ist es wirklich?“, wollte ich zum Abschluss noch wissen.
Ich brauchte noch eine objektive Meinung von Black, auch, wenn es um die Sicherheit seiner Schwester ging.
Lorelay war übervorsichtig, das war mir schon früher aufgefallen. Sie neigte dazu Kleinigkeiten schlimmer aussehen zu lassen, als sie waren. Wenn es sich hierbei um dasselbe Spiel handelte und ihre Panik und Angst bloß überzogen waren, konnten wir anders planen als bei einer wirklichen Gefahr.

„Ich weiß wie gesagt nicht genau was sie angestellt hat“, sagte Black und verzog das Gesicht: „Ich weiß nur, dass mit dieser ganzen Sache nicht zu spaßen ist. Es ist ernst. Auch, wenn die Öffentlichkeit nichts davon mitbekommen hat und es keine weiteren Informationen zu ihrer Einheit gibt. Ich denke sogar, dass es das noch schlimmer macht.“
„Damit könntest du recht haben. Also gut. Wir gehen ab jetzt von einer akuten Gefahrensituation aus, die uns alle betrifft.“

Ich nahm mir ein neues Blatt und wollte gerade dazu ansetzten Sicherheitsmaßnahmen und zu bedenkende Situationen aufzuschreiben, als mir ein Gedanke schrill und laut durch den Kopf schoss.

Frag, was mit dem Baby ist. Sie hat Kaito, das wissen wir. Aber er ist zu klein. Das Baby muss jetzt schon viel älter sein, als er.
Das war unwichtig.
Frag es! Ich hab keine Ruhe damit.
„Was ist mit dem Kind passiert?“

„Sie hat ihn dagelassen“, war die Antwort.

… Was?
Ich legte den Stift hin.
Was hat er gesagt? Das kann nicht wahr sein.

Mit dieser Aussage passte alles nicht mehr zusammen.

Die Bedrohung, die von dieser Einheit und der Regierung ausging, konnte nicht so gravierend sein, wenn eine Mutter ihr Baby zurückließ und es nicht in Sicherheit brachte. Es war also alles nur halb so schlimm.

Wie ärgerlich.
Black war doch nichts weiter als ein normalfühlender Mensch, der sich von unbegründeter Angst und Hektik mitreißen ließ. Er konnte Sachverhalte und Gefühle nicht auseinanderhalten.
Das war enttäuschend. Ich hatte Hoffnungen in ihn gesetzt. Sonst war er nämlich ein ausgesprochen kluger Mann.

Ich wollte die Sache beenden und ihm sagen, dass er kein Drama veranstalten sollte, als er die Hand hob und den Kopf schüttelte.
„Ich weiß, was du jetzt denkst“, meinte er und sah plötzlich noch gebeutelter aus, als ohnehin schon: „Es kann nicht so schlimm sein, wenn sie ihr Baby zurücklässt.“
„Richtig.“
Er war eine Ausgeburt an verschwendeter Hirnkapazität. So eine Schande. Wenn er nur ein bisschen—

„Der Vater hat dafür gesorgt, dass der Kleine… untauglich ist und nicht von der Regierung geholt wird. Nur deswegen ist sie ohne ihn gegangen. Weil sie wusste, dass sie nichts mit ihm anfangen können und ihn in Ruhe lassen.“
„Was genau bedeutet untauglich?“

Black zögerte mit der Wahrheit.
Doch als er sie herausbekam sich seine Stimme so anhörte, als würde er gleich anfangen zu heulen und plötzlich komplette Stille in meinem Kopf herrschte, verstand ich die Panik und die Angst.
Es brach wie ein Wasserfall aus ihm heraus. Nicht nur die Sache mit dem Kind.
Nachdem er einmal damit anfing genauer zu schildern, konnte er alles andere auch nicht mehr für sich behalten.

Ich begriff die ausgehende Gefahr, konnte die Sorge der Geschwister nachvollziehen und begriff, warum Black nicht fähig war, seine Gedanken in dieser Situation beisammenzuhalten.

Es war nicht nur die Besorgnis um Takeru und Cadoc, die ihn belastete. Erinnerungen kamen hoch und er fürchtete sich davor, dass sich Lorelays Reaktionen wiederholen könnten.

Es fügte sich alles wie die Ränder eines Puzzles zusammen.
Auch ohne Details zu kennen konnte ich einschätzen, in welcher Situation sich die junge Frau tatsächlich befand, nur durch ihr Auftauchen.

Black lehnte sich mit über meine Notizen, stumm nickend und leise summend, während ich den Part des Redenden übernahm und schilderte, an was wir jetzt denken mussten.

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Ach Gott.
Es tut mir leid. Schon wieder Donnerstag.
Und entschuldigt bitte seltsame Sätze/ Fehler/ alles andere. Ich habe mich ein wenig beeilt.

Ich versuche übers Wochenende liegengebliebenes aufzuholen und ein bisschen vorzuproduzieren, damit das nicht mehr so oft passiert.

Ich war so froh über die neue Arbeitsstelle und freue mich auch weiterhin, dass ich mein eigenes Geld verdienen kann, aber rückblickend ärgere ich mich ein wenig, dass ich diese Stelle angenommen habe.
Und ich bin erst seit zwei Wochen da, also wow.

Nun gut, ich schreib mal zügig weiter.
Das Kapitel habe ich jetzt schon rausgehauen, aber das für die andere Geschichte muss ich jetzt erst noch schreiben.

Also bis nächste Woche.
Hoffentlich an einem Dienstag.

LG
Oni, die gestern beim Friseur war und jetzt aussieht wie Cousin Ed, der einen fürchterlichen Unfall hatte. (Was war so schwer daran zu verstehen, dass ich mir die Haare noch zusammenbinden können muss? Warum habe ich jetzt eine Art Pony, das mir konstant in die Augen fusselt und zu kurze Haare um sie mir zusammenzubinden?
Und warum um Gottes Willen musste das überhaupt so kurz geschnitten werden, wenn die Alte doch schon vorher gesehen hat, dass sich meine Haare wellen? Dachte die echt, das wird besser, wenn sie alles abschneidet? Well, surprise, ES IST SCHLIMMER GEWORDEN!
Meine Haare stehen ab! Ich sehe aus wie Lory! Und mir steht das nicht! Das sieht aus, als hätte ein kleines Kind zur Schere gegriffen! (Was übrigens genau die Story ist, wie Lorys Frisur entstand. Kaito hat sich als Hairstylist versucht, als sie auf dem Sofa schlief.) Warum Gott, warum?!)
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