Mein Licht in dunkler Nacht

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Dr. Christopher Duncan Turk Dr. Elliot Reid Dr. John Michael "J.D." Dorian Dr. Percival Ulysses "Perry" Cox Jordan Sullivan Schwester Carla Espinosa
20.01.2019
02.09.2019
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39.982
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20.01.2019 2.835
 
Hallo liebe Leser,
ich hab keine Ahnung, ob das hier überhaupt jemand lesen wird. Scrubs ist ja bereits seit einigen Jahren nicht mehr aktuell. Ich schaue die Serie allerdings immer wieder gerne an, genauso wie früher. Die Idee für diese Story hab ich seit Ewigkeiten, normalerweise schreib ich Harry Potter FFs , aber ich musste jetzt Zwischendurch mal was anderes schreiben. Sollte es keiner lesen, dann mach ich es einfach für mich :-D

Änderungen zur Originalserie:
- Jordan und Perry sind kein Paar mehr, Jack gibt es nicht
- Elliot ist noch mit Sean zusammen
- Turks und Carlas Tochter Isabella ist bereits auf der Welt
- J.D. lebt alleine und war nie mit Elliot zusammen

Ansonsten viel Spaß beim Lesen!

PS.: Ich weiß noch nicht wie regelmäßig ich hier update, allgemein wird die Story aber nich so lang werden.



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»Also?« Der Mann mit der schwarz geränderten Brille sah zu dem Mann, der vor ihm auf der Couch saß.
»Also, was?«, gab dieser die Frage zurück.
»Nun Sie waren seit 4 Jahren nicht mehr bei mir und nun sitzen Sie hier und sagen nichts.«
»Mhmm...«, knurrte der Mann auf der Couch.
»Wissen Sie Perry, ich bekomme mein Geld so oder so. Ich kann Ihnen gerne beim Sitzen und mit den Zähnen knirschen zusehen, aber ich denke nicht, dass das Ihre Probleme löst.« Der Psychologe rückte seine Brille zurecht.
»Ich habe keine Probleme!«, sagte Perry Cox schnell.
»Nicht? Dann sind Sie also nur hier, weil meine Couch so bequem ist?«
»Na schön Seelenklempner, vielleicht hab ich ein Problem«, Perry seufzte.
»I-ich kann nicht schlafen...«, sagte er dann.
»Seit wann?« Perry stöhnte, vergrub das Gesicht in den Händen und nach einer gefühlten Ewigkeit sagte er:
»Seit... ach verdammt, seit er nicht mehr neben mir liegt...«

Rückblick 3 Monate zuvor

»Flachzange, antanzen!«, rief Perry Cox durch den Flur des Krankenhauses. J.D. stand an der Schwesternstation und war in ein Gespräch mit Carla vertieft und so reagierte er auf den Ruf seines Oberarztes nicht.
»Sag mal Anabel, ich störe Dich wirklich ungern bei Deinem Kaffeekränzchen und Gott weiß, wir wissen beide, wie sehr Du diese kleinen Zusammenkünfte unter Mädchen genießt, aber ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du Deine Aufmerksamkeit nun mir schenken würdest«, sagte der Arzt und baute sich vor dem Dunkelhaarigen auf.
»Ähm tut mir leid Dr. Cox, aber das Finale von Gilmore Girls war sooo schön. Carla und ich haben den ganzen Abend geweint...« Verträumt sah J.D. zu Carla, die lächelnd nickte.
»Okay herhören Gänseblümchen!«, Cox schnippte mit den Fingern vor J.D.s. Gesicht.
»Es ist mir sohohohowas von egal, was Ihr Mädels abends auf der Couch macht, dafür ist es mir aber nicht egal, wenn meine Patienten mir den Feierabend zu vermiesen, in dem sie permanent versuchen abzukratzen, also frage ich Dich, hast Du...«
»Die Kaliumwerte von Mr. Andrews gecheckt, den Zugang bei Mrs. Maloy kontrolliert, die Laborwerte von Mr. Dakamo abgeholt und Mr. Samuel einen Katheter gelegt? Die Antworten sind: Ja, alles im grünen Bereich, ja und noch mal neu gemacht, die neuen Assistenten können es einfach nicht. Ja abgeholt, kontrolliert und Behandlung begonnen und hab ich und er meinte, ich hätte sehr zarte Hände. War sonst noch was?« Wollte der dunkelhaarige Arzt herausfordernd wissen. Perry Cox schnaufte, rieb sich die Nase und knurrte.
»Dünnes Eis Flachzange, sehr dünnes Eis!«, sagte er und verschwand um die nächste Ecke.
»Hey Bambi lass das lieber. Er hat schlechtere Laune als sonst, nicht das er Dich irgendwo verscharrt, da wäre ich echt traurig«, sagte Carla lächelnd.
»Ach was. Der tut nur so«, sagte J.D. grinsend und griff nach der Akte, die er auf dem Tresen abgelegt hatte.
Das Telefon am Tresen klingelte und Carla nahm ab.
»Ja, ja Moment, ja er ist hier. Einen Augenblick bitte«, sagte die Dunkelhaarige und reichte J.D. das schnurlose Telefon. Irritiert griff der junge Arzt danach.
»Dorian...«, sagt er und trat etwas vom Tresen weg, die Akte noch immer unter den Arm geklemmt. Carla sah deutlich, dass irgendetwas passiert sein musste. J.D. war plötzlich blass und atmete schwer. Er sagte kaum etwas. Meistens nur »ja« oder »verstehe«. Irgendwann legte er auf und reichte der Puertoricanerin das Telefon.
»Bambi was ist passiert? Du siehst aus, als hättest Du einen Geist gesehen.« Besorgt trat Carla hinter dem Tresen vor und legte J.D. eine Hand auf den Unterarm. Der Arzt reagierte nicht, starrte nur abwesend in die Ferne.
»Sarah übernimm mal für mich«, sagte die Dunkelhaarige schnell zu einer anderen Schwester und zog J.D. mit sich in einen der Bereitschaftsräume. Sie schloss die Tür ab und drückte ihn auf eines der Betten.
»Komm schon J.D., was ist passiert? Sprich mit mir!« Carla hockte sich vor den Arzt und sah ihm in die glasigen Augen.
»E-er ist tot...«, war alles, was J.D. sagte.
»Wer ist tot Bambi? Komm red schon, Du machst mir langsam Angst.«
»Dan, e-er hatte einen Autounfall, schon vor Wochen. S-sie haben erst jetzt herausgefunden, dass er noch einen Bruder hatte und mich kontaktiert. Er ist schon beerdigt, nur die Wohnung soll ich noch auflösen.« J.D. sah Carla nun in die Augen.
»Ich bin jetzt ganz allein...« Carla kämpfte mit den Tränen und nahm J.D. in den Arm.
»Du bist nicht allein Bambi, Du hast uns. Komm, ich sage Dr. Cox Bescheid und Du gehst nach Hause. Ich schicke Turk zu Dir, okay?« Schnell schüttelte der Dunkelhaarige den Kopf.
»N-nein sag Dr. Cox auf keinen Fall etwas. Er hält mich eh schon für ein Weichei. Sag, ich bin krank, das glaubt er schon. I-ich danke Dir Carla. Ich muss nach New York und mich um die Wohnung von Dan kümmern. Ich melde mich ein paar Tage krank, das sollte schnell gehen. Ich...ich muss gehen...« Wie in Trance stand J.D. vom Bett auf und stand schon an der Tür, aber Carla hielt ihn auf.
»J.D., Du solltest jetzt nicht alleine sein«, sagte sie sanft. Der Arzt drehte sich zu ihr und lächelte.
»Alles gut Carla. Ich komm klar. Dan und ich wir hatten nie ein sehr enges Verhältnis...i-ich schaff das schon«, sagte er und gab Carla einen Kuss auf die Wange, dann verschwand er aus der Tür.

Carla lief zurück zur Schwesternstation. Sie spürte, wie sie zitterte. Ihr war klar, dass J.D. unter Schock stand und eigentlich dringend Hilfe bräuchte. Gedankenverloren starrte sie auf den Computerbildschirm vor sich.
»Carla? Carla ? Erde an Carla!« Die Puertoricanerin sah auf.
»Oh Dr. Cox was wollen Sie?«, fragte sie leicht abwesend.
»Carla ich weiß ja, das Gilmore Girls Finale hängt ihnen noch nach, aber hätten sie die Güte mir zu sagen, wo ich meine reizende Assistentin Gloria finde?«, sagte der Oberarzt sarkastisch. Kurz überlegte Carla, sollte sie ihm nicht doch alles sagen? Aber sie hatte es versprochen.
»Bambi ist krank, ich hab ihn nach Hause geschickt. Er...er wird sicher ein paar Tage ausfallen«, log sie und wendete sich wieder dem Computer zu. Perry verengte die Augen zu Schlitzen und verschränkte die Arme vor der Brust.
»Also ich glaube ja gerne, dass er spontan seine Tage bekommen hat, aber so richtig überzeugend sind Sie nicht Carla. Also die Wahrheit bitte!«
»Das war die Wahrheit Perry! Und nun muss ich weiterarbeiten«, sagte sie und beachtete den gelockten Arzt nicht weiter. Perry Cox schnaubte und stürmte davon. Carry konnte sich frisch machen, wenn er wieder da war.

Die Wochen vergingen und J.D. war tatsächlich nur vier Tage später wieder arbeiten gekommen. Er tat so, als sei alles in Ordnung, aber Turk, Carla und Elliot wussten, dass es anders war. Ihr Freund wurde immer dünner, seine Augenringe immer dunkler. Er zog sich zurück, nahm kaum noch an Gesprächen teil und es wurde immer schwerer, ihn zum Weggehen zu überreden. Nur vor Dr. Cox schaffte er es, eine Art Fassade aufrechtzuerhalten. Doch auch dem Oberarzt fiel auf, das J.D. alles andere als okay war.

»Sag mal Diana, ist das irgendeine neue Diät aus Deinen diversen Frauenzeitschriften?«, fragte Perry, als er zusammen mit J.D., Turk und Carla in der Cafeteria saß und sah zu dem jungen Arzt, der wieder mal nur einen Apfel aß. Cox dem es eigentlich immer zuwider gewesen war, mit J.D. die Mittagspause zu verbringen, hatte er es sich doch in letzter Zeit angewöhnt. Irgendwie war J.D. in den letzten Wochen weniger nervig, weniger penetrant gewesen. Seltsamerweise genoss Perry sogar hin und wieder die Gesellschaft des Jüngeren.
»Ähm...was meinen Sie?«, wollte dieser nun wissen.
»Ich meine, Deine seltsame Angewohnheit, nur noch Äpfel zu essen, statt etwas Richtigem.«
»I-ich also, ich mag Äpfel einfach und ich esse etwas Richtiges, eben nur zu Hause und außerdem will ich ein paar Kilo verlieren«, verteidigte sich J.D.. Turk hustete heftig.
»Wie bitte? Alter, Du siehst aus wie Mr. Marks in Zimmer 8 und der liegt seit 3 Jahren im Koma. Wo willst Du denn noch abnehmen?«
»Da muss ich Deiner Ehefrau recht geben. Keine Angst Felicitas, das Abendkleid passt jetzt mit Sicherheit!«, sage Cox und biss in sein Sandwich.
»Lasst Bambi in Ruhe!«, sagte Carla streng. »Wie wäre es, wenn wir heute Abend alle in die Bar gehen? Wir haben das lange nicht gemacht«, schlug die Schwester vor.
»Äh ich weiß nicht Carla, ich...«, sagte J.D..
»Nein kein ich weiß nicht. Du kommst mit und Sie auch!«, sagte Carla nun an Dr. Cox gewandt. Dieser zuckte nur mit den Schultern.
»Meinetwegen«, sagte er und sah zu J.D..
»Na schön, wenn es sein muss«, sagte dieser nun.
»Sehr schön. Ich sag noch Elliot und Sean Bescheid. Das wird lustig.«

Als J.D. am Abend die Bar betrat, kam ihm Carla bereits entgegen. Sie zog ihn zu einem Tisch in der Ecke. Turk, Elliot und Sean saßen bereits.
»Hey Leute!«, sagte J.D. und setzte sich dazu.
»Also was willst Du trinken?«, wollte Carla wissen.
»Ähm ne Cola vielleicht?«
»Cola? Alter, ich dachte, wie haben Spaß?«, empörte sich Turk.
»Na schön, dann ein Bier...«, sagte J.D..
»Brave Flachzange!«, kam es nun aus Richtung Bar. Perry Cox hatte zwei Biergläser in der Hand, setzte sich zu der Gruppe und stellte das Glas vor J.D. ab.
»Ja, ähm danke«, sagte der junge Arzt und nippte am Schaum. Cox verdrehte die Augen.
»Ich bitte Dich Diana, sei mal ein Mann und trink auch wie einer.«
Schnell setzte J.D. das Glas richtig an und trank, es halb leer.
»Ähm also Dr. Cox was bringt sie dazu, heute Abend mit uns hier zu sitzen...«, wechselte Elliot schnell das Thema.
»Bild Dir nichts ein, Barbie. Der Teufel, der sich meine Ex-Frau nennt, ist in der Stadt und ich versuche ihr aus dem Weg zu gehen. Ich glaube kaum, dass ich das sage, aber Eure Gesellschaft ist mir da wesentlich lieber. Oh Gott, ich glaube, ich musste gerade aufstoßen.«

Der Abend verging. Perry musste zugeben, dass er es sogar etwas genoss. Jordan nervte ihn einfach und seit sie vor ein paar Tagen in die Stadt gekommen war, hatte er hauptsächlich versucht, sie zu meiden. Sie waren auf eine seltsame Art und Weise noch befreundet, aber meistens stritten sie sich. Jordan wusste Dinge von Perry, die niemand sonst wusste und viel zu oft erinnerte sie ihn daran.
An diesem Abend wanderte sein Blick immer wieder zu J.D.. Dieser lachte und unterhielt sich, aber irgendwas war anders an ihm. Cox konnte es nicht beschreiben, nicht wirklich erfassen, aber der Junge wirkte traurig, selbst wenn er lachte. Nachdem er vor einigen Wochen krank gewesen war, war alles etwas anders. Cox war sich bewusst, dass Carla ihn damals belogen hatte, aber Flachzange interessierte ihn einfach zu wenig, um genauer nachzubohren.

»Wir sollten langsam los. Unser Babysitter wartet sicher«, sagte Carla irgendwann und zog Turk auf die Beine.
»Ja, wir sollten auch gehen. Ich muss morgen Mittag arbeiten und Sean auch«, schloss Elliot sich an.
»Was ist mit Dir Bambi, sollen wir Dich mitnehmen?«, fragend sah Carla zu J.D.. Dieser schüttelte schnell den Kopf.
»Nein, alles gut Carla ich nehme den Bus«, sagte er und trank den letzten Schluck seines Bieres, dass er noch vom Anfang des Abends hatte.
»Ähm...na schön wie Du willst. Wir sehen uns morgen Abend zur Nachtschicht. Mach's gut. Gute Nacht Dr. Cox«, sagte Carla. Sie und Turk hoben zum Abschied den Arm, ehe sie mit Elliot und Sean die Bar verließen.
»Also Mary, Dir ist schon klar, dass um diese Zeit kein Bus mehr fährt!«, sagte Perry und trank nun auch sein Bier aus. J.D. zuckte mit den Schultern.
»Ich hab es nicht weit. Frische Luft tut mir gut«, sagte er und legte fünf Dollar auf den Tisch und griff nach seiner Jacke.
»Bei Gott komm schon, ich fahr Dich es liegt eh auf meinem Weg«, sagte Cox und griff nun ebenfalls nach seiner Jacke.
»Wirklich nicht nötig Dr. Cox, wenn ich das gewollt hätte, dann wäre ich bei Carla und Turk mitgefahren.«
»Hör mal zu Adele, ich mache das sicher nicht, weil ich Dich mag oder mich verpflichtet fühle. Ich mache das, weil wenn Du, heute Nacht von bösen Männern angesprochen wirst, mich Dein Mama Carla einen Kopf kürzer macht und nun komm gefälligst«, sagte Perry in einem Ton, der keinen Widerspruch zuließ.
Der Oberarzt lief aus der Bar hinaus in die kühle Herbstluft. J.D. folgte, wenn auch mit Unbehagen. Perrys Porsche stand auf der anderen Straßenseite. Als der Blonde die Tür öffnete, hielt er den jungen Arzt zurück.
»Okay ein paar Regeln für die Mitfahrt. Nichts anfassen, nicht plappern und kein ‚oh sind das schöne Ledersitze‘, verstanden?«
»Sicher doch...«, sagte J.D. und stieg ein. Im Auto roch es nach Dr. Cox. Eine Mischung aus Aftershave und Leder. Der junge Arzt mochte den Geruch, weil er so vertraut war und das schon seit vier Jahren. Trotz allem graute ihm vor der Fahrt und er musste sich schnell etwas einfallen lassen.

Verstohlen warf Cox, seinem Assistenzarzt einige Blicke zu. Dieser schien nervös zu sein. Unablässig knetete er seine Hände und Perry wusste, dass er das nur tat, wenn er sich unwohl fühlte. Der Oberarzt bog um eine weitere Straßenecke.
»Halten Sie ruhig hier! Ich laufe das letzte Stück«, sagte J.D. schnell und wies auf den Straßenrand.
»Wenn Du meinst«, sagte Perry und hielt.
»Ähm...also dann danke und bis morgen...äh heute Abend«, sagte J.D. und stieg aus dem Wagen. Schnell lief er die Straße hinunter. Cox beobachtete den Dunkelhaarigen, sein Wohnhaus lag nur noch 200 Meter entfernt. Kopfschüttelnd drehte der Oberarzt den Wagen und sah ein letztes Mal in den Rückspiegel. Er stockte. J.D. ging nicht ins Haus, sondern lief daran vorbei und bog um eine Ecke.
»Was soll das Molly?«, sagte Perry zu sich und wendete den Wagen wieder. Er stellte den Porsche am Fahrbandrand ab und sprintet hinter J.D. her. Als er ihn wieder sah, verlangsamte er seine Schritte, schlug den Kragen seiner Jacke hoch und folgte ihm in einigem Abstand. Der junge Arzt lief noch um zwei weitere Ecken, ehe er vor einem Wohnhaus stehen blieb und offenbar klingelte. Cox verbarg sich hinter einem Transporter, der an der Straße abgestellt war. Nach kurzem Warten betrat J.D. das Haus und Cox ging nun ebenfalls darauf zu. An der altmodischen Holztür war ein Messingschild angebracht. »Städtisches Obdachlosenasyl« war darauf zu lesen.
Verwirrt schüttelte Perry den Kopf. Was wollte Flachzange nur hier? Hatte er etwa noch einen Nebenjob angenommen? Aber warum erzählte er das dann nicht?

J.D. drückte die Tür auf, sobald der Summer ertönte. Die altmodische Eingangshalle des Asyls erinnerte ihn immer etwas an die alten Hotelfilme der 40er Jahre. Hinter einem Empfangstresen saß eine ältere Frau, die freundlich lächelte, als sie den jungen Arzt erblickte.
»Hallo Johnny, Du bist spät heute«, sagte sie mit einem gequälten Gesichtsausdruck.
»Hallo Sandra, ja es tut mir leid, ich hatte einen wichtigen Termin. Betten sind wohl alle voll?!«
»Tut mir leid Kleiner, aber Du kannst gerne auf der Couch da schlafen«, sie wies auf die ältere Ledercouch, die zu einer Sitzecke gehörte.
»Danke, das ist nett besser als der Waschsalon«, sagte J.D. und setzte sich auf das Sofa.
»Hast Du hunger?«, fragend sah die Dame ihn an.
»Ne lass mal alles gut«, sagte der Dunkelhaarige und winkte ab. Im selben Moment klingelte es wieder.
»Na wer kann das jetzt noch sein?«, sagte Sandra und wand sich dem Monitor zu, welcher das Kamerabild von der Eingangstür zeigte.
»Mhm...der sieht nicht wie ein Obdachloser aus. Na ja aber Du ja auch nicht wirklich«, sagte die Grauhaarige und lachte. Sie drückte auf eine Taste.
»Okay, also bevor ich Dich reinlasse, ein paar Regeln. Hände aus den Taschen, keine Drogen, kein Alkohol, keine Waffen und ich sehe harmlos aus, aber ich leg Dich schneller auf die Matte, als Du denkst. Alles klar?«
»Alles klar«, kam es etwas verrauscht von der anderen Seite und J.D. erstarrte.
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