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Wundersame Erlebnisse aus dem Leben des Eddy Spenser

von - Leela -
Kurzbeschreibung
SammlungAbenteuer / P12 / Gen
Eddie Jake Jessica OC (Own Character) Prime Evil Tracy
20.01.2019
01.01.2021
100
261.220
9
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.06.2020 826
 
Anm. d. Aut.: Dieses Kapitel wurde für die »Wochen-Challenge« von Sira-la geschrieben. Die Vorgaben sind zur Vermeidung von Spoilern wie immer am Ende des Kapitels.
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Nicht nur im Job und im Privaten allgemein erlebt Eddy hin und wieder kuriose Dinge. Manchmal sind es auch seine eigenen Freunde, welche die erstaunlichsten Situationen produzieren. Eine solche Geschichte hat er für uns heute im Gepäck. Viel Vergnügen bei:

Das Gorill’sche Eigentor

Tracy ist Perfektionist in allem. Und wie gut unser guter Gorilla darin ist zu übertreiben, das bewies er uns an seinem letzten Geburtstag!
      Zur Erklärung vorneweg: Unsere Firma ist mittlerweile hinreichend bekannt und hat einen guten Ruf, und so kam Tracy auf die Idee, seinen Geburtstag mit einer kleinen Charity-Veranstaltung zu kombinieren. Eine Idee, die Jake und ich gut fanden. Die Party sollte in unserem Garten stattfinden, mit einem Buffet in unserem Büro, einem Trödelmarkt und Spielen, deren Erlös für einen guten Zweck - nämlich das neueröffnete Heim für herrenlose Geister - gespendet werden sollte. An unserer Eingangspforte hatte er einen kleinen Schalter errichtet, an dem alle Gäste, welche sich an der Veranstaltung beteiligen wollten, den Eintritt bezahlen konnten. Und damit fingen die Probleme für uns an!
      Tracy hatte mich und Jake noch einmal losgeschickt, um Bananen zu kaufen. Blöd wie wir waren, ließen wir uns darauf ein, obwohl wir sicher waren, daß noch genug Bananen im Haus waren. Aber es war Tracys Geburtstag. Wie konnten wir da Nein sagen, wenn wir darum gebeten wurden? Da wußten wir noch nicht, was kurze Zeit später auf uns zukommen würde.
      Als wir zurück kamen, war die Party bereits eröffnet. Es störte Jake und mich nicht, daß wir nicht dabei gewesen waren. Wir hatten bereits vermutet, daß die Zeit nicht reichen würde, wenn wir noch die Bananen kaufen mußten. Als er aber, als wir auf unser eigenes Grundstück zurückkehrten, von uns auch Eintritt verlangte, platzte uns die Hutschnur.
      Zuerst dachten wir, es wäre ein Witz und lachten herzlich über den Gorillahumor. Tracy lachte nicht, und schon bald wurde uns klar, daß er es ernst meinte; spätestens als uns ein konsequenter Gorillagriff daran hinderte, daß Tor zu passieren.
      Ab da entbrannte ein erbitterter Kampf. Zuerst versuchten wir, es auszudiskutieren. Aber alle guten Argumente, wie beispielsweise, daß wir dort wohnten, daß wir Helfer auf der Party waren und daß wir doch Freunde waren, prallten wirkungslos am braunen Fell unseres Kameraden ab. Ich fuhr irgendwann erbost auf und sagte ihm, das könne er vergessen, ich würde keinen Eintritt in mein eigenes Haus bezahlen, und Jake wollte die gerade mitgebrachten Bananen als Eintritt einsetzen – beides entlockte Tracy nur ein müdes Schmunzeln. Und uns brachte das gar nichts.
      Als nächste Instanz versuchten wir, anders in unser Zuhause zu kommen. Doch als wir hinten über den Gartenzaun stiegen, packten uns zwei Gorillaarme schneller, als wir schalten konnten. Dieser Affe schien überall zu sein! Wir probierten drei Anläufe, teilten uns bei den nächsten beiden Versuchen vorher auf – es nützte nichts. Wir fanden uns umgehend auf der Straße wieder, mit dem Hinweis, daß wir erst auf das Gelände kamen, wenn wir den Eintritt entrichtet hatten.
      Es ist nicht so, daß wir Tracy nicht gerne unterstützt hätten. Wir waren auch nicht abgeneigt, unseren Beitrag zu der Charity-Veranstaltung zu leisten, und wir wollten auch nicht päpstlicher sein als der Papst. Was uns allerdings störte, war die militante Art, wie er mit seinen Freunden, Partnern und Mitbewohner umging, nicht zuletzt diejenigen, die sich selbstverständlich freiwillig dazu bereit erklärt hatten, bei der Organisation der Party zu helfen. Wir waren nicht einmal abgeneigt zu glauben, daß er uns extra Bananen kaufen geschickt hatte, um uns anschließend in diese fast schon verbrecherische Falle zu locken. Und das ließen wir nicht mit uns machen! Wenn wir halfen, dann aus freien Stücken, aber nicht durch dieses erzwungene Eintrittsgeld!
      Als wir das noch einmal auf den Tisch gebracht hatten, und nur ein stures „Regeln sind Regeln!“ zurück bekommen hatten, gaben Jake und ich auf. Okay. Der Gorilla wollte auf Gedeih und Verderb Eintrittsgeld von uns für seine Geburtstagsparty? Wir konnten den Abend auch anders verbringen!
      Wir entschieden uns für Bowling, einen Film im Kino, bei dem wir traditionell Nachos essen und Cola trinken konnten, und anschließend ein gutes Essen in unserem Lieblingslokal, und hatten sehr viel Spaß.
      Tracy dürfte inzwischen gemerkt haben, daß niemand das Buffet beaufsichtigte und das Glücksrad betreute…


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Die Vorgabe für Kalenderwoche 25 war (von -Leela- mit Ergänzungen von Sira-la):
      Baue jedes Wort aus dem Satz »Gäste, die trinken, um zu vergessen, werden gebeten, vorher zu bezahlen.« in die Geschichte ein, aber so, daß keine der Wörter direkt aufeinander folgen.
      Zusatzherausforderung:
      Bis auf die Wörter "die, um, zu, werden" darf keines der Wörter mehr als zweimal verwendet werden.
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