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Der Zeit entgegen gehen

von Meyrin
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
20.01.2019
01.09.2019
15
9.277
3
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12.02.2019 832
 
Reges Treiben herrscht im Schloss. Überall wird für die morgige bevorstehende Krönung vorbereitet, was Rudolf nur erneut seufzen lässt.
Den ganzen Tag sitzt er schon im Büro und arbeitet an Plänen die Stadt zu verbessern, welche er schon zuvor entworfen hatte.
Bei jedem Vorschlag dem er dem Rat unterbreitete, sprachen sie direkt dagegen bis er einfach seine Stellung benutzte um sie durchzusetzen.
Müde lässt er sich im Stuhl zurücksinken.

„So schlimm ?“ fragt ihn sein Freund, welcher nun direkt vor ihm gegen die Tischplatte lehnt.
„Noch viel schlimmer.“ Leise lacht der Tod, während Rudolf ihn umarmt und sein Kopf in dessen Bauch vergräbt.

„Bei jedem Vorschlag musste ich mit Ihnen mindestens 15 Minuten diskutieren, weil sie alle die alten Weisen beibehalten wollen und die Rechnungen sind eine reine Katastrophe! Es wird zu viel Geld für Bälle ausgegeben und Mutter gibt auch sehr viel aus. Ersteres kann ich ja jetzt verbessern, doch das Gespräch mit Mutter wird anstrengend.“ erzählt er ihm, während der Tod ihn aufmerksam zuhörend durchs Haar streicht.

„Fürchtest du dich vor ihr ?“
„Nein. Doch obwohl sie nie für mich da war ist sie immer noch meine Mutter. Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll. Habe Angst gegen sie zu verlieren.“
Sanft drückt der Tod seinen Kinn nach oben. „Du solltest nicht immer so wenig von dir denken. Du bist stark. Du kannst das und ich habe dir ja auch versprochen, dass ich da bin wenn du mich brauchst, also bist du auch nicht allein.“ versucht der Tod ihm Mut zu machen und Rudolf schenkt ihm ein kleines Lächeln.

„Ich habe schon nach ihr schicken lassen.“ „Ich weiß.“ „Wenn sie dich sieht wird sie etwas ahnen und sie könnte-"
Ein Finger auf seinen Lippen unterbricht Rudolf.
„Sie kann garnichts. Dies ist eine Prüfung von vielen. Außerdem ist wichtig was du willst und das du diese Beziehung möchtest und nicht wie andere darüber denken. Mach dir nicht immer so viele Gedanken.“ Sanft stupst er seine Nase als es schon an der Tür klopft.

Rudolf stellt sich gerade Borden Schreibtisch und der Tod hinter ihm. Gespannt was passieren wird.

„Herein.“ Die Tür öffnet sich und Sissi kommt in einem enganliegendem Kleid und aufwendiger Frisur herein. Sie stockt nur kurz als sie ihn erblickt, bevor die wieder kalt und distansiert ihren Sohn ansieht.
„Du hast mich rufen lassen ?“
„Ja. Ich möchte etwas mit dir besprechen. Wann wirst du weiterreisen ?“ fragt Rudolf sie mit ruhiger Stimme.
„Dem Tag nach deiner Krönung. Ich werde nach England fahren. Ich bin schließlich nicht verpflichtet hierzubleiben.“ erwidert sie ohne jegliche Emotion. Rudolf nickt.
„Das hatte ich erwartet, wenn auch nicht so früh. Jedoch solltest du vorher wissen, dass du auf vieles wirst verzichten müssen. Ich habe mir die Rechnungen angeschaut, weil ich mich gefragt habe, wo so viel Geld investiert wird, welches man besser zur Verbesserung der Zustände im Volk verwenden könnte. Ein Faktor sind die ganzen Bälle, welche jetzt verringert werden Gebäude wie die Kosten für deine Pflegeprodukte. Die Milch, welche du zum Baden verwendest, wirst du nicht mehr bekommen, sondern unter dem Volk aufgeteilt werden und du wirst nicht do viele Fienstmädchen wie früher mit dir nehmen.“ erklärt er ihm mit ruhiger Stimme und blickt ihr dabei die ganze Zeit direkt in die Augen.

Der Tod muss ein lachen unterdrücken, als er sieht wie die immer blasser wird und dann rot vor Zorn.
„Du kannst nicht-" „Ich kann und ich werde Mutter.“ unterbricht er sie.
Fassungslos und wütend blickt sie ihren Sohn an, bevor nach vorne tritt um ihm eine Ohrfeige zu geben, ihr Handgelenk jedoch von eine kalten Hand festegehalten wird.

„Wag es ja nicht.“ sagt der Tod mit kalter Stimme und blickt sie ebenso kalt an. Niemand würde seinen Prinzen verletzen.
„Du!“ Elisabeth reißt sich los und dreht sich ihm zu, da er nun neben ihr steht.
„Du hast ihn diese Flausen in den Kopf gesetzt! Hetzt ihn gegen mich auf, um an mich ranzukommen! Doch du wirst mir meinen Stolz und Freiheit nicht nehmen. Niemals!“ zischt sie wütend und der Blick des Todes wird noch kälter.
„Nicht alles dreht sich um dich Elisabeth. Ich bin es nicht der Rudolf gesagt hat er soll es tun. Das hat er alleine entschieden, denn im Gegensatz zu dir nimmt er seine Pflichten ernst und versucht seinem Volk zu helfen.“ sagt er leise, was gefährlicher ist als wenn er es laut gesagt hätte.
„Und wenn du nochmal versuchst ihn zu verletzen, bekommst du es mit mir zu tun.“

Sie schaut nochmal zu ihrem Sohn, welcher sie emotionslos anschaut.
„Ich weiß nicht was du in ihm siehst, du wirst auch ihn am Ende zerstören, wie alles andere.“ sagt sie bevor sie wütend den Raum verlässt.
Der Tod nimmt Rudolf in den Arm, als sie Tür ins Schloss fällt.

„Das habt ihr bereits getan und er war es der mich zusammen hielt.”
Eine einzelne Träne, läuft seine Wange hinunter.

Anmerkung:
Ich hoffe es hat euch gefallen und alle die auf Elisabeth als Bombe getippt haben: Glückwunsch ;)
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