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Der Zeit entgegen gehen

von Meyrin
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
20.01.2019
01.09.2019
15
9.277
3
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05.02.2019 718
 
Der Tisch ist reichlich gedeckt und Rudolf muss sich zwingen nicht das Gesicht zu verziehen. Will er doch die Kosten mindern und dem Volk mehr helfen.
Ständig wird er in Gespräche über seine baldige Krönung und Regentschaft verwickelt. Alle wollten seine Pläne wissen und ihm war bewusst, dass Taffee genau zuhört.

„Werden sie denn die Politik ihres Vaters fortführen ?“ fragt einer von ihnen und alle blicken ihn erwartungsvoll an. Er atmet tief durch. „Nein das werde ich nicht. Ich respektiere meinen Vater, doch seine Politik ist veraltet und würde auch viele Kriege auslösen, weshalb ich vieles anders machen werde und nun bitte ich Sie um Entschuldigung. Ich habe noch Arbeit zu erledigen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.“ antwortet er ruhig und mit einem höflichem Lächeln. Verblüfft schauen seine Gesprächspartner ihn an. Das hatten sie nicht erwartet, doch vielen der alten Berater seines Vaters gefallen seine Worte überhaupt nicht.

Erschöpft lässt sich Rudolf auf seiner Fensterbank nieder und beobachtet den Mond. Es stimmt: er wollte noch einiges erledigen, doch erstmal wollte er einfach nur seine Gedanken schweifen lassen.

Die ganzen Änderungen der Kosten und Arbeitspläne des Personals. Die Auseinandersetzungen mit Taffee und Vorbereitung für die Beerdigung watender anstrengend gewesen und er spürt erst jetzt wie sehr es ihn zugesetzt hatte.

„Wolltest du nicht arbeiten ?“ Erschrocken zuckt Rudolf zusammen und blickt zum Bett. Dort sitzt der Tod und beobachtet ihn mit einem Lächeln im Gesicht.
„Musst du mich immer so
erschrecken ?“ „Ja, weil ich deine Reaktion so süß finde.“ Rudolf wird rot und das Lächeln seines Freundes wird zu einem spitzbübischen Grinsen.
„Ich bin nicht süß.“ „Find ich aber schon. Vorallem wenn du so rot wirst, doch ich finde es auch sehr verführerisch dich so zu sehen. Am meisten wenn du dann auch noch unter mir liegst und meinen Namen stöhnst.“ erwiedert er während er aufsteht, Rudolf packt und unter ihm aufs Bett nagelt, was den Prinzen noch mehr erröten lässt.
>Wie macht er das immer so schnell ?<

„Ich versteh trotzdem immer noch nicht, was du in mir siehst.“ murmelt er unsicher und dreht seinen Kopf zur Seite. Er versteht es einfach nicht.
„Es ist eine lange Liste. Du bist schüchtern und doch mutig. Unsicher, aber hast ein großes Herz. Denkst mehr an dein Volk, als an dich. Du bist sehr schön auch wenn du das nicht siehst.“ erklärt sein Freund ihm leise, während er seinen Hals mit sanften küssen bedeckt.

Dann saugt er er sich an der Verbindung zwischen Hals und Schulter fest und saugt sanft daran, was Rudolf leise keuchen lässt.
>Ich glaube heute sollte ich mit ihm sanft sein, auch wenn das nicht leicht wird< überlegt der Tod, während er weiter den Hals seines Prinzen küsst und das Hemd aufknöpft.

Auch Rudolf knöpft das Hemd des Todes auf, um sanft seine Hände über dessen Brust zu streichen, was dem Tod ein seufzen entlockt und Rudolf Lächeln lässt.

Sanft klopft es plötzlich an der Tür.
“Papa, darf ich rein kommen ?” ertönt die Stimme seiner 6 jährigem Tochter. Entschuldigend blickt Rudolf seinen Freund an, doch dieser schüttelt nur lächelnd den Kopf. Er hatte einen Narren an den kleinen Mädchen gefressen, was seinem Prinzen sehr als Kind ähnelt und passt auch öfters auf sie auf wenn Rudolf nicht kann.

“Na klar liebes. Komm rein.”
Leise öffnet und schließt sich die Tür, bevor ein kleines Mädchen mit braunen Haaren schnell unter die Decke und in die Arme ihres Vaters huscht. Dieser hatte sich zuvor schnell umgezogen. Sein Freund liegt auf der anderen Seite des kleinen Mädchens.

“Hattest du einen Alptraum ?” Sie nickt und kuschelt sich noch etwas näher an ihren Vater. “Könnt ihr mir etwas vorsingen ?” fragt sie leise und blickt beide mit großen Augen an.
Beide Lächeln. Auch sie kann den Tod sehen und sieht ihn ein bisschen als zweiter Vater, was den Tod doch sehr überrascht hat.

“Welches Lied sollen wir denn singen ?” fragt er sie, während er einen Arm um beide legt. Lächelnd schüttelt Elzri, nun auf dem Rücken liegen den Kopf.
“Mir egal. Ich mag alles was ihr singt und deine Geschichten sind auch immer sehr schön.”

Somit singen beide ein Lied nach dem anderen und der Tod muss leise lachen, als auch Rudolf dazu einschläft. Sanft beobachtet er beide beim Schlaf.

Anmerkung:
Tut mir leid, dass so lange nichts kam.
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