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Der Zeit entgegen gehen

von Meyrin
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
20.01.2019
01.09.2019
15
9.277
3
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Dieses Kapitel
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25.05.2019 699
 
Als er das kalte Lippenpaar auf seinen spürt, verschwindet der Schmerz fast gänzlich und Rudolf fühlt sich als würde er schweben.
Tränen bilden sich in seinen Augenwinkeln und er versucht den Kuss zu genießen, hatte auch er ihn sich anders vorgestellt.
Als sich jedoch die Lippen des Todes von seinen trennen, kehrt der Schmerz zurück und er fühlt sich als würde er verbrennen. Er krümmt sich vor schmerzen, krallt sich in sein Jacket.
Ein Schrei entfährt seiner Kehle.

>Wie kann das sein? Ich habe ihn geküsst, er müsste im Jenseits sein.
Wieso ist seine Seele mir entrissen?...
Ist es etwa wegen...< Der Tod löst sich aus seiner Starre und nimmt den Kopf Rudolfs in seinen Händen, bevor er ihn erneut küsst, diesmal drängend und verzweifelt. Doch erneut wird seine Seele ihm entrissen.

Erneut schreit Rudolf auf und alle anwesenden weichen zurück.
Der Tod schaut sie nur mit dunkler gewordenen Augen und einer ebenso dunklen Aura ihn umgebend an. Als Rudolf erneut schreit hält er ihn noch fester im Arm fest, da er in Unmacht fällt. Nur nebenbei bekommt er mit wie Taffee Wächtern befiehlt den Kaiser in seine Gemächer zu bringen und er aus seinem Arm gehoben wird.
Wenig später erscheint er ein Stockwerk höher. Als Arzt verkleidet und bereit über seinen Prinzen zu wachen.

Als Elisabeth den Raum betritt ist er nur von einer Kerze am Bett und dem einfallendem Mondlicht beleuchtet.
Sie kann deutlich sehen wie sich die Brust ihres Sohnes schnell auf und ab bewegt und eine in schwarz gekleidete Person auf dessen Bettkante sitzt und über ihn wacht.

„Was willst du hier? Sehen ob er noch lebt oder ihr es geschafft habt ihn zu ermorden?“ richtet er kalt das Wort an sie ohne seinen Blick von Rudolf abzuwenden.
„Habe ich nicht das Recht als seine Mutter zu sehen wie es ihm geht ?“
Ein humorloses und gefühlloses Lachen entfährt ihm und ein Schauer durchfährt sie. Sie hatte ihn schon ähnlich lachen gehört, doch nie hat es sie beängstigt.
„Jetzt wo er stirbt sorgst du dich also um ihn? Als er dich um Hilfe gebeten hat, hattest du ihm gesagt, dass du nie bittest, auch nicht für ihn. Er wollte sich danach ermorden und hätte es auch beinahe getan. Nun bist du erneut Schuld, dass er beinahe umkommt.
Versuch nicht es zu leugnen. Du solltest wissen dass du mich nicht belügen kannst.“ erwidert er kalt.
„Ich tat er für die Monarchie!“
„Du hast es für dich selbst getan.“

Das Schweigen, welches danach den Raum erfüllte, wird durch husten von Rudolf durchbrochen. Bevor sie irgendetwas machen kann, hat der Tod ein Glas mit Wasser gefüllt, stützt ihn und hilft ihm zu trinken.
„Wie geht es dir?“ fragt er ihn und Elisabeth zuckt zusammen wie sanft seine Stimme nun ist.
„Meine Muskeln brennen und jeder Atemzug schmerzt.“ antwortet er schwach und lehnt sich gegen seinen Freund, welcher ihm nun durch das Haar streicht. Dabei erblickt er sie.
„Mutter? Was machst du hier?“
„Ich wollte sehen wie es dir geht.“
Rudolf nickt. „Was ist passiert?“
„Man hat versucht dich mit einer großen Überdosis von Zyankali zu vergiften.“ antwortet ihm der Tod.
„Wer ?“
„Rudolf meinst du nicht du solltest dich erstmal ausruhen ?“ fragt ihn Elisabeth und versucht ihre Nervosität zu verbergen.
„Alle Anwesenden außer Taffee wussten davon. Der Notfall war auch nur ein Ablenkungsmanöver um ihn aus den Raum zu bekommen.
Doch nur wenige wussten wie du ermordet werden solltest.“ antwortet ihm der Tod.

Rudolfs Blick schnellt zu seiner Mutter, doch bevor sie etwas sagen kann klopft es an der Tür.
„Ich soll fragen wie es eurer Majestät geht und falls sich Ihr Zustand nicht verbessert hat ich die Anwesenden daran versuchen hindern zu können, Pläne zu verschieben.“ erklingt die Stimme Taffees von der Tür.
„Warten sie einen Augenblick. Ich komme mit Ihnen nach unten.“
antwortet ihm der Kaiser. Elisabeth blickt ihn erschrocken und ängstlich an, doch der seines Freundes ist voller Stolz und auch einem dunklem Amüsant.

Anmerkung:
Verzeiht dass so lange nichts kam, doch es war viel los und ich hatte eine Schreibblockade.
Ich hoffe euch hat das Kapi gefallen und würde mich über eure Meinung freuen und ob ihr erratet warum Rudolf nicht gestorben ist :)
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