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Der Zeit entgegen gehen

von Meyrin
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
20.01.2019
01.09.2019
15
9.277
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16.03.2019 386
 
Leichen. Überall Leichen von gefallenen Bürgern und Soldaten.
Der Tod zieht durch die Straßen Deutschlands und sammelt die Seelen der Menschen ein, welche bei den Zusammentreffen der beiden Parteien starben.
Auch Rudolfs Cousin Wilhelm hatte er geholt, welcher gar nicht wie er gewesen war. Er hatte gegen ihn gekämpft, doch er hatte wie immer gewonnen. War nicht freiwillig mit ihm gegangen, im Gegensatz zu Rudolf, welcher sich seinen Kuss krampfhaft verbietet.
Er blickt in den Rauch, welcher von einem im Brand gesetzten Gebäude aufsteigt.
Alles verschwimmt. Bilder fluten auf ihn ein. Visionen.
>Nein!!<

Rudolf sitzt zwischen Stephanie und Taffee an dem großen runden Tisch und kann die Spannung nur allzu gut spüren. Neben seiner Frau sitzt seine Mutter welche sich angeregt mit ihr zu unterhalten scheint. Es wird Wein verteilt, als ein Bote den Raum betritt und zu Taffee eilt. Besorgt sieht er ihn an.
“Majestät ich-“
“Gehen Sie nur. Es scheint etwas wichtiges zu sein.” flüstert er zurück.
Taffee nickt, erhebt sich, macht einen Diener und eilt schnell dem Diener hinterher.

Schweigen herrscht im Raum, als Stephanie und seine Mutter ihn anlächeln und beginnen sich mit ihm zu unterhalten. Er entspannt sich etwas und auch die anderen beginnen sich wieder zu unterhalten. Beide Frauen hatten seit Wochen nicht mehr mit ihm gesprochen. Seine Großmutter liegt krank im Bett.

Als er nach seinem Glas greift und einen Schluck daraus trinkt, herrscht wieder Stille im Raum und alle beobachten ihn. Er sieht noch den entsetzten Gesichtsausdruck des Todes, als er schon einen brennenden Schmerz spührt.

Zu spät. Er ist zu spät. Entsetzt kann der Tod nur zusehen, wie sich sein Prinz vor schmerzen anspannt, vom Stuhl fällt und verzweifelt versucht Luft zu bekommen. Alle schreien erschrocken auf, doch man kann deutlich hören das es gekünstelt ist. Sie hatten ihm ja schließlich so viel Zyankali in den Wein gemischt, das ganze Herden Pferde davon hätten sterben können.

Schnell eilt er zu seinem Prinzen und kniet sich neben ihn auf den Boden. Erschrocken schaut Elisabeth ihn an, doch er hat für sie nur einen kalten Blick übrig, was sie zurückweichen lässt. Traurig blickt er in Rudolfs Augen, welche ihn anflehen den Schmerz zu stoppen.
Sanft nimmt der Tod Rudolfs Gesicht in seine Hände, beugt sich hinunter und versucht so gut wie möglich den Kuss zu genießen.
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