Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

.^~°~^. ♥ My One True Gayan Pairing ♥

von - Leela -
Kurzbeschreibung
DrabbleLiebesgeschichte / P12 / Gen
Boo OC (Own Character) Zino
20.01.2019
13.08.2022
250
131.779
3
Alle Kapitel
252 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.01.2019 1.038
 
.^~°~^.
My One True Gayan Pairing

Anm. d. Aut.: Diese 900 Worte (Das müßte dann ein Nona-Drabble sein ^^) wurden geschrieben für die Challenge »OTP - 100 Szenen der einzig wahren Pairings« von Kademlia.
      Lustigerweise hatte ich diese Geschichtsidee schon vor ein paar Tagen mal im Kopf, aber irgendwie war sie dann wieder weg, bevor ich mir überlegte sie aufzuschreiben. Für die neue Vorgabe war dies aber eine Paradeidee, und so war sie sofort wieder da, um jetzt aufgeschrieben zu werden. Was soll ich sagen, manchmal hat alles einen Sinn. ^^ Die Zahl ist 92, und der Stichpunkt dazu »Für einander da sein«.
      Ein Hinweis noch für Nicht-Gayaner: Ein »Verseelter« ist das, was bei uns ein »fester Partner in einer Liebesbeziehung« ist.
      Ich wünsche eine angenehme Lesezeit in:



A Place Called Home

Canyo war noch auf, obwohl es schon spät war. Sie beschäftigte sich mit einer Zeitschrift, obwohl sie nicht so richtig wahrnahm, was in den Artikeln stand. In Gedanken war sie an einem ganz anderen Ort in Gaya.
      Als sie endlich die Haustür hörte, schreckte sie auf und stellte aufmerksam die Ohren auf. Sie hörte Schlüssel, leichtes Geraschel, als Zino Jacke und Schuhe auf dem Flur auszog, und stand rasch auf, um ihm entgegenzugehen.
      Als der blonde Gayaner zu ihr in’s Wohnzimmer kam, war ihm die Erschöpfung anzusehen. Dennoch reichte sein geistiges Fassungsvermögen, um sie erstaunt anzusehen. „Du bist noch auf…?“
      „Natürlich! Ich muß doch wissen, wie es dir geht…“ Sie musterte ihren Verseelten sorgenvoll forschend. Es war früher Nachmittag gewesen, als der Notruf bei der Rettungsstation eingegangen war. Es hatte geheißen, ein Auto war unter einem Felsrutsch begraben worden. Zino war sofort losgefahren, als die Nachricht durch sein Funkgerät gekommen war. Die Rettungsassistenten waren im Einsatz gewesen, bis jetzt, in den späten Abend hinein. Und noch wußte sie nicht, wie die Geschichte ausgegangen war.
      Bevor sie danach fragte, schob sie den entkräfteten Gayaner allerdings erst einmal zum Sofa, wo er sich hinsetzen und Ruhe finden konnte. „Soll ich noch etwas zu essen machen, oder willst du dich lieber ausruhen?“
      Er sah sie fast ein wenig schuldbewußt für die Umstände an. „Etwas zu essen wäre echt toll… Wir haben vor Ort zwar etwas bekommen, aber so ein bißchen was Reelles kann ich jetzt echt gut noch gebrauchen…“
      Sie nickte und ging zur Küchenzeile von Zinos kleiner Junggesellenwohnküche herüber. „Ich mache das schon. Leg dich ruhig in der Zwischenzeit hin.“
      Zino schüttelte den Kopf, ohne daß sie es mitbekam, da sie schon nach den Zutaten schaute, die ihr zur Verfügung standen. „Wenn ich mich jetzt hinlege, stehe ich so schnell nicht wieder auf!“ prophezeite er.
      Canyo hatte schon eine Idee für das Essen und heizte eine Pfanne vor. „Magst du denn erzählen?“ fragte sie vorsichtig. „Ist alles gut gelaufen?“
      „Den Umständen entsprechend, ja.“ Seine Stimme ließ durchklingen, daß er nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis war. „In dem Auto saß eine ganze Familie, die Eltern und zwei Kinder, als eine von den großen Steinformationen in der Ebene nachgegeben hat, und das Auto regelrecht unter sich begraben hat. Wir mußten es Stein für Stein freilegen.“
      Canyo spürte, wie sie schauderte. Das waren die Momente, in denen sie ihren Freund um so mehr bewunderte – und froh war, daß sie sich die Szenerie nicht hatte mit ansehen müssen.
      „Das ging an und für sich ganz gut.“ erzählte Zino weiter. Canyo merkte jetzt schon, wie gut es ihm tat, darüber reden zu können. „Wir mußten zwar sehr vorsichtig sein, und das alles dauerte, damit wir nicht mehr Schaden anrichten als Nutzen, aber wir haben es hinbekommen.“
      „Die Familie, war sie okay?“ fragte Canyo. Die Frage klang selten bescheuert in ihren eigenen Ohren. Selbst wenn alle am Leben waren; wenn das kein traumatisches Erlebnis gewesen war, was dann? Aber Zino wußte, wie sie die Frage meinte.
      „Den Umständen entsprechend.“ wiederholte Zino. „Ehrlich gesagt, im ersten Moment dachte ich, wir kriegen niemanden da lebend raus. Wir haben schon schnell gemerkt, daß mindestens irgend jemand in dem Auto noch am Leben war, aber wir sind alle über unsere Grenzen gegangen, damit das auch so bleibt. Die Beifahrerseite war komplett hinüber. Die Mutter wurde dabei ziemlich schwer verletzt, wird jetzt aber im Krankenhaus versorgt. Der Vater war eingeklemmt, und das schlimmste war, ihn davon zu überreden, nicht in Panik zu geraten. Letzten Endes ist er aber ganz gut rausgekommen, nachdem wir die Steine weghatten und die Karosserie aufgeschnitten haben. Die Kinder waren wie durch ein Wunder kaum verletzt.“
      Canyo atmete tief durch. Das hörte sich nach Glück im Unglück an. Und doch war es dramatisch genug, daß Zino das Erlebnis sicher noch lange genug begleiten würde. Sie kam mit den Tellern zu ihm herüber und reichte ihm einen davon. Sie hatte sich etwas einfaches, schnelles einfallen lassen, und damit er nicht so alleine war, gleich eine doppelte Portion, eine für ihn und sich, gemacht.
      „Danke, mein Schatz!“ Die Dankbarkeit klang bald noch mehr durch seine Stimme, als das kleine Wort allein hätte ausdrücken können.
      Die beiden nahmen sich nun einen Moment Zeit, in Ruhe zu essen. „Wie geht es dir?“ erkundigte sie sich derweil.
      „Fix und fertig. Aber sonst gut.“ beruhigte er sie. „Ich bin nur froh, daß wir das alles so gut hinbekommen haben, und das erwartete Horrorszenario ausgeblieben ist.“
      „Ihr könnt stolz auf euch sein.“ bestätigte sie. „Ohne euch wären schon viele Gayaner verloren gewesen. Und ich bin verdammt stolz auf dich.“ fügte sie liebevoll an.
      Er quittierte es mit einem Lächeln.
      Einen Moment später stellte Canyo die leeren Teller auf dem Tisch zusammen und zog Zino sachte zu sich in die Arme. Jetzt durfte er sich ausruhen, sich fallen lassen, die Anstrengungen des Tages hinter sich lassen, und sich eine Weile in ihrer Nähe geborgen fühlen. Sie wußte, wie gut es ihm tat, in Augenblicken wie diesen nicht allein zu sein.
      Er ließ sich an sie sinken und schloß die Augen. Eine Weile sagte keiner ein Wort. Dann plötzlich, als sie fast schon glaubte, er sei eingeschlafen, sagte er leise: „Irgendwann gebe ich dir all das, was du für mich tust, zurück, mein Dalamitenschein.“
      Sie lächelte leicht, was er mehr spüren würde, als daß er es sah. „Das tust du schon, indem du einfach bei mir bist.“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast