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von skixX
GeschichteAllgemein / P16
19.01.2019
10.10.2019
70
145651
15
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Dieses Kapitel
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Now I accidentally know that you're in love with me too
Oops, baby, I love you! -  Little Mix, ft. Charlie Puth, Oops



Seit Samus Antrag waren mittlerweile über drei Jahre vergangen. Drei wirklich ereignisreiche Jahre, welche wir gemeinsam erleben durften.
Ziemlich schnell hatten wir mit der Hochzeitsplanung begonnen. Konnten wir es beide doch kaum abwarten und wussten gleichzeitig, dass immer wieder eine Tournee anstehen würde. Tatsächlich hatten wir dann in der Weihnachtszeit uns schon standesamtlich trauen lassen. Wir waren nur im engsten Kreis der Familie geblieben und waren im Anschluss, drei Tage vor Weihnachten, gemeinsam Essen gegangen.
Seit dem 21. Dezember 2016 durfte ich mich also als Samus Frau vorstellen.
Das Datum war von uns nicht zufällig gewählt worden, es war der Tag, an dem Samu und ich uns nach langer Zeit endlich wieder gesehen hatten.
Es war nicht mein glorreichster Tag damals, die Nacht im Club, mein Absturz, aber es hatte mir meinen besten Freund wiedergebracht.

It started with "what's up with you?"
I messed around and got caught up with you


So hatte es damals wieder begonnen. Samu war mal wieder für mich da gewesen, als ich völlig verzweifelt war. Als bei mir alles zusammengebrochen war. Jedoch hatte in diesem Moment noch niemand von uns geahnt, wie sich unsere Beziehung entwickeln würde. Wir waren beste Freunde, standen uns immer schon nah. Aber mehr? Keiner von uns beiden hatte dies im Sinn gehabt.

I don't know what to do
I've got these feelings like it's nothing new
Now I can't get enough of you, oh oh


Doch mit der Zeit änderte sich etwas, wir kamen uns noch näher, ohne es wirklich war zu nehmen und ich wollte es auch gar nicht einsehen. Viel zu sehr hatte ich Angst meine gerade erst wiedergefunden Freundschaft mit Samu aufs Spiel zu setzen. Diese Gefühle, stark wie ich sie noch gar nicht kannte, durften nicht sein, da war ich mir sicher, auch wenn unser Umfeld das anderes sah.
Anstatt das direkte Gespräch zu wählen, machte ich wieder alles mit mir alleine aus und verschlang meinen Kummer in Alkohol.

Oops, my baby, you woke up in my bed
Oops, we broke up, we're better off as friends


Diese Nacht sollte noch alles durcheinander bringen. Schien der Alkohol mich mutig genug zu machen, endetet alles in einem völligen durcheinander. Wie immer wollte ich vor meinen Problemen Weg rennen. Viel zu sehr hatte ich Angst meine Freundschaft zu riskieren.
Jedoch war Samu im Gegensatz zu mir mutig und blieb hartnäckig und schlussendlich konnte er mich sogar von einer Beziehung überzeugen. Trotz meiner ganzen Zweifel und der Angst davor wieder alles zu verlieren.

Heute war ich mehr als glücklich über diese Entscheidung. Statt alles zu verlieren, hatte ich umso mehr gewonnen. Nicht nur einen unfassbar tollen Mann an meiner Seite, sondern auch unsere wundervollen Kinder.
Natürlich hatte es in unserer Beziehung Auf uns Abs gegeben und mit Sicherheit würden auch weitere auf uns warten.
Aber wir haben uns eingespielt, wissen das wir einander vertrauen müssen. Gerade da Samus Bekanntheitsgrad und der Trubel um Sunrise Avenue in den letzten Jahren noch mehr zu genommen hatte.
Außerdem brauchte ich diesen Trubel auch irgendwie. Mittlerweile wäre mir vermutlich ohne fast langweilig. Umso schöner waren dann die kurzen Ausflüge zum Mökki oder der gemeinsame Urlaub. Zusammen runterkommen, abschalten. Die Außenwelt vergessen.
Eben genauso wie in unserem Österreichurlaub, an dem Samu mir wohl eine der wichtigste Fragen im Leben einer Frau gestellt hatte.

Natürlich war es nicht bei der standesamtlichen kleinen Hochzeit geblieben. Im folgenden Sommer hatten wir noch eine große Hochzeit mit all unseren Freunden und unserer Familie gefeiert. Anders als auf der standesamtlichen Hochzeit hatte ich bei dieser auch das volle Tamtam gewollt. Im weißen Brauttraum, mit großer Hochzeitstorte und natürlich auch mit Hochzeitstanz. Letzteres hatte Mr. I don’t Dance natürlich weniger erfreut, auf der Hochzeit es dann aber doch heimlich genossen.
Unsere beiden Zwerge waren mittlerweile schon fast vier Jahre alt und waren zu zwei wirklich frechen, aber trotzdem gehorsamen Kindergartenkindern heran gewachsen. Zunächst hatten wir etwas bedenken Sie in einen Kindergarten stecken, jedoch waren die beiden dort erst richtig aufgeblüht.
Beide hatten die blonden Haare und die blauen Augen ihres Vaters geerbt, kamen sonst jedoch vom Aussehen eher nach mir. Die Liebe zum Eishockey hatte Samu ihn jedoch auch direkt mitgegeben, sodass sobald es irgendwie möglich war, ein Familienausflug ins Stadion gemacht werden musste.
Die beiden waren sicherlich nicht auf den Mund gefallen und nahmen scheinbar täglich das gleiche Laberwasser wie ihr Papa zu sich, aber sie machten mich und auch Samu unfassbar stolz.

„Lene, Matti! Ab ins Bad jetzt, ich sag es euch nicht nochmal, ich muss euch Bett fertig machen!“, riss mich Samus strenge Stimme aus meinen Gedanken.
Strenge Stimme, schmunzelte ich, dann musste er die beiden wirklich schon mehrfach ermahnt haben. Er war vor allem in letzter Zeit der geduldigere Part von uns beiden.
Ich wartete ein paar Minuten, ehe ich mich auch ins Bad wagte. In diesem erwartete mich der Anblick meiner drei Choasköpfe. Zwei davon am Zähneputzen, zumindest mehr oder weniger unter dem kritischen Blick von Choaskopf Nummer drei. „Du wirst eh nachputzen müssen.“, lächelte ich und bekam Samus vorwurfsvollen Blick als Antwort. Ups, davon wussten die beiden wohl noch nichts. Schnell verschwand ich wieder aus dem Bad, um das folgende Theater nicht mitzubekommen.
Keine 10 Minuten später hörte ich das Fußgetrappel meiner Zwerge, welche nur wenige Sekunden später, jetzt schon im Schlafanzug, vor mir standen.
„Matti und Lene ins Bett mit Papa, du mitkommen?“, fragte Matti mit seinem Schnuffeltuch im Arm, während seine Schwester mit müden Augen überzeugend nickte. „Na klar, kommt mit ihr beiden.“, lächelte ich und stand auf.
Oben im Schlafzimmer angekommen, wartete Samu schon auf uns und hatte auch das Kuscheltier von Lene bereitgelegt. Den Stoffelch, welchen sie von Patenonkel Riku geschenkt bekommen hatte, schleppte sie überall mit hin, sodass es abends beim ins Bett bringen oft Probleme gab, da er plötzlich verschwunden war. „Papa Gute Nacht Lied?“, forderte Lene, nachdem sie sich in ihr Bettchen gekuschelt hatte.
„Aber natürlich.“, lächelte mein Ehemann und setzte sich mit zu Lene aufs Bett, während ich bereits bei Matti Platz genommen hatte. Die beiden liebten es ihren Vater singen zu hören, noch besser war jedoch mit ihm gemeinsam zu singen oder ihn auf der großem Bühne mit Onkel Sami, Raul, Riku und Osmo zu sehen.
Kurze Zeit später waren die beiden eingeschlafen und leise verließen wir das Zimmer.
„Soll ich dir irgendwas machen? Brauchst du was? Tee? Was zu essen?“, erkundigte sich Samu, nachdem ich wieder auf dem Sofa Platz genommen hatte. „Gerade brauch ich nur dich.“, sprach ich und klopfte auf den Platz neben mich. Samu folgte meinen Anweisungen und zog mich an sich.
„Ich freue mich schon auf unseren Krümel“, lächelte er uns strich über meinen Bauch. Wir würden tatsächlich ein drittes Kind erwarten.
Schon lange hatten wir es versucht, aber dieses Mal hatte es nicht so schnell klappen wollen, weshalb wir es fast schon wieder aufgegeben hatten.
Nach der Hochzeit kam die Heartbreak Century Tour, welche sich unfassbar gut machte und für großen Erfolg sorgte. Fast zwei Jahre ging sie und trennte Samu immer wieder für kurze Zeit von uns.
In dieser Zeit hatten wir es immer wieder versucht, waren jedoch nie erfolgreich gewesen, es folgte ein negativer Schwangerschaftstest nach dem anderen und die Enttäuschung war groß gewesen. Doch bei einer Routine Untersuchung beim Frauenarzt vor ein paar Wochen stellte sich plötzlich heraus, das ich schon längst schwanger war. Nach Rechnung der Frauenärztin musste es sogar schon länger vor dem letzten Konzertwochenende der Heartbreack Century Tour passiert sein und mittlerweile trug ich schon stolz ein kleines Bäuchlein mit mir rum. Ich war mittlerweile in der 14. Woche und vor kurzen hatten wir auch Lene und Matti erklärt, dass sie bald große Geschwister sein würden. Diese waren natürlich vollkommen stolz und fragten seit dem täglichen, wann es endlich soweit sei. Geduld war nicht ihre Stärke.

An Samu gekuschelt mit seiner Hand auf meinem Bauch blickte ich auf die letzten Jahre zurück. Ich war angekommen, war unglaublich glücklich.
Von mir aus könnte es genau so weiter gehen, ich wusste nicht, was ich verändern wollen würde. Ich war in meiner eigenen kleinen perfekten Welt angekommen und freute mich auf die nächsten Jahre mit meiner Familie. Auf viele Erfahrungen, die wir machen würden. Auf all die schönen Momente und auf die Momente, in denen wir zusammen stehen mussten.
„Ich liebe euch.“, flüsterte Samu in mein Ohr ehe er mir einen Kuss gab.
Und in diesem Moment, wurde mir wieder eins bewusst:

“Now I accidentally know that you're in love with me too
Oops, baby, I love you!“



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It‘s a wrap! Das war es, der letzte Teil meiner ersten Fanfiktion.
Ich hoffe, ich konnte euch nochmal einen schönen Einblick in das Leben der Familie Haber geben, ehe wir uns jetzt von Ihnen verabschieden.
Ich hoffe euch hat die Geschichte gefallen und ich konnte euch mit unseren Lieblingsfinnen gut unterhalten.
Ein ganz großes Dankeschön nochmal an Catweazle, Chaoskeks und Shadow die mir unglaublich viel Rückmeldung und Unterstützung gegeben haben! Aber auch an die anderen Review Schreiber ein dickes Danke!
Danke auch für die vielen vielen Aufrufe, die 43 Herzchen und 14 Empfehlungen, damit hatte ich bei meiner ersten Geschichte wirklich nicht gerechnet.
Ich hoffe auf Wiederhören bei meiner neuen Geschichte, welche aber noch etwas auf sich warten lassen wird.
Bis zum nächsten Mal!
SkixX
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