Where I belong

von Nic-Nac
GeschichteMystery, Romanze / P16
Kaito Takamiya OC (Own Character) Senri Shiki Yagari Toga
19.01.2019
19.07.2019
11
34157
3
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Guten Abend!
Zuallerst möchte ich  bei littlejolie für ihr ausführliches und liebes Feedback danken. Sie hat mich auf einige Dinge hingewiesen, die mir sehr geholfen haben.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank! ^-^

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich einmal die Beschreibung und das 5. Kapitel überarbeitet habe.
Also, wer gerne etwas mehr über die Beziehung zwischen, Raiu und ihrer Mutter erfahren möchte, kann gerne noch einmal in das 5. Kapitel reinschauen. ^-^

An diejenigen, die das lesen, viel Spaß mit dem Kapitel!

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Chapter VIII: First riddle and a decision.

Nach diesem Zwischenfall verspürte ich keine Lust mehr, mich an der frischen Luft aufzuhalten. Aus diesem Grund verabschiedete ich mich von Yuki und lief Richtung Sonnenwohnheim.
Den ganzen Weg über dachte ich über die Begegnung mit dem Senpai aus der Night Class nach.

Was war das?

Wieso wollte er mich wiedersehen? Wieso kam er mir so vertraut vor? Und verdammt nochmal, wieso verspürte ich ihm gegenüber keiner Feindseligkeit, so wie bei den anderen Kreaturen seiner Art?
Als ich in mein Zimmer ging beschäftigten mich diese drei Fragen weiterhin. Doch die letzte Frage war für mich die Bedeutsamste.

Erschöpft ließ ich mich auf mein Bett fallen. Dieses Aufeinandertreffen hatte mich wirklich aufgezehrt.
Um zur Ruhe zu kommen legte ich meinen Arm über meine Augen und atmete tief ein und aus. Ich musste einen klaren Kopf kriegen, um all diese Fragen zu klären.

Wie sollte ich weiter verfahren? Sollte ich mich mit ihm treffen oder es lieber sein lassen?
Doch wenn ich es tun würde…
Dann würde ich nicht nur mich als Hunterin verraten, sondern auch zwei der Menschen die ich als Familie ansah…

„Ach, verdammt!“ knurrte ich und haute mit dem Arm, der gerade noch über meine Augen lag, auf meine Bettdecke.

Wieso war diese Situation nur so verflixt?

Meine Gefühle und mein Verstand standen sich gegenüber und konnten sich einfach nicht einigen was sie wollten.
Durch diesen Traum und dieser Begegnung wusste ich einfach nicht, was wahr war und was nicht. Sollte ich auf mein Herz hören und vielleicht die Wahrheit hören oder auf meinen Verstand, der mir sagte, dass ich meine Ehre als Hunter bewahren sollte?

Ganz ehrlich, ich wusste es nicht…

Während meinen inneren Konflikten fiel mir ja ein, dass ich am See eine Nachricht bekommen hatte. Das war mir komplett entfallen.
Ich holte mein Handy aus meiner Hosentasche und las den ersten Abschnitt der Nachricht. Es war Akuma. Zuerst dachte ich, dass er mir etwas zu seiner Ankunft schreiben würde, aber es war etwas komplett anderes.
Verwirrt setzte ich mich auf und positionierte mich im Schneidersitz. Was hatte das zu bedeuten? Nun öffnete ich die Nachricht und zog meine Augenbrauen irritiert zusammen.

Er hatte mir einen Link gesendet und darunter stand nur:

Hast du schonmal davon gehört?

So welche Nachrichten waren eigentlich nicht typisch für Akuma. Nach einem kurzem überlegen öffnete ich neugierig den Link.
Der Link führte mich zu einer Website einer britischen Zeitung. Der Great Guardian.
Diese Zeitung war mir kein Begriff aber, ich war schon lange nicht mehr in Europa gewesen, geschweige denn in Großbritannien und daher kannte ich natürlich auch nicht die lokalen Zeitungen aus dem Kopf.
Der Link jedoch führte mich zu einem Zeitungsartikel, der ein paar Tage nach dem Tod meines Dads herausgebracht wurde.

                                                                                 
                                                                                                                                                                                       
31. Oktober    
                             
Am Montag, den 29. Oktober dieses Jahres fand man die Leichen von fünf Männern, die einem gewaltsamen Tod erlitten hatten. Die Leichen fand man auf offenen Gelände des Hyde Parks in London.
Die Autopsie hat ergeben, dass die Opfer mit einem Schwert ermordet worden seien. Um die Leichen herum, wurde Asche gefunden, die bis jetzt noch nicht analysiert werden konnte.
Bisher konnten nur zwei der fünf Opfer identifiziert werden. Beide Männer kommen nicht aus dem Großraum Großbritannien und es wird vermutet, dass die übrigen Männer ebenfalls keine britischen Staatsmänner sind.
Der Polizeipressesprecher hat am gestrigen Tag verkündet, dass die Polizei einen Verdächtigen festgenommen hat und diesen 48 Stunden festhalten werden.
Die Polizei ist sehr zuversichtlich, dass sie ihren Täter gefunden haben und diesen Fall in den nächsten Tagen abschließen werden.


Ich las mir diesen Artikel mehrmals durch und verstand nicht so recht, warum Akuma mir diesen Artikel geschickt hatte. Ich scrollte weiter und fand einen weiteren Artikel, der jedoch etwas kürzer war.                                                                                                                                                                  
                                                                                                                                                                                   
16. März

Zu den Mordfällen, die sich am 29. Oktober im Hyde Park, London ereignet haben, gibt es neue Informationen.
Es wurde nun öffentlich bestätigt, dass die Mordwaffe ein Schwert war und zwar ein Nagamaki, welches sein Ursprung in Japan hat.
Laut der Polizei gab es nur einen Täter, welcher bis heute noch nicht gefunden werden konnte. Auch die Asche, die am Tatort lag, konnte noch nicht identifiziert werden.
Laut den Ermittlern hat jede Spur ins Leere geführt und bis jetzt haben sie keinen Verdächtigen, der als Täter in Frage käme.
Nachdem fast fünf Monate verstrichen sind, könnte es sein, dass dieser Fall zu einem Cold Case wird.





Nachdem ich den zweiten Artikel gelesen hatte, wurde ich stutzig. Irgendwas an diesem Artikel oder eher dem Fall war seltsam. Ich wusste zwar nicht was genau, aber ich hatte ein ungutes Gefühl bei dieser Sache.

Mir kam es vor, als ob diese beiden Artikel sich im Punkt der Verdächtigen widersprechen würden.

Denn im ersten wurde geschrieben, dass sie einen Verdächtigen festgenommen hätten und im zweiten hieß es, sie hätten keine Verdächtigen. Sehr seltsam…

Ich las noch einmal beide Artikel und beschloss Akuma anzurufen.

Natürlich, dieser Fall war sehr seltsam, aber ich konnte keine Verbindung zu meinem Dad erkennen.

Gedacht, getan. Während ich das Tuten hörte, ließ ich die Seite mit dem Artikel auf.

„Ich dachte schon, dass du mich vergessen hast.“ Endlich ertönte Akumas Stimme.

„Sagt derjenige, der Stunden braucht um ans Handy zugehen.“ Ich hörte wie Akuma grinste. „Ich bin halt ein viel beschäftigter Mann.“

„Na klar.“ Ich verdrehte meine Augen. „Diese Ausrede benutzt du schon seit Jahren, langsam wäre es Zeit sich etwas Neues auszudenken.“

„Du hast es also gelesen.“ Nun wurde seine Stimme ernst.

„Ja, auch wenn ich nicht so genau weiß, was ich damit anfangen soll.“ Murmelte ich und biss mir auf meine Unterlippe.

„Also ist dir nichts Ungewöhnliches an diesen Artikeln aufgefallen?“ Akumas Stimme hatte einen bestimmten Unterton angenommen. Als ob er mehr wüsste und nur darauf warten würde, bis ich darauf kam.

Ich kannte diesen Ton von meinem besten Freund. Den hatte er schon immer drauf, sobald er mehr wusste als ich und dieses Geheimnis erraten sollte.

Ich überlegte laut. „Nun ja, es ist schon etwas widersprüchlich, was die Zeitung über den Täter und die Verdächtigen geschrieben hat. Aber ansonsten…“ Ich ließ meinen Satz offen.

„Und sonst ist dir nichts aufgefallen?“ Verwirrt runzelte ich meine Augenbraue. Worauf wollte Akuma raus? „Hmm nein, hätte mir dann was ausfallen sollen?“

„Und ich dachte, dass du der Hunter von uns beiden bist.“ Akuma schnaubte belustigt. „Lies es nochmal durch.“ Befahl mein bester Freund und ich las die beiden Artikel noch einmal durch. Und dann fand ich das, worauf Akuma hinauswollte.

„Die Asche…“ murmele ich fassungslos. „Bingo! Hundert Punkte für die Kandidatin mit den bezaubernden Locken.“ Jubelte Akuma gespielt.

„Was meinst du hat das zu bedeuten?“ Fragte ich Akuma und knabberte nervös an meiner Lippe.

„Hmm keine Ahnung, aber jedenfalls waren Vampire im Spiel.“ Und ich stimmte meinem Gesprächspartner zu.

„Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten, was passiert sein könnte.“ Ich überlegte: „Also entweder waren die fünf Männer Hunter und hatten einen Kampf gegen diese Vampire und starben dabei.“

„Aber dann hätte die Polizei Hunterwaffen am Tatort finden müssen.“ Unterbrach mich Akuma. „Stimmt schon, aber Tá súil hätte die Waffen verschwinden lassen können.“ Ich dachte weiter nach. „Obwohl dann hätte sie auch die Leichen beseitigt. Und ich hätte was bei meinen Nachforschungen vor fünf Jahren was darüber gelesen.“

„Und die zweite Möglichkeit wäre, dass irgendjemand die fünf Männer und die Vampire getötet hat.“ Meinte Akuma und er hatte gar nicht so unrecht. Das könnte wirklich passiert sein, es kam oft vor, dass Menschen mit Vampiren arbeiteten. Meistens waren es Menschen, die ein Nutzen aus den Fähigkeiten der Vampire ziehen wollten. Und es waren nie Hunter. Zumindest dem konnte ich sicher sein.

„Und irgendjemand muss sich in diesen Ermittlungen eingemischt haben.“ Sagte Akuma und riss mich aus meinen Gedanken. „Du hast recht. Irgendjemand hat den Verdächtigen aus der Schussbahn geholt und es so gedreht, dass er unschuldig ist.“ Stimmte ich ihm zu. Ein sehr seltsamer Fall.

„Aber sag mal, wie bist du eigentlich auf diesen Artikel gekommen und warum kommst du auf den Gedanken das er was mit Dad zutun hat?“ fragte ich neugierig nach.

„Hmm? Na, ich habe schon angefangen etwas nachzuforschen. Schließlich kenne ich dich, wahrscheinlich hast du nur innerhalb des Hunterverbands und der Tá súil nachgeforscht. Zudem kam es mir seltsam vor, dass dieser Vorfall, ein paar Tagen nach dem Mord an deinem Dad, geschah.“ Ein warmes Gefühl durchströmte mich und ein sanftes Lächeln schlich sich auf meine Lippen.

Das war mein Akuma.

Wie immer konnte ich mich auf meinen besten Freund verlassen.

„Wie immer hast du recht, die lokalen Medien und die Menschenwelt habe ich gar nicht Betracht gezogen.“ Das Wort Menschenwelt betonte ich extra. Nicht das irgendwas schlecht an dieser Welt war, aber wir beide wussten, dass zwei Welten auf dieser Erde existieren. Eine öffentliche und eine geheime…

„Haha, schließlich kenne ich dich am besten.“ Lachte Akuma stolz auf sich. Auch ich musste kichern. Wohl aber übel musste ich ihm recht geben, ich glaubte selbst, dass er wirklich die einzige Person war, die mich am besten kannte. So blöd es sich anhörte, aber nicht mal Kaito und O-too-san kannten mich so gut wie Akuma.

Mit einem Mal wurde ich still. Mir kam wieder Shiki-senpai in den Sinn.
„Was ist los, Raiu?“ Auch Akuma hatte aufgehört zu lachen und seine tiefe Stimme hatte wieder einen ernsten Ton angenommen.
„Ich muss dir was erzählen...“

„Na dann leg mal los.“ Brummte Akuma und hörte mir einfach nur zu. Und ich erzählte ihm alles haargenau über Shiki-senpai. Die erste Begegnung, wie er mich vor Aido-senpai gerettet hatte, der Traum und das Treffen am See. Kein Detail ließ ich aus. Nicht wie ich darüber dachte und wie mich diese Begegnungen verwirrten.

„Na warte, bis ich diesen Aido in die Finger kriege.“ Knurrte Akuma zornig und knirschte mit seinen Zähnen.
„Das ist alles was dir dazu einfällt?“ Ich musste grinsen. Typisch Akuma.
„Natürlich nicht, aber was fällt dem ein sich an dir zu vergreifen.“ Murrte Akuma. „Zu vergreifen...? Da hört sich ja an..“ murmelte ich. „Du weißt genau was ich meine.“ Meinte Akuma unwirsch. „Jaja, aber zurück zum Thema.“ Entschied ich „Was denkst du soll ich tun?“

„Hmm, schwierig, aber ich denke du solltest auf dein Gefühl vertrauen. Wenn du meinst, dass er dir wirklich so vertraut vorkommt, sollest du dem nachgehen. Vielleicht bist du ihm wirklich einmal begegnet. Schließlich kommt dieser Traum nicht von irgendwo. Und was diese Sache mit dieser Hunterehre angeht. Solange du das Richtige tust, kann es dir egal sein die beiden dazu sagen.“ Mit den beiden meinte er natürlich O-too-san und Kaito. Die drei standen wirklich auf Kriegsfuß zueinander.

„Es geht ja nicht nur um die beiden, sondern auch das ich mich nicht so einfach mit Vampiren einlassen sollte.“
„Du lässt dich ja nicht mit dem ein. Du triffst dich ja nur mit ihm.“ Ich blieb still. Ich wusste ja, dass Akuma recht hatte, aber irgendwas sträubte sich in mir dies zu tun.
„Hör zu, du hast doch gesagt, dass du keine Abneigung gegenüber ihm verspürst. Vielleicht bedeutet das was.“

„Hmm, vielleicht hast du recht.“ Mumelte ich und fuhr mir durch Haar. Leider verfing sich meine Hand in meinen Locken, was immer passierte, wenn ich das tat. Ich sollte das wirklich lassen.
„Natürlich habe ich recht.“ Triumphierte Akuma. „Hör zu, Raiu, du hast die Wahrheit verdient. Vielleicht hat dieser Vampir nichts mit dir und deinem Dad zu tun oder vielleicht hat er doch. Das findest du aber nur heraus, wenn du dem nachgehst.“
Nachdem ich dies gehört hatte, schrumpften meine Zweifel. Akuma hatte recht, wenn ich nichts wagen würde, würde ich auch nichts gewinnen.
„Was würde ich nur ohne dich tun, Akuma?“ Ich lächelte sanft.

„Du würdest weiterhin zweifeln, meine kleine Gewitterwolke.“ Lachte Akuma und ich wusste, dass er recht hatte.
Wir telefonierten noch eine Weile und planten, des Weiteren seinen Besuch. Glücklich erzählte ich Akuma, dass er in meinem Zimmer wohnen konnte und dass O-too-san noch nichts wusste.
„Na, der wird sich ja freuen.“ Meinte Akuma schadenfroh. Ich freute mich nicht gerade, wenn er es rausfinden würde. Das würde wieder Krach geben.
Mittlerweile war die Sonne untergegangen und der Mond schien in mein Zimmer und erhellte den Raum.

„Ich muss jetzt los, Raiu, ich habe noch ein Treffen.“ Ein beklemmtes Gefühl machte sich in mir breit. Ich machte mir immer Sorgen, wenn er ein solches Treffen hatte.

„Pass bitte auf dich auf.“ Murmelte ich und meinte es auch so
„Mach ich doch immer.“ In seiner Stimme schwank ein sanfter Ton mit.
„Wir hören uns, Raiu.“
Nachdem wir aufgelegt hatten, saß ich noch eine Weile ruhig im halbdunklen Zimmer.

Dank Akuma hatte ich mich entschieden.
Ich würde mich morgen wieder mit Shiki-senpai treffen.
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