Erste Zärtlichkeiten

von vacths
GeschichteRomanze / P18
19.01.2019
21.01.2019
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Sue und René verbrachten den Nachmittag am See in der Nähe von Schloss Einstein. Sie lagen nebeneinander auf einer Picknickdecke an ihrem Lieblingsplätzchen, das sich unter einer grossen Eiche befand und eher etwas abgeschieden lag. Die Sonne schien, es war angenehm warm und sie teilten sich eine Packung frische Erdbeeren.
«Boah, die sind so gut! Und so süss!» René stopfte sich gleich zwei Erdbeeren auf einmal in den Mund. «Fast so süss wie du!»
Sue lachte. «Spinn nicht rum! Und schling nicht so, ich will auch noch ein paar abhaben!»
Er grinste sie an.
«Du hast einen total roten Mund», meinte Sue und grinste ebenfalls.
«Deiner ist noch röter!»
«Das kann nicht sein, du hast viel mehr davon gegessen als ich!»
«Ich wette, dass deine Küsse jetzt nach Erdbeere schmecken…» René zog Sue an sich heran und sie legte sich halb auf ihn.
«Und deine erst…» Sie küssten sich leidenschaftlich. René fuhr über Sues Haare und streichelte über ihren Rücken, während sie ihre Finger in seinen Haaren vergrub. Als Sue sanft seinen Hals küsste und an seinem Ohrläppchen knabberte, stöhnte René leise auf. Seine Finger wanderten vorsichtig unter Sues T-Shirt und er begann, sie am unteren Rücken und am Bauch zu streicheln. Das Gefühl seiner Fingerspitzen auf ihrer Haut löste in Sue ein angenehmes Kribbeln aus. Wieder versanken sie in einem leidenschaftlichen Kuss. René zog Sue ganz auf sich drauf, umschlang sie mit seinen Armen, presste sie fest an seinen Körper. Wieder stöhnte er leise. Sue konnte seine Erregung spüren. Dass sie bei René so etwas auslöste, schmeichelte ihr zwar, aber sie wusste noch nicht so recht, wie sie reagieren sollte.
Noch immer küssten sie sich intensiv. Renés linke Hand wuschelte durch ihre Haare. Ohne sich von seinen Lippen zu lösen, begann Sue, sich langsam und sehr vorsichtig an seinem Körper zu reiben. Dann wanderten ihre Lippen von seinem Mund zu seinem Hals. Die sanften Bisse, die er von Sue bekam, liessen René wieder aufstöhnen, diesmal etwas lauter als zuvor. Noch immer rieb Sue sich vorsichtig an ihm. Das Kribbeln in ihr wurde stärker. René schnappte nach Luft, als Sues Becken sanft über seine harte Körpermitte glitt. Sue küsste ihn wieder mit Zunge.

Doch plötzlich schob er sie weg und setzte sich schnaufend auf.
«Hey, was ist denn los?» Verwundert schaute Sue zu ihm hoch und blinzelte. Sie war etwas verwirrt und schien gedanklich immer noch bei dem intensiven Kuss zu sein.
Beide hatten glühende Wangen und rot verschmierte Erdbeermünder.
«Ach, nichts…» René vermied es, Sue anzuschauen. Stattdessen schaute er an sich herab und versuchte, tief ein- und auszuatmen. In seiner Jeans zeichnete sich immer noch deutlich eine Beule ab.
«Hab ich was falsch gemacht?» Sue setzte sich ebenfalls auf und legte ihren Kopf auf seine Schulter.
«Nein, nein», sagte René mit einer etwas heiseren Stimme. «Es war schön.»
«Warum willst du denn aufhören?», fragte Sue. Etwas leiser fügte sie hinzu: «Mir hats auch gefallen.»
«Ich will ja eigentlich gar nicht aufhören.» Er seufzte.
«Aber?»
«Aber… wenn wir weitergemacht hätten, dann…» René biss sich verlegen auf die Unterlippe und schaute wieder an sich herab. «Dann wäre ich vielleicht… naja, du weisst schon.»
Sue wurde noch röter im Gesicht. Ihr war nicht entgangen, dass er noch immer eine Erektion hatte. Schnell wandte sie ihren Blick von seiner Beule ab und starrte zum See.
«Findest du mich jetzt pervers?», fragte René verunsichert.
«Quatsch. Ganz bestimmt nicht.» Sue legte einen Arm um ihn.
«Äääh also Sue, könntest du mich vielleicht einen Moment lang loslassen? Sonst beruhigt sich mein Körper gar nicht mehr…» René wurde rot.
«Ach, ja, äh, sorry…» Sue setzte sich ein Stück von ihm weg. «Du hast übrigens nen roten Mund.»
«Du auch.»
Beide wischten an ihrem Gesicht rum und schwiegen.

«Und, hast du dich … äh… beruhigt?», wollte Sue nach einigen schweigsamen Minuten wissen.
«Ja, ich glaub schon.» René grinste und griff nach der Hand seiner Freundin. «Du, Sue, kann ich dich mal was fragen?»
«Ja, um was geht’s denn?» Sue wurde nervös; sie hatte keine Ahnung, was jetzt kommen würde.
«Als du mit Thomas zusammenwarst, hast du eigentlich mit ihm… geschlafen?»
Beide wurden zeitgleich rot.
Sue schüttelte den Kopf. «Nein, hab ich nicht.»
«Warum nicht? Er war ja ein bisschen älter als du. Da hab ich mir gedacht, dass…»
«Naja, so oft haben wir uns ja auch wieder nicht gesehen. Und mehr als knutschen und schmusen wollte ich damals nicht.»
«Und mit David? Der war doch auch mal dein Freund, oder?»
Sue lachte. «Mit David? Nee, also als ich mit dem zusammen war, waren wir ja noch Kinder! Mehr als Küssen lief da nicht. Damals war ich auch noch nicht an solchen Sachen interessiert.»
«So, so.» René schmiegte sich an sie. «’Damals noch nicht’ – heute schon?»
«Und du? Hast du mit Konny geschlafen?» Sue wollte das Thema wechseln.
«Nee.» René lachte. «Das hätte ich mir auch nicht vorstellen können. Ich glaube, dafür waren meine Gefühle zu Konny nicht stark genug.»
René stand auf. «Komm, lass uns zurück ins Internat gehen.»
Seufzend erhob sich auch Sue und sie räumten den Picknickkram zusammen.

«Und du hattest auch nie ne französische Freundin, mit der mehr gelaufen ist als Knutschen?», fragte Sue, als sie losliefen.
«Nee.»
Die beiden schauten sich an.
«Dann bist du also auch noch Jungfrau?»
René nickte. «Ich hoffe, du findest das nicht schlimm.»
«Warum sollte ich das schlimm finden? Mir geht’s ja auch nicht anders.»
«Vielleicht hast du dir ja nen erfahrenen Freund gewünscht. In der BRAVO stand mal, dass 60% der Mädchen sich fürs erste Mal einen Freund wünschen, der mehr Erfahrung hat als sie.»
Sue boxte ihn kichernd in die Seite. «Seit wann liest du denn die BRAVO?»
Zum x-ten Mal an diesem Tag wurde René rot. «Naja», meinte er, «ich wollte mich halt ein bisschen informieren.»
«Informieren? Ach ja? Worüber denn?»
«Kannst du dir das nicht denken?»
Sue schwieg. René nahm ihre Hand und streichelte mit seinem Daumen über ihre Finger.
Dann holte er tief Luft und sagte: «Sue, ich bin so verliebt in dich und ich würde wirklich echt gern mit dir schlafen.»
Sie blieb stehen, liess aber seine Hand nicht los. Verlegen sah sie auf ihre Füsse.
«Könntest du dir das denn nicht vorstellen?», wollte René wissen. «Ich könnte mir ehrlich gesagt kein anderes Mädchen für mein erstes Mal vorstellen. Du machst mich ganz verrückt!»
«Das hab ich gemerkt.»
Beide lachten verlegen, dann herrschte wieder Stille.
«Ich könnte es mir vorstellen.»
René schaute Sue an, sie lächelte verlegen und verliebt.
Sie liefen weiter.
«Lass es uns einfach langsam angehen, okay?»
«Klar, wir haben Zeit. Ich will dich ja nicht drängen!»
«Ich weiss.»
Er legte seinen Arm um sie.
«Ich will, dass es für uns beide schön wird, Sue.»
«Das wird es bestimmt.»