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Kizuna

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Gen
Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro OC (Own Character) Shun Kazami
18.01.2019
29.03.2019
5
19.333
3
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Dieses Kapitel
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21.03.2019 3.969
 
Das Mädchen hatte sich zurück in ihr Forschungsraum zurückgezogen und setzte sich an eines der PCs dran. Mit geschickten Fingern suchte sie die Verbindung raus und stellte die Verbindung zusammen. Ihre Freunde in ihrer Heimat schienen einige Zeit brauchen, um den Anruf zu bemerken und anzunehmen. Nach einer gewissen Zeit ging auch schon der Erste dran. „Hey Mira. Lang nicht mehr gesehen“, begrüßte dieser mit einem freundlichen Ton. „Hey Ace und Percival. Es ist in der Tat schon etwas her, was?“, kommentierte sie leicht lächelnd. „Was verschafft mir beziehungsweise uns die Ehre?“, fragte er leicht spitz, während Percival nur freundlich zurück grüßte, und Ace stemmte seine freie Hand an seiner Hüfte. „Ich werde darüber sprechen wenn Baron auch ran geht“, schob sie die Frage vorerst zur Seite. Ace selbst konnte nur mit den Schultern zucken und sagten: „Na gut. Dann warten wir mal auf ihn“ „Davon abgesehen… wie sieht es überhaupt derzeit in Vestel aus. Irgendetwas neues?“, versuchte das Mädchen dadurch ein kurzes Zwischengespräch anzufangen, während sie auf Baron warteten.
Der Junge schmunzelte nur etwas bevor er zur Antwort ansetzte: „Also eigentlich gibt es hier nichts sonderlich viel neues. Alles ist mehr oder minder gleich geblieben. Oh aber Baron lebt nach all der Zeit endlich mal in einem eigenen Apartment.“ Darüber ein wenig überrascht harkte Mira nach: „Ach tut er das?“ „Ja. Die Wohnung ist allerdings nicht sonderlich weit von seinem Elternhaus entfernt und er geht sie, versucht zumindest, jedes Wochenende besuchen und passt auf seine jüngeren Geschwistern auf und unternimmt etwas mit ihnen.“, erzählte er weiter, worauf er nur ungläubig den Kopf schütteln konnte. „Er wird wohl immer sehr an seiner Familie hängen. Nicht das ich es ihm übel nachsehe oder so. Es passt einfach zu ihm“, kommentierte er, was bei Mira nur ein amüsiertes Lachen entlockte. „Du hast recht. Es wäre ja ansonsten nicht Baron.“, stimmte sie ihm damit zu, als ein weiteres Bildschirm sich anschaltete. „Sorry das ich zu spät bin ihr beiden. Wartet ihr schon lange auf mich?“, begrüßte die Person, über den die beiden sich bis eben noch unterhalten entschuldigend. „Aber nicht doch Baron. Ich hoffe ich störe dich nicht bei etwas“, verneinte Mira sofort, worauf der Lilahaarige abwinkte. „Ach nein, das tust du doch nie Mira. Wir sind immerhin immer für dich da“, grinste der Junge breit, worauf Ace auch nur zustimmen konnte. „Also Mira… Was gibt es?“, fragte Baron neugierig und sah interessiert in die Kamera. „Ich weiß, es klingt etwas merkwürdig, aber…“, sie unterbrach sich kurz und lächelte dezent schief. „ich wollte euch bitten mir bei der Suche nach Dan zu helfen“, beendete sie ihr Anliegen. „Eh? Dan-sama ist nicht auf der Erde bei euch in Bakugan City?“, fragte Baron sichtlich verwundert, worauf Mira nur mit hängendem Kopf den Kopf schüttelte und meinte: „Leider nein Baron. Er ist nach der Liga einfach verschwunden und wir wissen nicht wo er nun hin verschwunden ist.“ „Warum tut Dan-sama das?“, fragte Baron weiter, während Ace eine andere Frage stellte: „Aber warum suchst du Dan überhaupt, Mira?“
Kurz schwieg Mira bevor sie antwortete: „Wir brauchen seine Hilfe, aber er geht nicht an sein Gerät ran.“ „Wobei braucht ihr denn bitte Hilfe?“, fragte Baron anschließend weiter und deutete mit seiner freien Hand auf sich. „Ich mein… wir helfen dir bei dem Problem natürlich gerne Mira. Nicht wahr Ace?“, meinte er und wandte sich auch gleich an seinen Kumpel aus der Bakugan-Widerstandes. „Natürlich würde ich auch aushelfen“, meinte dieser trotzig, blickte aber wieder zu Mira. „Also? Wobei brauchst du Hilfe?“, fragte er, was bei Mira nur erneutes Schweigen auslöste. „Entschuldigt ihr beiden, aber bei diesem Problem kann uns nur Dan aushelfen.“, entschuldigte sie sich damit bei den beiden, was bei Ace Skepsis auslöste. „Was hat Dan, was wir nicht haben?“, fragte er spitz und verengte seine Augen. „Ich bitte dich Ace mir zu vertrauen. Ihr würdet mir wirklich sehr helfen, wenn ihr in Vestel schauen könntet ob Dan sich dort aufhält oder nicht“, meinte sie mit ernster Stimme.
Dieses Mal war es Ace der sich in Schweigen hüllte. „Bitte Ace“, bat Mira noch einmal mit Nachdruck, worauf dieser nur mit der Augenbraue zuckte und sich anschließend mit seiner Hand durch sein Haar fuhr. „Argh! Fein. Du wirst schon deine Gründe für diese Bitte haben“, gab er schlussendlich nach und sah vom Bildschirm weg. „Oh ich danke dir Ace“, bedankte sich das Mädchen mit einem erleichtertem Lächeln. „Selbstverständlich helfe ich dir auch. Wie Ace schon sagte, du wirst schon deine Gründe für haben“, stimmte Baron also zu und sah kurz nachdenkend nach oben. „Aber sag mal… Darf ich jemanden bei der Bitte einweihen?“, harkte er neugierig nach. Kurz runzelte Mira die Stirn und fragte: „Wen möchtest du denn mit einbinden?“ „Na… Corey. Ace und ich haben ihn vor einiger Zeit getroffen. Er ist mein Nachbar in der neuen Wohnung und na ja… Er ist echt korrekt und hat sein Herz am rechten Fleck, ich verspreche es dir!“, erzählte er und sah zu Ace. „Was meinst du dazu Ace?“, fragte er interessiert, worauf dieser kurz laut nachdachte. „Hmmmm… Ich denke es wäre keine allzu schlechte Idee ihn damit zu bitten. Er wird vielleicht auch einige Nachfragen haben, aber ich bin mir sicher, dass er der Bitte nachgehen wird, wenn er merkt, dass sie vom Herzen kommt.“, meinte dieser, worauf Mira kurz zur Seite sah. „Meinetwegen… Wenn ihr der Meinung seid, dass man ihm vertrauen kann, dann möchte ich euch auch vertrauen“, meinte sie und nickte. „Sollte es jemand irgendetwas geben, zögert euch nicht mich zu kontaktieren.“, sagte Mira mit ernster Stimme und lächelte danach warm. „Das werden wir Mira.“, meinte Ace knapp und hob die Hand. „Bis demnächst und nochmals vielen Dank für eure Hilfe“, bedankte sie sich und nach und nach schlossen sich die Fenster der beiden und Mira lehnte sich an ihre Sitzrücklehne zurück. „Hoffentlich finden wir ihn…“, murmelte sie leise und strich sich einige Strähnen aus dem Gesicht.

Die Verbindung zu dem Gespräch wurde somit beendet und Baron saß in seinem alten Zimmer im Familienhaus. „Dan-sama hm?“, murmelte er nur leise vor sich hin. „Wobei sie Dan wohl brauchen?“, fragte Nemus neugierig und drehte sich zu seinem Partner. „Das wüsste ich selbst echt gerne Nemus, aber Mira wird schon ihre Gründe haben uns den Detail vorzuenthalten“, meinte er zuversichtlich und grinste breit. „Da gebe ich dir auf jeden Fall recht Baron. Trotzdem…“, meinte das Bakugan nur leise und verfiel in ein nachdenkliches Schweigen. „Ach Nemus. Wir sollten uns lieber nicht allzu viele unnötige Gedanken darum machen, meinst du nicht auch?“, fragte der Junge nur optimistisch und drehte sich wieder zu seinem Gerät. „Wenn du der Meinung bist Baron“, gab dieser nach kurzer Zeit nach und sah zu wie der Junge einen Kontakt heraussuchte und versuchte eine Verbindung aufzubauen. Es dauerte nicht sonderlich lange bis die andere Seite die Verbindung annahm und ein bekanntes Gesicht kam auf dem Bildschirm auf. „Hey Kumpel“, begrüßte Baron ihn heiter. „Hey… Was gibt es?“, fragte dieser nur knapp. „Hör mal… können wir uns morgen Vormittag im Park treffen? So um 11?“, fragte er ihn und fügte noch hinzu: „Ich habe da etwas mit dir zu besprechen.“ Der Junge an der anderen Leitung schwieg kurz und fragte: „Und warum nicht via Anruf jetzt?“ „Ach… du weißt schon… Angesicht zu Angesicht fühlt sich einfach richtig sein.“, meinte er und kratzte sich am Hinterkopf. „Meinst du nicht?“, fragte Baron etwas unsicher nach, worauf der Junge nur zur Seite blickte. „… da ich morgen nichts vor habe, habe ich tendenziell nichts dagegen… Aber warum der Park?“, fragte er nach, worauf Baron breit grinste und meinte: „Weil ich meinen Geschwistern versprochen habe, morgen Vormittag mit ihnen in den Park zu gehen“ „Du willst damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen…“, sagte er nur knapp und sah ihn kurz ungläubig an, bevor er tief seufzte. „Aber okay… Dann sehen wir uns morgen“, meinte er und wartete eigentlich gar nicht mehr auf die Verabschiedung von Baron ab und beendete den Anruf abrupt. „Wie immer viel zu schnell auf dem Auflegen Knopf“, kommentierte Baron etwas enttäuscht. „Na ja… dafür sehe ich ihn ja morgen“, grinste er und sah zu Nemus. „Du wolltest doch nur das Corey mal wieder raus geht, da er recht selten aus seiner Schale herauskommt, nicht wahr?“, fragte sein Partner direkt. Mit einem Daumen hoch nickte Baron. „Korrekt! Ich mein… Als Kumpel mache ich mir eben Sorgen um ihn. Die ganze Zeit nur in der Wohnung zu hocken kann doch nur ungesund für den Körper sein“, meinte er zu seiner Verteidigung und stand langsam von seinem Stuhl auf. „Wie dem auch sei… Mama wollte das ich für sie einkaufen gehe. Also lasst uns nun gehen Nemus!“, sagte und griff nach seinem Partner, ehe er aus seinem Zimmer hinausstürmte und sich auf den Weg machte.

Mit den Händen in den Hosentaschen, den Kopf gesenkt und mit halb offenen Augen machte sich der dunkelblondhaarige Junge auf den Weg zum gewünschten Treffpunkt, den ihm sein neu gewonnener Freund ausgewählt und entschieden hatte. Obwohl der Junge mit den eisblauen Augen eigentlich gar nicht wirklich wusste, wieso er den aufgeweckten Bakugan Spieler seinen Freund bezeichnete oder wieso er überhaupt Zeit mit dem ältesten der Familie verbrachte, unterhielt sich Corey trotzdem mit ihm und verstand sich merkwürdigerweise sogar mit ihm. Selbst wenn Baron ihm in den seltensten Fällen wirklich aktiv zuhört, da er, wie Barons bester Kamerad und Freund Ace immer sagt, ‚einen echt monotonen Ton in der Stimme hat, wo es einem echt schwer fällt ihm bis zum Ende zuzuhören.‘ Was konnte er denn dafür, dass er selten so viel Enthusiasmus an den Tag legte wie der Haos Spieler Baron oder so hitzköpfig war wie Ace. Immerhin war Corey auch nur Corey gewesen, selbst wenn sein Partner ihm oft strikt sagt, er solle mehr Kraft in seine Stimme stecken. Wie dem auch sei wollte Baron sich mit dem Jungen im Park treffen, da etwas wichtiges aufgekommen ist, wofür der gute große Bruder eventuell Hilfe benötigt. Und wenn Baron eventuell meinte, dann meinte er eigentlich, dass er definitiv Hilfe bei der Sache brauchte. So viel hatte der blonde Junge aus Vestel schon gelernt gehabt.
Als er im Park angekommen war, war der junge Haos Spieler schon mit seinen ganzen Geschwistern dort und spielten fröhlich auf den Geräten, während Baron seine kleine Schwester Maron auf den Schulter trug. Ein leichtes Schmunzeln huschte Corey über die Lippen, während er dem großen Bruder dabei zusah ein gutes Auge auf seine ganzen jüngere Geschwister warf. Doch als Baron seinen guten Freund näher kommen sah, hob er kurz eine Hand zur Begrüßung und schrie: „Da bist du ja Corey. Wo warst du denn so lange?“ Kurz blinzelte der Dunkelblonde und sah sich nach der Parkuhr um, ehe er mit der Schulter zuckte. „Ich weiß nicht, was du meinst. Laut der Parkuhr bin ich pünktlich angekommen“, meinte er ruhig und überbrückte die letzten Meter zu ihm.  Da Baron etwas größer war als er selbst, musste Corey seinen Kopf heben, um dem Jungen in die Augen zu blicken. „Also… Was gibt es?“, fragte er, während er seinen Kopf leicht zur Seite legte. „Du klingt ja recht wenig begeistert“, kommentierte Baron, worauf Corey nur zur Seite sah etwas trotzig entgegnete: „So klinge ich immer…“ Langsam seine kleine Schwester wieder am Boden absetzend kratzte sich Baron danach an der Wange und fragte: „Ach echt?“ Kurz verabschiedete sich der Ältere der beiden bei Maron, die sich entschloss zu den anderen Geschwistern zu gehen, während Corey ihr nur stillschweigend hinterher winkte und anschließend antwortete: „Echt.“
Vielleicht weil Baron nicht unbedingt wusste was er darauf noch sagen sollte, herrschte eine unangenehme Stille zwischen den beiden, das Corey nur mit einem lauten Aufseufzen kommentieren konnte. „Also… warum hast du mich nun dazu gebracht in den Park zu kommen.“, fragte er und sah wieder zu den jüngeren Geschwistern des anderen. „Ich hoffe doch nicht nur, weil wir uns seit einiger Zeit nicht mehr gesehen haben.“, meinte er, leicht drohend, bevor er sein Gesicht wieder zu dem Jungen wandte. Sofort abwehrend hob Baron seine Hände vor sich und schüttelte den Kopf. „Aber nicht doch Corey. Es hat einen ganz anderen Grund, glaub mir“, versicherte er dem Jungen also und stemmte seine Hände an seiner Hüfte. „Okay? Welchen?“, forschte der Junge nun weiter und starrte den größeren Jungen direkt ins Gesicht. „Du kennst doch Mira… oder?“, fragte Baron zum Einstieg. Kurz senkte Corey seinen Blick, als müsste er überlegen, nickte aber danach langsam. „Mira Clay. Die Anführerin des Bakugan-Widerstands und eine gute Freundin von dir und Ace. Was ist mit ihr?“, fragte er weiter, nachdem er kurz ein paar Daten aufgelistet hatte und sah ihm wieder in die blauen Augen. „Na ja… sie hatte gestern durch gerufen und gefragt, ob wir bei etwas helfen könnten“, erzählte Baron ihm, was bei Corey nur dazu brachte fraglich die Augenbraue zu heben. „Okay…? Wobei braucht sie Hilfe. Ist sie nicht super clever und ist Technikerin geworden?“, erfragte er weiter. Baron, welcher seine Hand an seinen Nacken gelegt hatte, bejahte nur knapp und ging weiter auf die Bitte des Mädchens ein: „Na ja schon, aber diese Bitte hat nichts mit Technik oder so zu tun. Verstehst du was ich meine?“ Kurz erwiderte Corey die nicht wirklich gestellte Frage, bevor Baron weiter sprach: „Es geht eher darum nach jemanden zu suchen. Also hier in Vestel.“
Erneut starrte Corey den Jungen stumm an, bevor er seinen Kopf erneut zur Seite legte und fragte: „Wen?“ „Na ja… Dan…-sama“, gab der Junge schließlich von sich, was aus Corey nur weiteres Schweigen entlockte. „Warum sucht sie bitte Dan? Sollte dieser nicht auf der Erde sein, da wo sie gerade ist?“, fragte er etwas missmutig und hatte seine Schulter hängen gelassen. „Eigentlich ja schon… aber dann wiederum auch nicht… Ach ich weiß es nicht genau“, meinte Baron etwas frustriert und ließ seinen Kopf ein wenig hängen, als würde er wirklich darüber nachdenken, was jetzt eigentlich wirklich los war. „Alles klar…“, antwortete Corey nur leise und richtete seinen Kragen seines schwarzen Hemdes etwas zurecht. „Laut Mira sollen wir einfach nur in Vestel schauen, ob hier irgendwo Dan Kuso ist und mehr nicht?“, fasste Corey die Bitte noch einmal kurz zusammen, worauf er nur ein müdes Nicken erhielt.
Kurz dachte Corey darüber nach. Wieso brauchte Mira bitte Dan? Für was denn eigentlich genau? Sollte sie nicht wissen wo der Held von neu Vestroia sich derzeit aufhielt, da sie, seit sie zu ihnen auf die Erde gegangen ist, Zeit mit ihm verbracht und ausgeholfen hat? Ist irgendetwas vorgefallen, sodass sie wieder Hilfe brauchten oder überdachte Corey das Ganze einfach gerade und das Insgesamte war eigentlich nur etwas ganz kleines? Schnell verwarf er seine Gedanken und wandte sich stattdessen wieder zu seinem neuen Freund. „Davon mal abgesehen… Wieso eigentlich hast du um den heißen Brei herum geredet?“, harkte Corey etwas neugierig nach. Fraglich hob Baron wieder seinen Kopf und sah mit gerunzelter Stirn zu ihm. „Was meinst du damit?“, fragte er nach, worauf Corey nur eine Hand hob und meinte: „Na… Für die Bitte hätte ich nicht die Information gebraucht von wem sie eigentlich stammte, oder nicht? Hätte da nicht einfach ein: ‚Ich suche Dan Kuso, kannst du mir helfen ihn zu suchen? Er könnte eventuell hier auf Vestel sein und kann da ein paar mehr Augen benötigen. Bitte Dankeschön‘ gereicht oder etwas in der Art?“
Dieses Mal war es Baron der kein Wort herausbrachte und somit das Schweigen begann, bevor er sich etwas aufgebracht vor Corey beugt und meinte: „Denkst du wirklich das hätte gereicht, damit du einverstanden wärst? Du hättest danach ehrlich keine weiteren Fragen gehabt, wo ich nicht hätte sagen müssen, für was ich deine Hilfe brauche?“ Corey sah zur Seite und dachte nach. „Wenn ich darüber genauer nachdenke… Nein. War also doch ganz hilfreich“, entgegnete er kurz und zuckte mit der Schulter. Mit dem Gefühl sich die flache Hand ins Gesicht schlagen zu müssen kommentierte Baron nur traurig: „Siehst du? Du hättest nachgefragt.“ „Ja… aber du hättest alles auch einfach auf einmal erzählen können, als es dir einzeln aus der Nase ziehen zu lassen.“, versuchte Corey sich zu verteidigen. „Ha. Baron hat dich dumm in die Wäsche sehen lassen“, lachte eine Stimme den Kleineren leicht aus und tauchte wenige Momente später zwischen den beiden auf. „Hat er nicht“, meinte Corey knapp und sah auf seinen Partner leicht herab. „Aber natürlich hat er das“, spitzelte die schwarze Kugel amüsiert weiter. „Nein“, antwortete er knapp und er griff nach seinem Partner. „Was auch immer“, grummelte er leise und sah stattdessen zu Baron rüber. „Wie immer so eine gute Verbindung ihr beiden“, kommentierte Baron leise. „Man muss auch nicht von außen her in Harmonie erscheinen, Baron. Solange sie sich im Herzen verstehen, sehe ich in der Kombination keinerlei Komplikationen“, bemerkte Nemus nebensächlich, worauf Corey nur seine Augen zusammenkneifen konnte und fragte: „Hat Varumas und meine Verbindung gerade irgendetwas mit der Bitte zu tun? Sicherlich nicht.“
„Tut mir ja leid“, meinte Baron letzten Endes nur und seufzte schwer. „Hilfst du denn?“, fragte er leise, um wieder das Thema von vorhin aufzugreifen, da er noch immer keine Antwort von seinem Kumpel bekommen hat. Darauf sah Corey nur zur Seite und gab nur ein: „Hmmm“ von sich. „Wow klasse Corey, ich danke dir vom ganzen Herzen!“, bedankte er sich bei ihm hocherfreut und drückte den schmalen Jungen stürmisch an sich. „Ich habe aber gar nicht-“, er musste sich unterbrechen, da ihm die Luft leicht abgedrückt wurde und er dem Stärkeren mehrmals auf die Schulter klopfen musste. Als Zeichen, dass er keine Luft mehr bekam. Er brauchte allerdings einige Zeit, ehe er herausfand was das leichte Klopfen zu bedeuten hatte, aber er ließ ihn danach auch sofort los, sodass sich Corey Lungen wieder mit Luft füllen konnten. Währenddessen lachte Varuma nur in der Hand des Jungens in sich hinein und scheute sich nicht seine Schadenfreude offen zu zeigen.
Nachdem er sich wieder sicher war das er wieder normal atmen konnte, sah Corey ungläubig zu dem Jungen hinauf: „Ich werde mich umsehen, kann aber für nichts versprechen.“ In Gedanken allerdings hatte der Junge allgemein große Zweifel Dan hier wirklich zu finden und dass hinter der Sache noch viel mehr hinter steckte, als ihnen nur preis gegeben wurde. Dafür hatte der Junge einfach ein zu gutes Gespür.

Zu einer ähnlicher Zeit spielte ein Junge mit orangefarbenem Haar mit einigen Schlüsseln herum, während eine Frau an seinem Arm hing und nach seiner Aufmerksamkeit bettelte. „Ach komm schon Talon, lasst uns noch ein wenig mehr Spaß zusammen haben“, flirtete sie mit ihm und strich ihm sachte über die breiten Schultern. „Hm?“, machte er nur und sah auf die Frau herab. „Wieso sollte ich Spaß mit dir haben?“, fragte er und schob sie, als sei sie ein Fleck Schmutz von sich und richtete sich seinen Kragen. Danach klopfte er sich seinen Ärmel sauber, als seien dort Dreckpartikeln drauf und vergrub danach seine Hände in seine Hosentaschen, nachdem er sein Jackett noch einmal ordentlich zurecht gezupft hat. Leichte Vibrationen waren von seiner Brusttasche zu vermerken, doch der Junge mit den violetten Augen schien sein Handy komplett zu ignorieren. Immerhin konnte sich der junge Mann aus Vestel sich schon denken, wer ihn schon seit Stunden versuchte zu erreichen. Wie eigentlich jeden Tag.
Um sich von den nervigen Vibrationen abzulenken kramte er in seine innen Tasche seines Jacketts und zog ein Packung Kaugummis heraus und warf sich eines gleich in den Mund. Auf diesem kaute er ein wenig griesgrämig herum und schenkte jedem, der ihn auch nur ansah, einen Blick der aussagte, dass man sich lieber von ihm fern hielt, wenn man keine Faust ins Gesicht haben wollte. Glücklicherweise mieden ihn eigentlich wirklich alle. Eigentlich. Wäre da nicht diese eine Gestalt in Weiß, die sich sogar demonstrativ ihm in den Weg stellte, sodass er nicht anders konnte als an ihr vorbeizugehen… Sollte Talon das wirklich tun. „Mach nicht gleich so viel Stress Talon… Es ist doch ein so schöner Tag“, meinte eine Stimme von seiner Schulter aus. „Schnauze, dich hat keiner Gefragt“, brummte er nur als Antwort, ohne seinen Blick von der Gestalt in Weiß abzuwenden. „Aus dem Weg.“, befahl Talon schlecht gelaunt und senkte seinen Kopf leicht. Egal ob diese Person nun blind oder einfach nur schwerhörig war wusste Talon natürlich nicht. Es würde ihn auch recht wenig interessieren. Er oder sie blockierte ihm, Talon Ashton, den Weg und schien sich nicht dafür zu interessieren ihm auch nur zu gehorchen. Diese Person müsste es wohl auf die harte Tour lernen, dass man sich nicht ihm widersetzte.
Seine Hände aus den Hosentaschen herausholend und nach seinem Partner auf der Schulter greifend meinte er nur: „Aus dem Weg oder es wird dir leid tun“, warnte er die Person, bekam darauf allerdings nur ein amüsiertes Lachen. „Es wird mir leid tun? Ich würde ja eher sagen, dass es dir leid tut mich zu unterschätzen“, antwortete die Person endlich mal. Und diese Antwort kotzte den Jungen nur noch mehr an. War es sein oder ihr ernst? „Du weißt einfach nicht, wer vor dir steht“, meinte er überheblich und drehte mit seinem Partner zwischen seinen Fingern. Doch das leichte Schmunzeln der Person regte ihn nur noch mehr auf. „Und was weißt du von mir?“, stellte sie die Gegenfrage und fügte ruhig hinzu: „Wahrscheinlich nicht viel, aber ich dafür mehr über dich, als du vielleicht denken magst“
Talon verengte seine Augen. Was sollte diese Person bitte schön von ihm wissen? Seinen Namen? Das war vielleicht ein Anfang, aber nicht so viel, wie sie gerade behauptete. Deswegen lachte er sie verspottend aus und fragte herausfordernd: „Hmpf. Und was?“ Erneut lachte die Person leise und hob langsam den Kopf und raunte etwas zu ihm ins Ohr. Danach legte die Person den Kopf zur Seite. „Liege ich damit etwa falsch?“, fragte sie dann nach, obwohl sie schon an dem wutentbrannten Gesichtsausdruck des Jungen erkennen konnte, dass sie mit ihren Fakten ins Schwarze und damit auch auf einen Nerv getroffen hat. „Wer bist du?“, fragte er zwischen seine zusammengebissenen Zähnen hervor, um nicht allzu laut zu sein. Währenddessen packte er die Person am Kragen und zog diese näher an sein Gesicht. „Hä? Was willst du von mir, sodass du eine Hintergrundrecherche von mir durchgeführt hast!“, fragte er äußerst sauer. „Talon! Du bist noch immer in der Öffentlichkeit“, mahnte sein Partner, doch der Junge reagierte nicht darauf. Stattdessen starrte er auf die Person herab und konnte sehen, dass vor ihm ein Mädchen stand. Eines, dass ein pinkes Auge hatte, dass direkt in seine Seele zu schauen schien. Er selbst konnte sich nicht von dem Auge lösen und wartete, für seine Verhältnisse, lange auf die Antwort. „Weil ich Hilfe gebrauchen kann“, sagte sie ruhig und legte ihm eine Hand auf die Wange. „Und ich wollte wissen was dein innigster Wunsch sein könnte.“, erklärte sie ihm, was ihr nur einen skeptischen Blick einbrachte. „Und das soll sein?“, fragte er bissig, neugierig, was sie nun als Antwort geben würde. „Freiheit. Erlösung von den Pflichten“, sagte sie und lächelte. „Ich erlöse dich von deiner Familie und lösche jegliche Fußspuren von dir, sodass du ohne Probleme von ihnen entfliehen kannst. Natürlich mit genügend Materialien, sodass du dein gewünschtes Leben führen kannst“, sagte sie und sah ihm direkt in die violetten Augen hinein.
Der Junge konnte ihr nur länger in das eine sichtbare Auge hineinsehen. Überlegen ob das wirklich möglich sei. „Wofür brauchst du Hilfe?“, fragte er nach längerer Zeit. „Eine falsche Fährte legen, mehr nicht“, meinte sie ruhig und wurde langsam vom Griff erlöst. „Tu das nicht Talon“, meinte eine gedämpfte Stimme, doch der Junge schien sie zu ignorieren. „Klingt einfach für ein solch großen Wunsch.“, meinte er verspottend, ging aber an ihr vorbei. „Ich helfe dir.“, waren seine letzten Worten, bevor er seinen eigenen Weg fortging. „Ich freue mich ein Deal mit dir zu haben“, lächelte sie leicht und sah ihm nur kurz nach, als er an ihr vorbei ging.
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