Kizuna

GeschichteFamilie, Freundschaft / P16
Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro OC (Own Character) Shun Kazami
18.01.2019
29.03.2019
5
19.333
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18.01.2019 900
 
Ihr Herz schlug schwer in ihrer Brust, während sie darauf wartete eine Audienz mit der Königin zu erhalten. Angespannt wartete das blauhaarige Mädchen vor den großen Flügeltüren des Thronsaals und wagte es noch nicht einmal laut zu atmen. Aus Panik, dies könnte die Situation nur noch verschlimmern. Ihre spitzen Augenschein wanderte durch den Flur und blieben bei den noblen Rittern hängen. Sie war einst einer dieser noblen Ritter gewesen und doch fühlte sie sich jetzt, als ehemalige vollkommen fehl am Platz und jeder Zeit bedroht in Gefangenschaft genommen zu werden. Schweigsam versuchte sie ihren Kloß im Halse hinunter zu schlucken. Erfolglos. Egal wie oft sie es auch noch versuchte, der Kloß blieb weiterhin im Halse.
Erst als sich die großen Türen des Thronsaals sich öffneten und einer der Ritter mit lauter und klarer Stimme sagte: „Lunae, Vertreterin der Spheara, Sie dürfen nun eintreten“ Sich anerkennend verneigend schritt das zierlich gebaute Mädchen mit geradem Rücken voran. Selbst wenn sie innerlich leicht zusammenbrach mit allem was dazu gekommen war, so durfte sie es nicht äußerlich zeigen. Mit einem festen Blick und erhobenen Kopf durchschritt Lunae schließlich die Schwelle und sie sah direkt auf den hohen, weißen Thron der Königin.
Auch wenn sie die brennenden und starren Blicke der Ritter auf ihren Körper spüren konnte, zögerte sie nicht, als sie vor der Treppe auf ihr eines Knie hinab stieg und würdevoll ihren Kopf vor der Königin verneigte. „Königin Fabia. Ich denke Ihnen für diese Audienz“, sprach sie mit einer recht festen Stimme. Leute, die sie besser kannten würden ihre Unsicherheit und Angst heraushören. Doch dies war hier nicht der Fall. Vielleicht zu ihrem Glücke. „Das ist kein Problem Lunae. Bitte erhebe dich und sag mir dein Anliegen“, antwortete die junge Königin und wie ihr gesagt wurde erhob sich das Mädchen und mit ihren Feenaugen blickte sie in das dunkle Grün hinein, ehe sie weiter sprach: „Ich bitte Sie, Königin Fabia, heben Sie den Verdacht gegenüber Solis auf“
Obwohl alle anderen Anwesenden des Thronsaals Lunae mit finsteren Blicken bestraften, so blieben die klaren Augen der Königin ruhig. „Du weißt, dass ich das nicht so einfach kann.“, entgegnete sie mit Ruhe in ihrer Stimme. „Selbstverständlich weiß ich das Königin, aber ich bitte sie trotzdem. Ich weiß dass es meine Schwester nicht gewesen sein kann!“, sagte sie nun etwas lauter und schritte leicht nach vorn. Eine sofortige Reaktion der Ritter rief diese Aktion hervor, doch mit einer Handbewegung von Königin Fabia wichen sie zurück. „Ich weiß wie sehr ihr euch nahe gestanden habt Lunea. Allerdings ist mir auch zu Ohren gekommen, dass ihr euch seit deiner Ernennung zum Vertreter der heiligen Spheara oft gestritten habt.“, meinte sie weiter und schloss ihre Augen. „Wie kannst du dir, trotz alledem behaupten, dass es Solis nicht gewesen sein kann?“, fragte sie mit fester Stimme.
Lunea kannte Königin Fabia noch, als sie eine Prinzessin war, so wusste sie auch, dass die Königin ihr gerne Glauben schenken wollte, es aber auf ihrer Postion nicht einfach konnte. Doch sie musste irgendetwas machen, bevor Solis als gesuchte Verbrecherin gesucht und gefangen genommen wurde. „Ich… Ich weiß es einfach Königin Fabia.“, entgegnete sie trotzig und senkte den Blick. „A-Auch wenn ich es derzeit noch nicht beweisen kann, so weiß ich es“, sagte sie nun mit einer leiser Stimme. „Lunea“, hauchte die Königin leise vor sich hin und schien sichtlich zu überlegen was sie machen sollte. Selbst Lunea dachte scharf nach und kam schließlich auf eine Idee. Eine Idee die zwar nicht unbedingt klappen musste, aber vielleicht verschafft es ihr etwas Zeit. „Ich… Ich bitte sie Königin Fabia. Bitte lasst mich beweisen dass es nicht Solis gewesen sein kann!“, meinte sie also erneut und drückte ihre rechte Handfläche auf ihre linke Brust, dort wo ihr Herz wie wild gegen ihre Brust schlug. „Bitte gebt mir nur eine Chance zu beweisen dass sie es nicht gewesen sein kann“, bat sie erneut und verbeugte sich tief vor der Königin.
Stille kehrte in dem Thronsaal ein. Eine Stille die die Nerven des Mädchens zu zerreißen anspannen ließ. Sich nicht trauend aufzusehen verharrte Lunea in ihre Position, bis schließlich ein leises Ausatmen zu hören war: „Einverstanden.“ Den Kopf Hoffnungsvoll hebend blickte sie wieder in die gütigen Augen der Prinzessin. „Durch deine treue Dienste als ehemalige noble Ritterin dieses Schlosses ist es das mindeste, was ich dir und deiner Schwester Solis anbieten kann. Bitte enttäusche mein Vertrauen in dir nicht Lunea“, gab sie ihre Entscheidung frei und lächelte. „Ich danke Ihnen“, bedankte sie sich, erneut tief verbeugend, bei ihrer Königin. „Ich werde Sie nicht enttäuschen Königin Fabia.“, fügte sie noch hinzu.
„Allerdings habe ich eine Bedingung“, kündigte sie noch an und mit leichter Überraschung blickte sie auf. „Dich muss jemand begleiten. Sei es einer der anderen noblen Ritter, ein weiterer Vertreter der heiligen Spheara oder einer der Soldaten von Gundalia. Bitte gebe mir noch heute Bescheid wer dich auf die Suche nach der Unschuld von Solis begleiten wird“, sagte sie und Lunea schluckte trocken. „Ich habe verstanden“, sagte sie mit klarer Stimme und verneigte sich noch ein letztes Mal, ehe sie die Audienz mit der Königin beendete. Auch wenn es ihr frei stand, wen sie mit nahm, so war Lunea schon sofort klar gewesen wen sie an ihrer Seite mitnehmen würde. Diese Person hatte sie nach dem Angriff der Gundalianer kennengelernt. Sie hatten sich sofort verstanden und sie vertraute der Person sehr. Ihr einziger wahrer Freund von Gundalia.