Und wir sind für immer vereint

von Escanora
GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
18.01.2019
10.04.2019
27
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Dieses Kapitel
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Hallo! :D
Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass ich irgendwie ein Fable für Namen habe die vier Buchstaben haben? xD Zane, Jane, Mike, Rico, Tito, Marc, Kazu, Alex, Liam... nur um mal ein paar zu nennen. xD Ist mir mal irgendwie bei der Charakterisierung aufgefallen und wollte das mal nebenbei erwähnen! xD
Und nun viel Spaß mit dem neuen Kapitel! <3

Lg, eure Esca.




MARC

Ich wurde wach, als es an der Türe klopfte. Völlig benommen setzte ich mich auf und sah mich um. Wo war ich denn? Halbwegs erkannte ich im Dunkeln mein Zimmer. Achja. Hier war ich. Ich schlug die Decke weg und jemand neben mir grummelte. Erschrocken nahm ich die Decke wieder weg und erkannte Cody.

"Marc, bist du wach? Wieso ist denn deine Türe abgeschlossen?", hörte ich meinen Dad fragen.

"Sekunde, eben!"

Ich wollte gerade zur Tür und merkte, dass ich nur noch eine Shorts an hatte. Ich konnte mich gar nicht dran erinnern, dass ich mich ausgezogen hatte. Verstohlen sah ich noch einmal zu Cody und er lag ebenfalls halbnackt da. Ach, stimmt! Wir wollten Körperwärme und hatten uns deswegen ausgezogen. Ich lief rot an. Dennoch öffnete ich die Türe.

"Hi, Dad."

"Na Großer. Wir haben fast Sieben. Du musst langsam aufst...", stoppte er dann, als er Cody in meinem Bett liegen sah. Sofort breitete sich ein schelmisches Grinsen auf seinem Gesicht aus. "Ah, dann habe ich mich heute Nacht doch nicht verhört."

"Ähm... also, ich kann das erklären!", geriet ich in Panik und fragte mich, was ich da erklären sollte. Das Offensichtliche war ja offensichtlich.

Dad winkte ab. "Du musst nichts erklären. Ich war auch mal jung. Habt ihr wenigstens verhütet?"

"DAD! Wir haben doch...", meine Stimme wurde leiser. Man, war das peinlich! "...gar kein Sex gehabt..."

In meinem Bett bewegte sich was. Offenbar hatte ich Cody mit meinem Geschrei geweckt. "OH! Wo bin ich? Wie spät ist es?", fragte er und setzte sich panisch auf. Dann sah er meinen Vater und seine Wangen nahmen so eine niedliche Röte an. "Oh, hallo Mister Felice...", murmelte Cody und mein Dad grinste.

"Guten Morgen, junger Mann. Mit wem habe ich denn die Ehre?"

Cody zog sich schnell sein Shirt über, stand auf und ging mit ausgestreckter Hand meinem Vater entgegen. "Cody Carter."

Mein Dad nahm seine Hand und hielt dann inne. "Carter? Bist du etwa der Sohn von Zane und Ash?"

Ohje. Ich befürchtete nun, dass er genauso eine Krise bekommen würde wie Ash und seufzte. Doch es geschah ganz anders. Cody nickte nur und sein Ausdruck im Gesicht sagte mir, dass er dasselbe dachte.

"Wow. Das sieht man. Du siehst Ash irgendwie total ähnlich. Bist du ein Leihmutterkind?"

"Nein, ich bin adoptiert. Meine leibliche Mutter starb vor dreizehn Jahren."

"Oh, das tut mir sehr leid. Aber schön dich kennen zu lernen. Marc sei lieb zu ihm, klar?"

Ich zuckte zusammen. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Offensichtlich mochte mein Dad ihn schon. Was vielleicht auch daran lag, dass Cody wirklich wie Ash aussah. "Ja...", murmelte ich und im Augenwinkel sah ich, dass Cody grinste.

"So, ich mach euch mal was zu Essen für die Schule und ihr zieht euch an. Dann könnt ihr noch frühstücken oder es auf dem Weg mitnehmen. Wie ihr wollt."

"Okay.", antworteten Cody und ich gleichzeitig. Mein Dad ging raus und schloss die Türe hinter sich.

Cody begab sich zu meinem Stuhl, wo der Rest seiner Klamotten lag und zog sich an. Ich stellte mich hinter ihn und umarmte ihn, was ihn dazu brachte kurz auf zu schrecken.

"Danke, dass du hier warst.", nuschelte ich in seine Schulter und küsste dann seinen Hals, was Cody quasi einen Schauer über den Rücken laufen ließ.  Ich musste schmunzeln.

"K-Kein Problem."

Dieser Schüchterne an ihm, war einfach mega niedlich. Ich liebte das. Abrupt drehte er sich zu mir um, dass unsere Münder nur wenige Zentimeter voneinander entfernt waren.

"Ähm... was machst du eigentlich wegen deinen Freunden?"

"Was meinst du?"

"Naja, also wir sind doch irgendwie zusammen, oder nicht? Und willst du das verheimlichen oder so?"

Ich stapfte zu meinem Schrank und zog irgendwelche Sachen raus, während ich Cody's Blick in meinem Nacken spürte. "Nein, werde ich nicht. Ich verleugne dass nicht, das ich dich liebe und wenn sie nicht mehr mit mir befreundet sein wollen, ist das nicht mein Problem."

Das war wohl die Antwort die Cody hören wollte, denn ich hörte ihn ausatmen und musste schmunzeln. Ich zog mich an, nahm Cody bei der Hand und wir gingen runter. Wie angekündigt hatte Dad uns Essen gemacht, für die Schule und den Weg. Er war nirgends mehr zu sehen, also nahm ich an, dass er schon unten war. Er stand hinter dem Tresen, als Cody und ich die Treppe runter kamen.

"Ah, das seid ihr ja endlich. Jetzt aber los. Und Cody bestell deinen Eltern ruhig mal schöne Grüße.", grinste dieser und auch Cody konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.


Schon vor der Schule standen Kenny, Caleb, Brian und Ricky. Ich hatte Cody an der Hand, damit sie sofort sahen was Sache war. Ich wollte sowieso nicht lange drum herum reden. Cody zerdrückte meine Hand, denn er war deutlich nervöser als ich es war.

"Was ist denn das?", fragte mich Kenny als erstes und deutete auf unser Händchen halten.

"Wonach sieht das denn aus? Nach Kuchen backen?", antworte ich monoton und Cody lachte nervös.

"Wie lustig. Bist du etwa auch eine Schwuchtel, oder was?", kam es dann von Caleb.

"Und wenn es so ist? Entweder könnt ihr damit leben oder wir waren die längste Zeit Freunde!", schnauzte ich und wollte Cody gerade weiter ziehen.

Doch Kenny hielt mich auf. "Habt ihr gefickt?"

Sofort schoss mir die Röte ins Gesicht und auch Cody's Wangen blieben nicht verschont. Kenny war manchmal so direkt, dass es mir sogar peinlich war. Selbst die anderen Drei sahen ihn entgeistert an und Ricky brachte nur kurz ein "Ih Kenny" hervor.

"W-W-Was geht dich das an und wieso fragst du überhaupt so bescheuert?", maulte ich ihn an, doch Kenny grinste nur hämisch.

"Wow. Ich wusste es ja schon die ganze Zeit, dass du so ein Arschficker bist und dann suchst du dir ausgerechnet diese Mimose aus?"

Okay, das war zu viel. Ich ließ Cody los und ging auf Kenny los. Ohne weiter zu zögern haute ich ihm voll mit meiner Faust ins Gesicht und zwar so doll, dass er zu Boden fiel. Brian stürzte auf Kenny zu, um nach ihm zu sehen und die anderen Beiden hielten mich fest, weil ich wieder auf ihn los wollte. Seine Lippe war aufgeplatzt, seine Nase blutete und auch sein Auge nahm schon jetzt einen leichten gelblich blau stichigen Ton an.

"Du verteidigst eher ihn, als auf unsere Seite zu sein?", keifte er durch seinen kaputten Mund so gut es eben ging.

"Was für auf eurer Seite sein? Bist du auf meiner? Oder einer von euch? Und wenn ich eben schwul bin ist das eben so. Aber keine Sorge, dein Arsch bleibt verschont! Da ramme ich dir höchstens meinen Schuh rein, du Sackgesicht!"

Ich drehte mich um, nahm meinen fassungslosen neu gewonnen Freund an die Hand und stürmte in die Schule.


Natürlich blieb mein Verhalten nicht unbestraft. Noch vor Beginn des Unterrichtes, wurde ich zum Direktor gezerrt. Kenny saß ebenfalls schon dort. Ich sollte mich auf den Stuhl neben ihn setzten, was ich tat, aber ich zog absichtlich eine Fluppe und verschränkte meine Arme. So eine Petze.

"Marc, ich seh schon was du denkst, aber Kenneth hat dich nicht verpetzt. Nicht im direkten Sinne. Ich war gerade bei der Krankenschwester, als Caleb und deine anderen Freunde herbrachten. Es sah natürlich nicht so aus, als wäre er nur irgendwo gegen geknallt und ich kann ja niemanden dafür bestrafen, der es nicht gewesen ist. Möchtest du mir irgendwas dazu sagen?"

Ich schnaubte nur. "Nein. Kenny weiß wieso, das passiert ist und mehr muss ich nicht sagen!"

Kenny lachte tonlos und nur durch seine Atemstöße erkannte ich, dass er sich lächerlich machte. Allein dafür hätte ich ihm gerne direkt noch eine verpasst. "Weil du die Wahrheit nicht ertragen kannst, Marc."

"Deine Wahrheit kann mich mal am Arsch lecken!"

"Da lässt du ja neuerdings lieber Cody ran."

Unser Zank wurde beendet, als der Direx mit der flachen Hand auf seinen Tisch haute. "Ruhe jetzt die Herren! Mir ist es völlig egal, weswegen ihr euch so in die Haare bekommen habt, aber ich dulde keine Prügeleien an dieser Schule und darum geht es hier! Marc du wirst jeden Tag eine Stunde nachsitzen und zwar diese Woche. Und dann will ich eine saftige Hausarbeit, warum ich es nicht gestatte, dass wir uns an der Schule prügeln!"

"Was? Aber das er mich beleidigt ist okay?", versuchte ich mich zu verteidigen, was natürlich sinnlos war.

"Beleidigungen tun vielleicht auch weh, aber dein Gesicht sieht dafür noch ganz gut aus, oder?" Der Direktor wurde langsam echt wütend und ich wollte gerade den Mund öffnen, überlegte es mir dann aber anders und schloss ihn wieder.

Ja, gut.", grummelte ich stattdessen, weil ich auch einfach Kenny's fies grinsende Visage nicht mehr sehen wollte und nur noch endlich hier raus wollte.

"Gut, dann entlasse ich euch in den Unterricht und ich hoffe, dass ihr beide wohl da ankommt, ohne euch die Köpfe zu Brei zu hauen!"


"Was ist passiert?", fragte Cody mich in der ersten große Pause. Ich hatte mich einfach zu ihm und Trey gesellt. Ich vermutete mal, dass Cody Trey schon was erzählt hatte, denn dieser grinste breit, als ich mich zu den Beiden unter die Eiche setzte.

"Nachsitzen und Strafarbeit.", grummelte ich und nahm einen Schluck aus meiner Flasche.

"Gibt schlimmeres.", meinte Trey dann und ich zuckte nur mit den Schultern. "Aber was anderes. Also ihr Beide, ja?"

"Irgendwie... schon.", antwortete Cody.

"Wow. Ich wusste es ja immer und ich hab dir ja geraten, was mit Marc an zu fangen.", triumphierte Trey und ich verschluckte mich an dem Wasser.

"Ähm... Was?"

Cody lachte. "Wir hatten doch ein Gespräch nach meinem Geständnis und Trey meinte ich solle was mit dir anfangen, weil er sich eh immer sicher war, dass du auf mich stehst."

"O-Okay?"

Beide lachten nun, weil ich wohl ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut haben musste. Bis Trey verstummte und ziemlich angepisst an mir vorbei sah.

"Was..?" Ich drehte mich um und sah auch wieso. Meine so genannten Freunde standen etwas abseits von uns und tuschelten anscheinend, wie die kleinen Mädchen. Doch es war mir egal. Wenn sie nicht zu mir hielten, waren es auch nicht meine Freunde.

"Ach vergesst die doch. Du hast ja uns.", sagte Trey. Ich musste schmunzeln. "Aber eines sag ich dir mein Freund. Mobbst du Cody noch mal irgendwie, verarschst ihn oder sonstiges, mach ich dir das Leben schwer, alles klar?"

"Alles klar.", sagte ich monoton, denn ich hatte nie vor, Cody auch nur in irgendeiner Art und Weise weh zu tun.

Leider wusste ich aber da noch nicht, dass meine "Freunde" noch lange nicht mit der Sache abgeschlossen hatten.
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