Verräter

von Ms J
KurzgeschichteAngst, Schmerz/Trost / P12
Calcifer Hauro Madame Suliman Markl Sophie
17.01.2019
24.05.2019
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17.01.2019 510
 
Das hier ist noch keine richtige Geschichte, sondern nur ein Vorwort. Ich hab eine Idee, bin mir aber nicht sicher, ob ich sie niederschreiben soll. Falls es sich Interessenten finden würden, würde ich sie gerne fortsetzen.


Vorwort


Während er die Treppe runter ging, hielt Hauro für einen Moment inne und betrachtete das ihm ans Herz gewachsene Bild. Sophie war mit dem Frühstück beschäftigt und Markl half ihr eifrig dabei. Calcifer schlief im Kamin, aber es schien so, als ob er jede Sekunde erwachen würde, vorausgesetzt das Essen war fertig. Nichts – dachte der Magier lächelnd – konnte diese Familienidylle stören, aber als sich Sophie zu ihm umdrehte, nahm er ihr besorgtes Gesicht wahr.

„Was ist los?“ fragte er erschrocken.

„Es ist ein Brief für dich eingetroffen“.

Mit diesen Worten deutete das Mädchen mit einem Kopfnicken auf ein kleines Tischen, wo sie ihre eingehende Korrespondenz abzulegen pflegten. Als er sich dem Tisch genähert hatte, erkannte Hauro den Grund für Sophie´s Beunruhigung. Es war die Mahnung aus dem königlichen Schloss. Die Dritte und damit die Letzte.

Ohne sich den Inhalt der Botschaft anzusehen, ergriff der Magier den prachtvoll verzierten Umschlag und zerriss ihn in einem Zuge.

„Was machst du denn?“ rief Sophie entsetzt.

„Ich habe meine Entscheidung schon längst getroffen,“ gab er zur Antwort, indem er den Rest des Briefes zerknitterte und in den Papierkorb warf. „Und ich werde sie nicht mehr ändern. Koste es, was es wolle.“

„Der Umschlag wurde aber vom König selbst besiegelt,“ wisperte sie kaum hörbar, aber der Magier verstand, was sie damit meinte.

„Es ist mir egal. Oder,“ seine Stimme hörte sich kälter an. „W i l l s t  du, dass ich dem Befehl folge leiste?“

Ihr Gesicht erstarrte.

„Sage nie wieder so was.“

Mit diesen Worten drehte sich Sophie um und wollte gehen, Hauro packte sie aber sanft aber fest an den Schultern.

„Verzeih,“ wisperte er ihr schuldbewusst ins Ohr. „Ich einfach müde. Verzeih mir. Bitte.“

Plötzlich spürte der Magier wie Sophie´s Widerstand nachgab. Im nächsten Moment löste sie sich vorsichtig aus seinem Griff und drehte sich wieder zu ihm um.

„Verstehe,“ zärtlich strich sie seine Wange. „Seitdem Calcifer sich nicht wohl fühlt, sind wir angreifbarer geworden. Die Tür des Schlosses öffnet sich doch nur noch in eine einzige Dimension und falls etwas schief gehen sollte, werden wir nicht mehr fliehen können.“

„Du darfst aber an der Magier-Versammlung nicht fehlen,“ mischte sich Markl ein, indem er zu Hauro sprach. „Dein Eid, du weißt schon.“

„Es ist wahr,“ wisperte Hauro. „Und s i e kennt das besser, als jeder andere."

„Sie“ wurde von ihm so ausgesprochen, dass es keinen Zweifel daran geben konnte, wer damit gemeint war: Madame Suliman.

„Trotzdem,“ beharrte der Magier. „Ich werde mich an dem sinnlosen Krieg nicht beteiligen. Die Zahl der Opfer ist ohnehin viel zu groß.“

„Was sollen wir denn tun?“

Die Frage blieb offen.

Es klopfte an der Tür.

Sophie zuckte zusammen und Markl lief wie gewohnt in den Flur, um die möglichen Kunden zu empfangen.

Es waren aber keine.

Auf der Schwelle standen die Soldaten des Königs.
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