Mary Poppins Returns: Drum gib die Hoffnung niemals auf...

GeschichteDrama, Familie / P18
Jane Banks Mary Poppins Micheal Banks
15.01.2019
16.01.2019
2
4080
 
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Mary Poppins Returns: Drum gib die Hoffnung niemals auf...
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Prolog
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England, 1936

"Mr Faversham?", wandte sich die tiefe und raue Stimme des Doktors an den jungen Mann und riss ihn dadurch von dem Jubeltanz, den seine Neffen und seine Nichte im Wohnzimmer vollführten, los. Er stieß sich vom Türrahmen ab und wandte sich dem älteren Herren zu.

"Oh Verzeihung, Doktor, ich habe Ihre Anwesenheit glatt vergessen.", entschuldigte er sich lächelnd. "Ich bin nur so erleichtert, dass es nicht Ernstes ist."

Der Doktor erwiderte das Lächeln nur sehr, sehr schwach. "Genau genommen, Mr Faversham, wollte ich deswegen mit Ihnen unter vier Augen sprechen.", erwiderte der Doktor schließlich in einem ernsten Tonfall.

Das Lächeln verschwand schlagartig aus Mr Faversham's Gesicht als er die Ernsthaftigkeit in der Stimme des Doktors vernahm und ein beklemmendes Gefühl machte sich in seinem Inneren breit.

"Meiner Frau ihr... ihr geht es..." Er schluckte einen Kloß hinunter, der sich mit einem Mal in seinem Hals gebildet hatte. "Doch gut, nicht wahr, Doktor Watson?", hakte er nach, während der Doktor nun seinen Arm ergriff und ihn in die Ecke der Treppe zog.

Doktor Watson warf einen prüfenden Blick über Mr Faversham's Schulter um nach den Kindern und dessen Vater zusehen, die sich noch allesamt im Wohnzimmer aufhielten und sich aufgeregt miteinander unterhielten, ehe er Luft holte und leise entgegnete: "Im Moment den Umständen entsprechend gut, ja. Allerdings, so befürchte ich, könnte sich ihr Zustand zunehmend verschlechtern. Das heißt, wenn sie nicht bald eine Luftveränderung erfährt."

Das Gefühl in Mr Faversham's Brust wurde betäubender und eine unsichtbare Hand begann sachte aber stetig sein Herz zu zerdrücken. Weshalb er die darauf folgende Frage nur sehr schwer über seine Lippen brachte. "Was... fehlt... meiner... Frau?"

Der Doktor seufzte und man merkte ihm an, dass es ihm beträchtliches Unbehagen bereitete, der Überbringer dieser Nachricht sein zu müssen. Gleichzeitig warf er abermals einen prüfenden Blick Richtung Wohnzimmer. "Die schweren Hustenanfälle und die Atembeschwerden... nun, die rühren nicht etwa von einer Erkältung oder der Überanstrengung Ihrer Frau her, wie wir es Anfangs vermutet beziehungsweise geglaubt hatten. Es ist weitaus ernster..." Der Doktor schluckte nun seinerseits und senkte den Blick gegen Boden als er fortfuhr: "Die Symptome sprechen dafür, dass Ihre Frau an einer noch neuen aber nicht seltenen Lungenkrankheit leidet, die auf die schlechte Luft der Stadt und auf die der Londoner im Allgemeinen zurückzuführen ist. Ich will damit sagen...", fing er erklärend an, als er den fragenden fast schon ratlosen Blick im Gesicht von Mr Faversham begegnete, nachdem er es gewagt hatte wieder aufzusehen. "... dass sich die zunehmend schlechte Luft - im besonderen dessen Partikel - in der Stadt auf die Lungen Ihrer Frau absetzt und es ihr aufgrundessen schwerfällt richtig atmen zu können. Was wiederum zu den unregelmäßigen und heftigen Hustenanfällen führt."

Das riss ihm buchstäblich den Boden unter den Füßen weg und er setzte sich langsam auf die Treppenstufe, ehe er den Halt verlieren konnte. Er vergrub sein Gesicht in den Händen und hätte am liebsten aufgeschrien. Doch stattdessen zwang er sich dazu ruhig zubleiben und die Fassung zu wahren. "Was... können wir... da... dagegen tun?", wollte er stockend wissen und blickte fragend zum Doktor auf.

"Das effektivste ist eine Luftveränderung. Sprich, dass Sie so schnell wie es Ihnen möglich ist, raus aus der Stadt und aufs Land ziehen. Am besten in Küstennähe. Die Meeresluft bewirkt bei vielen Lungenpatienten wahre Wunder."

Das versetzte ihm nun wiederum auch noch einen Schlag ins Gesicht und raubte ihm daher fast den Atem. "Aber dass... dass... würde bedeuten, dass wir hier alles aufgeben müssen... ganz zu schweigen davon, dass wir es uns nicht leisten..." Er unterbrach sich als der Doktor ihm eine Hand auf die Schulter legte und diese sanft aber dennoch bestimmt drückte.

"Ich weiß, Jack...", wechselte der Doktor zum 'du' über, da er den jungen Mann schon eine geraume Zeit kannte und sah Jack eindringlich an. "... dass euch das Leben hier - zumal eure komplette Familie hier lebt - sehr am Herzen liegt. Aber was - in Gottes Namen - ist dir wichtiger? Euer Londoner Leben oder das Leben deiner Frau?"

Da musste der junge Mann nicht lange über eine Antwort nachdenken. "Jane, natürlich.", erwiderte er ohne jeden Zweifel in der Stimme und zuckte zusammen als er Michael Banks Blick begegnete.
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