Die Bestimmung des Juwelenkindes

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P6
15.01.2019
08.04.2019
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"Du willst in ein Kloster fahren?", fragte Homer Maggie verständnislos. Maggie hatte versucht ihre Familie davon zu überzeugen mit ihr zum St. Teresa Kloster zu fahren, doch sie stieß eher auf Widerstand. Marge sah ihre Tochter verwundert an: "Wieso willst du dass denn? Sonst bist du doch nie besonders begeistert wenn wir Sontags in die Kirche gehen." "Ja, warum in diese Kirche gehen, wenn wir uns jeden Sonntag die Predigt von Reverend Lovejoy antun?", war Barts Kommentar dazu. "Bart!", ermahnte Marge ihren Sohn. Maggie wurde langsam unruhig, bei so viel Skepsis, würde sie ihre Familie niemals überzeugen können. "Also mir gefällt Maggies Vorschlag, und das obwohl ich eine überzeugte Buddhistin bin. Ich meine, wo findet man mehr Historik und kulturelle Kunstschätze als in einem Kloster, welches von einem so stolzen Orden von Nonnen geführt wird.", schwärmte Lisa begeistert. Da schöpfte Maggie wieder Hoffnung. Lisa hatte sie ohne große Schwierigkeiten überzeugen können. Sie überlegte und hatte schließlich eine Idee: wenn es ihr gelingen würde noch dazu ihre Mutter auf ihre Seite zu ziehen, hätten Bart und ihr Vater ohne hin keine große Chance mehr.

Maggie warf einen kurzen Blick auf ihre Mutter und stutze: Bildete sie sich das nur ein oder hatte Marge etwa Gänsehaut bekommen? Kalt war es nicht, daran konnte es nicht liegen. Hatte ihre Mutter etwa einen Schauer bekommen, als sie von dem Kloster erzählt hatte und dass sie dort gerne hin wollte? Aber wenn ja, warum? Maggie warf diese Fragen erst mal beiseite. Das Wichtigste war es jetzt ihre Mutter davon zu überzeugen, überhaupt ins Kloster zu fahren. Da hatte sie die Idee: "Ich finde wir sollten nicht nur wegen der Geschichte dort hinfahren. Ihr wisst doch alle, dass die Kirche wegen eines Termiten Befalls doch auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde.", die Familienmitglieder sahen sich an und nickten. Maggie fuhr fort: "Also wenn wir schon nicht wie sonst in die Kirche können, können wir doch dafür zum Kloster fahren, oder nicht?" Marge antwortete: "Ich finde das ist ein gutes Argument." Maggie sah ihrer Mutter sofort an, dass sie kurz vor einer Entscheidung stand, so holte Maggie zum entschiedenem Schlag aus und formulierte möglichst beiläufig: "Also ich für meinen Teil glaube, das Gott sehr froh darüber wäre, wenn wir dort hinfahren würden." Mit diesen Satz hatte sie bei Marge einen Nerv getroffen, denn diese sprang auf und sagte bestimmend: "Also gut, wir fahren ins Kloster von St. Teresa."

"Volltreffer!", dachte Maggie zufrieden. Homer und Bart wollten noch protestieren, doch Marge kam ihnen zuvor: "Kein aber Jungs. Los jetzt, alle man seine Sachen zusammen packen, noch mal auf die Toilette gehen und dann gibt’s bei mir in der Küche Wasser und Verpflegung. Hop hop hop." Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen klatschte sie noch in die Hände.
In ihrem Zimmer packte Maggie ihren Rucksack zusammen: Sonnenbrille, Sonnenmilch, Kappie. Da hatte sie plötzlich ihr neues Buch von Lisa in den Händen, sie war gestern gar nicht dazu gekommen, es sich genauer anzusehen. Sie klappte den Einband auf und dort stand in Schönschrift geschrieben: "Liebe Maggie, egal wo dich dein Weg hinführen mag, vergiss niemals dass du eine Simpson bist und aus Springfield stammst. Lisa." Gerührt schloss Maggie das Buch und drückte es an sich: "Keine Sorge Schwesterherz, des werde ich nicht." Maggie lugte kurz auf dem Flur, niemand war zu sehen. Kurzerhand verstaute sie das Buch in ihrem Rucksack. Man konnte ja nie wissen, ob sie es später vielleicht nicht brauchte. Schnell lief sie nach unten in die Küche wo die Anderen schon warteten. Jeder bekam von Marge eine Flasche Wasser, einen Müsliriegel und etwas Obst. Homer hätte seinen Proviant nur zu gerne heimlich gegen Donuts und Bier getauscht, aber Marge hatte ihren Ehegatten fest im Blick. So fuhren sie kurze Zeit später in Homers Auto in Richtung Stadtrand, wo sich das Kloster befand. Schon kurz nachdem sie die Einfahrt verlassen hatten, hatte Maggie das Gefühl, dass das kein gewöhnlicher Ausflug werden würde. Und das sollte es auch werden.

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