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Geheimnisse und Überraschungen

von eromanga
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Chet Kelly Dr. Mike Morton
14.01.2019
05.04.2019
87
58.370
1
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Dieses Kapitel
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25.03.2019 652
 
Vince sah Amanda ernst an. "Amanda, das ist unmöglich. Schon allein die Tatsache, dass du schwanger bist, schiebt dem Ganzen einen Riegel vor. Was sagt denn Chet zu dieser Idee?" - "Er weiß es doch gar nicht – nicht einmal, dass er Vater wird." - "Dann tu mir einen Gefallen, Amanda. Fahr zu ihm, erzähl es ihm und freut euch über euer Baby. Setz es keiner unnötigen Gefahr aus." - "Unnötig? Was ist, wenn es auf der Welt ist? Du glaubst doch nicht, dass er mich in Ruhe lassen wird." Vince seufzte auf. Er merkte, dass Amanda fest entschlossen war. Sie wollte Ruhe haben, ihr Leben genießen und auch alle Menschen in ihrem Umfeld in Sicherheit wissen. "Pass auf, wir beide gehen jetzt noch mal Stück für Stück euer altes Leben durch. Vielleicht fällt uns ja noch irgendwas auf, was wir bisher übersehen haben, in Ordnung?" Sie nickte. Die beiden saßen über zwei Stunden zusammen. Amanda erzählte alles, was ihr irgendwie einfiel und Vince machte sich genaue Notizen. „Ok, jetzt fahr bitte nach Hause. Musst du die nächsten Tage arbeiten?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, erst am Montag wieder.“ Vince nahm sie kurz in den Arm. „In Ordnung. Wir melden uns, wenn es Neuigkeiten gibt. Und bitte keine Alleingänge, Amanda.“ Sie nickte und fuhr nach Hause.

Am frühen Abend saß Vince mit seinem Kollegen zusammen und sie gingen Punkt für Punkt erneut durch. „Weißt du, was ich an diesem Kerl nicht verstehe, Vince? Wenn er den Strand nicht mag, wieso treibt er sich ständig in Venice Beach rum? Das ergibt doch keinen Sinn.“ Vince stand nun auf und ging zu dem FlipChart, an dem sein Kollege stand. Dort waren die eventuellen Sichtungen von Craig vermerkt und auffällig oft wurde er angeblich in Venice Beach gesehen. „Er hat dort Amanda kennengelernt und sie hat mir vorhin erzählt, dass er einige seiner früheren Freundinnen dort kennengelernt hat.“ - „Hat sie auch gesagt, wo genau?“ - „Sie selbst wurde von ihm beim Rollschuh laufen quasi umgerempelt und bei zwei seiner früheren Freundinnen war das wohl auch so.“ - „Vielleicht ist er auf der Suche nach einem neuen Opfer.“ - „Aber warum sollte er dann immer noch Amanda zerstören wollen? Das ergibt doch keinen Sinn.“ Beide Polizisten starrten auf das FlipChart. „Ich hab eine Idee“, sagte Vince. „Du kennst doch Veronica, oder?“ - „Das Mädel, das gerade erst mit der Ausbildung fertig ist?“ - „Ja, wenn sie sich die Haare rot färbt, würde sie Amanda extrem ähnlich sehen. Beide haben auch ungefähr die gleiche Figur. Vielleicht können wir ihn so aus seinem Versteck locken.“ - „Und wenn es schief geht? Veronica hat noch nicht viel Erfahrung. Sie ist ein absoluter Anfäger.“ - „Mir fällt einfach nichts anderes ein. Ich habe Angst, dass Amanda sonst etwas im Alleingang unternimmt.“ Beide Kollegen sahen sich an. „Ok, fragen wir sie und dann muss der Chief noch zustimmen.“ Sie hatten Glück, dass Veronica noch Dienst hatte. Sie erkärte sich auch sofort einverstanden, hatte sie doch von dem Fall schon gehört. Den Chief zu überzeugen erwies sich als ziemlich schwierig, aber er gab schließlich die Erlaubnis, es an diesem Wochenende zu probieren.

Amanda saß am Abend auf dem Sofa. Das Telefon klingelte immer wieder. Bei den ersten beiden Malen hatte Ciara noch auf den Anrufbeantworter gesprochen, gesagt, dass sie ihr nicht böse sei und sich freuen würde, wenn sie sich wieder sehen würden. Sie könne sich jederzeit melden. Danach klingelte es noch einige Male, doch Amanda ging nicht ran. Inzwischen war das Telefon seit über einer Stunde ruhig. Vorsichtig zog sie das Ultraschallbild aus ihrer Hosentasche. „Na, meine kleine Bohne. Ich hoffe, dir geht es gut“, sagte sie leise. Sie war dabei so in Gedanken, dass sie nicht mitbekam, wie Chet die Wohnungstür aufschloss und langsam näher kam. Er sah über Amandas Schultern. „Was ist das?“, fragte er sie jetzt. Diese erschrak sich so sehr, dass sie aufschrie und vom Sofa sprang.
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