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Geheimnisse und Überraschungen

von eromanga
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Chet Kelly Dr. Mike Morton
14.01.2019
05.04.2019
87
58.370
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Dieses Kapitel
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10.03.2019 1.043
 
Mike hielt Ciara im Arm. Vergessen war sein ganzes Medizin-Studium – er war nicht mal in der Lage ihren Puls zu messen. „Bitte beruhige dich, Kleines.“ Doch sie weinte und zitterte und zog immer wieder scharf die Luft ein. Endlich hörte Mike die Rettungseinheit. Er öffnete die Tür und lief sofort zurück zu seiner Frau. Johnny und Roy betraten das Haus. „Was ist los, Doc?“ - „Sie hat einen Nervenzusammenbruch, der Wehen ausgelöst hat.“ - „In welchen Abständen kommen die Wehen?“ Mike sah auf seine Uhr. „Nicht einmal zwei Minuten. Sie ist in der 33. Woche.“ Johnny fühlte Ciaras Bauch. „Ciara, ich bin es, Johnny. Ich muss nachsehen, ob dein Muttermund geöffnet ist.“ Sie nickte nur. Johnny sah zu Roy: „8 cm.“ Mike schloss die Augen. Er wusste, dass sein Baby zu früh auf die Welt kommen würde, hoffte aber, dass sie es noch bis zum Krankenhaus schaffen. „Schatz, du musst dich beruhigen. Bitte.“ - „Es soll noch nicht zur Welt kommen, Mike. Bitte unternimm was.“ Er streichelte ihr zärtlich über die Haare. „Wir schaffen das. Ich werde dich nicht alleine lassen. Das verspreche ich dir.“ Der Krankenwagen kam und sie fuhren schnellstmöglich zum Krankenhaus. Unterwegs bekam Ciara Presswehen. Mike stützte Ciara, während Johnny den Geburtshelfer spielte. Der Krankenwagen hielt vor der Notaufnahme des Ramparts und als sich die Türen des Krankenwagens öffneten und Kel Brackett davor wartete, hörten sie alle den ersten Schrei des Babys. „Es ist ein kleines Mädchen“, sagte ein ergriffender John Gage. Er legte Ciara ihre Tochter auf die Brust und deckte sie zu. Ciara hielt sie ganz fest im Arm. „Hallo mein Kleine. Du hast ja schon eine ganz schön kräftige Stimme, obwohl du noch sein klein bist.“ Mike war völlig überwältigt. Er war Vater einer kleinen wunderschönen Tochter. „Ich liebe dich, Ciara“, sagte er leise und streichelte seiner Tochter dabei über das kleine Köpfchen. „Ich liebe dich auch.“ Kel Brackett räusperte sich. „Wir bringen die junge Familie jetzt aber erstmal in den Behandlungsraum. Dixie, steht der Brutkasten bereit?“ - „Ja, Kel. Steht alles schon im Behandlungraum drei.“ Sie brachten Ciara mit dem Baby in den Behandlungsraum. Die Kleine wurde gewogen und gewaschen. Mike wich seiner Frau nicht von der Seite, hatte diese doch immer noch große Angst. Als die Kleine gewaschen und angezogen war, wurde sie in den Brutkasten gelegt. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir machen gleich noch ein paar Untersuchungen bei eurem Baby, aber so wie es aussieht, ist sie gesund und vollständig entwickelt.“ Ciara nickte nur und hielt Mikes Hand fest. „Mike, wie sieht sie aus?“ Er setzte sich hinter seine Frau und hielt sie fest, dabei sah er auf seine Tochter. „Sie sieht aus wie du. Sie hat deine wunderschönen Augen und deinen Mund. Aber ihre Hautfarbe ähnelt eher meiner als deiner. Aber sie hat schon viele Löckchen.“ Ciara lächelte jetzt. „Das klingt wunderschön. Deine Hautfarbe und Locken und meine Augen und den Mund.“ - „Nicht ganz“, sagte Mike jetzt zärtlich. „Was?“ - „Sie hat irische Locken, keine Afro-Locken.“ - „Wie groß ist sie?“ Mike sah jetzt fragend zu Kel. „Sie ist 43cm groß und wiegt 1900 Gramm.“ Ihr liefen wieder die Tränen über das Gesicht. „Sie ist noch so klein und leicht.“ - „Na ja, sie hätte ja eigentlich auch noch ein paar Wochen bei ihrer Mami im Bauch bleiben sollen. Aber da war wohl jemand zu neugierig auf die Welt.“ Kel sagte dies ganz ruhig, wollte er Ciara nicht weiter aufregen. „Wie soll sie denn heißen?“ Als der Arzt dies fragte, meldete die Kleine sich lauthals. „Da hat bestimmt jemand Hunger.“ Er hob das Baby vorsichtig aus dem Brutkasten und legte sie Ciara in den Arm. Mike half ihr beim Anlegen an die Brust und die Kleine fand ziemlich schnell das Ziel. Zärtlich streichelte Ciara ihre kleine Tochter. „Langsam Mausi, wir beide müssen das doch erst noch üben.“ Mike sah immer wieder zu seiner Tochter und seiner Frau und hatte große Mühe, die Tränen der Rührung zurück zu halten. Ihm war klar, dass er alles für seine Familie tun würde. Wirklich alles. „Schatz, wie wollen wir sie nennen?“ Er wurde von Ciaras Frage aus seinen Gedanken gerissen. „Ehrlich gesaagt, weiß ich es nicht.“ Er streichelte seiner Tochter wieder über das Köpfchen. „Hast du eine Idee?“ Sie lauschte ihrer Tochter, die jetzt fertig getrunken hatte und etwas gluckste. Sie lächelte nun. „Was hälst du von Melody?“ Mike musste ebenfalls lächeln. „Melody Morton. Das klingt wunderschön.“ Während die Kleine von einem Kinderarzt untersucht wurde, wurde Ciara ebenfalls versorgt und auf ein Zimmer gebracht. Mike kam kurz danach zu ihr. „Wie geht es ihr?“, fragte sie sofort, denn Mike war bei der Untersuchung seiner Tochter dabei geblieben. „Sehr gut. Sie ist vollständig entwickelt und liegt nur noch zur Regulierung des Wärmehaushalts im Brutkasten. Mit etwas Glück kann sie aber in ein paar Tagen da raus.“ Ciara lächelte. Kurz darauf klopfte es an die Tür. „Herein“, rief Mike und Amanda trat ein. „Chet hat mich angerufen. Geht es dir gut, Süße?“ Beide Frauen umarmten sich. Amanda sah an Ciara herunter. Ihr fiel auf, dass der Babybauch fast weg war. „Was ist passiert? Euer Baby?“ - „Ihr geht es gut. Sie liegt im Brutkasten auf der Frühchenstation.“ - „Ein Mädchen? Ihr habt eine Tochter?“ Ciara lächelte erschöpft. „Ja, sie heißt Melody.“ - „Aber warum jetzt schon?“ Als sie zu ihrer besten Freundin sah, sah sie jedoch, dass diese eingeschlafen war. „Mike, was ist passiert? Ich habe Ciara die letzten zwei Wochen nicht gesehen.“ Er erzählte ihr, was in der letzten Zeit alles passiert war und Ciara große Angst hatte, dass sich jemand ständig ins Haus schleichen würde. Amanda wurde blass, kannte sie das doch alles nur zu gut. Sie sah auf ihre Uhr. „Ich habe ganz vergessen, dass ich noch einen Termin habe. Ich komme morgen Vormittag mit Chet wieder, ok?“ Mike nickte und setzte sich zu seiner Frau.

Amanda lief zum Auto und fuhr los. Sie wusste genau, wo sie hin wollte. Sie parkte direkt an der Straße und lief zu einem Hochhaus. Sie ging die Namen an den Klingelschildern durch und fand, was sie suchte. Sie klingelte und kurz darauf ertönte der Türsummer. Sie trat ein und fuhr mit dem Aufzug in den 7. Stock. Dort angekommen klopfte sie an die zweite Wohnungstür, welche sich kurz darauf öffnete. „Hallo Craig“, sagte sie nur.
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