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Geheimnisse und Überraschungen

von eromanga
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Chet Kelly Dr. Mike Morton
14.01.2019
05.04.2019
87
58.370
1
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06.03.2019 645
 
Chet wurde gegen Mittag wieder wach. Amanda hatte sich dicht an ihn gekuschelt und er fing an zu lächeln. „Meine Frau“, sagte er leise, während er ihr durch die Haare strich. Er konnte es selbst noch gar nicht glauben, dass er geheiratet hatte. Früher hatten er jeden Mann bemitleidet, der vor den Altar getreten war. Was durften sich Hank Stanley und Roy DeSoto für Sprüche von ihm anhören, aber eigentlich waren beide Männer ein gutes Beispiel, dass Ehen durchaus glücklich sein können. Amanda wurde nun ebenfalls wach. „Guten Morgen, Weib“, sagte Chet zwinkernd zu ihr. Sie streckte sich. „Guten Morgen. Bekomme ich gleich einen Kuss? Das ist doch deine Pflicht als Ehemann.“ Chet gab ihr einen langen Kuss. „Hmm, ich dachte, die ehelichen Pflichten gehen noch weiter.“ Er krabbelte unter die Decke und bedeckte Amandas Körper mit vielen kleinen Küssen. Erst kicherte sie, doch als er an ihrer Mitte angelangt war, ging das Kichern in ein Stöhnen über. Er begehrte sie über alle Maßen und ihr ging es da nicht anders. Sie gaben sich ihrer Liebe voll und ganz hin. Am frühen Abend riefen Amandas Eltern an und luden das frisch gebackene Ehepaar zum Essen ein. Beide sagten gerne zu, da sie den ganzen Tag nicht aus dem Bett herausgekommen waren.

Ciara und Mike sahen sich an diesem Tag ein kleines Haus an, da sie für das Baby in ihrer Wohnung nicht wirklich Platz hatten. Ciara hatte sich bei Mike eingehakt und er erklärte ihr so gut es ging, wie das Haus aufgeteilt war. Ihr gefiel, was er da erzählte. Genauso wusste sie, dass er nichts schön redete, denn so tickte er einfach nicht. Das Haus hatte ein großes Wohnzimmer an das eine großzügige Küche angrenzte, ebenso ein Hauswirtschaftsraum und ein Gäste-WC. Das obere Stockwerk bestand aus einem großen Badezimmer und drei Schlafzimmern. Ciara kuschelte sich in Mikes Arme. „Wird das auch nicht zu teuer für uns? Du weißt, dass ich bald kein Einkommen mehr habe.“ Sie hatte heute Morgen erfahren, dass die Show in vier Wochen nach San Francisco weiterziehen würde und das bedeutet, dass sie dann keine Arbeit mehr hätte. Auch wenn es Mike nicht sonderlich passte, trat sie immer noch an fünf Abenden pro Woche auf. Sie wollte auf die Tanzeinlagen demnächst verzichten, da sie es dann doch langsam als anstrengend empfand, aber musizieren wollte sie bis kurz vor die Geburt. „Das ist kein Problem. Wir haben doch ein bisschen was auf die Seite gelegt. Den Rest klären wir dann mit der Bank.“ Ciara lächelte nun. Sie freute sich schon sehr darauf, mit Mike hier einziehen zu können. Sie ging nun durch das größte Schlafzimmer und tastete es ab. „Ich glaube, hier könnten wir das Bettchen und dort hinten die Wickelkommode stellen. Ein kleiner Schrank müsste hinter die Tür passen.“ Mike lächelte. Obwohl sie schon seit einigen Jahren blind war, schaffte Ciara es, sich alles bildlich auszumalen. Er hatte sie schon oft dabei beobachtet, wie sie mit ihren Händen etwas ertastete und mit ihren Schritten Räume ausmaß. Es faszinierte ihn, machte ihn jedoch auch zeitgleich immer noch traurig. Er hoffte sehr, dass sich Dr. Jules bald melden würde.

Am nächsten Morgen saßen Amanda und Chet beim Frühstück. Der gestrige Abend mit ihren Eltern war sehr lustig verlaufen und sie hatte das Gefühl, dass ihre Eltern Chet inzwischen voll akzeptiert hatten. In einer Woche wollten sie wieder nach Hause fahren. Als das Telefon klingelte, ging Amanda ran und kam wenig später blass zurück. „Was ist los?“, fragte Chet sie und ging sofort auf sie zu. „Die Show zieht weiter. In vier Wochen spielen wir für ein halbes Jahr in San Francisco und dann geht es weiter nach Seattle.“ Chet musste schlucken. Daran hatten sie niemals gedacht. „Willst du denn mitgehen?“ Er musste sie einfach fragen. Amanda sah ihn traurig an. „Wollen auf keinen Fall, aber was soll ich denn sonst machen?“
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