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Geheimnisse und Überraschungen

von eromanga
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Chet Kelly Dr. Mike Morton
14.01.2019
05.04.2019
87
58.370
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04.03.2019 916
 
Amanda stand wie angewurzelt an der Wohnungstür. Chet stand hinter ihr und hatte seine Hände auf ihre Schultern gelegt. „Das sind deine Eltern?“ Sie nickte, während ihr Tränen über das Gesicht liefen. Mit ausgestreckten Armen lief sie nun auf ihre Mutter zu, die sie in eine feste Umarmung nahm. „Oh mein Kleines, du bist so dünn geworden.“ Beide Frauen weinten eine ganze Weile. „Darf ich jetzt auch mal? Sie ist ja immerhin auch meine Tochter.“ Amanda löste sich jetzt von ihrer Mutter und sah zu ihrem Vater auf. Dieser rührte kaum eine Miene und nahm sie in den Arm. Er hielt sie so fest, dass sie kaum atmen konnte. Amanda wusste, dass ihr Vater Probleme damit hatte, seine Gefühle zu zeigen, doch diese Umarmung war ein riesiger Liebesbeweis von ihm. „Kommt doch bitte rein“, sagte Chet jetzt. Amanda nahm Ciaras Hand. „Ihr kommt bitte mit rein.“ Ciara nickte kurz und betrat mit Mike zusammen als letztes die Wohnung. „Mum, Dad, das hier ist Chet Kelly. Mein zukünftiger Ehemann.“ Amanda sagte dies voller Stolz und kuschelte sich dabei in seine Arme. Die beiden beäugten Chet argwöhnisch, gaben ihm jedoch die Hand. „Bist du dir wirklich sicher mit der Hochzeit?“, fragte ihr Vater. „Dad, Chet ist ganz anders als Craig. Er ist liebevoll, lustig, wir unterstützen uns gegenseitig mit unseren Wünschen und Träumen. Wenn er bei mir ist, scheint für mich die Sonne.“ Sie hielt dabei seine Hand ganz fest. Chet war gerührt von ihrer Liebeserklärung. „Was machen Sie denn beruflich, Chet?“, fragte Amandas Mutter. „Ich bin Feuerwehrmann.“ William Burk schnaufte. „Das habe ich vor ein paar Jahren auch schon mal gehört.“ - „Dad bitte. Er ist nicht Craig.“ - „Du hast Recht Schatz“, sagte Amandas Mutter. „Entschuldigen Sie bitte Chet, wir wissen nicht genau, was damals zwischen Amanda und Craig alles vorgefallen war, aber wir haben ganz genau gewusst, dass dieser Mann ihr nicht gut tat. Wir haben einfach Angst um sie.“ Sie ging auf ihre Tochter zu. „Wir haben dich so viele Jahre nicht gesehen.“ Dabei streichelte sie Amanda über die Wange. Diese erzählte ihr nun, warum sie sich die ganzen Jahre nicht gemeldet hatte und jetzt musste auch ihr Vater schlucken. Im Laufe des Gespräches erklärte Mike dann, wie er die beiden gefunden hatte. Er hatte drei verschiedene Detektiv-Agenturen beauftragt und eine davon ist schließlich fündig geworden. „Das war doch bestimmt sehr teuer“, sagte Amanda leise zu ihm. „Mach dir darüber keine Gedanken. Nichts ist zu teuer, um seine Eltern wieder in die Arme schließen zu können.“ Er wusste, wovon er sprach, hatten doch er und Ciara keine Eltern mehr. Anschließend verabschiedeten sich die beiden, so dass Chet und Amanda mit ihren Eltern alleine blieben. Die Vier unterhielten sich bis spät in die Nacht hinein und Amandas Vater musste sich eingestehen, dass er Chet sehr mochte. Das lag nicht zuletzt daran, dass dieser den gleichen Humor wie er selbst hatte. Weit nach Mitternacht richteten Amanda und ihre Mutter das Gästezimmer her. „Dein Vater mag Chet“, sagte sie nun leise zu ihrer Tochter. „Hast du mitbekommen, dass sie über den gleichen Blödsinn lachen können?“ Amanda schaute in Richtung Tür und lächelte. „Vielleicht liebe ich Chet ja deswegen so sehr, weil er Dad etwas ähnlich ist.“ - „Mich interessiert nur eines: Bist du glücklich?“ Sie sah ihre Tochter ernst an, doch diese strahlte. „Ja, ich war nie glücklicher in meinem Leben.“ Als sie das sagte, liefen ihr zwei kleine Freudentränen über das Gesicht. „Das genügt mir, Amanda. Ich will einfach nur, dass du glücklich bist.“ Beide Frauen umarmten sich.

Der nächste Tag verging wie im Flug. Amanda und ihre Eltern hatten sich viel zu erzählen, dabei verschwieg sie jedoch die Einzelheiten aus der Beziehung zu Craig. Sie wollte generell nicht mit ihren Eltern über Craig sprechen sondern über die Gegenwart und die Zukunft mit Chet. Den Abend vor der Hochzeit verbrachten Amanda und ihre Mutter bei Ciara, die etwas Leckeres gekocht hatte. Chet, William und Mike verbrachten einen typischen Männerabend mit Bier und Chips.

Der nächste Morgen stand an – der Tag der Hochzeit von Amanda und Chet. Diese lief ganz hibbelig die Wohnung auf und ab. „Amanda, du machst mich ganz nervös“, sagte Ciara lachend. „Ich weiß, aber ich kann nicht anders.“ Ihre Mutter stand noch unter der Dusche. Ciara ging zu ihrer besten Freundin. „Weißt du, was mich am meisten freut?“ - „Hm?“ - „Das du wieder so bist wie damals in Las Vegas. Du bist gelöst und fröhlich, kein bisschen ängstlich mehr.“ - „Das ist die Schuld von Dr. Bishop. Er hat mir klar gemacht, dass das nicht meine Schuld sondern die von Craig war. Ich war ihm damals hörig und deswegen konnte ich mich nicht von ihm trennen. Aber seitdem er gefeuert und die Einstweilige Verfügung ihm zugestellt wurde, habe ich nichts mehr von ihm gehört oder gesehen. Und inzwischen ist es mir auch egal, denn das, was er tut, ist nicht meine Schuld. Ich möchte nur noch mein Leben genießen, zusammen mit den Menschen, die ich liebe.“ Beide Frauen umarmten sich. Zwei Stunden später verließen sie die Wohnung – Amanda in einem wunderschönen weißen Brautkleid.

Craig fielen fast die Augen heraus, als er das alles sah. Amandas Mutter war hier und Amanda selbst trug ein Brautkleid. Will sie wirklich diesen Versager heiraten? Und diese Ciara war immer dabei. Sie war wieder Schuld daran. Sie hatte sicherlich dafür gesorgt, dass ihre Mutter hier war und Amanda diesen Kerl heiraten wollte. Er startete sein Wohnmobil und fuhr nach Hause. Dort rief er sofort Stuart, den früheren Freund von Andy Banner, an
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