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Geheimnisse und Überraschungen

von eromanga
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Chet Kelly Dr. Mike Morton
14.01.2019
05.04.2019
87
58.370
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16.01.2019 668
 
Am nächsten Abend war es dann soweit. Gegen 18:30 Uhr trafen sich alle vor dem Theater. Kel und Mike blickten mürrisch umher und unterhielten sich über die Notfälle, die im Laufe des Tages eingeliefert worden waren. „Mensch, es ist Feierabend. Schaut euch doch mal um, hier sind so viele Leute, die Spaß haben.“ - „Das ist aber sehr schön für die ganzen Leute“, antwortete Kel sarkastisch und erntete einen ziemlich bösen Blick. „Na los, wir können rein“, rief John. Sie gaben ihre Jacken ab und gingen zu ihren Sitzplätzen. Diese waren wirklich sehr gut. Die Bühne lag in der Mitte zwischen den Zuschauern, ähnlich wie bei einem Basketballspiel. „Wahnsinn, so bekommen wir alles aus nächster Nähe mit. Vielleicht ist ja eine süße Tänzerin dabei.“ Chet Kelly war richtig aufgeregt. John und seine Freundin, die Krankenschwester Cathy, nahmen ebenfalls Platz. Dixie hatte mit ihren beiden Ärzten alle Hände voll zu tun. „Ich setze mich in die Mitte“, sagte sie etwas resigniert. Sie war genervt von den beiden, dass diese immer nur ihre Medizin-Gespräche führten und offensichtlich keine Lust auf das vorstehende Event hatten. Kurz darauf wurden die Lichter herunter gedreht und es wurde ruhig im Saal.

Ein junger Mann, der sich als Robert vorstellte, erschien in der Mitte der Bühne, um das Publikum durch den Abend zu führen. Er erzählte etwas zu der Show und den Ablauf und dann ging es los. Die 50 Musiker und Tänzer betraten die Bühne, wurden jedoch im Dunkeln gehalten. Ein Lichtkegel strahlte jetzt eine schmale dunkelhaarige Frau an. Diese stand nicht weit von den anderen Musikern entfernt und hatte eine irische Zinnfllöte in der Hand. Es war mucksmäuschenstill, ehe sie anfing zu spielen. Es war eine sehr gefühlvolle und wunderschöne aber auch etwas traurige Melodie. Die Männer wie auch Cathy und Dixie waren absolut hingerissen. Der Blick von Mike Morton hing an dieser Frau. Sein Herz raste und er hatte das Gefühl, nicht atmen zu können. Dort stand sie, seine Ciara, die ihn vor drei Jahren Hals über Kopf verlassen hatte. Sie spielte ihr Lied, das Lied, zu dem sie beide immer Abends getanzt hatten, ehe sie zu Bett gingen. Er hatte alle Mühe, die Fassung zu bewahren. Am liebsten wäre er aufgesprungen und weggelaufen, aber er konnte es nicht. Dort stand sie, die Liebe seines Lebens, die Frau, die er nie vergessen konnte. Als sie das Lied beendet hatte, kamen zwei Männer zu ihr. Die Musik wurde jetzt etwas schneller und sie tanzten mit ihr durch den Saal. Sie war noch genauso filigran wie früher, obwohl sie inzwischen auch schon Anfang Dreißig war. Mike fing unwillkürlich an zu lächeln. Als er mit ihr zusammen war, hatte sie in ihrer Freizeit viel getanzt und musiziert und gehörte auch zu einem Verein., der ab und zu mal Auftritte hatte. Jedoch konnte sie nie mit auftreten, da sie immer arbeiten musste. Es kamen immer mehr Tänzer auf die Bühne. Als der Tanz zu Ende war, bebte schon fast der Saal. Danach hielt sie sich viel im Hintergrund, da andere Musiker und Tänzer an der Reihe waren. Mike konnte nicht anders und schaute die ganze Zeit zu Ciara. Dixie bekam dies natürlich mit. In der Pause sagte sie zu ihm: „Die junge Dame scheint ihnen zu gefallen?!“, doch Mike hörte ihre Worte kaum. Während die anderen sich etwas zu Trinken holten, sah er nach, wo es zum Backstagebereich ging. Es musste doch eine Möglichkeit geben, zu ihr zu kommen, doch hatte er keine Idee, wie er das anstellen sollte. Die zweite Hälfte der Show fing an und auch hier beobachtete er wieder Ciara. Ihm fiel auf, dass sie bei Solo-Auftritten nie so alleine auf der Bühne stand, wie die anderen Musiker. Sie war immer in der Nähe der Gruppe und spielte von dort. Als die Show in die Verlängerung ging, verabschiedete sich Mike von den anderen. Er wollte zum Ausgang des Backstagebereiches gehen. Darüber wird Ciara sicherlich das Theater verlassen. Er wollte mit ihr reden, wollte wissen, warum sie ihn wirklich verlassen hatte.
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