Geheimnisse und Überraschungen

von eromanga
GeschichteDrama, Romanze / P16
Chet Kelly Dr. Mike Morton
14.01.2019
05.04.2019
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Chet Kelly, Feuerwehrmann in Los Angeles bei der Einheit 51, legte am frühen Morgen sechs Karten auf den Tisch. „Na, wer will mitkommen?“ Seine Kollegen schauten genauer hin. „Was ist das?“, fragte ihn der Sanitäter John Gage nun. „Das sind Karten für die Musik- und Tanzshow morgen Abend im Gibson Amphitheatre in Universal City. Das soll absolute klasse sein.“ - „Aha, und warum hast du dann noch so viele Karten übrig?“ Marco Lopez sah ihn skeptisch an. „Meine Mutter hat sie mir gegeben. Du weißt doch, dass sie immer mit ihren Freundinnen zu solchen Veranstaltungen geht. Aber ihre beste Freundin hatte sie ebenfalls mit Karten überraschen wollen. Das heißt, sie haben doppelt so viel wie nötig und alle in bester Lage, also in der ersten Reihe.“ - „Danke, aber das ist nichts für mich“, sagten nun Marco Lopez und auch Mike Stoker. John hingegen nahm sich zwei Karten. „Cathy geht da bestimmt gerne hin. Was ist mit dir, Roy?“ Er sah zu seinem Partner Roy DeSoto, doch dieser wiegelte ab. „Nein danke, Joanne und ich haben morgen Hochzeitstag und den möchten wir nicht mit euch verbringen. Tut mir leid, Jungs.“ Chet nahm sich auch eine Karte. „Da gibt es bestimmt jede Menge Tänzerinnen, die solo sind.“ Der Captain der Einheit 51, Hank Stanley, sagte ebenfalls ab. Seine kleine Tochter hatte eine schlimme Erkältung und er wusste genau, dass seine Frau dann nicht ausgehen wollen würde. „Hm, dann sind immer noch drei Karten übrig.“ John steckte diese ein. „Ich frage mal im Rampart Krankenhaus. Vielleicht will ja Dr. Brackett oder Dixie mitkommen.“

Am späten Vormittag ergab sich auch gleich eine Gelegenheit zu fragen. Die Sanitäter brachten einen Verletzten ins Krankenhaus, der von Dr. Early versorgt wurde. Als sie an der Base standen um Medikamente aufzufüllen, sagte John: „Dixie, was hälst du von Eintrittskarten für die beste Musik- und Tanzshow in Los Angeles?“ Die Oberschwester sah erstaunt auf, als John ihr die Eintrittskarten vor die Nase hielt. „Oh, davon habe ich schon gehört. Das soll richtig gut sein. Die singen und tanzen viel, spielen aber auch teilweise gefühlvolle Musik ohne Tanzeinlagen. Wie viele Karten hast du denn noch?“ - „Drei Stück.“ - „Dann gib sie mir. Ich denke, dass Kel sicherlich auch mitkommen wird.“ In dem Moment kam Mike Morton, ein Arzt in den Dreißigern um die Ecke. „Oh hallo Mike“, sagte Dixie. „Hätten sie Interesse an einer Karte für die Musik- und Tanzshow morgen in Universal City?“ Sie wusste, dass er sehr selten ausging und fand die Idee ganz angenehm, wenn sie ihn morgen etwas unter ihre Fittiche nehmen konnte. „Ich weiß nicht, Dix.“ - „Ach kommen sie, das wird ein netter Abend. Kel kommt bestimmt auch mit.“ - „Ja, Cathy und ich kommen auch, ebenso mein Kollege Chet Kelly.“ - „Das wird ja immer besser“, sagte der Arzt nun ironisch. „Kommen sie, Mike, geben sie sich einen Ruck. Das tut ihnen gut.“ Der dunkelhäutige Mann sah die Oberschwester nun an und sagte schließlich – etwas widerwillig - zu. Dixie war die Einzige hier in seinem beruflichen Umfeld, die wusste, dass sein Herz immer noch an einer Frau hing, die er vor über drei Jahren verloren hatte. Sie war von Beruf Köchin und ist angeblich nach New York gegangen, um dort in einem Nobelrestaurant zu arbeiten. Mike und sie hatten damals eine sehr intensive und gefühlvolle Beziehung geführt, die abrupt von ihr beendet wurde. Er war damals aus allen Wolken und schließlich in ein tiefes Loch gefallen, als sie sich von ihm getrennt hatte. Seitdem hatte er mal hier und da ein Techtelmechtel, war jedoch nie wirklich an einer Frau interessiert. John Gage riss ihn nun aus seinen Gedanken. „Prima, dann treffen wir uns alle morgen Abend um 18:30 Uhr vor dem Theater.“ Er und Roy fuhren zurück zur Station, da ihr Dienst noch bis zum nächsten Tag um 8 Uhr morgens ging.

Dixie war froh, dass Mike Morton zugesagt hatte, jetzt musste sie nur noch den Chefarzt überzeugen, mitzukommen. Dies erwies sich jedoch als ziemlich schwierig. Kel Brackett zu einer anderen Aktivität als seinem Krankenhaus oder zum Sport zu locken, war schon fast unmöglich. Aber sie stellte ihn vor vollendete Tatsachen, dass extra eine Karte für ihn besorgt wurde. Also sagte er grimmig zu.