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Krieger wie wir

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 Slash
Cpt. Sean Renard Det. Nick Burkhardt Eddie Monroe
14.01.2019
20.02.2019
11
34.143
12
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14.01.2019 2.786
 
Nur ganz kurz: Diese Fanfiktion stammt aus dem April letzten Jahres. Ist also schon älter. Ich glaube, ich wollte einen 2. Teil schreiben, doch dazu ist es nie gekommen. Ich hoffe trotzdem, dass das Ende einigermaßen passt.

Es handelt sich hier um eine Art Crossover-Fic, denn sie spielt teilweise im Twin Peaks – Universum und ich habe meine Lieblingsfigur Agent Dale Cooper eingebaut. Es könnte also ein wenig … verrückt werden ^^
Viel Spaß!


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War Nick angespannt oder wirkte er eher müde und erschöpft? Das Leben als Polizist war mitunter hart, doch wenn man gleichzeitig noch ein Grimm war, musste man schon gewisse unmenschliche Eigenschaften aufweisen, um diesem Anspruch standhalten zu können. Und Nick konnte, ebenso wie er. Zumindest war es bisher so. In der letzten Zeit bröckelte seine Gegenwehr erheblich und er konnte es nicht mal aufhalten.
Deutlich zeichneten sich Nicks Muskeln unter dem Hemd ab und Seans Blick glitt zu seinem Nacken, um herauszufinden, ob er verspannt war. Er versuchte sich zu erinnern, ob er Nick jemals entspannt und heiter gelassen erlebt hatte. Nicht, seit er hier Captain war. Vielleicht in Nicks Privatleben, zu dem er meistens keinen Zugang hatte, wenn nicht gerade mal wieder gewisse übernatürliche Dinge schief liefen. Seit der Sache mit Juliette war seine Distanz noch größer geworden, dafür hatte er schon ganz persönlich gesorgt, um eben nicht über solche Dinge nachzudenken, über die er gerade brütete. Warum nur konnte er sich nicht von der Idee verabschieden, dass ihm der Grimm als Macht nicht gehörte? Er war wichtig für die Résistance aber das war es nicht allein.
Sean lehnte sich in seinem Stuhl zurück und rieb sich eine Weile über die Augen. Als er sie wieder öffnete und bereit war sich einzugestehen, dass es eher seine ganz persönlichen Zuneigungsgefühle waren, die ihn an Nick banden, saß Detective Burkhardt nicht mehr auf seinem Stuhl. Er und Hank hatten vermutlich einen Einsatz und hatten das Gebäude verlassen.
Noch ein Weilchen starrte er auf Nicks leeren Stuhl und flüsterte dann ganz leise zu sich selbst:
„Ja, ich denke, ich liebe ihn ….“



Sein Telefon summte und er zuckte zusammen. Er sah eine unbekannte Nummer und blickte sich schnell um, ob jemand auf dem Weg in sein Büro war. Als er sicher war, dass er die nächsten Sekunden nicht gestört werden würde, nahm er ab.
„Ist da Captain Renard?“ Sean zögerte irritiert. Es war eine unbekannte Frauenstimme, die Englisch sprach.
„Um was geht es?“, fragte er verhalten und nicht allzu freundlich.
„Mein Name ist Diane und ich soll ihnen eine Nachricht überbringen. Es gibt einen Ort in der Nähe von Seattle, nahe der Kanadischen Grenze, in dem das Böse unkontrolliert wächst. Der Ort heißt Snoqualmie und Special Agent Dale Cooper vom FBI ist dort, um zu versuchen es aufzuhalten.“
Diane verstummte und Sean lauschte irritiert. Es war eine eindeutig menschliche, weibliche Stimme und trotzdem kam es ihm vor, als wenn er einer Tonbandansage lauschte.
„Und was habe ich damit zu tun?“, fragte er nach.
„Jemand, der genau weiß wer sie sind, sagte, ich solle mich an sie wenden, wenn die Verbindung zu Agent Cooper abbricht. Denn sie wären einer der Wenigen, dem es möglich wäre zu verhindern, dass sich das Böse von dort aus über die restliche Welt verteilt“, sagte Diane kühl und mit so wenig Emotionen in der Stimme, dass sich Sean erneut fragte, ob er es mit einer Roboterstimme zu tun hatte.
„Diane? Diane wie heißen sie noch?“
Er bekam keine Antwort und lauschte verdutzt.
„Gut, was soll ich tun?“, fragte er dann probehalber, weil er dachte, die Verbindung wäre unterbrochen.
„Fahren sie nach Snoqualmie und helfen sie Agent Dale Cooper das Böse aufzuhalten.“
„Wer verlangt das von mir?“, fragte er ungehalten und war verwundert, dass er eine Antwort bekam.
„Dein Schöpfer!“
„Mein Schöpfer? Wer ist mein Schöpfer?“, fragte er ziemlich gereizt über dieses geheimnisvolle Getue. Wieder bekam er keine Antwort, nur ein rauschendes Schweigen. Es klang so, als wenn der Wind mit den Wipfeln von ziemlich hohen Tannen spielte.
„Warum ausgerechnet ich?“
„Weil Sie genau die Fähigkeiten haben, die gebraucht werden“, kam die schnelle Antwort und er begriff, dass er nur die richtigen Fragen stellen musste, um eine Antwort zu bekommen.
„Und wenn ich mich weigere?“, fragte provokant nach.
„Dann frage ich den Grimm. Er ist die letzte Bastion und wird sich nicht weigern können.“
Das ist doch alles ein absurdes Spiel, um ihn aus der Deckung zu locken, dachte Sean wütend und hob den Kopf, um zu sehen, ob er noch Ruhe hatte.
„Das ist doch jetzt ein Scherz! Sag mir, was ihr wollt und wir können darüber reden!“, blaffte er leise in das Telefon, bekam jedoch keine Antwort.
„Ich bin bereit für Kompromisse …“, sagte er gemäßigter und hoffte so wenigstens eine Antwort zu bekommen. Doch er vernahm nur das Schweigen der Tannen. Plötzlich sprach Diane:
„Es geht nicht um das Zauberbiest, nicht um den Grimm und auch nicht um die Königshäuser und den Schlüssel. Es geht um das reine Böse und Dale Cooper braucht deine Hilfe.“
„Woher kennt dieser Cooper mich?“ Keine Antwort.
„Wie genau sieht meine Aufgabe in Snoqualmie aus?“, fragte er wieder und er hörte selbst, wie resigniert er klang. Wenn das ein Scherz von wem auch immer war, dann war er nicht lustig. Vermutlich gab es noch nicht mal einen Ort mit diesem Namen. Er würde gleich nachschauen.
„Das wird Agent Cooper ihnen vor Ort erklären, falls er noch am Leben ist. Wenn nicht, suchen sie die namenlose Quelle und trocknen sie diese aus!“
Ein verächtliches Schnauben entfloh Sean.
„Ja, na klar. Bin schon auf dem Weg!“, sagte er amüsiert und lauschte neugierig.
„Das Orakel sagt, Nick Burkhardt wird bei dem Versuch die Quelle auszutrocknen sterben. Wollen sie das riskieren, Captain Sean Renard?“ Er blinzelte bestürzt und schwieg.
„Niemand kann sie zwingen, nur bitten“, fügte Dianes Tonbandstimme monoton und kein bisschen bittend an.


Dann wurde es jäh still. Weder knackte es in der Leitung, noch piepte es und doch wusste er, dass die Verbindung tot war. Übernatürliche Dinge waren in Seans Leben keine Ausnahme, sondern gehörten zu Regel. Er hatte schon alles Mögliche gesehen und erlebt und so war es nicht das Rätselhafte an diesem Anruf, dass ihn beunruhigte.
Ihn beunruhigte eher die Tatsache, dass er die Wahrheit dahinter nur allzu gut spüren konnte. Sein Gemüt hatte sich die letzten Wochen immer mehr verdunkelt und er neigte noch mehr als sonst dazu über alles tiefgründig nachzugrübeln. Seine Gefühle für Nick Burkhardt, seine Besessenheit für den Grimm waren die eine Sache, die ihm immer mehr zu schaffen machte. Eine andere war die unheilvolle Ahnung, dass irgendwo auf der Welt etwas Tiefgreifendes geschah. Etwas, was weder er noch ein Grimm allein aufhalten, noch bekämpfen konnte.
Schnell suchte er auf den Google maps nach dem Ort Snoqualmie und fand ihn tatsächlich. Er war südlich der kanadischen Grenzen in den Weiten des National Forests. Dass es diesen Ort tatsächlich gab, beruhigte und alarmierte ihn gleichermaßen.
Wieder sah er nach draußen, ob ihn jemand beobachtete und vielleicht damit zu erkennen gab, ob sich das ganze Revier einen Scherz mit ihm erlaubte. Doch keiner würdigte ihn nur eines Blickes. Allerdings kam eben Nick herein und sah zu ihm. Es schien nur ein flüchtiger Kontrollblick zu sein, doch Nick sah nicht gleich weg, als er merkte, dass er ihn ebenso ansah.
War das Mundverziehen etwa ein Lächeln oder er eine abfällige Geste, um zu demonstrieren, dass er zwar mit dem Captain Renard weiterhin zusammenarbeiten würde und auch seine Hilfe als Mensch in Anspruch nehmen würde, doch mit dem Zauberbiest Sean nichts zu tun haben wollte?
Sean seufzte tief und begriff in diesem Moment, dass er an die Grenze seiner Selbstbeherrschung gekommen war. Vielleicht würde er noch ein paar Tage, vielleicht Wochen durchhalten, doch dann würde er einen Fehler begehen. Wie der aussehen würde, war schwer zu sagen. Aber es würde schlimme Konsequenzen haben. Wie oft hatte er schon erfolglos versucht sein Verlangen nach Nick und seine Obsession für den Grimm zu unterdrücken? Unzählige Male. Und es wurde von Mal zu Mal schlimmer und schwerer, wenn der Wunsch ihn zu besitzen wieder nach oben kam. Sehnsüchtig sah er wieder auf Nicks kräftigen Rücken und der Wunsch seine Muskeln unter seinen Fingern zu ertasten war dabei fast übermächtig. Wenn es nur eine sexuelle Sehnsucht wäre, wäre das unschön aber behandelbar. Aber es war so viel mehr, dass er sogar selbst davor zurückschreckte es bis in die letzte Konsequenz zu analysieren.
Vielleicht war es an der Zeit die Stadt zu verlassen. Vielleicht nur für eine Weile, vielleicht für immer. Nick kam hier gut ohne ihn zurecht, denn er hatte Freunde, die alles für ihn tun würden. Ihn bräuchte er nicht. Ganz im Gegenteil. Vielleicht kam Nick besser zurecht, wenn er das Feld räumte und ihm die Stadt überließ, wie es ursprünglich vorgesehen war. Er hätte nie hier sein sollen und er hätte sich nie erlauben sollen Anspruch auf den Grimm zu erheben, als wäre er nur ein Werkzeug und eine Waffe.
Nick war trotzallem noch ein Mensch. Ein liebeswerter, reizvoller Mensch, ein anständiger Kerl, ein vertrauensvoller, hilfsbereiter Freund und ein attraktiver und überaus anziehender Mann.
Er hingegen hatte kein Recht hier zu sein.
Wer auch immer Diane, Agent Cooper oder sein Schöpfer sein mochten, es würde nicht schaden, wenn er sich diese Stadt mal ansehen würde. Ein paar Tage raus aus Portland könnten die ganze Situation entspannter machen. Ja, Sean versuchte an Urlaub zu denken, daran, dass er sich, Nick und allem ein wenig Abstand verschaffte, doch tief in ihm war das Wissen darum, dass er vielleicht nie wieder zurückkam. Und wenn, dass er nicht mehr derselbe sein würde. Er merkte zu spät, dass Nick ihn die ganze Zeit aufmerksam ansah und nun auf dem Weg zu ihm war.
Schnell versuchte er sich noch zu wappnen und traf in den wenigen Augenblicken, die noch blieben, bevor Nick sein Büro betrat eine folgenschwere Entscheidung, die sich zwar spontan anfühlte, es aber keineswegs war.


Nach einem kurzen Klopfen steckte Nick den Kopf durch die Tür:
„Kann ich kurz …?“
„Ja, sicher“, erwiderte Sean demonstrativ entspannt und nahm Nick die Akte aus der Hand, die er ihm reichte. Nick klärte ihn über den Fall auf und fragte anschließend, ob es machbar war das Kind, welches Zeuge war, im Beisein eines Psychologen noch mal und sehr behutsam zu befragen. Sean spürte, dass das nicht wirklich Nicks Anliegen war und betrachtete ihn wortlos. Der Grimm hatte ihn beobachtet, so wie er Nick beobachtete. Immer misstrauisch, immer auf Verrat gefasst und dass das so war, war wirklich traurig.
„Captain?“
Nick sah ihn nun ein wenig beunruhigt mich hochgezogenen Augenbrauen an.
Sean schloss die Akte und gab sie ihm zurück. Verdutzt nahm Nick sie wieder an sich, während der Captain erneut einen sorgsamen Blick nach draußen warf. Es war fast leer im Büro, da gerade Mittagszeit war und alle, die keinen Einsatz hatte, irgendwo essen waren.
„Ich werde dir jetzt gleich etwas sagen, Nick. Es ist extrem wichtig und deshalb möchte ich von dir vorher ein Versprechen“, sagte er sehr leise und ließ den Grimm nicht aus den Augen. Nick schob seine Augenbrauen zusammen und sah dann auch nach draußen, ob sie jemand beobachtete.
„Was?“, fragte er dann ebenso leise und trotzdem blinzelte Sean verblüfft, weil er einen seltsam verschwörerischen Unterton wahrnehmen konnte.
„Versprich mir, dass du mir nur schweigend zuhörst. Du wirst mir auf das, was ich sage absolut keine Antwort geben.“
„Was?“ Irritiert und dann ein wenig spöttisch schob Nick fragend den Kopf zurück. Sean sah ihn nur an und wartete, bis Nick leise seufzte, tief Luft holte und dann sagte:
„Gut. Ich verspreche dir keine Antwort zu geben!“ Nick lehnte sich dabei gegen den kleinen Schrank neben der Tür und sah ihn abwartend an.


Sean nickte und stand dann auf. Er musste sich bewegen, sonst würde er seine Emotionen und damit auch sein Zauberbiest nicht länger kontrollieren können.
„Ich weiß, dass es gerade in der letzten Zeit nicht immer leicht für dich war, Nick. In gewisser Weise für uns alle, doch ich denke, du bist auf einem guten Weg. Dem besten Weg, den du als Grimm einschlagen kannst. Ich respektiere und ich achte dich und sogar als Detective bist du erstklassig ….“ Nick sah ihn seltsam verwundert an und verfolgte seine Schritte mit den Augen. Sean hatte die Hände in seine Hosentaschen gesteckt und versuchte Nicks Blick auszuweichen, um die Beherrschung nicht zu verlieren. Als er merkte, dass er nicht weitersprach und Nick schon abwartend und ein wenig amüsiert die Arme vor dem Bauch verschränkt hatte, blieb er stehen.
Zwischen ihnen lag etwa ein Meter und Sean musste Nick bei den folgenden Worten einfach in die Augen sehen, denn seine düstere Ahnung flüsterte ihm unablässig zu, dass er vielleicht nie wieder die Chance dazu haben würde.
„Aber da gibt es mehr, Nick. Ich habe deshalb dein Schweigen gefordert, weil ich weiß, dass du mir keine Antworten geben willst und kannst. Aber ich muss dir die Worte sagen, weil ich sonst daran ersticke. Ich liebe dich, Nick.“
Er hatte es getan. Ohne zu blinzeln sahen sich beide wie gelähmt an. Nicks Mund öffnete sich langsam und seine Augen weiteten sich wie in Zeitlupe, als er begriff, was er da hörte. Sean hatte aufgehört zu atmen und hörte so den schnellen Schlag seines Herzens doppelt so laut. Er konnte beobachten, wie Nicks Überraschung in Skepsis überging, als er die wahre Tragweite dieser Erklärung verstand. Seine Augenbrauen zuckten erst leicht zusammen und schoben sich dann immer weiter aufeinander zu. Sean sah, wie sich sein Blick nach innen wandte, um zu prüfen, ob er es vielleicht doch schon gewusst oder geahnt hatte. Vielleicht fragte er sich auch, ob das hier gerade ein dummer Scherz war. In diesen wortlosen Momenten hätte Sean eine ganze Menge Erklärungen und Beteuerungen aussprechen können, doch das wäre nur unnötige Dekoration gewesen. Alles was Nick wissen musste, war das und dass er die Worte verstand, konnte Sean überdeutlich sehen. Fragen tauchten in Nicks hübschem Gesicht auf und zu Seans eigenem Erstaunen sah er weniger Abscheu, als er erwartet hatte.
Nick war einfach ein zu guter und anständiger Kerl, der es nicht mal über sich brachte ihm seine Ablehnung zu zeigen. Dabei hatte der Grimm alles Recht der Welt ihn zu verachten. Immerhin hatte er ihn absichtlich unwissend gelassen, er hatte ihn manipuliert, missbraucht und nicht als das behandelt, was er war. Ein Mensch. Ein wirklich grundanständiger Mann, in den er sich scheinbar ganz allmählich und mit selbstverständlicher Ignoranz seiner eigenen Gefühle verliebt hatte. Hätte er sich selbst aufhalten können, wenn er ehrlich zu sich selbst gewesen wäre? Vermutlich nicht. Das lag daran, dass er noch nie echte Gefühle für irgendeine Person hatte und so auch nicht wissen konnte, wie gefährlich das war und wohin das führen würde. Hier hin:
Zu wortlosen Momenten, die ihn nicht atmen ließen, die seine Haut brennen ließen und die sein Blut zum Kochen brachten.
Oh Gott, Nick, dachte er leicht benommen und sah Nicks lange Wimpern flattern. Noch immer standen seine Lippen ungläubig offen und sein Blick war intensiv. Der Grimm sah ihm direkt in die Augen.
„Ich liebe dich, Nick!“, flüsterte er erneut wie unter Zwang und musste zulassen, dass Blut ungehindert in seine Wangen schoss.
Dann klopfte es an seiner Bürotür und beide Männer zuckten hart zusammen.



Sergeant Wu steckte den  Kopf herein, gab einen Doppelmord bekannt und wollte wissen, ob Renard vorhatte zum Tatort zu fahren.
Er konnte nur den Kopf schütteln und sah bestürzt, wie Nick gleich mit Wu sein Büro verließ.
Am ganzen Körper zitternd, setzte sich Sean auf seinen Stuhl und versuchte wieder zur Besinnung zu kommen. Nun gab es keinen Weg zurück. Nicht nach diesen Worten. Nick hatte sein Versprechen gehalten und ihm keine Antwort gegeben. Beunruhigt stellte Sean fest, dass er nicht hatte erkennen können, wie eine Antwort ausgesehen hätte. Der Grimm war überrascht, ja. Doch sonst?
Als er sich wieder einigermaßen kräftig fühlte, stand er auf. Nick war weg und er begab sich doch zum Tatort. Am Abend, er verließ extra früh und ganz gegen seine Gewohnheit das PD, packte er eine kleine Tasche und fuhr sofort los. Sein Ziel war ein Ort mit dem bizarren Namen Snoqualmie. Dort hatte er eine Aufgabe zu erfüllen, um Nick zu beschützen.
Oder, gestand er sich gefasst ein, er floh einfach nur vor sich selbst. Gab es einen besseren Tod, in dem Wissen jemanden, den man auf tiefsten Herzen liebt, beschützen zu können? Vielleicht war es egoistisch Nick zu sagen, wie sehr er ihn liebt, doch der Grimm würde es eines Tages verstehen.

Falls er nichts an dem Ort namens Snoqualmie vorfand, würde er weiterziehen, auf der Suche nach einem weiteren Schlüssel.
Nur um zu vergessen.
Zu vergessen, wie es war zu lieben.
Zu vergessen wie es war einen Grimm zu lieben.
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