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The Stalking Dead

GeschichteSchmerz/Trost, Tragödie / P18 / MaleSlash
Chuya Nakahara Osamu Dazai Ranpo Edogawa
13.01.2019
16.01.2019
10
38.199
5
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.01.2019 4.105
 
Hallo~
Ich melde mich auch mal zu Wort und hoffe die Geschichte gefällt euch :D Es wäre nett wenn ihr einen lieben Kommi hinterlassen würdet damit ich weiß ob die Geschichte gut ankommt.
Ich werde weiter fleißig an den Kapiteln schreiben, noch ist kein Ende in Sicht~



Die Nacht verbrachte Dazai wieder einmal in einem Hotel. Aber er checkte dieses mal nur für eine Nacht ein, denn er besaß nur noch wenig Geld. Heute würde der Tag sein an dem sich alles verändern würde, wenn dieser so wie er es plant abläuft. Es war ein sonniger Sonntag morgen, über Nacht schneite es. Draußen wirkte alles so Romantisch. Dazai vermutete das Chuuya einen krassen Kater von letzter Nacht hatte und dennoch rief er ihn an.

Chuuya wurde unsanft geweckt von seinem Klingelton der direkt neben seinem Ohr ertönte „Mmhhh maaan...es ist doch Sonntag! Wer will denn da was von mir?“ knurrte er verschlafen und blickte auf seinen viel zu hellen Display. Nach einigen Sekunden erkannte er wer anrief, es war Dazai. Er ging dran „Ja was ist?

Auf der anderen Seite antwortete Dazai freudig „Guten Morgen Chuuya~ Hast du gut geschlafen? Ich habe heute absolut nichts vor, hättest du Lust dich mit mir zu Treffen auf einen Netten Sparziergang?“ Chuuya rieb sich die Augen und murrte kurz, mit so viel Lebensfreude am Morgen hätte er nicht gerechnet „Hmmm von mir aus, aber ich würde gerne vorher noch Frühstücken“ Er hörte Dazai lachen „Ach das musst du nicht, ich lade dich auf ein Stück Kuchen ein~ Na wie wärs?“ Dazai traf genau seinen Wunden Punkt „Oh..hmm na dann treffen wir uns in einer halben Stunde vor meinem Apartment!“ Chuuya legte auf. Er hatte zwar erst gestern ein Stück wundervollen Kuchen, aber Dazai würde ihn sicherlich in ein Nettes Kaffee einladen wo Kuchen umso besser schmeckt.

Chuuya stand auf und betrachtete seinen nackten Oberkörper im Spiegel und sprach zu sich selbst „Ach komm Chuuya, du gönnst dir viel zu wenig“ Mit einem grinsen schaut er in seinem Kleiderschrank und grübelte was er anziehen könnte. Er benahm sich bei seiner Sonntagsgarderobe wie ein Frau. So viel was man anziehen könnte aber nichts was zu diesem Anlass passt. Chuuya hatte wahrlich Geschmack was die Auswahl an Kleidung anging, alles war speziell angefertigt nur für ihn. Er hatte da seinen ganz eigenen Geschmack und shoppte nie in Läden wo es nur Massenware gab.
Nach gut 10 Minuten hatte er sich sein Outfit zusammen gestellt. Dann hieß es schnell noch unter die Dusche springen und sich einkleiden. Nun trägt er ein rotes Hemd mit einer blau-schwarz gestreiften Krawatte und einer engen schwarzen Designer Hose mit Strass-Steinen die ebenso schwarz waren, dazu einen Dunkelroten Mantel mit Schwarzen Ornamenten. Ein Kurzer Blick im Spiegel und er machte sich auch schon auf den Weg, pünktlich wie eh und je.

Draußen wartete Dazai bereits Geduldig, dieser hatte sich ebenfalls in Schale geschmissen. Er trug einen Schwarzen Mantel und darunter erkannte er einen grauen Anzug. Es stand ihm wirklich gut empfand Chuuya als er ihn von weitem musterte. Dazai kam lächelnd auf ihn zu und hätte sein Engelchen am liebsten umarmt. Doch Chuuya blieb vor ihm stehen und grüßte ihn „Hey, wo wollen wir den Essen gehen?“ Chuuya hatte scheinbar Riesen Hunger auf seine Lieblingsspeise. Dazai fand es wie immer süß wie der kleine Sportler reagierte „Folge mir, das Kaffee wirst du lieben~“ Dazai ging voran und führte ihn durch den wunder schönsten Park den Yokohama zu bieten hatte.

Chuuya folgte ihm auf schritt und tritt und stellte fest was für ein schönes Wetter heute war. Die Sonne schien auf den frisch gefallenen Schnee und alles begann wundervoll zu funkeln. Es war wahrlich ein wunderschöner Anblick. Chuuya war so fasziniert das er nicht bemerkte wie er stehen blieb, Dazai drehte sich darauf hin zu ihm um und bemerkte wie Chuuyas Gesicht vor Glück strahlte. Dieser Anblick war momentan die einzige Augenweide die er in diesem schönen Winter-Wunderland erhaschen konnte. Chuuyas Wesen passte perfekt zum zugeschneitem Park und der warmen strahlenden Sonne. Immer wieder stellte Dazai fest das Chuuya ein Engel sein musste, niemand konnte so perfekt sein wie Chuuya.
Er ging ein paar Schritte zurück auf Chuuya zu und nahm seine Hand „Hattest du nicht Hunger?“ Chuuya wurde aus seiner Tagträumerei heraus gerissen und starrte auf Dazais Hand die seine hielt „Ähm ja...“ Wie in Schockstarre zog er seine Hand aber nicht zurück, er empfand sie als angenehm da sie sehr warm war. Seltsame Gefühle kamen in Chuuya hoch die er aber schnell wieder verbannt hatte da er sie falsch fand. Nach einigen Schritten zog er dann doch seine Hand zurück und starrte diese kurz an. Er spürte noch immer Dazais wärme in dieser.
Dazai bemerkte dies, ging aber einfach weiter mit einem unbekümmerten lächeln in seinem Gesicht, was typisch für ihn war. Chuuya bemerkte sein lächeln und wurde leicht verlegen. Sein Bauch fühlte sich komisch an, sicherlich hatte er einfach nur großen Hunger.

Die beiden kamen am Kaffee an und traten hinein, eine Glocke ertönte sanft als sie hinein gingen. Dazai wählte einen Platz am Fenster und zog soeben Chuuya einen Stuhl hervor und lies ihn sich setzen. Chuuya blickte Dazai kurz an und bedankte sich dafür //Er ist ja genauso zuvorkommend wie bei einer Frau...Macht er das bei allen so?// dachte sich Chuuya während er Platz nahm. Dazai streckte ihm die Karte entgegen mit den Worten „Hier schau! Dieses Cafeteria bieten so viel leckere Gebäcke an“ Dazai strahlte wie ein kleiner Junge als er Chuuya die Karte reichte. Chuuya vergewisserte sich um das Angebot und war ebenso begeistert von dem Angebot „Oh Gott die haben Erdbeer-Buttercremetorte!“ Chuuya war überwältigt und bestellte das eben genannte sofort und einen Kaffee noch dazu. Dazai wählte nur einen Kaffee, er schien schon gegessen zu haben dachte Chuuya.

Als der kleine Rotschopf sein geliebtes Stück Torte erhielt konnte er sich kaum noch beherrschen. Das Stück sah einfach umwerfend lecker aus. Es war obendrein auch noch schön dekoriert mit Erdbeeren und einem Pfefferminz-Blatt „Wow einfach toll“ Chuuya zückte sein Smartphone und musste dieses Stück Kunst in Form einer Torte fotografieren.
Dazai legte seinen Kopf auf seine Hand und kicherte leise „Ich habe noch nie einen Mann gesehen der Kuchen so liebt“ Chuuya wurde bei dieser Aussage etwas rot „Ach sei still! Ich gönne mir ja sonst nichts“ Dazai winkte ab „Du hast es dir verdient, du warst schließlich Siegreich gestern Abend. Dies ist deine Belohnung dafür von mir für dich~“ Chuuya sah zufrieden aus und war glücklich über Dazais Aussage. Er begann auch gleich ein Stück zu probieren und schmelzte dahin, das Tortenstück sah nicht nur gut aus sondern schmeckte einfach fantastisch! Chuuya genoss jedes kleine Stückchen davon und wollte gerade seine aufgespießte Erdbeeren in seinem Mund versenken, als Dazai einfach Chuuyas Hand mit der Gabel zu seinem eigenen Mund führte und selber die Erdbeere verspeiste. Chuuya biss sich auf die Lippe. Es sah erst so aus als wäre er sauer, aber dann wurde er rot im Gesicht und das so ziemlich „Verdammt was soll das? Bist du sicher das du Hetero bist?“ Dazai blickte ihn mit großen katzenartigen Augen an „Hm weiß nicht, wieso? Ist das denn ein Problem?“ Chuuya hätte nicht mit so einer Antwort gerechnet und verstummte plötzlich und wurde nur noch roter //Was habe ich mir da nur eingebrockt. Steht der etwa auf mich? Ich bin aber nicht schwul!// Chuuya schossen hundert Gedanken durch den Kopf, das waren einfach zu viele für ihn, woraufhin er einen großzügigen Schluck seines schwarzen Getränkes nahm.

Die beiden schwiegen sich eine gefühlte Stunde an. Da ergriff Chuuya endlich mal wieder das Wort „Wo wohnst du jetzt eigentlich?“ Dazai war diese Frage etwas unangenehm und peinlich, das bemerkte Chuuya da Dazai nervös mit seinen Fingern spielte, dennoch antwortete er „Ich wurde aus meiner Wohnung geworfen, erst kürzlich...und gekündigt hatte man mich auch, aufgrund meiner Wunden am Arm.“ Chuuya knurrte verärgert auf als er dies hörte „Wirklich? Und das alles nur wegen dieser Frau? Wie viel Geld hast du für sie ausgegeben?“ Dazai blick schweifte ab als er darauf antwortete und blickte aus dem Fenster „So gut wie alles. Sie erwähnte immer sie sei nur glücklich wenn ich ihr alles kaufen würde was sie begehrt. Ich war einfach zu dumm und zu naiv, sie war die erste Frau auf die ich mich jemals eingelassen hatte..“ Chuuya machte diese Geschichte sauer „Blödes Weib!“ Dazai blickte wieder zu Chuuya „Aber was soll ich machen, ich wollte halt nicht allein sein und hatte mich an jedem erdenklichen Strohhalm festgehalten...das war ein Fehler und ich sehe es ein“ Chuuya verspürte mit leid mit Dazai. Er wusste das er ihm schon einmal geholfen hatte, warum sollte er es nicht noch einmal tun? Er verstand Dazai sehr gut, und er war wirklich kein Schlechter Kerl. Dazai kam für ihn nur etwas zu Gutmütig rüber was die Wahl von Frauen betrifft, sicher würden noch mehr Frauen Dazai, die sanfte Seele, ausnutzen. Chuuya erhob seine Stimme „Du kannst bei mir wohnen“ Daraufhin antwortete Dazai aber nur „Nein das geht doch nicht! Ich falle dir nur zur Last!“ er war da sehr bescheiden. Chuuya nahm dies aber nicht hin „Ich bestehe darauf! Ich möchte dir wirklich helfen, ich habe das Geld,warum sollte ich da also  nicht einem guten Freund helfen?“ Chuuya grinste und Dazai gab mit einem Seufzer nach „Na gut, aber sag danach nicht das ich dich nicht gewarnt hätte~“ Chuuya blickte verdutzt drein „Gewarnt? Vor was? Hast du denn seltsame Angewohnheiten?“ Dazai verschenkte seine Beine und entgegnete „Ja das habe ich, ich bin nicht gerne allein~“ Chuuya verwirrte diese Aussage etwas aber nahm es so hin „Du bist dann auch nicht mehr allein, wir sind dann so etwas wie WG Kumpels“ Nun war Dazai mehr als einverstanden „Gut, ich freue mich und bin dir so dankbar dafür Chuuya, das glaubst du gar nicht wie sehr“ Innerlich war Dazai noch viel erfreuter, aber das wollte er nicht zum Ausdruck bringen, sonst würde er mit Chuuya zusammen den Tisch in Null Komma nichts abräumen.

Beide tranken ihren Kaffee aus, Dazai bezahlte anschließend alles und sie verlasen zusammen das Cafeteria. Chuuya wirkte zufrieden und auch Dazai schien glücklich zu sein. Noch glücklicher wäre er allerdings, wenn er Chuuyas Lippen wieder berühren könnte so wie beim gestrigen Abend. Jetzt dürfte er aber nicht so voreilig handeln, erst einmal müsste er bei Chuuya ankommen und alles weitere würde sich ganz sicher ergeben. Auch wenn Chuuya glaubte das er selbst Hetero ist, würde Dazai das schon irgendwie ändern. Er würde ganz einfach seinen unerbittlichen Charme spielen lassen, denn er war gewiss ein Mann auf den eigentlich jede Frau stehen würde. Chuuya war in seinen Augen auch so etwas wie eine Frau, welcher Mann würde sonst so eine Kuchen und Torten Fetisch haben? Außerdem wirkte seine haut im Licht so glatt wie die Frauen die er bereits ermordete. So zart und weich wie seine kleinen Lippen. Bald würde er diese öfters küssen können,schon sehr bald.


Als sie beide zusammen an Chuuyas Apartment ankamen, schloss Chuuya schnell die Tür auf. Ihm war ziemlich kalt, trotz seines warmen Mantels. Es begann in der Zwischenzeit zu schneien und es war deutlich kälter als heute morgen.
Schnell huschten sie beide ins gemütliche Heim und Chuuya drehte noch die Heizung etwas höher „So jetzt wird es gleich schön warm“ Dazai schaute sich derweil um, alles war so geblieben wie das letzte mal als er hier war. Diese Miri konnte wirklich nichts verändern in der kurzen Zeit wo sie hier war und das war auch gut so. Plötzlich spürte Dazai ein brennen in seinem Unterarm. Er sah wie eine seiner Wunden nässte, etwas hatte sich entzündet und brannte gerade tierisch. Er kniff ein Auge zu und verdeckte die Stelle wieder mit der Bandage. Chuuya merkte von alldem nichts denn er war beschäftigt damit eine Matratze für Dazai heraus zu holen. Als er diese zu fassen bekam legte er sie kurzerhand einfach auf den Boden neben der Heizung im Wohnzimmer. Er stemmte die Arme gegen seine Taille und schnaufte kurz zufrieden „Hier ist erst mal dein Bett.“ Dazai kam um die Ecke und starrte auf Chuuyas Hintern, Chuuya merkte dies allerdings und wendete sich nach vorn „Hast du mir gerade auf den Arsch geschielt??“ Dazai schüttelte hastig mit den Kopf „So was würde mir doch niemals in den Sinn kommen“ säuselte er verdächtig. Chuuya legte den Kopf leicht schief und schnaubte empört „Du bist also doch Homosexuell...oder eher Bisexuell...was hab ich mir da jetzt eingebrockt“ Chuuya schien nicht sehr erfreut zu sein, doch irgendwie stichelte er mit dieser Art Dazai an, dieser verlor die Beherrschnug und drückte sich gegen Chuuya so das dieser Auf die Matratze hinter ihm fiel „Oi...Oi! Was wird das!“ Aber statt über Chuuya herzufallen begann er die Sache in eine andere Richtung zu drehen wie vermutet, er kitzelte Chuuya an den Seiten und lies ihn nicht entkommen. Chuuya schrie vor lachen auf „Sag mal...haahah....was wird denn das auf einmal?“ Dazai lies kurz ab damit Chuuya wieder Luft bekommt „Mir war mal so danach~“ Chuuya schubste ihn weg „Du bist ein richtige Kindskopf Dazai!“ Elegant schwang sich Chuuya von der Matratze hoch und Verschwand ins Wohnzimmer um noch eine Decke und ein Kissen aus dem Schrank zu holen. Dazai schnupperte in der Zwischenzeit an der Matratze auf der er Chuuya eben plättete. Sie duftete intensiv nach ihm, zu intensiv dafür das er nur so kurz darauf lag. Dies musste wohl eine alte Matratze von Chuuya gewesen sein und Dazai hatte nun die Ehre darauf schlafen zu dürfen. Von dem Geruch betört schob er sich auch gleich ganz auf die Matratze und rieb seine Wangen daran wie eine Katze die mit ihrem Besitzer schmust. Chuuya kam aber auch genau in diesem Moment wieder und begutachtete das Schauspiel „Gehts dir gut? Was für ein komischer Vogel du bist...“ Dazai erschrak und drehte seinen Kopf Richtung Chuuya „Ah Chuuya~ Die Matratze ist einfach so schön weich, das bin ich nicht gewohnt“ Chuuya entgegnete ihm entgeistert „Schon klar, du bist ein Perversling, man!“ Chuuya sah wie Dazai an der Matratze schnüffelte und ihm wurde so einiges klar, er müsste Abstand von Dazai halten um ihm nicht falsche Hoffnungen zu mache, da Dazai sich da offensichtlich in was verrannt hatte.

Der Abend nahte und Chuuya bereitete das Abendessen vor, anders als sonst, für zwei Personen. Er summte dabei ein Liedchen vor sich hin und schien ganz in seine Arbeit vertieft zu sein. Er bemerkte nicht einmal wie Dazai ihm dabei zu sah. Am liebsten würde der Letzt genannte Chuuya von hinten umarmen und ihm einen Liebes-abdruck am Hals verpassen. Dazai gab einen gequälten Laut von sich, es nützte nichts, er müsste weiterhin geduldig sein. Bisher hatte das immer gut geklappt, dann musste es auch noch eine weile so weiter gehen wie bisher.

Chuuya kochte für sie beide Reis mit Makrele und Gemüse. Er deckte den Tisch und stellte das Essen darauf ab und rief Dazai „Dazai das Essen ist fertig“ Dieser lies nicht lange auf sich warten und kam mit seiner fröhlichen Miene wie eh und je in die Küche geschlendert „Ah das duftet ja Wunderbar~ Du kannst echt toll kochen, wie eine Hausfrau Chuu~“ Genervt schnalzte der kleinere mit der Zunge „Iss einfach! So was kriegst du nicht immer...“ Dazai tat wie ihm befohlen und setzte sich und begann darauf hin zu essen. Er war doch ganz schön ausgehungert. Durch seine recht weiten Kleidungsstücke sah man nicht mal das er eigentlich recht unterernährt war. Aber nicht nur dies versuchte er zu verbergen, da war noch einiges mehr, was nicht nur an seinen Armen zu sehen war.

Am Essens-tisch war es sehr ruhig als die beiden auf aßen. Dazai spielte mit einer Locke seiner Haare und blickte währenddessen auf seinen leeren Teller. Der andere Mann im Haushalt hingegen begann damit alles in den Geschirrspüler zu räumen. Abermals starrte Dazai dabei gebannt auf Chuuyas schön geformten Hintern. Die Muskeln sahen sehr angespannt aus und Dazai genoss diesen Anblick, Chuuya war eine wahrliche Augenweide von jeder Perspektive. Ehe sich Dazai versah, bekam er ein breites Grinsen auf seinen Lippen und wirkte damit wie ein perverser Gaffer. Als sich aber Chuuya prompt umdrehte, wendete Dazai seinen Blick ab und tat so als würde er etwas an der Decke fixieren. Chuuya, der denn Blick irgendwie auf sich spürte, starrte Dazai verärgert an „Es ist besser wenn ich dir eine Freundin suche...“ Als Dazai dies hörte lächelte er Chuuya entgegen „Das musst du nicht~“ Chuuya bemerkte gar nicht wie er errötete durch Dazais eindringlichen Blick. Irgendwie schienen Dazais Augen in diesem Blickwinkel ziemlich düster aber auch Interessant aus, empfand Chuuya. So eine Person wie Dazai hatte er noch nie in seinem Leben getroffen und genau aus diesem Grund fand er ihn komischerweise recht Interessant. Er musste sich eingestehen das er solch eine Abwechslung in seinen Leben gebraucht hatte, denn auch wenn er alles besaß, einsam war er dennoch. Aber durch Dazais Anwesenheit verflog seine Einsamkeit und diese Einsicht lies ihn unbeabsichtigt breit lächeln. Es war klar das Dazai der Fuchs die plötzliche Veränderung in Chuuyas Gesicht bemerkte, dementsprechend reagierte er darauf „Denkst du etwa an mich Chuu~?“ Völlig aus seinen Gedanken gerissen versuchte Chuuya die Situation nicht ganz so peinlich aussehen zu lassen „Wie? Häh? Wie kommst du darauf!? Ich habe nur daran gedacht...das ich mich irgendwie wohler fühle wenn ich nicht ganz allein in diesem großen Apartment wohne. Mehr nicht!“ Indirekt wollte Chuuya damit sagen, das er froh war Dazai bei sich wohnen zu lassen. Damit tat er also nicht nur Dazai einen großen gefallen, sondern auch sich selbst. Dennoch errötete Chuuya ständig, das lag nicht an Dazais eindringlichen Blick, sondern eher daran das er ständig errötet wenn er in eine Situation kam die ihm unangenehm oder peinlich war. Chuuya kam wohl möglich noch nicht ganz so gut klar mit dauerhaften sozialen Kontakten. Beim Training verhielt er sich jedoch immer ganz anders und war ein hochangesehener Trainer.

Bevor die zu Bett-geh Zeit anstand, lies Chuuya Dazai den vortritt sich zu baden, denn er würde viel länger brauchen als der Brünette.
Dazai betrat das Badezimmer und entfernte seine Kleidung von sich. Unter dieser klebten seine Bandagen eng an seinem Körper. Er hatte einige frische Wunden, besonders schlimm schien allerdings die an seinem Arm. Diese hatte sich bereits schlimm entzündet und dies missfiel Dazai sehr. Bisher hatte er sich immer was spritzen können, ein Wunderheilmittel was eine Entzündung nicht begünstigen würde. Aber diese Substanzen hatte er in seiner Bleibe zurück gelassen. Es waren illegale Substanzen die er nie hätte mit nehmen können zu Chuuya. Beim begutachten seiner Wunde trat Chuuya ins Badezimmer der zuvor anklopfte, aber von Dazai nicht bemerkt wurde. Erschrocken musterte Chuuya Dazais Wunden mit erweiterten Augen „Verdammt, deine Wunden....die sehen übel aus!“ Nicht erfreut über Chuuyas Anwesenheit packte Dazai seinen verletzten Arm und presste seine Handinnenseite dagegen um schmerzen zu spüren. Er wollte verhindern das Chuuya dies sah da es ihm sehr unangenehm war und es ihn an seine Schandtaten erinnert. Kurz verlas Chuuya das Badezimmer um gleich mit einem Arztkoffer wieder zu kommen. Darin war Desinfektionsmittel enthalten, Bandagen und Pflaster „Los bade dich! Ich muss deine Wunden gleich behandeln“ Dazai hielt kurz inne aber befolgte Chuuyas Aufforderung. Er entblößte sich vollständig und bemerkte das Chuuya sogar weg sah „Hm? Wir sind doch beide Männer? Was hast du?“ Chuuya blickte gekränkt zu Dazai „Dein Körper....er ist total zerstört!“ Er klang gekränkt aber gleichzeitig auch wütend über Dazai. Diesem gefiel Chuuyas Ungunst gar nicht, ihm wurde schlecht und in seinem Hals steckte ein Frosch. Doch er bekam dennoch einen Satz heraus „Wiedert es dich an?“ Chuuya ballte seine Fäuste und konnte seine Emotionen nicht im Zaum halten „Spinnst du?! Ist das deine einzige Sorge gerade? Wie konntest du deinem Körper das nur antun?!“ Dazai verstand mit dieser Aussage den kleine Rotschopf, Chuuyas reine Seele zeigte eindeutig mitleide, aber auch kein Verständnis für seine Taten.

Es herrschte nun eine unangenehme stille zwischen den beiden, Dazai saß im Wasser der Badewanne und rührte sich nicht. Die wunden brannten furchtbar und es war ihm unangenehm sich vor Chuuya zu waschen in diesem Zustand. Ein Hauch von reue kam in seinen Gefühlen hoch, was Dazai selten spürte bzw. gar nicht. Chuuya riss allerdings der Geduldsfaden und trat in Aktion. Er packte sich einen frischen schwamm, etwas Desinfektionsmittel und etwas milde Seife die er aus einem Schrank griff und begann Dazais Wunden sachte zu säubern. Beschämt von Chuuyas handeln schloss Dazai die Augen und wendete seinen Kopf zur Seite. Dies war wohl das unangenehmste Gefühl in seinem Leben was er je verspürte.

Den Rest übernahm dann Dazai allerdings selbst, Chuuya tat bereits genug für ihn. Seine Wunden brannten fürchterlich durch das Mittel, aber noch schlimmer als das war das Gefühl was er in seiner Magengrube verspürte. Er konnte es kaum definieren, ihm wurde davon schlecht. Chuuya ließ das Wasser in Dazais Badewanne ab, dieses war leicht Rosa gefärbt von seinem Blut und anderen Flüssigkeiten die aus Dazais Wunden kamen. Danach brauste er Reste von Dazai ab obwohl Dazai nicht darum gebeten hatte. Er warf Chuuya einen eiskalten Blick zu, als Chuuya diesen auf sich spürte blickte er in seine tiefen dunkelbraunen Augen. Normalerweise sind diese Dunkelbraun, aber in diesem Moment erschienen sie eher rötlich und unheimlich. Diesen Blick hatte Dazai nur drauf wenn er mordete. Chuuya stemmte seine Arme in die Hüften „Was ist dein Problem?! Du selbst hättest vermutlich heute nichts mehr zustande bekommen, also schau mich nicht so an und sei gefälligst etwas dankbarer!“ Dazai wurde aus dem heraus gerissen was in seinem Kopf vor ging. Hatte er gerade tatsächlich geplant Hand an Chuuya zu legen? An seinem geliebten Engel? Dank Chuuyas Einsatz konnte dies gerade noch vereitelt werden. Aber würde Chuuya sich so einfach von Dazai strangulieren lassen? Vor allem in diesem Zustand, war Dazai sehr geschwächt und Chuuya ist ein durchtrainiertet sportlicher Mann mit viel Ausdauer. Das ganze hätte unglücklich ausgehen können. Chuuya selbst wusste nicht einmal das er kurz zeitig in Gefahr war, den er glaubte nicht das Dazai so ein Typ wäre der plötzlich gewalttätig sein würde.

Nachdem Dazai sich behutsam abtrocknete kümmerte sich Chuuya mit dem Desinfektionsmittel und einem Tupfer um die offenen Wunden. Vorsichtig behandelte er mit sanften Druck jede entzündete Stelle. Dazai schmerzte es aber anders als beim baden empfand er dafür andere Gefühle. Chuuyas sorge ehrte ihn und vor allem spürte er Chuuyas Hand auf seinen Rücken ruhen, allein dies beruhigte ihn sehr und verhalf ihm dazu das ganze entspannt zu betrachten.

Anschließend wurde Dazai frisch verbunden und alles schien wieder bester Ordnung zu sein. Dazais schlechte Miene die er zog verschwand, auch wenn er nicht lächelte schien er dankbar zu sein. Aber gewiss nicht dafür das Chuuya seine Wunden versorgte, sondern eher für Chuuyas sanften Berührungen die er bekam. Dafür das Chuuya wohl angeblich Hetero sei, behandelte er ihn ziemlich sanft. Eine Mann zu Mann Behandlung wäre gewiss etwas gröber, schließlich sei ein Mann nicht so schmerzempfindlich wie eine Frau. Vielleicht sah Chuuya Dazai aber an das er zerbrechlicher wirkte. Schließlich sah Chuuya ihn komplett nackt, er sah genau wie sein Gesundheitszustand war. Dazai war Spindeldürr, hatte kaum Muskeln. Chuuya müsste ihn auf päppeln wie einen Straßenköter damit er wieder zu vollen Kräften erblühen würde. Auch wenn es Dazai missfiel, würde er sich gerne weiter von seinem Chuuya pflegen lassen, denn nur er dürfte das und kein anderer sonst. Dazai war schließlich sein ganzes Leben nur auf sein eigenes können angewiesen und hasste eigentlich wenn man ihm half. Denn so was war er gar nicht gewohnt, auch nicht mit einem solch liebevoll sozialen Umgang. Er kannte nur die härte der Straße und diese härte formte seinen jetzigen Charakter. Mit Schuld an seinem Charakter war allerdings die Sucht nach Chuuya. Der kleine Profisportler war das Licht in seiner dunklen Höhle namens Leben. Er hingegen sitzt tief in dieser Höhle und blickte hinauf zu dem Lichtstrahl, er würde nur hinauf kommen in dem er seinen Weg mit Leichen stapeln würde so wie er es bis jetzt tat. Nun Sitzt er auf den Berg von Leichen und kann den Lichtstrahl ergreifen, aber würde er es schaffen aus der dunklen Höhle zu entkommen? Selbst wenn er dies schaffte, hatte er einen Berg Leichen unter sich, mit dieser Schuld würde er kein normales Leben außerhalb der Höhle führen. Die Schmerzen und Qualen würden sich verschlechtern. Aber in seiner Lage konnte er noch nicht so definiert über seine Zukunft nachdenken, denn er saß schon so nahm am Licht, aber konnte noch nicht aus der Höhle entkommen.
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