The Stalking Dead

GeschichteSchmerz/Trost, Tragödie / P18 Slash
Chuya Nakahara Osamu Dazai Ranpo Edogawa
13.01.2019
16.01.2019
10
38.199
4
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13.01.2019 3.765
 
In einer dunklen Stadt lief ein einsam wirkender Mann durch verregnete Straßen. Seine Augen sahen leblos aus sowie auch sein äußeres. Dennoch hatte dieser Mann an diesem Tag noch etwas erfreuliches vor. Jeden Abend schlenderte er durch bestimmte Seitengassen um an den Ort zu kommen wo sein Lebenswillen verborgen war.

Nach einem kleinen Fußmarsch war er auch schon angekommen. Es war ein viel besuchter Nachtclub, aber nicht solcher an denen sich nur Männer trafen um mit Frauen einen schönen Abend zu haben, nein, heute fand in diesem Lokal ein Wettbewerb statt zwischen zwei Männern. Alles war bereits ausverkauft, doch der Mann der sich Dazai nannte wusste wie er dennoch zu dem kam was er im inneren begehrt. Er kam nicht um dem Wettbewerb zu zuschauen, er war eher an einen der Spieler Interessiert, obwohl es kein Interesse war, eher Besessenheit.

So kam es das er im hinteren Teil des Clubs durch ein Fenster der Toilette eindrang um ins innere zu gelangen, er stellte sich sehr geschickt dabei an, fast so als würde er ständig so etwas machen. In Wirklichkeit hatte er es schon so oft gemacht das er es nicht mehr hätte zählen können. Mit leisen Schritten die einer Katze ähnelten schlich er sich aus der Toilette denn er wollte keine Aufmerksamkeit erregen, da er allen Übels auch noch auf dem Frauenklo eingebrochen ist. Glücklicherweise war keine Frau dort, was wohl bedeutete das der Wettbewerb schon lief.

Dazai beeilte sich um am geschehen teilzunehmen und um das zu sehen wonach seine Seele besessen war. Chuuya Nakahara, ein Billardspieler der Profi-Liga. Das war aber noch nicht alles, Chuuya hatte sich schon einige Titel in anderen sportlichen Bereichen gesichert und war ein wirkliches Multitalent. Man sah ihm zudem auch noch an wie sehr er daran erfreut war das ganze auszuüben, durch seine sportliche Kariere war er Top in Form, seine Muskeln waren durch den dünnen Stoff den er anhatte gut sichtbar, dies reizte Dazai sehr. Er wollte ihn zu gern berühren, ihn vom Tisch reißen und ihn nie wieder los lassen.

Dies war nicht das erste mal das er seinem begehrten Schatz beobachtete, er tat dies schon zum vierten mal im Monat. Damals ist er durch Zufall auf ihn gestoßen. Davor hatte er Chuuya nur bei einem seiner Überfälle gesehen, da er in dem Wohnkomplex lebte was er damals ausraubte. Dazai wusste gleich, diesen Mann muss er besitzen, er verzichtete auf seine Raubzüge für die gesamte Zeit um nicht doch noch erwischt zu werden. Dies machte sich aber an seinem äußeren bemerkbar, er besaß keine Arbeit und die Raubzüge waren das einzige was ihm Nahrung verschaffte. Doch seit er Chuuya sah ist nun dieser zu seiner Nahrung geworden.

Gierig beobachtete er Chuuya dabei wie er mit seinem Billardstock die Kugeln präzise anstupst, er sah so atemberaubend aus das Dazais Augen begannen zu funkeln. Es war fast so als würde ein Raubtier seine Beute beobachten und auf den passenden Moment warten bevor es zuschlägt. Aber noch konnte er sich seinem angebeteten zeigen. So wie er aussah würde ihm Chuuya nur davon laufen. Auch wenn er es satt ist ihm nur aus der ferne zu zuschauen. Aber Dazai musste sich in Geduld üben, ansonsten müsste er Chuuya weh tun, und das wollte er nicht, bis jetzt jedenfalls noch nicht. So lange Chuuya nichts tat was ihm missfallen würde, würde er ihm kein Haar krümmen. Dazais einzige sorge sind die ganzen Frauen dich sich um den begabten Billardspieler scherten, sie waren ganz verrückt nach ihm. Dazai zählte sich allerdings nicht dazu, einerseits war er keine Frau und andererseits wollte er Chuuya nicht um mit ihm eine glückliche Beziehung zu führen, nein, er wollte ihn besitzen!


Der Abend ging langsam zu ende und es war klar wer der Sieger sein würde. Chuuya gewann das Battle ohne mühe. Die Spieler gaben sich zum Schluss noch die Hand und Chuuya bekam seinen Preis überreicht. Er bekam eine exklusive Weinflasche überreicht mit einem goldenen Pokal. Dazais Augen funkelten immer mehr als er sah wie glücklich der Rotschopf über seinen Gewinn war. Doch im nächsten Moment verfinsterte sich Dazais Miene als er mit ansehen musste wie einer der Frauen sich kreischend um Chuuyas Hals warf. Wer war diese unverschämte Frau? Wie konnte sie ihn einfach berühren? Dazai gingen mehrere Gedanken durch den Kopf als er das beobachtete. Als die Frau dann auch noch ihre Lippen auf Chuuyas lag war es ganz aus. Wutentbrannt wollte Dazai hervor stoßen doch er hielt sich im letzten Moment noch auf. Er durfte jetzt nicht die Kontrolle verlieren, vielleicht war das auch nur eine von seinen verrückten Fans.

Chuuya verließ den Club wenig später, an seiner Seite war die Frau die ihn küsste. Natürlich folgte Dazai den beiden weiterhin und beobachtete das weitere geschehen. Es schien so als würden sie sich unterhalten, doch Dazai verstand nicht worüber sie sprachen.
Chuuya kratzte sich am Kopf und wusste nicht was er sagen sollte. Die Frau vor ihm hatte ihm eine frage gestellt, das war sicher, doch Chuuya tat sich gerade schwer und schüttelte dann mit dem Kopf „Tut mir leid, ich suche keine feste Beziehung. Meine Kariere ist mir erst mal wichtiger, ich hoffe du verstehst das.“ Die Frau schaute erst geschockt aber nickte dann „Ich habe mich da wohl in etwas hinein gesteigert, mir tut es leid.“ Chuuya legte eine Hand auf ihre Schulter und lächelte leicht „Sollte ich es mir mal anders überlegen wärst du aber ganz sicher meine erste Wahl.“ Er sagte dies mit einem grinsen auf den Lippen, aber das ganze wirkte eher wie eine Notlüge als die Wahrheit. Aber es reichte aus um die Frau wieder glücklich zu stimmen. Die beiden tauschten dennoch ihre Nummern aus bis sie dann endlich wieder im Club verschwand. Der kleine Rotschopf atmete erleichtert aus „Puh das ist gerade nochmal gut gegangen...“ Dies war nicht die erste Frau die er abwies, aber es fällt ihm jedes mal schwer schöne Frauen abzuservieren. In Wirklichkeit sehnte er sich danach eine Beziehung zu haben, weil er wusste das etwas in seinem Leben fehlte. Natürlich war seine Kariere sehr wichtig für ihn, aber das allein scheint ihn nicht mehr so richtig glücklich zu machen.

Dazai atmete erleichtert aus als er sah wie die Frau verschwand. Er konnte die Lippen der beiden lesen und verstand wie dieses Gespräch ausging. Trotzdem passte es ihm nicht wie sie ihre Nummern miteinander ausgetauscht hatten. An diesem Abend wusste Dazai das er noch was anderes zu erledigen hatte, statt nur seinen Schwarm zu folgen. Dieser rief sich sowieso schon ein Taxi und begab sich auf den Heimweg.

Bis spät in die Nacht wartete Dazai vor dem Club an dem dieser Wettbewerb statt fand. Er wartete auf eine gewisse Frau. Als diese nun endlich heraus kam, heftete er sich an ihre Fersen und folgte ihr durch die dunklen nebligen Straßen. Es war sichtlich das diese Frau einen Drink zu viel hatte, vermutlich hatte sie sich betrunken um den erhaltenen Korb runter zu schlucken von ihrem Angebeteten. Doch dieser Angebetete gehört schon jemand anderes und dies musste Dazai ihr vermitteln.

Dazai bemerkte wie die Frau immer langsamer wurde und öfter nach hinten schaute. Wusste sie etwa das er ihr folgte? Dem Anschein nach nüchterte die Frau langsam aus und wurde nun aufmerksamer als zuvor. Der Brünette müsste sich beeilen mit dem was er plante. Ehe er nah genug an sie heran kam, verschwand sie aber schon in einen Wohnkomplex.Hatte Dazai seine Chance etwa schon verspielt? Nein, die Frau lies ihre Tür auf, sie war dennoch betrunken genug um dies nicht mit zu bekommen. Dazai nutzte dies und kam herein. Selbst die Tür zu ihrem Apartment stand einen kleinen Spalt offen. Als er ihr zuhause betrat lag die Frau auf ihrer Couch mit ihrem Smartphone in der Hand. Dazai schlich sich an sie heran und sah wie sie gerade dabei war Chuuya eine Nachricht zu tippen. Dazai grinste verschmitzt „Trotz heutiger Abfuhr schreibst du ihm noch einmal?“ Geschockt drehte die Frau sich um und wollte in dem Moment aufschreien, aber sie konnte nicht da Dazai schneller war und seine Hand gegen ihren Mund presste „Schhh schhhh nicht so laut, die anderen schlafen doch schon!“ Er sprach mit eiskalter stimme zu ihr, genauso sah auch sein Blick aus. Mit Todesangst beäugte die Frau Dazai. Sie versuchte sich zu wehren doch Dazai war um einiges stärker, er presste sie gegen die Couch mit seinem Gewicht. Dazai war ein sehr großer Mann, die Frau hatte keine Chance sich irgendwie aus seinem Griff zu befreien. In Not versuchte sie ihr Handy zu greifen, doch Dazai riss es ihr sofort aus der Hand „Lass das lieber bleiben, sonst werde ich noch ungemütlicher~“ summte er mit einer säusel stimme. Dazai war wirklich nicht normal, sein ganzes auftreten war ziemlich furchteinflössend. Seine Mimik, seine Stimme und seine zerrissenen Kleider.

Noch immer hielt er sie Fest und drückte sich gegen sie während er ihr Handy anschaute „Danke für seine Nummer, ich bin überglücklich ihn nun auch mal erreichen zu können <3“
Die Frau weinte und ihr Gesicht verzerrte sich zu einer verstörten Miene. Dazai hatte sie geknebelt mit ihrem Schal den sie Trug. Dazai zückte ein Messer aus seinem zerrissenen Mantel hervor und streckte es ihr entgegen. Die Spitze der Klinge berührte ihren Kehlkopf „ Wenn ich Schal entferne und du aufschreist werde ich dir deine Stimme rauben, hast du das verstanden kleine?“ er sagte dies mit einer furchteinflössenden Stimmlage, doch trotzdem lächelte er dabei. Die Frau nickte und er entfernte den Schal. Darauf hin drückte er seine Lippen gegen ihre und küsste sie animalisch wild. Den Schal band er fix um ihre Handgelenke und fixierte sie über ihren Kopf.
Mit einem gierigen lächeln beäugte er ihren Körper „nun ist es wie als hätte ich ihn geküsst“ langsam zog er sie aus und die Frau wollte erneut aufschreien. Dazai schlug sie einmal kräftig um sie zum schweigen zu bringen „Was hatte ich dir gesagt Kätzchen? <3“
Er schüchterte sie so ein das sie nun wehrlos sich ihm ergab, zudem hatte sie auch keine Kraft mehr. Als er sie so da liegen sah stellte er sich vor wie Chuuya ebenso vor ihm liegen würde „Aaah Chuuya du bist wunderschön kleiner Engel~“ säuselte er vor sich hin. Den ganzen Frust darauf das er Chuuya nie berühren konnte lässt er nun an die Frau aus die Chuuya am nächsten war. Er vergnügte sich voller Lust mit ihr, schlug sie wenn sie aufschrie und beendete alles damit in dem er ihr die Kehle präzise aufschlitzte. Er stand nun vor der Leiche und seufzte zufrieden „Das wollte ich mir eigentlich für dich aufheben mein Engel, aber das wäre für unser erstes Treffen zu viel geworden liebster.“ Er wischte anhaftendes Blut von sich und säuberte alles was ihm gehörte. Er steckte das Messer sowie ein benutztes Kondom in einen Beutel und verstaute es in seinem Mantel. Das ganze wirkte so als hätte er mit so etwas schon Erfahrung. Das hatte er gewiss schon, sie war nicht sein erstes Opfer, doch es war sein erstes Opfer was er vergewaltigte. Auch er hat hin und wieder Gelüste. Aber diese kamen vor Chuuya nie zum Vorschein. Der kleine Mann war an dem Schult was Dazai nun war, er mordete nur für Chuuya. Er war sein kleiner Engel den er vor allem beschützte die ihm zu nahe kamen. Aber in Wirklichkeit wollte er nur sichergehen das Chuuya nicht in dem Besitz von jemand anderes kommen würde.

Die Morgensonne stand bereits am Horizont und der Raum mit der Leiche wurde allmählich erhellt. Dazai musste nun endlich verschwinden wenn er nicht erwischt werden will. Bevor er jedoch verschwand, nahm er ihre Geldbörse mit. Etwas Kleingeld könnte er gut gebrauchen. Danach suchte er nach Lebensmitteln die er gebrauchen könnte. Schließlich war es eine anstrengende Nacht für ihn und er würde Energie brauchen für das was er als nächste vor hatte.

Der brünette verließ die Wohnung zufrieden und stellte sicher von niemanden gesehen zu werden. Nun war er auf den Weg in seine bleibe. Auch wenn er wie ein Obdachloser umher streifte, hatte er dennoch ein Ort an dem er verblieb. Er erreichte diesen indem er an einem Fluss entlang lief und an einem alten verlassenden Haus am Stadtrand ankam. Mit einem aufmerksamen Blick vergewisserte er sich das niemand sieht wie er hinein geht. Auch Innen inspizierte er sein Umfeld nach fremden. Er konnte letzten Endes seine bleibe nicht abschließen da er nie den Schlüssel fand. Drinnen hing er seinen Mantel an einen Garderobenständer und setzte sich auf seine Couch. Er nahm das Handy der Frau aus seiner Handy Tasche und schaute lächelnd auf dem Bildschirm. Auf diesen war Chuuyas Nummer zu sehen. Endlich kam er einen Schritt auf Chuuya zu, auch wenn dieser nur ein kleiner war. Immerhin besser als gar keine, so empfand er es. Der Brünette holte sein Handy aus einer Ritze der Couch hervor und tippte Chuuyas Nummer ab und speicherte sie unter dem Namen Engelchen ein. Zufrieden seufzte er und legte sein Handy beiseite bevor er glücklich einschlief.


Am selben Tag am Abend hörte man die Nachrichten von einer Frau die in ihrem Apartment brutal vergewaltigt und danach getötet wurde. Chuuya war gerade dabei sich einen Abend Snack zuzubereiten und stellte kopfschüttelnd seine Pfanne beiseite indem er sich ein Spiegelei brutzelte „das war auch noch hier in der Nähe. Es geht hier immer brutaler zu. Hoffentlich finden sie dieses kranke Schwein!“ Der kleine Rotschopf schwenkte sein Spiegelei auf eine Pfanne und nahm sich noch eine Scheibe Toast dazu bevor er sich vor seinen Fernseher setzte und sein Essen verputzte. Nebenbei tippte er auf sein Smartphone herum und es wurde ihm etwas mulmig als er durch seine Nummer scrollte. Er dachte an die Frau von gestern //Vielleicht hätte ich ihr eine Chance geben sollen...// Er seufzte innerlich über sich und legte sein Smartphone beiseite. Schon lange ist er am überlegen nach einer Partnerin Ausschau zu halten, aber dabei ist er sich noch nicht einig ob es das ist was er brauch. Der erfolgreiche Sportler ist noch jung und hat noch so viel vor sich, aber ganz allein will er diesen Weg auch nicht gehen. Seine Befürchtung wäre das er sich nicht mehr zu 100 Prozent auf seinen Sport konzentrieren könnte wenn er eine feste Beziehung hätte. Letzten Endes musste er sich eingestehen das er immer noch Jungfrau ist mit 22 Jahren. Aber eine flüchtige Liebelei bei der es nur um Sex ginge wäre ihm alles andere als recht. Chuuya würde eine Frau sehr glücklich machen und wäre ein sehr treuer Liebhaber. Schließlich hätte er viel zu geben. Doch eine Frau die nur sein Geld sieht wollte er auch wieder nicht. Laut seufzend lehnte er sich auf seiner Couch zurück, das ganze grübeln brachte ihn nicht weiter. Als er sein Dinner beendete wählte er ihre Nummer und wartete bis sie dran ging.


Mit lautem knacken seiner Gelenke erhob sich Dazai aus seine Couch, ein nerviger Klingelton der nicht seiner war, weckte ihn aus seinem Schlaf. Genervt schaute er nach wo sich das nervende Gerät befand und fand es schließlich unter seinem Tisch. Er blickte mit halb zusammengekniffenen Augen auf das Display und stellte mit Freude fest das es sein Engelchen war. Er sprang vor Freude auf, doch bald darauf wurde seine Freude getrübt. Er ruft auf ihrem Handy an, das heißt er würde nicht von IHM wollen sondern nur von IHR. Wütend war er kurz darauf das Handy in die Ecke zu pfeffern, doch er hielt kurz inne und überlegte wie er nun damit umgehen soll. Wenn er abhebt macht er sich mehr als verdächtig. Mittlerweile müsste bekannt sein welche Tat er vollzogen hat. Die Nachrichten sind bei so was sehr schnell, vor allem bei dem Blutbad was er hinterließ. Schließlich verstummte das Handy nach kurzer Zeit wieder und Dazai fiel auf die Couch zurück. Seine Hände zitterten. Nicht vor Angst, sondern vor Freude. Für nur einen Moment war er Chuuya so nah wie nie zu vor, auch wenn es nur über ein Handy war. Dies bedeutete dem Mann dennoch viel. Er presste das Handy an seine Brust „Mein Engel, wir werden uns bald treffen, glaub mir“ Mit diesen Worten zerstörte er das Handy mit einem kräftigen hieb gen Boden. Anschließend spülte er das Gerät einfach der Toilette herunter. Er grinste und sprach zu sich selbst „Du wirst sie eh nie mehr wieder sehen, aber mich schon mein lieber~“


Chuuya hatte sich wohl zu viel erhofft mit diesen Anruf und löschte daraufhin die Nummer „Nach der Abfuhr war es klar das sie nichts mehr von mir wissen will....Da hab ich wohl ne Frau gehen lassen die es wirklich ernst mit mir meinte.“ Langsam erhob sich Chuuya, er hatte noch einen Termin im Fitnesscenter heute. Er schnappte sich seine Sporttasche und zog los. Als Trainer muss er stets pünktlich sein, so war auch sein Motto.

In der verlassenen Hütte bereitete auch Dazai sich ein Abendessen zu mit dem Lebensmitteln die er sich von der Frau die Chuuya begehrte angeeignet hatte. Es würde für eine kleine Mahlzeit reichen, schließlich brauch er nicht viel da er es gewohnt ist so zu leben. Als er aß dachte er darüber nach ob Chuuya schon unterwegs zum Fitnesscenter war. Um die Zeit hatte er immer sein Training mit seinen Schülern. Dort waren zwar überwiegend Männer, aber dennoch war er auf der Hut. Keine Frau und kein Mann der Welt dürfte Chuuya anfassen oder gar besitzen. Das war nur ihm vorenthalten und niemand sonst. Er beeilte sich extra um dann gleich wieder in die Nacht zu ziehen. Da Dazai ein gesuchter Mörder ist, schleicht er auch nur Nachts umher, auch wenn er weiß das die Polizei noch keine Spur von ihm hat. Dazai ist nicht auf den Kopf gefallen, mit all solchen Dingen kennt er sich aus. Seine Vater war schließlich Detektiv und von diesem konnte er sich als Kind einiges abschauen. Dennoch war Dazai damals nie glücklich mit seinem Leben. Seine Eltern kamen durch einen Racheakt und und er geriet auf die Falsche Bahn und ist nun das was er ist, ein gemeingefährlicher Stalker der seinem Leben nur noch einem widmet, Chuuya Nakahara.


Wieder begann es zu regnen, zum Vorteil für Dazai. Bei Regen sind die wenigsten Menschen unterwegs auf den Straßen, die beste zeit für einen Mörder wie ihn umher zu streifen. Dazai glich allerdings nicht einem Mensch, sondern eher einem streunenden Hund der nie einen Herren besaß. So verhielt er sich auch und tat nur das was er will, aber dennoch mit bedacht. Dazai hatte schnell raus wie man auf der Straße zurecht kommt. Er kennt die Stadt in und auswendig, sowie jeden Dealer um die Ecke. Er selbst brauchte nie Drogen, aber für sein weiteres vorgehen mit Chuuya könnte er wohl früher oder später welche gebrauchen, je nach dem wie sich sein Engelchen fügen würde.

Mit durchnässten Klamotten kam er im Fitnesscenter an blickte durch die beschlagenen Scheiben. Von Chuuya war allerdings nichts zu sehen. Vielleicht war er auch nur kurz auf der Toilette? Er blickte sich um, um sicher zu gehen das ihn niemand beobachten würde und blickte weiter durch die Scheiben des Fitnesscenter. Und dann kam er endlich, sein ein und alles stand da mit durchgeschwitzten Sweatshirt und einer Flasche Wasser. Dazai konnte genau erkennen wie Schweißperlen an seinem Ausschnitt über das Stück Brust liefen die Sichtbar war. Er leckte sich begierig die Lippen und stellte sich vor wie Chuuya wohl nach einem Akt mit ihm aussehen würde, ob er dann genauso durchnässt wäre? Eines weiß er genau, er würde ihn so sehr nehmen das ihm hören und sehen vergehen wird. Plötzlich reagierte er nicht schnell genug und Chuuyas Blick traf sich zum ersten mal mit dem seinen. Erschrocken wich er zurück und fasste sich erst mal an die Brust. Sein Herz raste als sei er auf einer Rennstrecke unterwegs mit 250 Sachen. Doch Chuuyas Blick war nur flüchtig, er konnte Dazai nicht einmal zur Kenntnis nehmen, sicherlich hat er Dazai nicht einmal durch die beschlagenen Scheiben gesehen. Dennoch kam Dazai nicht zur Ruhe. Das was er so eindringlich sah war tiefer als jeder Ozean. Noch nie konnte er Chuuya so tief in die Augen blicken wie an diesem Tag. Es war wie als würden alle Feiertage der Welt auf einen Tag verlegt werden. Nach einer weile fasste er sich wieder, lehnte sich an das Gebäude wo die Scheiben endeten und atmete tief durch. Er zitterte am ganzen Körper. Aber nicht mehr hauptsächlich wegen Chuuyas Atemberaubenden Augen, sondern weil er nun eine halbe stunde dafür brauchte sich zu rühren. Der Regen ist so stark geworden dass Dazais Klamotten immer schwerer wurden. Er nahm erst jetzt Kenntnis davon wie kalt ihm eigentlich war und wie sehr er allmählich unterkühlt.

Kurz schloss er die Augen um sich selbst einzureden das alles gut war, doch das war es nicht. Chuuyas Blick hatte ihn so sehr die Fassung verlieren lassen das er seine weiteren Schritte nicht mehr berechnen konnte. Dazai musste sich eingestehen das für heute wohl Schluss ist und war dabei den Heimweg einzuschreiten. Doch er eckte an etwas das er für einige zeit aus dem Blick verloren hatte, Chuuya. Dieser musterte ihn von oben bis unten „ah sorry, ich habe dich gar nicht mit bekommen..“ sprach Chuuya noch völlig in Gedanken. Dazai blickte ihm erschrocken in die Augen und zitterte noch mehr „Schon gut, ich habe nicht aufgepasst da ich einen Engel gesehen habe~“ Verwirrt von seinem Gerede legte Chuuya den Kopf leicht schief, dann viel ihm aber auf das Dazai alles andere als Gesund aussah. Chuuya wusste ihn diesem Moment das er da einen patschnassen Obdachlosen vor sich hatte und kam niemals auf die Idee das dieser Mann der Mörder dieser Frau ist die ihn anschmachtete. Der kleinere holte kurz Luft und fragte „Alles okay bei dir? Du zitterst ja am ganzen Körper“ Dazai lächelte leicht „Alles prima, ich fühle mich gerade sehr gut“ erwiderte er mit zittriger Stimme. Nachdenklich kratzte Chuuya sich am Hinterkopf, als ihm eine Idee kam die er wohl später bereuen würde. Chuuya hasst es wenn Menschen auf der Straße leiden und es ihm aber im Gegensatz dazu viel besser geht. Er konnte nicht anders als ihm ein gewisses Angebot zu machen „Wenn du willst kannst du dich über Nacht bei mir aufwärmen und duschen, das ist für mich kein Problem“ Dazai konnte gar nicht fassen was er da vernahm, Chuuya war wirklich ein kleiner Engel. In diesem Moment wohl ein Schutzengel. Ihr treffen hätte er sich allerdings anders vorgestellt, er wollte ihm nicht so ruppig und durchnässt gegenüber treten. Schließlich willigte er mit einem nicken zu und stieg mit in ein Taxi was er bestellte.
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