Eragon - Staub und Rache

von Kalimtor
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 Slash
Angela Eragon Morzan
13.01.2019
17.11.2019
3
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Kapitel 1

Zwei Monate, nach dem Eragon Alagäsia verlassen hat

Eragon

Eragon lag auf dem Rücken seines Drachen. Saphira flog langsam über das endlos erscheinende Meer. Keine Wolke war weit und breit zusehen und die Sonne strahlte in voller Kraft auf den jungen Drachenreiter. Der Wind schlug ihm um die Ohren, doch er war glücklich. Er hatte seine Aufgabe erfüllt, er hatte den Tyrannen Galbatorix vernichtet und nun konnte er die Drachenreiter neu gründen. Eine große Aufgabe lag vor ihm, doch er fühlte sich bereit. Besonders mit der riesigen Menge an Eldunari die ihn begleiten würden, zusätzlich zu den treuen Elfen die ihn unterstützten, schien es so als ob es nichts geben würde was ihn davon abhalten könnte seine Bestimmung zu erfüllen. -„Du wirkst glücklich, kleiner.“-
- „Das bin ich auch. Sehr glücklich.“-, dachte Eragon. Er atmete tief ein und setzte sich aufrecht hin. Durch Saphiras Augen sah er weit in die Ferne, doch immer noch kein Land in Sicht. Sie hatten natürlich schon vereinzelte Inseln gefunden, jedoch waren diese immer zu klein gewesen.
Während Eragon in Glück badete und durch die Wolken auf dem Rücken seines geliebten Drachen schoss, waren die Elfen zusammen mit den Eldunari auf dem Schiff, auf dem Meer. Sie navigierten mithilfe von Magie und waren nicht ganz so glücklich wie Eragon. Die Elfen sehnten sich nach ihrer Heimat, nach den wunderschönen Bäumen und Festen in Ellesméra, doch sie konnten nie zurückkehren. Ihr Schicksal war an das von Eragon Schattentöter gebunden.
Blödhgarm ließ seinen Geist durch die Luft schwirren, suchend, nach irgendwelchen Wesen welche er studieren konnte. Er war in den letzten Wochen sehr gut darin geworden sein Geist über Meilen hinweg Stundenlang suchen zu lassen, die andern Elfen bewunderten ihn dafür. Es kostete viel Energie und Konzentration solche Entfernung auf Längere Zeit aufrecht zu erhalten.
Während er seinen Geist umerziehen ließ, spürte er auf einmal etwas.
Über zehn Meilen entfernt war... etwas. Etwas äußerst seltenes. Eine Art Mauer. Ein Schutzwall.
Riesig, größer als Blödhgarm es erahnen konnte. Zauberkundige konnten solche Schutzwälle um ihren Geist errichten, um so ihre Gedanken zu beschützen. Doch von so einem Ausmaß hatte er noch nie gehört.
Was auch immer es war, es musste immense magische Fähigkeiten erfordert haben so etwas zu konstruieren und die Macht die es brauchte um so einen Schutzwall in Stand zu halten war undenkbar.
Blödhgarm öffnete die Augen und wollte sich an einen anderen Elfen wenden um ihm von seiner Entdeckung zu berichten. Doch bevor er den Mund öffnen konnte fühlte er, dass etwas ganz falsch war. Er drehte sich um und sah nur noch eine Gestalt auf dem Schiff landen. Eine Gestalt, die er Totgeglaubt hatte.


Eragon fuhr aus seiner Glückseligkeit hoch. Etwas war ganz schön schief gegangen. Er lies seinen Geist die Umgebung umkreisen doch war nichts.
Dann, wie aus dem nichts fühlte er einen bohrenden Schmerz. Jemand griff ihn an!
Er verband sich mit Saphira welche auch erstaunt aufbrüllte.
Die Eldunarí waren noch auf dem Schiff, nur Glaedr war mit ihnen geflogen. Der uralte Drache unterstützte sie ebenfalls.
-„Eragon.“-, hörte er seine Stimme in Gedanken.
–„Was ist das?“-, fragte er, misstrauisch. Es war sehr unerwartet. Er hatte nicht damit gerechnet, hier von irgendetwas angegriffen zu werden. Der Angriff war stark, jedoch war Eragon sich sicher mithilfe von Glaedr und Saphira gegen ihn bestehen zu können. Es war auf jeden Fall ein einzelner Geist.
Als er sich mit Glaedr verband fühlte er dessen Verwirrung. –„Irgendetwas ist merkwürdig.“-, sagte Glaedr. Und es stimmte. Etwas an dem Angriff stimmte nicht. Es war nicht so als ob er probieren würde ihre Verteidigung zu durchbrechen. Mehr schien er darauf fokussiert ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Es war eine Falle. Eragon lies Saphira und Glaedr den Angriff weiter hin abwehren und sah sich um. Vor ihm war ein endloses Meer, nichts was in irgendeiner Form eine Falle darstellen konnte.
Er sah zurück, dort war nur das Schiff. Er probierte sich in Gedanken mit Blödhgarm in Verbindung zu setzen, doch bevor er seinen Geist aussenden konnte brüllte Glaedr in Gedanken so laut auf das Eragon kurz blind vor Schmerz wurde. Dann fühlte er vor sich etwas. Saphira krachte mit voller Geschwindigkeit in eine Unsichtbare Wand und das letzte was Eragon sah und fühlte war Saphiras Schmerz und Glaedrs unermesslicher Zorn. Dann versank alles in Dunkelheit.  









Zur gleichen Zeit, Murthag, im Norden von Alagäsia

Er öffnete die Augen. Seit mehreren Tagen nun waren Murthag und sein Drache Dorn in einem Wald, sie hatten beschlossen hier zu verweilen. Der Wald war sehr abgelegen, die nächste größere Siedlung war fast fünf Tagesritte entfernt, weiter wollte er sich erstmal nicht entfernen.
In seinem Kopf herrschte ein Chaos wie noch nie zuvor. Er erkannte sich selber kaum wieder und wusste nicht mehr wer er war.
Er saß auf einem Baumstumpf, neben dem Zelt das er provisorisch aufgebaut hatte. Dorn lag neben ihm, zusammengerollt. Das einzige was ihn noch bei klarem Verstand hielt war Dorn, was ironisch war, denn dieser fühlte sich genauso wie er.
Murthag starrte in den Himmel und wunderte sich wie so oft in was für einer Situation er sich befand.
Er war einst ein Flüchtling gewesen, ein Ausgestoßener, ein Gejagter. Dann war er ein Prinz, mächtiger als jeder andere  abgesehen von Galbatorix, und trotzdem ein Sklave. Jetzt war er wieder frei, und wieder ein Ausgestoßener. Doch nun war er nicht mehr wehrlos.
Abgesehen von seinem Halbbruder, Eragon Schattentöter konnte sich niemand mit ihm messen. Nicht einmal Arya, die Königin der Elfen, würde sich mit ihm messen können. Er wusste den Namen der alten Sprache, welches ihm nahezu unbegrenzte Macht über die alte Sprache gab.
Und trotzdem war er auf eine Art immer noch gefangen.
„Gefangener meiner eigenen Vergangenheit.“, murmelte er leise und frustriert.
„Sind wir das nicht alle?“
Murthag fuhr hoch. An einen Baum gelehnt stand ein älterer Mann, in einer braunen Pilgerkutte, mit langen grauen Haaren und einem grauen Vollbart. Er hatte einen grauen Holzstarb in der linken Hand, welchen er lose an sich selber lehnte. Ebenso stahlgraue Augen starrten ihn an.
„Wer seid ihr?“, fragte Murthag, bestürzt das sich jemand unbemerkt an ihn herangewagt hatte, beziehungsweise das überhaupt jemand in diesen Wäldern war, abseits von ihm.
„Das ist nicht wichtig.“, sagte der alte Mann, einen gelangweilten Unterton in der Stimme. Er sah Murthag unter buschigen Augenbrauen funkelnd an.
„Ich war viel zu lange weg und jetzt ist alles durch einander. Zu viele Fragen die beantwortet worden mussten, zu viele Antworten die Fragen stellten…“
Murthag verstand nicht was der Mann ihm sagte. Er probierte seinen Geist zu berühren, doch da war nichts. Als ob er keinen Geist hätte.
Der Mann lächelte.
„Damit hast du nicht gerechnet, was, Murthag Morzanssohn, Königsmörder.“
Als er Murthags Namen sagte stoß sich der alte Mann vom Baum ab und richtete sich auf.
In Gedanken probierte Murthag Dorn aufzuwecken, doch der schlief tief und fest weiter. Der alte Mann lächelte erneut. „Lass uns kurz zu zweit bleiben.“
Murthag wollte ebenfalls aufstehen doch der alte Mann hob die Hand. „Nein.“, sagte er.
Und Murthag konnte sich nicht mehr bewegen.
In Murthags Kopf drehte sich alles. Wer war dieser Mann?
Er murmelte einen Befehl in der alten Sprache, in Verbindung mit dem wahren Namen der alten Sprache. Er konnte sich wieder bewegen und zog sein Schwert und sprang in einer fließenden Bewegung, den Abstand über drei Meter ignorierend, auf den alten Mann zu. Dessen Stab parierte seinen Angriff.
„Das reicht.“, sagte der alte Mann und hob die Hand. Erneut erstarrte Murthag, doch diesmal konnte er nicht einmal seinen Mund bewegen. Es war als ob sein Kiefer festgefrohren war.
„Das mein ich. Verändern die Regeln. Das passiert wenn man diese Kinder einmal alleine lässt. Und das gerade jetzt, wo wir ganz andere Sorgen haben.“, murmelte der alte.
Murthag probierte verzweifelt sich aus dem Griff der Magie zu befreien, jedoch schien seine gesamte Magie verraucht zu sein. Seine Schutzzauber schienen wirkungslos. Der alte Mann kam noch einen Schritt näher. Dann tippte er mit seinem Stab gegen Murthags Kopf. Dieser brach zusammen und versank, ähnlich wie sein Halbbruder tausende von Meilen entfernt, in Dunkelheit.
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