Bibliotheksbesuch

von Nyanlove
OneshotHumor, Romanze / P12 Slash
Kaori Tanaka Megumi Shimizu Natsuno Yuuki Touru Mutou
12.01.2019
12.01.2019
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Megumi saß verzweifelt an ihren Schreibtisch und versuchte sich die Mathe-Formel in den Kopf zu hämmern. Wütend riss sie das Blatt aus ihren Block und warf es in den Mülleimer zu den anderen, misslungenen, Lösungsversuchen. Sie setzte erneut an, als plötzlich ihre Tür aufgerissen wurde. „Megumi, ich bin da“, trällerte Kaori fröhlich und winkte Megumi zu.
Die stöhnte nur genervt, „Schön“ und widmet sich wieder ihrer Aufgaben. Den Unterton nicht bemerkend, fing Kaori gutgelaunt an ihre Sachen aus zupacken. „Tut mir leid dass ich so spät bin. Frau Tadokoro hat mich noch gebeten ein überfälliges Buch in der Bibliothek abzugeben und da war so viel los“.

Die angesprochene verdrehte die Augen, sie war genervt von ihr. Wenn Kaori nicht so gut in Mathe wäre, würde sie sie gar nicht erst einladen. „Und als ich endlich fertig war und gehen wollte, hab Touru gesehen. Ich wollte ihm Hallo sagen, aber er war nicht allein. Er war mit dem Neuen da und-“
„Natsuno?! Natsuno ist in der Bibliothek und du sagst mir das erst jetzt!?“, mit einen Satz war Megumi an ihren Kleiderschrank. „Hoffentlich ist er noch da“, sie zog ihr pastellpinkes Kleid aus dem Schrank. „Denkst du es wird ihn gefallen?“, fragte sie ihre Freundin und hielt das Kleid vor sich. Kaori wich ihren Blick aus, „Also... ich denke das es nicht interessiert was du trägst, weißt du“.
Wütend stemmte Megumi ihre Hände auf die Hüfte, „Natsuno kommt aus einer Großstadt, natürlich interessiert ihn das. Nicht alle sind so bieder und von gestern, wie dieses Dorf und seine Bewohner“, keifte sie los und betrachtete sich in ihren großen Zimmerspiegel. „Er wird mich in diesem Kleid sehen und bemerken dass ich nicht eins dieser Landeier bin. Und dann wird er…“, Megumi kicherte und ihre Wangen färbten sich rot. „Da bin ich mir nicht so ganz sicher“, nervös spielte Kaori mit ihren Fingern, während sie sich auf Megumis Bett setzte. „Nachdem was die beiden beredet haben, bin ich mir nicht mal sicher ob-“, sie brach ab und sah beschämt zur Seite. „Was haben die beiden den beredet?“, fragte Megumi neugierig und setzte sich neben die Brünette. „Vielleicht hab ich das auch falsch interpretiert“
„Jetzt sag schon“, kam es ungeduldig von der rosahaarigen. „Ist ja gut“, seufzte Kaori.
„ Also das war so...

Einige Zeit vorher in der Bibliothek.....

Kaori war gerade auf den Weg zum Ausgang, als sie Touru sah und entschied sich zu ihm zu gehen. Sie hatte gehört das Aoi schlimm erkältet war und wollte fragen ob es ihr besser geht. Gerade als sie ihn rufen wollte, bemerkte sie dass er nicht alleine war. Der neue Junge aus der Stadt, Natsuno, bei ihm war. Sie hatte noch nie mit ihm gesprochen und freute sich auf die Gelegenheit mit dem älteren zu reden, auch wenn er immer so grimmig drein blickte und allen auswich. Als sie näher kam hörte sie dass die beiden über etwas diskutierten und blieb stehen, sodass die Jungs sie nicht sahen.

„Wer liest sowas überhaupt?“, fragte Natsuno und hielt abwertend ein Buch hoch, „Das trieft nur so von Kitsch und die Charakter verhalten sich komplett unnormal“. Touru lachte nur, „Könnte daran liegen das die für Mädchen geschrieben sind, die stehen auf sowas“
„Als ob die Mädels nicht wissen das das völliger Schwachsinn ist und sowas nicht passieren wird“, zeterte Natsuno weiter und stellte das Buch zurück ins Regal. Kaori wollte die beiden nicht stören, aber sie war neugierig und entschied sich, entgegen ihrem Gewissen, sich zu verstecken und zu lauschen.
„Glaub mir, meine Schwester weiß das. Trotzdem liest sie so was gerne“, meinte Touru lachend, „Manchmal braucht man sowas. Du weißt schon, überzogene Romantik und so“. Natsuno verzog das Gesicht, „In diesen Büchern läuft das immer gleich ab, so als ob alle auf dasselbe stehen, total unlogisch. Wenn ich zum Beispiel-“, er sah sich kurz um, „-dich auf ein Date einladen würde, würde ich dich auf eine Radtour mitnehmen“
„Ernsthaft?“
„Ja, du bist doch so ein Natur-Fan und immer wenn ich dich sehe, hast du dein Fahrrad dabei. Also Radtour und dann Picknick im Wald mit Kerzen, oder so was“
„Das ist so ein Standard Date“, prustete Touru los und bekam einen bösen der Bibliothekarin zugeworfen. Er räusperte sich kurz, „Also dafür das du dich über diese Romane beschwerst, bist du nicht besser“, grinste er den Blauhaarigen an. „Ja, aber ich bin auf dich eingegangen“, verteidigte sich Natsuno, „Wann hast du gesehen das jemand, der z.B. auf Pferde steht auf eine Pferderanch eingeladen wurde?“
„Touché, und wie geht’s weiter?“
„Was weiter?“
„Du glaubst doch wohl nicht das ein Picknick reicht um mein Herz zu erobern. Ich bin anspruchsvoll“, meinte Touru und warf Natsuno spaßeshalber einen herausfordernden Blick zu. Kaori riss geschockt ihre Augen auf und versteckte sich weiter hinter dem Bücherregal. Sie konnte nicht glauben, was sich da gerade vor ihren Augen abspielte. Das wollte sie auf keinen Fall verpassen, sie drehte sich wieder zum Geschehen.

„Hm ok, wir wandern durch den Wald... ein wenig“, fing Narsuno an und überlegte kurz. „Du bist ja so Fan von deinem Dorf, da kennst du bestimmt einen guten Weg um auf den Berg zu kommen. Dann könnten wir uns die Sterne ansehen und-“
„Du sagst mir dass ich genauso strahle wie die Sterne?“, lachte Touru und warf sich Natsuno in die Arme. „Oh wie romantisch, mein Herz kann nicht aufhören so laut zu schlagen“, trällerte er dramatisch los und Natsuno verdrehte die Augen und stieß den Blonden von sich. „Ha Ha, ist ja gut. Lass den scheiß jetzt“ Touru lachte, „Oh man bist du verkrampft“, und drückte den andern an sich. Zu seiner Überraschung erwiderte Natsuno sogar die Umarmung.

So blieben sie kurz stehen bis der Jüngere wieder das Wort ergriff. „Ähm, lässt du mich dann wieder los“, er sah sich verlegen um, „Langsam wird’s peinlich, die Leute gucken schon“.
„Oh stimmt!“, sagte Touru als wäre ihm die Situation gerade erst bewusst geworden. Die beiden lösten die Umarmung und sahen einander an. „So~ Wann gehen wir Radfahren? So unerfahren kann ich dich nicht auf die Menschheit loslassen“, meinte Touru mit einen schiefen grinsen. Natsuno starrte ihn verwirrt an, „Ähm, keine Ahnung“.
„Du hast das doch ernst gemeint, nicht war“, kam es unsicher vom Blonden. Der Blauhaarige schluckte, „K-klar Samstag... 14 Uhr?“, sagte er und versuchte den rot Schimmer der sich auf seinen Wangen ausbreite zu verhindern. Währenddessen bildete sich auf Touru Gesicht das wohl größte Lächeln, das Natsuno je gesehen hatte. „Super!“, sagte Touru und hüpfte vor Glück, ehe ihm dieser Tick selbst auffiel und er beschämt versuchte Augenkontakt zu vermeiden.
„Ich, äh, also ich muss noch Hausaufgaben machen. Aber das mit Samstag steht, bis dann. Ich freu mich schon voll auf unser... Bro-Date. Ja also, bye“, und damit sauste er mit roten Gesicht an der versteckten Kaori vorbei, Richtung Ausgang. Natsuno schien gerade zu realisieren was passiert war, blieb wie angewurzelt stehen und starrte in die Richtung in der Touru verschwunden war. Eher er auch rot anlief und in diese davon sprintete.
Kaori sah ihn nach, „Ist das gerade wirklich passiert?“

Wieder in Megumis Zimmer

„So war das Ganze. Ich weiß gar nicht warum ich gelauscht hab. Sowas macht man nicht, das war privat und...“, sie versteckte ihr Gesicht in ihren Händen. „Sie sind mir bestimmt böse dass ich das weiter erzählt hab. Du sagst das bitte nicht weiter, ja? Megumi?“
Sie sah auf und sah ihre Freundin an die die Wand anstarrte, als hätte sie einen Geist gesehen. „Hallo, noch da?“, Kaori fummelte mit der Hand vor ihr herum, doch bekam keine Reaktion. Doch plötzlich sprang die Rosahaarige quietschend auf. „Oh mein Gott, Stadt-Menschen sind so interessant und anders. Ich dachte sowas gibt es nur in Manga“, sie warf sich bäuchlings wieder aufs Bett und Kaori sah sie verwirrt an. „Stört es dich nicht das Natsuno dich... wahrscheinlich... nicht lieben... kann?“
„Liebe ist Liebe, Kaori“, Megumi schnappte sich ein Kissen und drückte es an sich. „Aber es ist so cool, endlich passiert etwas modernes in diesem Dorf. Da muss ich unbedingt dabei sein“, kicherte sie in ihr Kissen und rollte sich hin und her.
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