Das frühere Leben

GeschichteAllgemein / P16 Slash
12.01.2019
20.01.2019
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Heyo Leute!
Ihr wolltet eine Geschichte von Timber vor ihrer Mutation als normaler Wolf, hier kommt sie also.
Hoffe euch gefällt es!
Enjoy!
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Es war ein wunderbarer Morgen. Die Vögel zwitscherten, die Tiere im Wald wurden langsam wach. Alles erwachte zum Leben.
Auch die Wölfe. Die Schwarze Wölfin öffnete ihre Augen und sah sich um. Ihre ganze Familie lag noch schlafend um eine kleine Erdhöhle herum. Die Wölfin stand auf und streckte sich genüsslich durch, bevor sie in der Luft herum schnüffelte. Durch den Regen in der gestrigen Nacht roch die Luft ganz frisch. Sie genoss diesen Geruch.
Die Wölfin schüttelte sich kurz um den Dreck aus ihrem Fell zu kriegen. Dadurch wurden auch die restlichen Wölfe wach. Timber sah zu ihnen und wedelte leicht mit dem Schwanz. Sie freute sich immer wieder ihre Familienmitglieder zu sehen. Nun gingen sie alle schwanzwedelnd und vor freude jaulend aufeinander zu und begrüßten sich. Sie schleckten sich gegenseitig die Mäuler und legten die Ohren nach hinten. Nach ihren Eltern war die schwarze Wölfin die ranghöchste in der Hierarchie des Rudels. Dadurch wurde sie von den anderen immer mit Respekt behandelt.

Als dann der Trubel vom begrüßen endete, ging der zweite auch schon los. Die Welpen kamen aus der kleinen Erdhöhle gekrochen. Timber schleckte ihre kleinen Geschwister ab und begrüßte dann auch noch ihre Eltern die mit den Welpen aus der Höhle kamen, wobei sie ihnen, und ganz besonders ihrem Vater, mit sehr viel Respekt begegnete. Er war das Alpha-Tier. Der Anführer der Familie.
Er schüttelte sich einmal, bevor er Timber dann auch leicht schwanzwedelnd begrüßte.
Wieso sie sich so ausgiebig untereinander begrüßten? Naja. Es war nicht selbstverständlich für die Wölfe, ihre Familienmitglieder nach jeder Jagd wieder zu sehen. Immerhin jagten sie nicht gerade harmlose tiere. Bisons, Karibus, Elche. Sehr große und wehrhafte Tiere. Da reichte ein Fehler und man könnte von einem Huftritt und einem Stoß mit Hörnern oder Geweih sterben. Deshalb waren sie immer froh, ihre Rudelmitglieder zu sehen.

Apropo Jagd. Es war Zeit. Die Wölfe hatten Hunger. Es war der perfekte Tag für eine Jagd. Sie mussten etwas großes erlegen. Jedoch nicht zu groß. Also Bison schlossen sie aus. Vielleicht einen Elch. Mal sehen was sich finden lässt. Timber ging mit ihren vier rangniederen Geschwistern und ihrem Vater los. Ihre Mutter blieb bei den Welpen.
Timbers Vater lief voran und roch in der Luft herum. Er fand nur die Gerüche von einigen Vögeln oder Nagetieren, jedoch keine großen Beutetiere, weshalb sie weiter zogen.

Nun liefen sie schon einige Kilometer umher. Doch der weite Weg zahlte sich aus. Dort war eine Herde Karibus. Einige Weibchen und ein Männchen. Er protzte nur so vor Männlichkeit. Präsentierte sein gewaltiges Geweih und versuchte die Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Es war Paarungszeit für die Karibus. Das war die perfekte Zeit für die Wölfe! Durch seine zurschaustellung war das Karibu-Männchen abgelenkt.
Timber leckte sich die Lippen und sah nun zu ihrem Vater. Er legte die Ohren nach hinten. Sie wusste sofort was zu tun war. Sie sollte sich auf die andere Seite der Herde begeben und sie auf die Wölfe zujagen. Damit machte sie sich auf und schlich sich auf die andere Seite.
Nun wartete sie bis ihre restlichen Familienmitglieder sich in stellung begaben.
Die Schwarze Wölfin war zwar schwarz, jedoch keineswegs das schwarze Schaf der Familie. Sie war eine der besten Jäger des Rudels. Und das bewies sie auch immer wieder gerne.
Nun sprang sie auf und sprintete los. Die Karibus schraken auf und rannten in die Entgegengesetzte Richtung. Perfekt! Timber rannte dem männlichen Karibu hinterher. Dieser sah sie, und drehte sich plötzlich zu ihr um. Er dachte wohl sie wäre alleine. Er trat mit den vorderbeinen nach ihr, sie jedoch gab nicht nach und knurrte ihn an. Alleine könnte sie ihn niemals erledigen. Jedoch dann sprangen auch die restlichen Wölfe heraus und rannten zu Timber um ihr zu helfen. Nun hatte das Karibu panik. Es wollte sich gerade aus dem Staub machen, da kam Timbers Vater dazu und sprang dem Männchen an die Kehle. Durch das hohe Gewicht viel das Karibu zu Boden und schrie laut auf. Während der Rudelführer weiterhin den Hals des Hirsches fest hielt, machten sich die restlichen Wölfe auf, dem Karibu den Bauch aufzureißen und es bei lebendigem Leibe zu fressen. Es war grausam, jedoch ein schnellerer Tod als wie zum Beispiel von Löwen erstickt zu werden.
Nach kurzem Kampf war das Karibu auch schon tot. Nun musste der Rudelführer schnell sein. Er knurrte einen der Rangniedesten an der bereits am fressen war. Dieser jedoch knurrte zurück wodurch der Vater entgültig die Fassung verlor. Er biss mit gefletschten Zähnen nach dem niedersten und rang ihn zu Boden, wo dieser sich unterwarf und leise jaulte. Der Vater ließ nun von ihm ab und widmete seine Aufmerksamkeit nun seinem Fleisch. Die Rangniedersten fraßen zuletzt. Das war schon immer so.

Nun machten sie sich auf den Rückweg. Sie hatten alle die Mägen voll mit Fleisch. Timber war glücklich endlich was gegessen zu haben. Sie haben so Lange nichts mehr gehabt. Eine ganze Woche müsste es jetzt her sein. Nur für die Welpen haben sie kleine Nagetiere und dergleichen erlegt. Jedoch mehr nicht. Einfach nichts war zu erbeuten. Aber jetzt hatten sie zum Glück etwas gefunden.

Sie kamen zur Höhle zurück, wo die Mutter und die Welpen warteten. Als die Welpen sie erblickten, rannten sie, tollpatschig wie es sich für Welpen gehört, zu ihrer Familie und begrüßten sie. Sie quietschten und jaulten während sie wie wild die Schnauze von Timber ableckten. Diese hatte dadurch den Reiz etwas vom Fleisch hoch zu würgen, was sie auch tat. Die Welpen fraßen das hoch gewürgte Fleisch und genossen es. Timber leckte sich kurz die Lippen bevor sie sich zu ihrer Mutter begab und sie leicht schwanzwedelnd begrüßte. Diese tat es ihr gleich, bevor die Welpen wieder kamen und um Timbers Beine herum miteinander spielten. Die Schwarze Wölfin war überglücklich mit ihrer Familie. Sie musste es unbedingt auch zeigen.
Während die restlichen Wölfe nun ebenfalls die Welpen begrüßten, hob Timber den Kopf und fing an zu Heulen. Die anderen hatten nun ebenfalls den Drang und machten es ihr nach.

Ihr Berühmtes Wolfsheulen hörte man nun kilometerweit. Und damit endete auch schon ein wundervoller Tag dieses Rudels.

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Hoffe euch gefällt diese Geschichte ;)

Eure GermanKat00
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