Thunderstorm

OneshotRomanze, Freundschaft / P12 Slash
11.01.2019
11.01.2019
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Dieses Kapitel
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Hello Mingos! ^^
Huch, ist Emi jetzt vollkommen verrückt geworden? 1D? Really? Ja. xD
...ist ihr was auf den Kopf gefallen?
...vielleicht. Und zwar ein Stapel Larry-FFs, bitches! :D
Also viel Spaß mit meinem kleinen Geschichtchen, das von Thunderclouds (Sia, Diplo, Labrinth) inspiriert wurde. ;3
LG Pinkie

*✲゚*。⋆

Laut prasselten die Regentropfen schräg gegen die Scheibe des unbekannten Hotelzimmers.
Immer stetiger, immer lauter und immer bedrohlicher.
Harry kauerte sich zitternd in seinem Bett zusammen und zuckte in immer kürzer werdenden Abständen - jedesmal, wenn das Geräusch des Regens sich wieder erhob.
Er hatte einen Alptraum, wie immer, wenn es gewitterte oder bald damit anfing.

Es dauerte nicht lange und der erste Donner ertönte. Zu genau diesem Zeitpunkt schrak Harry schweißgebadet auf und wimmerte leise, während er sich desorientiert umsah.
„Nicht schon wieder…“, flüsterte er ängstlich.
Wenn er zu Hause war, war es noch einigermaßen erträglich, da er dort wusste, wo er hingehen konnte, wenn er sich eine warme Milch zur Beruhigung oder ähnliches machen wollte, aber hier war alles so fremd… ein fremdes Hotelzimmer, in einem fremden Land.
Er war aus seiner natürlichen Umgebung während Gewittern gerissen worden und das war in diesem Fall eine Katastrophe.

Harry versuchte, seinen Atem unter Kontrolle zu bringen.
Immer wieder.
Ein, aus, ein, aus.
Funktionierte doch ganz gut-…
Der Blitz schlug irgendwo in der Nähe ein und erhellte den Nachthimmel.
Harry, dessen Bett direkt neben dem riesigen Panorama-Fenster stand, zuckte zusammen und sah sein kalkweißes Gesicht, das sich in dem Glas spiegelte.
Verwirrt betastete er seine Wangen.
Er weinte…?

Seufzend überlegte er, was er tun konnte.
Wer war immer für ihn da und würde ihn verstehen?
Louis, schoss es ihm sogleich durch den Kopf.
Gleichzeitig wurde er bei diesem Gedanken knallrot.

Harry war schon seit etwas längerer Zeit in Louis verliebt, was ihn schier verrückt machte, da er genau zu wissen glaubte, dass der Andere nur freundschaftliche Gefühle für ihn hegte und auf keinen Fall schwul war.
Deswegen wartete er schon seit über einem Jahr, dass das Verliebtsein aufhörte, bis jetzt mit mäßigem Erfolg.
Und es war bestimmt kontraproduktiv, jetzt zu ihm ins Bett zu kriechen.

An diesem Gedanken hielt er fest und versuchte, tapfer zu sein.
Beim nächsten Donnergrollen jedoch, raufte er sich genervt die Haare und tapste vorsichtig durch die Dunkelheit.
In einem der Nebenzimmer schliefen Liam und Niall, in dem anderen Zayn – der sich geweigert hatte, das Doppelzimmer mit jemandem zu teilen, da er die zwei Schränke brauchte – und in dem letzten schliefen Harry und Louis, sodass Harry glücklicherweise nicht einmal in einen der anderen Räume gehen musste, sondern diesen hier einfach nur durchqueren musste.

Leise hob er die Decke des friedlich schlafenden Louis, der einfach nur wie ein Engel aussah, an und legte sich mit darunter.
Er rückte etwas näher an seinen besten Freund heran und erschrak, als ihn auf einmal zwei starke Arme von hinten umfingen.
Louis vergrub im Halbschlaf seinen Kopf in Harrys leicht verschwitzten Haaren und murmelte ein „Hazza“, bevor seine Atemzüge wieder tief und gleichmäßig wurden und Harry sich anstrengen musste, nicht vor lauter plötzlicher Glücklichkeit zu platzen.

Diese Position gefiel ihm definitiv. Er konnte sich durchaus vorstellen, jeden Abend so einzuschlafen.
Bullshit, Harry!, rügte er sich selbst und merkte, dass er den letzten Blitz gar nicht bemerkt hatte.
Lächelnd und sich geborgen fühlend schlief er langsam in Louis‘ Armen ein.

*✲゚*。⋆

Als Louis am nächsten Morgen aufwachte, fand er sich selbst in einer äußerst seltsamen Position wieder.
Er hatte Harry, der auf einmal mit dem Rücken dicht an seine Brust geschmiegt in seinem Bett lag, die Arme umgelegt und seinen Kopf in dessen Haaren vergraben.
Vage erinnerte er sich daran, dass es gestern in der Nacht wohl gewittert haben musste.
Armer Hazza, er hatte schon immer Angst vor Gewittern!, fiel ihm ein und ein mildes Lächeln schlich sich auf seine Lippen.

Ob Harry etwas gemerkt hatte…?
Er war gut darin, seine Gefühle zu verbergen, da war er sich eigentlich sicher.

Resigniert löste er sich langsam von Harry, der ein Grummeln ausstieß, um ins Bad zu gehen und sich zu duschen.

Er drückte Harry kurz einen Kuss auf die Stirn, hauchte ein „Schlaf noch ein bisschen, Hazza“ und begab sich endgültig ins Bad.

*✲゚*。⋆

Harry wachte auf, als er das Geräusch der Dusche und das Brummen des Boilers vernahm.

Wer duschte denn um diese Uhrzeit schon…? Es war doch erst kurz nach sieben…
Dann fiel ihm auf, dass irgendetwas fehlte.
Louis.
Erschrocken sah er sich um.
Er war sich sicher, dass Louis da in der Dusche war.
Louis war also vor ihm wach geworden. Was er sich wohl gedacht hatte…? Hatte er es seltsam gefunden? Immerhin hatten sie beide wegen der milden Temperaturen nur Pyjama-Shorts getragen…

Gedankenverloren setzte er sich auf die Bettkante und spielte mit seinen Locken, als Louis bereits, nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen, zurückkam.
Harry strengte sich wirklich an, nicht zu starren. Gut, ein wenig. Gar nicht. Er starrte. Sicher.

Louis schmunzelte belustigt.
„Guten Morgen, Dornröschen. Weißt du, wenn es das nächste Mal gewittert, kannst du auch außerhalb meiner Tiefschlafphase zu mir ins Bett kommen.“

Harrys Wangen wurden rot und er kaute kurz auf seiner Unterlippe herum, bevor er erwiderte:
„Und was… was, wenn es nicht gewittert und ich… ich trotzdem zu dir kommen will?“

Louis grinste.

„Dann bist du natürlich auch herzlich eingeladen, zu mir zu kommen.“
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