Gin - kaltblütiger Mörder im Körper eines Kindes

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18 Slash
Gin und Wodka "Männer in Schwarz" Shuichi Akai
11.01.2019
27.09.2019
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"Gin?", wiederholte Wodka mit leicht zitternder Stimme. Er hatte seine Worte beinahe verschluckt. Erst war er verwirrt, nickte dann aber und sagte, er habe verstanden. "Und warum ist er das?", setzte er aber noch an, da er dennoch die Anweisung nicht ganz nachvollziehen konnte.
"Das hat dich nicht zu interessieren, folge meinen Befehlen."
"Und wie soll ich ihn töten?", wollte Wodka daraufhin wissen.
"Still und heimlich natürlich, nimm dafür unsere neue Wunderwaffe."
„Sie meinen doch nicht etwa…" Er musste an das APTX denken.
"Nein. Wodka, denk doch mal nach. Das ist doch nicht neu.“, entgegnete Rum ihm.
"Da müssen Sie mir auf die Sprünge helfen...", dass Wodka nicht gerade der Hellste war, wäre ja nichts Neues, dennoch klärte Rum ihn auf.
"Kennst du schon die neue Droge?"
"Ähh…noch nichts von gehört."
„Dann erfährst du es jetzt. Es ist eine neue, verbesserte Version vom APTX 4869! Sie wurde von der Neuen aus dem Labor entwickelt." erläuterte Rum weiter.
"Und wie heißt sie?", fragte Wodka nach. "Wende dich im Labor an Merlot. Das ist der Codename der Frau, die das Gift entwickelt hat. Sie wird es dir geben.", fügte Rum hinzu und erhoffte sich dann keine weiteren Fragen von Wodka mehr.
„U-und was bewirkt das Gift?", wurde er von einer darauffolgenden von diesem aber enttäuscht.
"Das wirst du dann schon mit eigenen Augen sehen dürfen."
„Okay…", meinte Wodka eingeschüchtert und das Hologramm von Rum verschwand. Wodka wusste, dass er keine andere Wahl hatte dies zu tun, trotzdem war ihm bei dem Gedanken nicht wohl. Immerhin kannte er Gin schon so lange - und gerade, weil sie sich so lange kannten, sollte Gin nicht allzu schnell ihm gegenüber misstrauisch werden. Aber bevor Wodka den Silberhaarigen kontaktierte, machte er sich zuerst auf den Weg ins Labor, um diese Merlot anzutreffen.

Als er dort angekommen war, betrat er das Gebäude. Vor der Tür stehend, legte er seine Handfläche auf einen Scanner. Daraufhin ertönte eine weibliche Roboterstimme ,,Identifiziere: Wodka, Zugang gewährt.", dann öffnete sich die Tür auch schon.
"Ich suche eine Merlot!“, sagte er laut, als ihn die Leute verwundert ansahen.
„Das bin ich.", erklang es von einer Frau mit Laborkittel und Schutzbrille, die ihm gegenübertrat. Ihre Haare waren rot-braun und zu einem Zopf zusammengebunden, unter ihrer Brille blitzten zwei unterschiedlich farbige Augen auf. „Folge mir.", sagte sie und ging voraus.
"Du weißt also, worum es geht?", sprach Wodka sie an. "Ja. Immerhin habe ich dafür eine Woche Doppelschichten geschoben, damit das Gift fertiggestellt wird." Merlot öffnete nun eine Tür und die beiden standen in ihrem Labor, Wodka staunte nicht schlecht.
„Und wo ist nun dieses Gift?", fragte er.
"Tja, mach die Augen auf." Wodka blickte auf einen Schreibtisch, auf diesem war eine kleine Schale. In dieser befanden sich mehrere Pillen, die den APTX ziemlich glichen.
"Wie viele brauchst du?", wollte die Wissenschaftlerin wissen.
„Ich denke nur eine Einzige. Aber ich hätte noch eine Frage. Was bewirkt dieses Gift?"
"Das solltest du doch wissen." beantwortete sie Wodka‘s Frage.
„Hä? Ich versteh nicht ganz", entgegnete dieser verwirrt.
"Die Wirkung besteht daran, die einzelnen Körperzellen auflösen zu lassen. Das heißt das Opfer wird nach und nach verschwinden. Keine Spuren.", fuhr Merlot fort.
"Ah...okay." Wodka vermied es, sich das bildlich vorzustellen. "Und nun verschwinde!", fuhr die Frau ihn plötzlich an. Wodka wich schreckhaft ein paar Schritte zurück und wandte sich ohne ein Wort von der Frau ab.  "Immer diese merkwürdigen Wissenschaftler...", dachte er sich anschließend und verließ das Labor wieder.

Während Wodka ging lächelte die Wissenschaftlerin böse. „Der hat ja keine Ahnung. Wenn jemand dieses Gift nimmt, wird er nicht verschwinden, sondern es passiert etwas ganz anderes... Tschuldige‘ Sherry, aber ich musste mir dein Gift ausleihen. Wer hätte gedacht, dass du es damit bereits so weit bringen konntest.“


Währenddessen jagte ein schwarzer Porsche 356A einen gelben VW Käfer. Sie fuhren direkt in Richtung Osaka. "Verdammt, ich hätte nie gedacht, dass ein alter VW so schnell sein kann!", fauchte Gin am Steuer. Plötzlich bemerkte er auch noch, wie in seiner Jackentasche das Handy anfing zu vibrieren, wohl ein Anruf. "Natürlich muss mich genau jetzt jemand stören...", murmelte Gin verärgert und sah nebenbei auf das Display, es war Wodka.
"Hey! Ich bin's. Wo steckst du gerade?", begann dieser als der Silberhaarige den Anruf genervt annahm.
"Ich verfolge diese verfluchte gelbe Karre, was willst du?"
„Nachricht vom Boss, wir sollen was erledigen. Komm bitte zu mir.", log Wodka.
"Das fällt ihm aber auch wirklich zu einem günstigen Zeitpunkt ein!", beschwerte Gin sich und versuchte sich weiterhin auf den gelben Käfer vor sich zu konzentrieren.
"Ich brauch noch kurz Zeit.", fügte er dann an.
„Es ist wichtig, irgendwelche geheimen Infos. Es soll glaube um diesen Akai gehen.", log er erneut. Als der Name 'Akai' fiel weiteten sich Gin's Augen, er nahm seinen Fuß vom Gas, was er selbst nicht mal merkte. "Was ist mit ihm? Ich dachte er sei tot? Wie oft haben wir das jetzt schon durch?", fragte er.
„Ähm das alles wird vor Ort besprochen", redete Wodka sich raus, um seinen Partner erstmals nicht antworten zu müssen.
"Du weißt, wie ich es verabscheue, wenn man mir nicht sofort alles erzählt...", erinnerte Gin ihn im finsteren Ton.
„B-Befehl vom Boss...", stotterte Wodka.
"Tzz!" da konnte man nichts machen, doch verärgern tat Gin das dennoch. „Wird Wodka jetzt schon so wie Vermouth?“ Inzwischen war das Fahrzeug, was er verfolgte, längst nicht mehr zu sehen, also was solls.
"Ok, bin gleich da...", sagte Gin dann und suchte nach einem Platz zum Wenden. Er fand schon bald einen, wendete und fuhr genervt zurück. „Was zur Hölle kann denn so wichtig sein?“, dachte Gin sauer. "Wenn er mir jetzt wieder damit kommt, dass dieser Typ noch lebt, dann kann er Kir auch gleich einladen." Sprach er dann leise zu sich selbst. Der Gedanke, dass dieser Agent noch leben könnte freute ihn ein wenig. Es sei wie er einmal zu Kir sagte, es würde Spaß machen, ihn nochmals zu töten und Kir's Leben wäre dann auch nichts mehr wert. Der Silberhaarige musste leicht grinsen.

Nach einer Weile kam Gin am geplanten Treffpunkt an. Es war verwunderlich, dass Wodka noch nicht dort war. „Wenn er doch derjenige ist, der mich treffen wollte, soll er mich gefälligst auch nicht warten lassen!“ empfand Gin.
Irgendwie fand das Mitglied etwas an der Sache faul, weshalb er beschloss, vorsichtig zu sein. Zwar war es Wodka, aber dennoch war das alles ziemlich ungewöhnlich. Gin steckte sich eine Zigarette an und sah sich nach seinem Partner um, bis dahin ahnungslos, dass dieser hinter einer Ecke vorsichtig zu ihm schlich. In der Hand hatte er ein Baseballschläger. Er hatte vor, Gin bewusstlos zu schlagen und ihm dann das Gift zu verabreichen. Wodka befand sich nun dicht hinter dem Silberhaarigen, langsam holte er mit dem Schläger aus. Sogar seinem Atem unterdrückte er derweil, um auch wirklich kein Geräusch von sich zu geben. Als Wodka gerade dabei war zuzuschlagen, drehte Gin sich mit einem Ruck zu ihm und packte den Schläger.
"Was gedenkst du da gerade zu tun?“ Wodka wusste nicht, was er sagen sollte, die Wahrheit wäre zu gefährlich. Deshalb war jetzt Plan B gefragt. Er nahm nun seine Pistole. Doch ehe er das tun konnte, spürte er einen kräftigen Tritt in seinem Bauch. Gin handelte offenbar schneller als Wodka denken konnte. Einen Moment später wurde diesem auch schon die Waffe an den Kopf gehalten. Wodka ließ sich aber noch nicht unterkriegen und richtete ebenso mühselig seine Pistole auf Gin's Kopf.
Keiner wusste, was jetzt geschehen sollte. Es folgte ein kurzer Moment von Anstarren und Schweigen. Selbstverständlich würde Gin so eine missliche Lage nicht über sich ergehen lassen. Zwar ging er damit ein Risiko ein, doch er holte aus, um Wodka die Waffe aus der Hand zu schlagen. Im nächsten Augenblick ließ Wodka einen Schuss ab. Er streifte Gin‘s Schulter. So schmerzfrei wie dieser aber war, gelang es ihm dennoch, wie vorgehabt, Wodka die Waffe aus der Hand zu schlagen. Trotz der harmlosen Wunde grinste Gin siegessicher, nichts ahnend, dass plötzlich noch eine Person vor Ort war. Diese Person stand wie aus dem Nichts hinter Gin. Nur Wodka bemerkte sie, tat jedoch so, als wäre dort nichts und niemand. Diese Person hatte eine Art Schlagstock dabei und schlug dem Silberhaarigen damit auf dessen Hinterkopf. Gin fiel sofort zu Boden. Die unbekannte Person sah nun zu Wodka herab.
„Rum, was machen sie - ...“ Wodka schaffte es nicht auszureden, er wurde unterbrochen.
„Gib ihm das Gift. Denk dran, Time is Money." Gerade als Rum sich mit diesen Worten abwenden wollte, entgegnete Wodka noch etwas: „Wollen sie denn nicht sehen, was passiert?“
„Was kümmert mich das? Wie er stirbt spielt keine Rolle.“, begann Rum, den nachfolgenden Satz flüsterte er nur zu sich selbst. „Hauptsache, ich bin ihn endlich los...“ Daraufhin entfernte er sich vom Geschehen.

Wodka sah zu dem bewusstlosen Gin am Boden und starrte danach auf das Gift, was er in der Hand hielt, dann wieder zu Gin. "Es fällt mir wirklich nicht leicht, das zu tun...", dachte er zögernd. Doch er musste es tun. Er hatte keine andere Wahl. Befehl war Befehl. Das hatte man ihm von klein auf beigebracht.
„Entschuldige vielmals, Aniki.", Wodka führte Gin das Gift in den Mund, ließ es ihn dann mit etwas Wasser herunterschlucken. Dennoch ging der Stämmige dann nicht sofort. Er wartete und das Warten verlief nicht lang in Stille. Schon nach kurzer Zeit konnte man weißen Rauch von Gin's Körper aus aufsteigen sehen.
Wodka's Augen weiteten sich, um sich darüber klar zu werden, was da gerade passierte, nahm er sogar seine Sonnenbrille ab. Dann fasste er Gin an die Stirn. Sie war glühend heiß. Er wich zurück als Gin plötzlich wieder die Augen aufriss, aber nicht, weil er sich vom Schlag erholt hatte, sondern vor Schmerzen. Vergeblich versuchte er seine Hände in den harten Boden zu krallen.
"Verdammt, was passiert hier... mein Körper fühlt sich an als würde er verbrennen... meine Knochen... werde ich jetzt hier etwa erbärmlich verrecken?!", dachte der am Boden keuchende Gin. Einen kurzen Augenblick später erfüllte ein jämmerlicher Schrei das Viertel. Wodka setzte sich wieder seine Brille auf und ging, durch den lauten Schrei würden hier sicher bald ein paar Passanten auftauchen. Ebenso wenig konnte er es nicht länger mit ansehen, seinen Aniki so leiden zu sehen. Er sah sich noch einmal kurz zu seinem ehemaligen Partner um.
„War eine tolle Zeit mit dir." murmelte er noch unverständlich und ging mit gesenktem Kopf.

Währenddessen passierte etwas Seltsames mit Gin. Er wurde … immer kleiner. Gin bekam schon gar nicht mehr mit, dass sich Wodka längst entfernt hatte. Das Einzige, was er spürte, waren unerträgliche Schmerzen, die sich in seinem ganzen Körper ausbreiteten. Er dachte schon, er selbst würde bis hin zu seinen Knochen schmelzen, so heiß wie sein Körper bereits war. Er hörte sich selbst schreien. Es waren qualvolle Schreie. Wann hatte er zuletzt so geschrien und wegen höllischen Schmerzen? Irgendwann bekam er überhaupt nichts mehr mit. Seine Stimme wurde leiser, sie klang nur noch verschwommen. Genau wie die Gegend um ihn, bis alles vor seinen Augen schwarz wurde. Langsam verlor er das Bewusstsein.
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