Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Sometimes it's hard to be perfect...

von Maybeee
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Arthur Morgan Charles Smith Colm O'Driscoll Dutch van der Linde John Marston Sadie Adler
09.01.2019
06.02.2021
98
243.707
14
Alle Kapitel
119 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.08.2020 2.643
 
https://youtu.be/0wfNjf1cWRs

3 Tage ritt Arthur durch die Gegend.
Ziellos.
Einfach so.
Um den Kopf frei zu bekommen.
Weit weg , um den Worten zu entkommen, deren Echo immer und immer wieder laut in seinen Kopf hallten.
Diese schmerzhaften Worte, die wie harte Peitschenschläge sein Herz trafen und blutige
Schnitte hinterließen.

Aber egal wie weit er sich auch von Dutch entfernte....seine Worte fanden ihn und schlugen weiter und weiter mit voller Gewalt auf ihn ein.


Nachts wenn er ein Lager aufschlug...versuchte seinen erschöpften Körper den dringend benötigten Schlaf zu geben, drangen Fragen in sein müdes ,ausgelaugtes Hirn.

Wie ein Karussell kreisten sie mit hoher Geschwindigkeit ...raubten ihn langsam den Verstand.

Er hatte das Gefühl durchzudrehen.
Fand einfach keine befriedigenden Antworten auf diese Fragen.
Diese verfluchten Fragen.

Sein Kopf tat weh.
Eigentlich ununterbrochen seit er das Lager verlassen hatte.
Er konnte so, verdammt nochmal, einfach nicht klar denken.

Wie oft hatte er in den letzten 72 Stunden auf eine Klippe zugesteuert, sich nahe an den Abgrund gestellt, die Augen geschlossen und überlegt sich einfach nach vorne fallen zu lassen..hinunter zu stürzen in die schwarze Schlucht...ins Nichts.

Nur ein kleiner Schritt und alles wäre vorbei.
Er wäre schlagartig alle Sorgen los.

Aber er konnte nicht.
Nicht einmal dazu war er fähig.


Wütend über sich selbst....über alles und jeden , schmiss er die Leere Flasche Whiskey ins Feuer und sah dabei zu wie die reste der scharfen Flüssigkeit ,helle aufblitzende Funken fabrizierten.

Sein Blick starr aufs Feuer gerichtet, verschwand plötzlich das Hämmern in seinen Kopf und das Gedankenkarussell stoppte.

Er zog seinen Revolver aus dem Holster und betrachtete die Silber glänzende Oberfläche in der sich die Flammen spiegelten.

Dann fiel sein Blick wieder aufs Feuer.
Seine Finger waren fest , um das harte , kalte Mordinstrument gepresst.

Blitzartig setzen die Schmerzen im Kopf wieder ein...das Gedankenkarussell nahm wieder seine Fahrt auf....stärker...schneller...wilder als je zuvor.


In der nächsten Sekunde hielt Arthur sich den kalten Lauf des Revolvers an seine schmerzende Schläfe.
Den Finger am Abzug gepresst, atmete er tief durch.

Ein leichtes ,fluchtartiges Lächeln zuckte über seine Lippen während er den Abzug langsam nach hinten zog.



"ARTHUR!
TU DAS NICHT!
ICH BRAUCHE DICH!" hörte er plötzlich Annies Stimme rufen ,ließ den Abzug los und riss erschrocken die Augen auf.
Er blickte irritiert um sich.
Aber konnte niemanden sehen.
Annie war nicht da.
Zumindest nicht Real.

In seinen Kopf jedoch, war sie das.



Langsam nahm Arthur den Revolver von seiner Schläfe, hielt ihn nahe vor sein Gesicht und betrachtete ihn.

In diesem Revolver steckten soviel Erinnerungen.
Soviel Vergangenheit.
Soviele Verbrechen...soviel Leid...und Schmerz.

Dieser Revolver hatte ihm so oft das Leben gerettet.
Und so oft Leben genommen.

So wie er auch Arthurs Leben nehmen könnte.

Arthur schluckte.

Ließ den Revolver auf seinen Schoß sinken und blickte hoch zu den gelben ,vollen Mond , der schwer und machtvoll über den Schatten der Berge hing und wie der Herrscher der Finsternis , sein prachtvolles Antlitz blendend zur Schau stellte.

Arthur wusste das sein Tot nicht die Lösung war.
Wusste das es nicht seine Bestimmung war so zu sterben.
Wusste er müsse sein Schicksal selbst in die Hand nehmen.
Wusste er konnte sich nicht so feige zurückziehen.
Er hatte etwas versprochen und dies würde er auch halten.


Er senkte den Kopf, sah erneut auf den Revolver zwischen seinen Fingern.

Kurz schloss er die Augen um diese Gedanken welche ihn zu manipulieren versuchten ,ihn zu einer Handlung drängten, los zu werden.

Wieder hörte er Annies Stimme.
"Kämpfe Arthur!
Kämpfe dagegen an!"

Er sah sie vor sich.
Ganz nahe vor seinen geschlossenen Augen.
Sah ihr besorgtes, gleichzeitig liebevolles, Gesicht.
Ihre ausdrucksstarken Augen ,die flehend und fordernd zugleich in seine blickten.
Ihre Lippen, die sich leicht öffneten und Worte formten...Worte die stumm waren....die Arthur nicht hören konnte, egal wie sehr er sich darauf konzentrierte sie zu verstehen...es blieb still.

Augenblicklich öffnete Arthur die Augen.
Steckte den Revolver zurück in sein Holster und stand auf.
Schnell löschte er das Feuer , stieg auf sein Pferd und ritt los.



Sein abgehetztes Pferd ,welches er Stunden über Stunden getrieben hatte, erreichte schnaufend und mit schweißbedeckten Fell, am nächsten Abend das Camp der Grays.

Alle Augen ums Lagerfeuer richteten sich schlagartig auf Arthur, als dieser aus der Dunkelheit , ins Licht des lodernden Feuers trat.

" Arthur!?!" stieß Jesse verwundert aus.
" Ist alles in Ordnung?" fragte nun Ella, die vom Baumstamm, auf dem sie eben noch saß ,aufsprang und Arthur irritiert musterte.

"So schnell haben wir mit dir eigentlich nicht gerechnet!" rief ihn nun Jimmy entgegen und blickte ebenfalls leicht verwirrt zu Arthur.

Arthur trat näher ans Feuer und ließ sich auf einen der Baumstämme nieder.

Kurz war alles still.
Alle Augen waren weiterhin auf Arthur gerichtet, welcher schweigend da saß und ins Feuer starrte.

Ella war die erste ,die die merkwürdige Stille durchbrach.

" Komm ,iss erstmal was." sagte sie liebevoll, schnappte sich eine Schüssel ,eilte in die Mitte , beugte sich über den großen Topf über den Lagerfeuer und füllte die Schüssel bis zum Rand.

Lächelnd hielt sie Arthur die Schüssel entgegen.

"Vorsicht heiß!" sagte sie leise.

Arthur warf ein Blick auf die volle Suppenschüssel , wendete den Blick dann wieder zurück zum Feuer und schüttelte leicht den Kopf.

Ella sah fragend zu Jesse ,dann wieder zu Arthur, nahm neben ihm Platz und stellte die Schüssel ab.

Wieder war es still.
Keiner sagte etwas.
Jimmy und Jesse stocherten in ihren Schüsseln herum und Ella starrte wie Arthur,  in die lodernden Flammen.

Nach ein paar Minuten drehte sie sich zu Arthur und betrachtete ihn.
Wie er da saß, zusammengesunken, ohne irgendeine Art Mimik oder Gestik.
Wie ein Geist der unscheinbar zwischen den lebenden weilte ,gefangen irgendwo in der Zwischenwelt.

Ella schluckte.

"Was ist passiert?" fragte sie leise und handelte sich blitzartig einen wütend funkelnden Blick ihres Bruders Jesse ein ,der neben Arthur saß und zuckte kurz erschrocken zusammen.

Dann nahm sie all ihren Mut , erwiderte Jesses Blick mit einen ebenfalls wütenden
" Lass mich!" Ausdruck und sah wieder zu Arthur.

" Du siehst müde aus. " sagte sie leise, in der Hoffnung ihr Bruder würde es nicht hören.  Aber da hatte sie sich getäuscht, denn ein kurzer Blick zu Jesse zeigte ,das er augenrollend den Kopf schüttelte.

Ella aber ließ sich davon nicht irritieren ,griff nach den großen Krug vor sich und den Becher und schüttete frisches, kaltes Wasser in diesen.

"Trink !" sprach sie nun lauter , beherzter und hielt Arthur den Becher unter die Nase.

"GOTT VERDAMMT ELLA !
Jetzt lass den Mann doch mal in Ruhe!
Du siehst doch das er augenscheinlich seine Ruhe haben will!" fauchte Jesse plötzlich laut und stellte die leere Schüssel wütend auf den Boden.

Ella sah entsetzt von Jesse wieder zu Arthur.
"Dann hätte er nicht her kommen sollen!" nuschelte sie enttäuscht leise ,ließ den Becher in ihren Schoß sinken und starrte nun auf diesen.

Plötzlich spürte sie Arthurs Finger , die ihre streiften und den Becher entnahmen.

"Danke." brummte Arthur leise ,mit tiefer kratziger Stimme und nahm einen kleinen Schluck, bevor seine leeren Augen wieder in die Flammen starrten.

" Willst du darüber reden?" fragte Ella vorsichtig und musterte seine verkrampfte Körperhaltung.

Gerade als sie ihre Hand ausstrecken und sie leicht auf Arthurs Oberschenkel legen wollte ertönte ein knacken ,gefolgt von einen hohem kichern.

Erschrocken zog Ella ihre Hand schnell wieder zurück und sah in die Richtung aus der das Lachen kam.

Annie und Sam kamen aus einen kleinen Waldstück hervor ,laut kichernd und sich angeregt unterhaltend.

Abrupt verstummte das eben noch fröhliche Gespräch, als sie an der Feuerstelle angekommen waren und Arthur erblickten.

" Was machst du hier?" brachte Annie stockend heraus und blickte mit entsetzten Augen zu ihm, während ihr Begleiter in einen der Zelte verschwand.

Arthurs Blick ruhte nachdenklich in ihrem Gesicht aber er reagierte nicht auf ihre Frage...ihren mittlerweile eindringlichen Gesichtsausdruck.

" Du kannst nicht hier sein!" stieß Annie unsensibel heraus und ihr eindringlicher Ausdruck wurde nach und nach ernster...verärgerter.

" Lass ihn Annie!" mischte sich plötzlich Ellas zarte Stimme mit ein.

"Das werde ich nicht!" sagte Annie deutlicher und trat näher an die Feuerstelle heran.

"Wir hatten eine Abmachung Arthur!
Ich verstehe nicht warum du sie brichst!" fuhr sie erbost fort.

Arthur schwieg noch immer.
Seine Augen musterten Annies angespannte Körperhaltung , ihre erregte Mimik und Gestik.

"Ich verstehe nicht wo dein Problem ist!" sagte Ella laut und sah verärgert zu Annie.

"Arthur weiß wo das Problem ist!
Und er weiß das er NICHT hier sein dürfte!"erwiderte Annie und verschränkte bockig ihre Arme vor der Brust.

" Du hast hier nichts zu sagen.
Bist auch nur hier weil Arthur dir den Arsch gerettet hat!" zischte Ella immer wütender werdend.

"ICH habe ihn NICHT darum gebeten!" konterte Annie scharf und warf einen zornigen Blick zu Ella.
Dann wieder auf Arthur, dessen in falten gezogenes Gesicht und fragender Blick , sie einfach nur weiter anstarrten.

"Oh oh Zickenkrieg! " murmelte nun Jimmy leise , nahm seine halbvolle Schüssel an sich ,stand kopfschüttelnd auf und verließ die ,eigentlich sonst so gemütliche, Stelle am Lagerfeuer.

"ARTHUR KANN SOLANGE HIER BLEIBEN WIE ER MÖCHTE!
Und du bist die LETZTE die ein RECHT hat darüber zu bestimmen!" fauchte Ella wütend und stand auf.

Annie lachte kurz verzweifelt auf.
"Du hast ja keine Ahnung!"

Ella sah kurz runter zu Arthur, der immernoch zusammengesunken und schweigend da saß und Annie anstarrte und dann wieder zu Annie.

" Erklärs mir!" sagte sie fordernd und stämmte ihre Hände, auf eine Antwort wartend,  in ihre Hüfte.

Annie wendete ihren Blick auf Ella und ging ein paar Schritte näher auf sie zu.

" Das WILLST du garnicht wissen und WÜRDEST es auch nicht verstehen!
Er MUß verschwinden!" sagte Annie .

Ella nahm die Hände aus der Hüfte und ging ebenfalls auf Annie zu.

" DAS WIRD ER NICHT!" verteidigte sie ihn laut ,blieb kurz vor Annie stehen und funkelte sie provozierend an.

"Dann werde ich gehen!" sagte Annie leise ,wich ihren zornigen Blick aus und sah zu Boden.

"Tu das..." flüsterte Ella leise ,drohend.



Plötzlich stand Arthur auf und trat neben Ella.

" Kann ich kurz mit dir reden?" fragte er leise und sah nervös in Annies Augen.

Annie schluckte.
Löste ihre abwehrende Haltung und sah provokant zu Ella.
"Ich weiß nicht...darf er das?" fragte sie zynisch.

Ella ballte ihre Hand zur Faust.
Wie gerne hätte sie dieser arroganten Schlampe ihre Faust ins Gesicht gedrückt .

Aber sie atmete tief ein ....sammelte sich und zuckte nur abweisend mit den Schultern, bevor sie sich zurück auf den Baumstamm setzte , ihre Schüssel nahm und daraus aß.

Annies Blick folgte ihr bis sie saß und fiel dann wieder auf Arthur ,der noch immer mit den selben leeren, fragenden, in falten gezogenen, Gesichtsausdruck vor ihr stand und sie anstarrte und nichts sagte.

" Was willst du? " zischte sie leise und beugte sich nahe an ihn heran.

Arthur blinzelte als er ihren Atem an seiner Haut spürte und schluckte.

" Ich muss für ein paar Tage hier bleiben." sagte er im ruhigen ,leisen Tonfall und sah nervös in Annies Augen.
Wartete auf ihre Reaktion.

Annies Augen wurden größer und sahen entsetzt zu ihm.

" BIST DU BESCHEURT?" stieß sie laut hervor und hatte sofort die Aufmerksamkeit und neugierigen Blicke der beiden anwesenden...unbeteiligten Personen , die ein paar Schritte unmittelbar von ihr und Arthur entfernt saßen ,auf sich gezogen.

Arthurs Blick wurde ungestümer.

Er packte Annie am Arm und flüsterte ihr "Wir sollten ein Stück gehen!" ins Ohr.

Noch bevor Annie etwas erwidern konnte ,zog er sie von der Feuerstelle und den fragenden Blicken von Ella und Jesse weg, hinter das Zelt,welches Arthur mal gehörte , und nur beleuchtet durch eine Laterne, verlassen zu sein schien.

Als Arthur stehen blieb, riss Annie sich los.

"Warum bist du hier Arthur,Hmm?
Willst du sterben? Ja?
Hast du solche Todessehnsüchte das du das unvermeidbare Schiksal absichtlich herausforderst?Hmm?" zischte Annie wütend und stellte sich nahe vor Arthur, ihn mit ungläubigen Blicken strafend.

Arthur seufzte leise, nahm seinen Hut ab und sah mit leeren Blick zu ihr.

" Vielleicht will ich das..." erwiderte er leise und schluckte schwer.
"Vielleicht will ich das!" widerholte er noch leiser.

Annie zuckte kurz zusammen.
So kannte sie ihn nicht.
So wehrlos..kraftlos...so schwach.
Ihre Augen suchten nervös in Arthur seinen nach irgendetwas..einer Emotion...irgendwas ..aber da war nichts außer diese ausdruckslose leere.

" Warum sagst du das?" fragte Annie leiser...ängstlicher...schluckte ,als sie bemerkte das er es ernst meinte.

Arthur schwieg.
Atmete schwer.

Annies Herz schlug aufgeregt gegen ihre Brust.
Sie hatte Angst.
Arthurs Verhalten....oder nicht Verhalten...machte ihr Angst.

Vorsichtig hob sie ihre Hand und legte sie leicht an seine Wange.

"Was ist passiert?" flüsterte sie leise ,unsicher.

Arthurs Blick wurde nervöser.

"Du forderst den Tot nicht wirklich heraus oder?" flüsterte Sie noch leiser...fast unhörbar..die Worte eigentlich nicht aussprechen wollend.

"Oder???" quetschte sie fiepsend heraus.

Arthur atmete tief ein.
Betrachtete ihre ängstlich, fragenden Augen, spürte ihren zitternden Atem in seinem Gesicht...ihre kälter werdenden Finger an seiner Wange.
Wusste sie hatte Angst um ihn.
Angst vor der Wahrheit.
Er konnte ihr nicht erzählen was passiert war.
Dutchs Worte.
Diese Entscheidung.
Der Verlust seiner ganzen Vergangenheit...seiner Kindheit..seines Vaters...seiner Familie.
Von den Versuchen sein Leben zu beenden.

Also schwieg er.
Schüttelte sachte den Kopf und nahm liebevoll ihre Hand von seiner Wange und drückte diese fest gegen seinen Oberkörper..gegen sein Herz das noch schwerfälliger Schlug.

Annie atmete erleichtert aus und wischte sich ein paar Tränen aus den Auge.

" Ich danke dir." hauchte sie leise, leicht lächelnd.

" Willst du mir jetzt sagen was passiert ist?
Warum du hier bist?" fragte sie gefasster.

Arthur ließ ihre Hand los und sah sie ernst an.
Zumindest gab er sich größte Mühe seinen Blick Ausdruck zu verleihen.

" Kann ich für ein paar Tage hier bleiben?" fragte er leise.

Annie sah ihn mit großen Augen an .

" Arthur du weißt...du weißt..." stotterte Annie.

"Ich weiß!
Ich werde garnicht auffallen und mich von dir fern halten ok!?" beendete Arthur ihren Satz.

" Aber Arthur.
Wenn Sie mich finden...und du hier bist...wenn sie uns zusammen sehen....." krächzte Annie.

" Wir sind hier am Arsch der Welt Annie!
Hier findet uns niemand.
Die Grays haben schon Ahnung von den was sie tun.
Sie verstecken sich immerhin seit Jahren und bisher sehr erfolgreich."
brummte Arthur mit fester ,überzeugender Stimme und blickte zurück zum Lagerfeuer.

" Wenn es dich beruhigt kann ich auch in die Höhle ,ein Stück entfernter von hier, gehen.
Oder du und die anderen ziehen dort ein.
Verflucht, egal wie , aber ich muss für einige Tage hier untertauchen.
Muss mich irgendwo ausruhen...."
sprach er aufrichtig ,schwer atmend.


"Du hast mich vor den Tot bewahrt Annie .... während die Einsamkeit mir die Kehle langsam zudrückte..die Gedanken mich zwangen meinen gottverdammten Leben ein Ende zu setzen.
Ich kann nicht...darf nicht allein sein...noch nicht...also schick mich nicht weg.
Ich bitte dich...." schrien stumme Worte...laute Gedanken, Annie das entgegen, was sie eigentlich hören sollte....aber nicht hören konnte.

Arthur wirkte äußerlich wieder stark , gefasster, fordernd ....aber innerlich war er ein Wrack.
Am Ende...physisch und psychisch.

Er wusste ,hätte er noch eine weiter Nacht allein in der Prärie verbracht , mit all diesen Gedanken, diesen Schmerzen, dann würde er seinen Revolver nehmen und ohne nochmals zu zögern abdrücken.
Er wusste, die Einsamkeit wäre sein sicherer Tod.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast